Mit "ADFC" meine ich den Bundesverband und der fordert Radwege, weil die die gefühlte Sicherheit erhöhen. Ich unterstelle denen, dass sie wissen und billigend inkauf nehmen, dass damit eine Erhöhung des tatsächlichen Unfallrisikos einhergeht.
In den Ortsverbänden gibt es ganz unterschiedliche Richtungen. Engagierte Leute einerseits und Wahnwesten-Gehwegradler auf der anderen Seite, die jedem per VZ 240 zum Radweg erklärten Gehweg nachtrauern würden, oder sich aktiv für solchen Unfug einsetzen.
Zwischen den absoluten Fahrbahn-Verweigerern und vehicular cyclists gibt es ja auch noch eine ganze Bandbreite. Ich habe hier vor Ort genug damit zu tun, gegen völlig unnötige und völlig offensichtlich gefährdende "Radwege" vorzugehen, dass ich nicht auch gegen Radwege an Hauptverkehrsstraßen kämpfen werde, die den technischen Regelwerken entsprechen (falls es das hier mal geben sollte). Was nicht heißt, dass ich nicht auch mal eine Benutzungspflicht an einer Hauptstraße angehen werde. Ich bin aber realistisch genug, dass absehbar ist, dass hier 99% auch freiwillig auf den Schrottwegen fahren werden, weil sie sowieso niemals auf die Idee kämen, auf der Fahrbahn zu fahren. Blaue Schilder auf der rechten Straßenseite interessieren die vielen Geisterradler ja auch nicht.