Ja, das geht jetzt los. Im ersten Schritt war das eine Machbarkeitsstudie eines Planungsbüros, wie viel Platz man bräuchte und woher man den nehmen kann. Die Stadt hat in der Vergangenheit bereits Flächen an der Straße gekauft, indem sie auf Eigentümer zugegangen ist oder bei verkaufsangeboten von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht hat. Auf Grundlage der Machbarkeitsstudie ist jetzt klarer, welche Flurstücke überhaupt benötigt werden, um gezielt die jeweiligen Eigentümer ansprechen zu können. Ich sehe es auch kritisch, ob das Projekt bis zur Eröffnung der neuen Schule abgeschlossen werden kann.
Beiträge von Yeti
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Aber Absetzen und dann aber nicht so weit... das ist wirklich der schlechteste Kompromiss.
Ich verstehe nicht einmal, was das für ein Kompromiss sein soll. Bei einer um 5m abgerückten Furt passt ein normaler PKW zwischen Furt und Fahrbahnrand. Aber jedes längere Fahrzeug vom PKW mit Anhänger über Lieferwagen bis zum LKW würde die Furt komplett blockieren, wenn bis zum Fahrbahnrand vorgefahren wird. Dann müssen Autofahrer aber auch zweimal aufpassen: Einmal, wenn sie die Furt kreuzen und dann noch einmal an der Fahrbahn. Wenn die Furt direkt am Fahrbahnrand verläuft, dann hält man davor an und kann von dort den Radverkehr und den Fahrbahnverkehr einsehen.
Naja, was wundere ich mich. Die Leute, die für die abgesetzte Furt plädieren, haben auch das hier gebaut. Während in den ERA 2010 steht, dass man "Radwege", die im Streckenverlauf von der Fahrbahn abgesetzt sind, vor der Kreuzung in den Sichtbereich an den Fahrbahnrand zu führen, macht man hier genau das Gegenteil und führt "Radwege", die fahrbahnnah verlaufen, an den Kreuzungen von der Fahrbahn weg und verschwenkt das rote Pflaster in Richtung des potenziellen Unfallgegners, der aus der Nebenstraße einbiegt. Besonders wirkungsvoll ist diese Maßnahme, wenn man an den Kreuzungen sowieso nichts sehen kann.
Bevor jetzt Einwände kommen: der Weg auf dem linken Bild ist bis dahin benutzungspflichtig und nach der Kreuzung offenbar nicht mehr. Der Weg auf dem rechten Bild ist bislang noch nicht beschildert, aber ich fürchte, dass das noch kommt, wenn die Straße komplett fertig ist.
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Man hat mehrere Optionen vorgestellt. Man kann die Anwohner fragen, ob sie bereit sind, einen 1m breiten Streifen ihres Grundstücks zu verkaufen, wenn dafür die Parkplätze bestehen bleiben. Wenn einer nicht verkauft, kommen auf dem Abschnitt die Parkplätze weg oder es müssen zusätzliche Bäume gefällt werden. Insgesamt geht es um einen 3,8km langen Abschnitt. Ob es irgendwo tatsächlich nur eine einzige Option gibt, weiß ich nicht. Das geht aus den veröffentlichten Unterlagen nicht hervor und wurde bei der Präsentation zumindest auch so nicht gesagt. Das wäre auch reichlich blöd, wenn sie einem Grundstücksbesitzer sagen würden, dass alles vom Verkauf seines Grundstücks abhängt.
Ich bin sehr gespannt, wie es bei diesem Thema weitergeht und ob am Ende wieder so viele Zugeständnisse gemacht werden, dass es letztlich nicht viel besser ist als jetzt. Von den Ratsfraktionen der CDU und der Grünen bin ich schon angefragt worden, ob ich bereit wäre, ihnen bei den anstehenden Fraktionssitzungen zum Thema beratend zur Seite zu stehen. Das werde ich natürlich gerne tun, wenn ich damit Schlimmeres verhindern kann.
Immerhin wird das Thema wegen des geplanten neuen Schulzentrums etwas ernster genommen als sonst in dieser Stadt üblich. Oder vielleicht setzt tatsächlich langsam ein Umdenken in der Verkehrspolitik ein und man beginnt zu begreifen, dass eine weitere Zunahme des Autoverkehrs bald zum völligen Stillstand führen wird, oder dass eine weitere Optimierung des Autoverkehrs am Ende deutlich teurer wird, als wenn man mal berücksichtigt, dass Mobilität auch ohne Auto funktionieren kann. Nicht für alle und vielleicht nicht immer, aber es hilft ja schon, wenn diejenigen auf Fahrrad, Bus und Bahn umsteigen, die es können und eigentlich auch wollen, sobald es bessere Angebote gibt.
Würde diese Straße auf meinem täglichen Weg liegen, würde ich dort nicht fahren. Ich habe eine östliche und eine westliche Alternativroute ausgearbeitet, die aber noch lückenhaft sind, um bei jedem Wetter alltagstauglich zu sein. Gegenüber der fast geradlinig verlaufenden Harsefelder Straße sind die Alternativstrecken natürlich auch etwas länger und vor allem für diejenigen interessant, die ohnehin mehr aus östlicher und westlicher Richtung kommen. Außerdem gibt es aus dem westlichen Stadtteil Wiepenkathen auch bereits eine direkte Verbindung nach Riensförde.
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Verloren hätten da meiner Meinung nach nur die Gewohnheitsgehwegradler
Und das sind hier 99% der Radfahrer. Ich würde davon ausgehen, dass insbesondere auch der künftige Schülerverkehr dann nicht von dem Recht Gebrauch machen würde, auf der Fahrbahn zu fahren, wenn es erlaubt wäre. Da wird es auch genügend Eltern geben, die das ihren Kindern wohl auch noch verbieten würden, weil sie nur "Radwege" für sicher halten.
In der Machbarkeitsstudie kam heraus, dass die Herstellung beidseitiger getrennter Geh- und Radwege mit Regelmaß (nicht einmal nur Mindestmaß) möglich wäre. Dafür müsste allerdings die Fahrbahnbreite auf 6,50m reduziert und alle Abbiegespuren auf das Mindeste zusammengekürzt werden. Wo das nicht ausreicht, müssen Parkplätze weichen oder Grundstücke dazu gekauft werden. Teilweise müssen auch Bäume gefällt werden, aber mit beidseitigen Radfahrstreifen wären es mehr als bei Hochbordwegen, die man vor allem in dem Abschnitt, der eher außerorts-Charakter hat, auch außen um die Bäume herumführen kann.
Auf die Problematik der weit abgesetzten Furten hatte ich bereits vor zwei Jahren hingewiesen. Insbesondere an der nördlichen Rampe zur B73, die auch noch im Zweirichtungsverkehr gequert werden muss, halte ich das für saugefährlich. Und als würde das nicht schon reichen, kommt noch der freie Rechtsabbieger dazu. In einem ersten Schritt ist dann wenigstens die Furt rot eingefärbt worden und zumindest im Jahr 2018 gab es dort keinen Unfall, während es im Jahr davor an der Stelle auch den zu erwartenden Einbiegen-/Kreuzen Unfall gab.
Hier: https://goo.gl/maps/PKcesXPUtHG9LpWx5
Ausgerechnet bei dieser Kreuzungen werden schon die ersten Stimmen laut, bei einer abgesetzten Furt zu bleiben, wenn auch "nur" noch 5m und keine 15m mehr. Weiß der Henker, warum.
Meine Forderung von damals waren durchgängige, beidseitige Radverkehrsführungen, wobei ich offen gelassen hatte, welcher Art. An allen Knotenpunkten fahrbahnnahe und geradlinige Furten, ERA-konform und ohne Stolperfallen. Letzte Woche habe ich live gesehen, wie an einer anderen Straße ein Radfahrer in einer ähnlichen Situation vierkant auf den Bordstein gefahren und über den Lenker abgestiegen ist. Er sagte mir, dass er OK sei und keine Hilfe bräuchte, aber im Nachhinein ärgere ich mich darüber, nicht darauf gedrängt zu haben, die Polizei zu rufen, damit solche Gefahrenstellen wenigstens in der Unfallstatistik auftauchen.
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"Bremsen" macht nur dann Sinn wenn wir die "Unfallgeschwindigkeit" signifikant verringern können, also z.B. auf unter 50%. Wie uns Corona gezeigt kommen wir aber nur auf 95% und selbst das hält unsere Wirtschaft nicht dauerhaft durch. Somit sollten wir diese Gelder besser investieren.
Die Lösung des Klimaproblems liegt aber nicht darin, die Wirtschaft lahmzulegen, sondern unsere Energieversorgung umzustellen. Es geht nicht darum, gar keine Energie mehr zu benötigen, sondern dafür keine fossilen Energieträger mehr zu verbrennen. Das ist technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll und unterscheidet sich daher ganz deutlich von den Corona-Maßnahmen. Die sind zwar auch technisch möglich, aber wirtschaftlich nicht sinnvoll und vor allem haben sie ein anderes Ziel als den Klimawandel zu bremsen.
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Die Aufnahme habe ich gestern Nachmittag, am Maifeiertag gemacht, da war wirklich wenig los. Ich wollte mit dem Video aber dokumentieren, wie das derzeit auf dem "Radweg" aussieht. Derzeit ist wegen Corona auch sonst nicht ganz so viel los wie sonst, aber ich überlege schon, ob ich mal zur Hauptverkehrszeit die selbe Strecke auf der Fahrbahn fahre und filme.
Das Kopfsteinpflaster an den Furten wurde bereits im Radverkehrskonzept aus dem Jahr 1999 als Mangel aufgeführt. Das hat man hier aus unerklärlichen Gründen damals in der ganzen Stadt so gemacht und bis heute nicht geändert.
So klang das vor 21 Jahren

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Und hier noch die Harsefelder Straße stadteinwärts
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Tausende Fahrräder bei Großbrand in Bremer Lagerhalle verbrannt.
https://www.radfahren.de/story/hartje-t…eder-verbrannt/
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Kaufprämien sind marktwidrige Eingriffe
Stimmt, es ist nicht einmal "Marktwirtschaft", sondern nur asozial.
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Am vergangenen Dienstag wurde im gemeinsam tagenden Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt, sowie Ausschuss für Feuerwehr, Sicherheit und Verkehr das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie für eine künftige Radverkehrsführung an der Harsefelder Straße vorgestellt. Das Ganz geht auf auf meine Einwände gegen die bestehende Situation dort zurück, die absolut inakzeptabel ist.
Es geht um diesen gesamten Abschnitt: https://goo.gl/maps/XacofurkDzAFRw8Q8
Im nördlichen Abschnitt bis zur Sachsenstraße gibt es auf beiden Seiten getrennte Geh- und Radwege, die sich vor allem stadteinwärts in einem erbärmlichen Zustand befinden. Ab Sachsenstraße ist dann stadtauswärts Geisterradeln vorgeschrieben und dabei werden mit der B73 Rampe Nord und Bronzeschmiede zwei brandgefährliche Kreuzungen passiert. Südlich der B73 hat das Ganze dann den Charakter eines Außerorts-Radweges und in der Tat wurde das Ortseingangsschild auch erst vor ein paar Jahren nach Süden verlegt, als die neue Heidesiedlung im Stadtteil Riensförde entstanden ist.
Die Harsefelder Str. ist neben der Bremervörder Straße vermutlich eine der Straßen mit der höchsten Verkehrsbelastung im gesamten Stadtgebiet und Haupteinfallstraße aus Richtung Süden. Nördlich der B73 in Richtung Innenstadt beträgt die tägl. Belastung über 18.000 Kfz/Tag mit Spitzen von 1850 Kfz/Std am späten Nachmittag und 1450 Kfz/Std morgens. Täglich pendeln ca. 17.000 Berufstätige nach Stade und 8.000 aus Stade raus.
Im südlichen Stadtteil Riensförde ist in den letzten Jahren westlich der Harsefelder Straße ein großes Neubaugebiet (Heidesiedlung) entstanden und ein weiteres ist auf der östlichen Seite in Planung, sowie ien kleines Neubaugebiet an der Straße Klarer Streck bereits in der Erschließung. Mit dem Bau eines neuen Schulzentrums für ca. 800 Schüler (Bildungscampus Riensförde / BCR) entsteht am Stadtrand ein weiteres wichtiges Ziel. Zwei Schulen im Stadtgebiet sollen dafür geschlossen werden (verkehrspolitischer Irrsinn).
Eine Zusammenfassung der Machbarkeitsstudie ist nun hier veröffentlicht: https://sessionnet.krz.de/stade/bi/si0057.asp?__ksinr=1379 (Dokumente -> Anlage TOP 4). DIese sieht den beidseitigen, durchgängigen Ausbau regelkonformer Radwege vor. Aufgrund der beengten Verhältnisse sind dabei aber keine Wunder zu erwarten.
Die derzeitige Situation könnt ihr euch hier auf einem Video anschauen, das ich gestern am Maifeiertag aufgenommen habe. Da war natürlich weniger Verkehr als an normalen Werk- und Schultagen in den Stoßzeiten.
Externer Inhalt youtu.beInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.Was sagt ihr zu der Studie? Welche Alternative zur Hochbord-Lösung wäre eurer Meinung nach denkbar? Die Argumentation, dass auf Radfahrstreifen die Einhaltung des Überholabstandes nicht möglich sei, kann ich nicht nachvollziehen. Anstelle eines fahrbahnnahen Radweges könnte man natürlich einen ebenso breiten Radfahrstreifen anlegen. Der Unterschied bestünde dann nur darin, ob der Bordstein links neben dem Radweg oder rechts neben dem Radfahrstreifen verläuft. Problematisch für Radfahrstreifen wäre der alte Baumbestand an der Straße, insbesondere im südlichen Teil (Eichen, die man am Ende des Videos sieht).
Ich bin an der Harsefelder Straße auch schon auf der Fahrbahn gefahren, aber das ist kein Vergnügen und würde bei der breiten Masse sicherlich keine Akzeptanz finden. Ansonsten bin ich froh, dass ich diese Straße nicht regelmäßig befahren muss und ich suche mir lieber andere Wege, als auf diesen "Radwegen" zu fahren. Gerade mit dem Bau des neuen Schulzentrums muss es gelingen, dass Schüler dort auch mit dem Fahrrad zur Schule fahren und nicht alle von Vati und Mutti mit dem SUV dahin gekarrt werden.
Wir haben im vergangenen Jahr auch zwei Alternativrouten ausgearbeitet, die aber beide ca. 1km länger sind, dafür aber komplett abseits des starken Autoverkehrs auf unabhängigen Wegen und durch Tempo 30 Zonen verlaufen. Auch dort gäbe es noch ein paar Lücken zu schließen, damit diese Routen wirklich attraktiv sind.
Dies hier wäre die westliche Alternative: https://goo.gl/maps/2cBP9ETUtVk3bjto9
Im Video:
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Autoindustrie will staatliche Kaufpreisprämie - und trotzdem Dividenden ausschütten
Das nennt man "Asoziale Marktwirtschaft"
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Das ist aber kein rein schleswig-hollsteinisches Problem...
Links das...
und auf der gegenüberliegenden Seite das:
Konsequent werden die viel zu schmalen Gehwege auch gleich noch in beiden Richtungen für Mofas freigegeben und zwischen den Gehwegen und der Fahrbahn befindet sich auf beiden Seiten der Straße ein jeweils 3m breiter Seitenstreifen. Die Leute, die so etwas angeordnet haben, wissen nicht einmal dass es eine Verwaltungsvorschrift gibt.
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Da werden wir schon eine technische Lösung finden,
Ja, genau: Wir werden vielleicht irgendwann mal was erfinden, toller Vorschlag....
Was wir bereits erfunden haben und sofort nutzen können:
- Photovoltaik
- Solarthermie
- Windenergie
- Wasserkraft
- Power-to-gas
- Batteriespeicher
- Pumpspeicher
- Wärmespeicher
- ....
Aber das wollen wir offenbar alles nicht, sondern wir warten lieber noch 20 Jahre auf was Neues und verbrennen so lange weiter Kohle, Öl und Gas. Vielleicht geschieht ja doch noch ein Wunder? Könnte ja sein, oder?
Ganz ehrlich: Ich würde am liebsten jetzt schon ein paar Leute aussuchen dürfen, die wir sofort auf den Mars schießen.
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Für Radfahrer sind in bester schleswig-holsteinischer Tradition auf beiden Seiten gemeinsame Fuß- und Radwege für beide Richtungen angeordnet
Wenn man dabei das alte VZ244 entdeckt (Vorgänger vom 240 mit Fahrradsymbol oben), dann weiß man doch auch gleich, dass sich darum schon seit über 20 Jahren niemand mehr gekümmert hat.
Dat hev wi scho jümmers so macht...

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Ist das in der Theorie eine unendlich lange Straße ohne Kreuzungen?
Nein, gemeint ist eine typische Straße innerorts mit Wohn- und vereinzelt Geschäftshäusern auf beiden Seiten.
"Guter Radweg" war auch in Anführungszeichen gesetzt, weil es nicht um einen idealen Radweg gehen soll, sondern um einen Radweg, der alle Voraussetzungen der VwV-StVO für die Anordnung einer Benutzungspflicht erfüllt.
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Es ist ja auch nicht so, dass wir nicht auch trotzdem schon jetzt mit den Folgen umgehen müssten. Selbst hier im gemäßigten Klima sind die Auswirkungen bereits spürbar in Form gehäufter Wetterextreme.
Und damit nicht genug: Die globale Durchschnittstemperatur ist bereits um ca. 1°C gestiegen und das bedeutet, dass Eismassen abschmelzen. Selbst wenn wir von heute auf morgen aufhören würden, weiteres CO2 zu emittieren, würde die globale Temperatur natürlich nicht wieder absinken, sondern nur nicht weiter steigen. Das Eis schmilzt dann aber weiter.
Bereits eine um 1°C erhöhte globale Temperatur wird den Meeresspiegel über die nächsten Jahrhunderte um ca. 2,5m steigen lassen. Das ist unter anderem schlecht für Hamburg, auch wenn dieses Szenario von uns niemand mehr erleben würde. Bereits vorher wird man dünn besiedelte Gebiete an der Küste aufgeben müssen. Die Entwässerung funktioniert derzeit auf natürliche Weise mit den Gezeiten: Bei Niedrigwasser kann das Wasser aus dem Hinterland abfließen und wenn draußen das Wasser höher steht, werden die Sieltore geschlossen. Bei steigendem Wasserpegel funktioniert das nicht mehr und man kann das Wasser nur noch mit Pumpwerken loswerden. Irgendwann wird das nicht mehr rentabel sein und das Hinterland säuft von hinten ab. Soll man etwa die Nebenflüsse der Elbe alle elektrisch über den Deich pumpen?
Das nur für diejenigen, die glauben, dass uns ein 6,50m hoher Deich noch so lange Zeit lässt, bis der Meeresspiegel um 6,50m gestiegen ist.
Mit weiter steigenden Emissionen beschleunigen wir den Prozess weiter und ich wäre mir nicht sicher, dass ich das nicht mehr selbst erlebe.
Die oben verlinkte Studie beschreibt, wie unterschiedliche Szenarien zu einer Zunahme der potenziell tödlichen Hitzetage weltweit führen können. Potenziell tödliche Hitzetage gibt es vor allem in Regionen, in denen hohe Temperaturen mit einer hohen Luftfeuchtigkeit zusammen auftreten, also in den Tropen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann der Körper durch Schweißbildung nicht mehr ausreichend gekühlt werden, weil der Schweiß nicht verdunstet.
Im schlechtesten Szenario, bei dem die CO2 Emissionen wie bisher ansteigen, wird es zum Ende des Jahrhunderts Regionen geben, in denen jeder Tag des Jahres ein potenziell tödlicher Hitzetag werden wird. Dazu zählen unter anderem dicht bevölkerte Regionen in Indien oder Brasilien. Was glaubt ihr, werden die dann tun? Sich alle in den Keller setzen?
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Und nach Möglichkeiten zu suchen eine Lebenswerte Zukunft unter den neuen Bedingungen zu schaffen, anstatt sinnlos dagegen anzukämpfen?
Dann überlege dir mal eine lebenswerte Zukunft z.B. für 1,1 Milliarden Inder unter den neuen Bedingungen
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Man dürfte als Radfahrer in der Situation keinen anden Radfahrer überholen. Tut man's doch, muss der KFZ-Verkehr warten wegen Abstandsregelung.
Wobei das auf einem normalen (aber ausreichend breiten) Radfahrstreifen streng genommen auch nicht anders wäre, wenn dort ein Radfahrer einen anderen überholt.
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Interessante Idee! Eine schraffierte Fläche darf nicht befahren werden, also müsste man das anders kennzeichnen. Das wäre die Fläche, auf der Radfahrer langsamere Radfahrer überholen könnten. Aber was macht man, wenn auf der Fahrbahn ein Auto nach dem anderen fährt? Wenn ein Radfahrer einen anderen überholt, dann dürfte ein Autofahrer nicht mehr überholen, weil sonst der Mindestabstand unterschritten wäre.
*edit: Oder reichen die 1,85m zum Überholen aus, ohne dass ein daneben fahrender PKW den Abstand unterschreitet?
Mir persönlich ist das mit den 1,50m ja nicht so wichtig, so lange der Abstand während des Überholvorgangs nicht kleiner wird, aber das Thema wird ja bei den Verbänden und Radentscheiden gerade hochgekocht, als wäre die Haupt-Todesursache von Radfahrern, dass man sie mit weniger als 1,50m Abstand überholt hat.