Der Leiter des Tiefbauamtes fühlt sich persönlich beleidigt, wenn man den Murks kritisiert. Dabei fährt der selbst das ganze Jahr mit dem Fahrrad und sollte eigentlich gemerkt haben, dass so etwas gar nicht funktionieren kann.
Beiträge von Yeti
-
-
Man kann auch mehrfach für den selben Ort teilnehmen

-
Und wenn man da nicht direkt abgeräumt wird, kann man zumindest sicher sein, dass einbiegende Kfz aus der Seitenstraße die Furt blockieren, weil die Fahrer sonst überhaupt nichts sehen können. Neu gebaut vor 12 Jahren

-
So ein Design an Kreuzungen ohne Ampeln einzusetzen erscheint fahrlässig.
Der angebliche Vorteil der besseren Sichtbarkeit spielt bei getrennten Ampelphasen gar keine Rolle, sondern nur dann, wenn Rechtsabbieger und geradeaus fahrende Radfahrer gleichzeitig fahren. Ich verstehe auch nicht, was an diesem Kreuzungsdesign gut sein soll, sondern halte das eher für eine Verschlimmbesserung. Wenn es in den NL funktioniert, dann nur, weil Autofahrer dort eher mit Radfahrern rechnen.
-
Und so etwas kommt in der Realität dabei heraus...
Im linken Bild ist der Umbau der Straße noch nicht ganz abgeschlossen und dieser rot gepflasterte Gehweg ist (noch) nicht benutzungspflichtig. Aus den Planungsunterlagen geht aber bereits hervor, dass beabsichtigt ist, ein
aufzuhängen.Das rechte Bild zeigt einen für Radfahrer benutzungspflichtigen Gehweg. Zumindest bis zu dieser Kreuzung, denn dahinter hat man sich das Z240 gespart (= Gehweg bis hinter die nächste Kreuzung, dann geht es wieder weiter mit Z240).
Auf meine Nachfrage, warum man hier so einen Mist baut, hat man mir gesagt, dass Radfahrer so besser zu sehen sind und Rechtsabbieger noch anhalten können, um Radfahrer durchzulassen. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie toll das funktioniert.
*edit: Außerdem könne man auf diese Weise den Radweg ohne Absenkung niveaugleich durchführen und man könne die Rampe für den kreuzenden Fahrbahnverkehr nicht so steil bauen und müsse den Radweg daher verschwenken.
Auf dem linken Bild sieht man aber, dass der "Radweg" an jeder Grundstücksausfahrt abgesenkt wird.
-
Mich würde ja erstmal der Bordstein bzw. die Beschilderung davor interessieren.
Das war in der Burgsteige, hier: https://goo.gl/maps/zdjCHz1xaFk
Panoramabild: https://www.google.de/maps/@48.51970…0!7i9000!8i4500
Vor der Kurve sieht man Z 286 mit Zusatzzeichen "auch auf dem Seitenstreifen". Parken ist dort also ohnehin verboten.
-
-
Auch wieder wahr... Dennoch abstruse Argumentation der Polizei München.
-
Notiz an mich: Damit Verkehrszeichen für Autofahrer gelten, müssen sie auf der Fahrbahn stehen.
-
Als Mitglied der AGFK muss man liefern? Ist das nicht eher so eine Art Jodeldiplom?
Eine Grundvoraussetzung für die Aufnahme in die AGFK ist, dass es in der Verwaltung einen festen Ansprechpartner für Radverkehrsthemen gibt. Alleine daran wird es bereits scheitern. Bis zu einer späteren Zertifizierung als fahrradfreundliche Kommune ist es dann noch ein weiter Weg.
Die Mitglieder des Verkehrsausschusses haben sich bei der Sitzung in der letzten Woche auch nur dafür interessiert, was die Mitgliedschaft jährlich kostet, aber nicht, was man ggf. als Mitglied tun müsste. Sollen sie mal den Antrag stellen...

-
Über den Antrag der SPD musste ich auch lachen, aber ich sehe es positiv: Entweder wird der Antrag gleich abgelehnt, dann bekommt die Stadt auch mal externes Feedback über ihre angebliche Fahrradfreundlichkeit. Oder noch besser: Die Stadt wird in die AGFK aufgenommen und muss dann liefern. Alternativ müssen sie sich die Blöße geben, dass sie nach ein paar Jahren wieder rausfliegen. Der Hintergedanke ist wohl aber, dass man die bloße Mitgliedschaft als Imagegewinn betrachtet.
Bislang hat aber nur der Verkehrsausschuss beschlossen, dem Stadtrat die Beantragung der Aufnahme in die AGFK zur Abstimmung zu empfehlen (Beschluss zur Empfehlung der Abstimmung über die Beantragung der Aufnahme ....).
-
-
Okay, hast Recht. Es bleiben aber Zweifel, dass es genau das war, was die StVB hier im Sinn hatte.

Eventuell sollen solche Beschilderungen einen stillen und verschlüsselten Hilferuf darstellen, dass die zuständigen Mitarbeiter der StVB ihrer Aufgabe nicht gewachsen sind und gerne abgelöst werden möchten.
Oder es bedeutet, dass sie einfach nur Schaum im Kopf haben, und sonst gar nichts.
-
Angefügt sind Bilder der aktuellen Kreuzungssituation B73/Thuner Straße und eine Skizze des geplanten "Turbo-Kreisels". Infos über die geplanten Fahrspurmarkierungen im Kreisverkehr, sowie in den Kreiszufahrten haben wir noch nicht.
Problematisch wird sicherlich die Querung des Radweges entlang der B73 (einseitig auf der nördlichen Straßenseite) mit der nördlichen Zufahrt der Thuner Straße. Derzeit ist das alles sehr schlecht einsehbar, aber mit einer Ampel geregelt.
Radfahrer, die durch den geplanten Tunnel unter der B73 durchfahren, queren danach auch den Barger Weg und den südlichen Teil der Thuner Straße entgegen der Kreisrichtung.
Derzeit ist die B73 außerorts geführt und auf beiden Seiten stehen die Ortseingangsschilder. Das führt zur spannenden Frage, ob die Radwegfurten künftig nach den Regeln für innerörtliche oder außerörtliche Kreisverkehre angelegt werden. Innerorts: Vorfahrt auf dem umlaufenden Radweg gegenüber den Kreiszufahrten und -ausfahrten. Außerorts: Keine Vorfahrt. Beide Varianten sind aus meiner Sicht problematisch: Vorfahrt nutzt nichts, wenn sie nicht beachtet wird, insbesondere wenn die Radfahrer von der falschen Seite kommen. Wenn der Radverkehr gegenüber den Kreiszufahrten jedoch keine Vorfahrt bekommt, wird es regelmäßig zu Missverständnissen kommen, denn daneben sollen Fußgängerüberwege angelegt werden (die sind dann zwangsläufig innerorts, weil außerorts gar nicht zulässig). Ohne Vorfahrt dürfte es im Berufsverkehr ohnehin schwierig werden, überhaupt über die Kreiszufahrten zu kommen.
-
ERA 2010, S. 55 oben, Bild 59 "Kreisverkehrzufahrt mit Schutzstreifen".
Zitat von ERA 2010Schutzstreifen in den Kreisverkehrszufahrten werden bei einer Breite der Kreisverkehrszufahrt von 3,25m etwa zum Beginn des Fahrbahnteilers aufgelöst. Damit soll das Nebeneinanderfahren von Kraftfahrzeug- und Radverkehr neben dem Fahrbahnteiler verhindert werden. In der Kreisverkehrsausfahrt kann der Schutzstreifen bei einer Fahrbahnbreite von mindestens 3,75m unmittelbar hinter dem Fußgängerüberweg beginnen.
-
Hier ist mal die gesamte Kompetenz der Stader Verkehrsbehörde auf einem Bild zusammengefasst:
Das Ensemble beginnt links mit einem
, die Straße ist also für alle Fahrzeuge gesperrt. Das wäre doch mal eine Nummer, dort alle abzuzetteln, die durch die Baustelle fahren. Aber man überlässt es hier ohnehin den Verkehrsteilnehmern, selbst zu entscheiden, welche Verkehrszeichen für sie gelten. Ich habe ebenfalls beschlossen, dass man das Schild dort irrtümlich hingestellt oder vergessen hat.Dahinter steht ein VZ 133 "Vorsicht Fußgänger" mit Zusatzzeichen
. Es wird also vor Radfahrern gewarnt, die vom Fahrrad abgestiegen sind. Darunter findet man aber auch noch das Zusatzzeichen 1000-22 "Fußgänger: Anderen Gehweg benutzen". Vielleicht warnt man also auch vor Fußgängern, die auf den anderen Gehweg wechseln oder in der Gesamtkomposition nur vor abgestiegenen Geisterradlern, die ihr Fahrrad jetzt auf die andere Straßenseite schieben.Nachdem man bis zu dieser Stelle auf der Fahrbahn gefahren ist, empfängt den Radfahrer auf der rechten Seite zunächst ein
und wenige Meter dahinter ein
. Man möchte offenbar Radfahrer zunächst auf den Gehweg zwingen, auf dem sie 5m weiter nicht mehr fahren dürfen. Erstaunlicher Weise hat man sich das ZZ 1012-32
gespart, welches man hier an Baustellen erst einmal grundsätzlich aufhängt, um deutlich zu machen, dass man sich um Radfahrer gar nicht erst Gedanken machen wollte, oder um noch einmal zu erklären, was ein Gehweg ist. Ganz klar, dass dort dennoch fleißig auf dem Gehweg geradelt wird und -wie man sieht- egal in welcher Fahrtrichtung.Ich bin dort auf der Fahrbahn durch die Arbeitsstelle gefahren, aber ich habe mich schon gefragt, ob die Ampelphasen auch für langsamere Radfahrer ausreichend lang wären (vermutlich nicht). Es wäre daher vielleicht ganz nett gewesen, den langsamen Radfahrern die Passage auf dem Gehweg mit einem
![Zeichen 239 [Zeichen 239]](https://radverkehrsforum.de/images/smilies/zeichen-239.png)
zu ermöglichen, zumal ich mir sicher bin, dass das rote Pflaster nach Abschluss der Bauarbeiten ohnehin wieder ein
verpasst bekommt.An der zweiten Baustellenampel hat man sich in Gegenrichtung auch eine lustige Falle ausgedacht: Erst erklärt man den Gehweg per
zum benutzungspflichtigen Geh- und Radweg, um danach per
anzuzeigen, dass man da gar nicht mehr Fahrrad fahren soll.Nun wissen vermutlich nur besonders regelkundige Verkehrsteilnehmer, dass allein stehende Zusatzzeichen bis auf wenige definierte Ausnahmen gar keine Bedeutung haben, aber im Schadensfalle würde sicherlich die Frage aufkommen, warum man auf der Fahrbahn durch die Arbeitsstelle gefahren ist, wo doch vorher ein Fahrbahnbenutzungsverbot für Radfahrer ausgesprochen wurde. Da wird wohl nicht jeder Richter meine Interpretation teilen, dass ein Radweg, auf dem ich nicht Fahrrad fahren sondern absteigen und schieben soll, wohl nicht mehr benutzungspflichtig sein kann. Dass man am Aufstellungsort des Z240 mangels Bordsteinabsenkung gar nicht auf den Sonderweg wechseln kann, ist hier auch nicht so wichtig, weil man vermutlich davon ausgeht, dass sowieso schon alle Radfahrer auf dem Gehweg fahren (weil der ja rot gepflastert ist). Dass es eine Richtlinie für die Sicherung von Arbeitsstellen gibt, hat sich bis hierher leider noch nicht herumgesprochen.
Auch ist die eigentliche Intention der Verkehrsbehörde wieder erkennbar, dass man dort überhaupt keine Radfahrer haben will und auch nicht bereit ist, sich Gedanken darum zu machen, wie man als weniger sportlich ambitionierter Radfahrer rechtzeitig durch die Baustelle kommt, ohne 500m lang zum Fußgänger zu werden oder sich irgendwann Auge in Auge mit dem Gegenverkehr auf der Fahrbahn wiederzufinden.
-
Die Leute achten auf verspäteten Querverkehr, weil der für sie selbst eine Gefahr darstellt. Ein Fußgänger ist aber für einen LKW-Fahrer keine Gefahr und daher achtet man darauf nicht so sehr. Klingt zynisch, ist aber eine plausible Erklärung.
-
Das ist kein marktwirtschaftliches Prinzip.
Die theoretischen Grundlagen zum Fall "Auto" (und noch einigen mehr) liefert die VWL:
Es geht darum, den Markt zu beobachtet und prüfen, ob er "effizient funktioniert" und regulierend einzugreifen, wenn er es nicht tut.
Ob ein Markt "effizient funktioniert" ist über diverse Kriterien gut definiert. Insbesondere gehört dazu, dass jeder Marktteilnehmer sämtliche aus seiner Entscheidungen resultierenden Kosten zu tragen hat. Ist das nicht der Fall, ist das ein "negativer externer Effekt". Das Gut kann dann zu billig angeboten werden. Das wiederum führt dazu, dass dieses Gut normalerweise stärker konsumiert wird, als es volkswirtschaftlich wünschenswert wäre. Zur Regulierung von negativen externen Effekten gibt es diverse Möglichkeiten. Beispielsweise allgemeine Steuern. Oder auch eine Verhandlungslösung zwischen Verursacher und Betroffenen.
Das Schwierige daran ist immer, die negativen Effekte dem Verursacher zuzuordnen und die Schäden zu beziffern. Es spielt auch eine Rolle, wo man die Grenze zieht. Es steht wohl außer Frage, dass der Klimawandel erhebliche Schäden verursachen wird. Aber bereits da ist es nicht möglich, den vom Menschen gemachten Anteil zu beziffern: Hätte es einen Sturm/Sturmflut ohne die vom Menschen verursachte Klimaerwärmung überhaupt gegeben? Ist der Sturm komplett vom Menschen gemacht und müssen die Verursacher des CO2-Ausstoßes entsprechend ihres Anteils für den Schaden komplett aufkommen? Wie viel geringer wäre der Schaden ohne den zusätzlichen CO2-Ausstoß gewesen? Welche Kosten kommen noch in späterer Zukunft auf uns zu, die wir bereits heute verursachen? Was kostet überhaupt ein Mensch, der künftig seine Existenzgrundlage aufgrund von Dürren oder Überflutungen verlieren wird? Sollen wir schon mal das Umsiedelungsprogamm für die 400 Millionen Menschen starten, die Ende dieses Jahrhunderts bis 5m über dem Meeresspiegel voraussichtlich leben werden? Im Prinzip sollte jeder Autofahrer schon mal in den Bausparvertrag einzahlen.
Ich fürchte, dass man in 50 Jahren auf die heutige Zeit mit Verachtung zurückblicken wird: Warum haben die damals ( = wir) denn nichts getan? War denn nicht alles bekannt und absehbar, wohin es führen wird? Warum hat man zu lange an etwas festgehalten, das völlig absehbar in den Abgrund führte?
Jeder einzelne kann sich auch gerne damit beruhigen, dass er es alleine ja sowieso nicht aufhalten kann und dann ist es bequemer, mitzumachen, was alle anderen auch machen. Ein zugegebenermaßen recht pessimistisches Szenario, aber ich erkenne derzeit keinen Umkehrtrend, im Gegenteil.
Aber selbst wenn das Verursacherprinzip nicht 1:1 greifen kann, ist es dennoch möglich, das Handeln der Leute zu beeinflussen, indem man unerwünschtes Handeln stärker sanktioniert oder höher besteuert. Dafür müsste es aber einen mehrheitlichen Konsens geben, der den demokratisch legitimierten Organen auch ermöglicht, die Rahmenbedingungen entsprechend zu setzen. Der derzeitige Höhenflug der Grünen dürfte ein jähes Ende finden, wenn die Partei wieder Themen wie Tempolimits auf Autobahnen, höhere Steuern auf Treibstoff, autofreie Innenstädte, eine flächendeckende PKW-Maut, etc. auf die Tagesordnung bringen würde.
Man muss ja den Automobilkonzernen fast für ihre Skandale dankbar sein, weil das erhebliche Flecken auf der Weste der deutschen Vorzeigeindustrie hinterlassen hat. Letztlich war es der Skandal um manipulierte Abgaswerte, der das Thema Verkehrswende neu in Gang gesetzt hat.
-
Im Prinzip eine überwiegend sachliche Darstellung der Gegenposition, aber dann das Ende:
ZitatDie Autokrise offenbart also, dass es im heutigen Deutschland nicht nur an Verständnis für die berechtigten Belange der Industrie fehlt, sondern auch an einem adäquaten Verständnis der modernen Großstadt und ihrer Legitimität.
Einerseits wird eine Schwarz-weiß Malerei kritisiert, die der Autor dann aber selbst betreibt: Es geht gar nicht darum, welches Verkehrsmittel wann und wo seine Berechtigung, Stärken und Schwächen hat, sondern es geht letztlich wieder einmal nur darum, die ausschließliche Bevorrechtigung des Autos gegenüber allen anderen Verkehrsarten zu legitimieren. Wer das anders sieht, hat eben "kein Verständnis", so einfach ist das.
Natürlich gibt es Wege, auf denen das Auto unschlagbare Vorteile hat (Entfernung, Individualität, Lastentransport, Bequemlichkeit...). Aber es gibt eben auch die 40% aller in Deutschland mit dem Auto zurückgelegten Wege, die kürzer als 5km sind (75% unter 10km), und auf denen außer dem Fahrer keine Last transportiert wird. Wendet man die Argumentation des Autors auf diese Wege an, bleibt am Ende nur noch das Argument, das Auto zu benutzen, um die Automobilindustrie zu unterstützen. Nicht zu vergessen die Gesundheitsindustrie, die sich um Unfallopfer, um chronische Krankheiten infolge Bewegungsmangel (Diabetes, Herz-Kreislauf Erkrankungen), Atemwegserkrankungen infolge von Luftschadstoffen, sowie um psychische Erkrankungen infolge von Lärm "kümmert".
-
Verschläft Deutschland die Verkehrswende?