Beiträge von Yeti

    Ich bin heute mal wieder mit dem Fahrrad in Hamburg gewesen. Auf der Hinfahrt von Finkenwerder mit der Hafenfähre nach Neumühlen, aber die Rückfahrt wollte ich komplett selbst fahren, ohne Bahn oder Fähre.

    Also durch den alten Elbtunnel und über den Reiherdamm bis zur Buchheisterstraße. Und dann bin ich wieder gemäß der Wegweisung nach Moorburg an dieser Stelle gelandet, https://goo.gl/maps/8aSF4H196uFLu3UY8

    Echt jetzt? Das soll die einzige Verbindung für Radfahrer von der Fahrradstadt Hamburg ins Fahrradland Nr. 1 Niedersachsen sein? Über eine Treppe? :D Beim letzten Mal konnte man ein Stück westlich dieser Unterführung noch über die Gleise fahren, aber das ist auch gerade alles abgesperrt.

    OK, in Richtung Südosten gibt es noch andere Verbindungen nach Niedersachsen, aber das wären riesige Umwege, wenn ich nach Stade fahren will. Alleine diese Route durch den Alten Elbtunnel und über die Kattwykbrücke und Moorburg ist 15km weiter als über die Fähre nach Finkenwerder. Aber wenn mal keine Bahn oder keine Fähre mehr fährt, dann muss es doch auch irgendwie anders gehen. Auf der A7 muss man das Auto ja auch nicht in die Bahn verladen oder eine Treppe runtertragen.

    Kurz danach ist dann der Roßdamm über die Ellerholz-Schleuse wegen Bauarbeiten gesperrt und man soll sein Fahrrad hier daran vorbei schieben. Da kann man aber auch nur hoffen, dass in Gegenrichtung nicht gerade jemand auf die selbe Idee kommt.

    Wegen der Baustelle kommt man gerade auch nicht auf den Ellerholzweg, sondern muss die Schotterpiste westlich des Roßdamms fahren. Vor der Unterführung zum Neuhöfer Damm gibt es an den Gleisen zwei Umlaufsperren, die mit einem Lastenrad unpassierbar wären. Was würde man dann machen? Zurück durch den Alten Elbtunnel und doch mit der Fähre fahren? Hat denn wenigstens der Elbtunnel durchgehend geöffnet oder gibt es nachts gar keine Verbindung mehr für Radfahrer von Hamburg nach NIedersachsen?

    Darf man eigentlich mit dem Fahrrad oben über die Ellerholzbrücke fahren oder steht dort ein [Zeichen 254]? Das ist ja im Hafengebiet keine Seltenheit. Da habe ich leider nicht nachgeschaut.

    Wenn man sich das anschaut, kann man schon verstehen, warum im letzten Jahr einer versucht hat, mit dem Fahrrad auf der A7 durch den Elbtunnel zu fahren, um zu seinem Schiff in Waltershof zu gelangen.

    Ganz beliebt sind hier auch [Zeichen 240] auf beiden Straßenseiten gleichzeitig und jeweils in beide Fahrtrichtungen. Oder links [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] und rechts [Zeichen 240] oder auch mal umgekehrt. Spätestens daran erkennt man, dass die oder derjenige, der die Anordnung unterschrieben hat, nochmal zur Fahrschule gehen sollte.

    Eigentlich ist es schon erschreckend, wenn sich eine Hecke besser mit den Verkehrsregeln auskennt als die zuständige Verkehrsbehörde. :)

    Diese Hecke wurde übrigens inzwischen gestutzt und das [Zeichen 240] entfernt.

    Dass man beim nachträglichen Bau eines "Radweges" nicht eine komplette Allee abholzt, finde ich schon OK. Auch dass man einen solchen Weg dann nicht immer niveaugleich mit der Fahrbahn baut.

    Es ist bei "Radwegen" wie immer das Sicherheitsproblem: Liegt der Weg deswegen vor Kreuzungen und Einmündungen noch weiter außerhalb der Wahrnehmung des Kfz-Verkehrs? Werden Sichtbeziehungen noch weiter beeinträchtigt? Ist der Weg auch auf den Abschnitten mit Gefälle noch befahrbar, wo selbst Oma Erna auch ohne Pedelec 25km/h erreicht? Die Schikanen mit engen Kurvenradien treten ja oftmals in Kombination mit erschwerten Sichtbeziehungen und Wurzelaufbrüchen auf.

    Mir persönlich macht auch ein leichtes Auf und Ab auf dem "Radweg" nichts aus und eigentlich sorgt das vor allem auf langen geraden Strecken eher für etwas Abwechslung. Ob ich an einer Landstraße den "Radweg" benutze oder nicht, mache ich nicht davon abhängig, ob er 4,50m oder 5,50m neben der Fahrbahn verläuft und damit rechtlich gesehen noch als fahrbahnbegleitend anzusehen ist oder nicht. Das entscheide ich anhand des Verkehrsaufkommens und dem Zustand von "Radweg" und Fahrbahn. An Bundesstraßen entscheide ich mich meistens für den "Radweg", aber auf Kreis- und Landstraßen fährt man eigentlich immer besser (komfortabler) auf der Fahrbahn.

    Teil des Elberadweges im Landkreis Stendal, natürlich mit [Zeichen 240] :)

    Welches Ablenkungs-Spektakel will man denn starten, wenn die Mehrwertssteuer nach ihrer Absenkung im Juli dann wieder erhöht werden soll?

    Die beschlossene MWSt-Senkung ist temporär und soll Anfang 2021 wieder aufgehoben werden. Vielleicht bist du dann noch von Weihnachten abgelenkt, aber alle anderen wussten das schon vorher, dass die MWSt ab Januar 2021 wieder 19% betragen wird :)

    Ob die MWSt-Senkung weitergegeben wird oder ob die Unternehmen damit ihre Marge erhöhen, wird sich zeigen. Erfahrungen aus anderen Ländern haben wohl gezeigt, dass zu 75% die Senkung an die Kunden weitergegeben wird.

    Und ob die Senkung zum 01.07. nun zu Kaufzurückhaltung führen wird, werden wir auch sehen. Dinge des täglichen Bedarfs lassen sich ja nicht mal eben 3 Wochen hinauszögern, sondern das Abwarten würde eher bei größeren und verschiebbaren Anschaffungen zu beobachten sein. Gerade solche Anschaffungen wurden aber in der letzten Zeit aufgrund der bestehenden Unsicherheit ohnehin häufig aufgeschoben.

    Im Prinzip profitieren diejenigen am meisten, die das Geld, das ihnen monatlich zur Verfügung steht komplett ausgeben, also diejenigen, die am Monatsende ohnehin kein Geld übrig haben. Wer monatlich Geld in Aktienfonds anlegt oder eine Immobilie abzahlt, hat von der MWSt-Senkung nichts.

    Absolut gesehen profitieren natürlich diejenigen mehr, die mehr Geld ausgeben, aber ich halte das grundsätzlich für eine gute Maßnahme, von der alle etwas haben und die nicht einzelne Branchen bevorzugt. Es fehlt dadurch allerdings auch eine Lenkungswirkung, wobei immerhin nicht noch weiter in die falsche Richtung gelenkt wird, wie eigentlich zu befürchten war.

    Im Prinzip gibt es durch die geplante Senkung der MWSt von 19% auf 16% eine Kaufprämie auf alles, also auch auf Verbrenner.

    Ich habe allerdings auch gestaunt, als ich das gerade gelesen habe. Ich war mir 100%ig sicher, dass die GroKo vor der Autolobby einknicken wird und einen Kubikkilometer Puderzucker subventioniert, den sie der Autoindustrie in den Axxxx blasen kann, während alle anderen leer ausgehen.

    Ich frage mich ja manchmal, wo denn in diesem Stille-Post-Spiel zwischen Polizei und Redaktion das wohl wieder schiefgegangen ist.

    Ich frage mich, wie man einen Artikel über neue Regeln in der StVO schreiben kann, ohne in die StVO zu schauen. Und wie kommt man darauf, dass eine Regelung, die vor 22 Jahren abgeschafft wurde, jetzt neu eingeführt wurde?

    Die Leute wollen gar nicht mehr Platz, sondern einfach bloß irgendwas, damit sie den Autos nicht mehr im Weg sein müssen

    Ich bin mal mit einer Bekannten entlang einer Hauptstraße gefahren, an der es keinen "Radweg" gibt. Hinterher sagte sie mir, dass sie auf der Fahrbahn Angst gehabt hätte. Wie sich auf Nachfrage herausstellte, keine Angst überfahren zu werden, sondern Angst, den Autoverkehr zu behindern.

    Das scheint tatsächlich tief in den Köpfen verankert zu sein, dass das Schlimmste Vergehen, das man im Straßenverkehr begehen kann, darin besteht, den Autoverkehr zu stören. Das erklärt Gehwegradler und Rinnsteinradler genauso wie Autofahrer, die lieber auf "Radwegen" parken als am Fahrbahnrand.

    Das hört sich jetzt so an, als sei es dir ein großes Anliegen, das Befahren von Gehwegen mit dem Fahrrad sehr teuer zu machen. Oder das regelwidrige Benutzen eines Radweges in die Gegenrichtung.

    Das finde ich nicht angemessen, da mit aller Härte vorgehen zu wollen.

    Gehweg- und Geisterradeln (oder beides zusammen) ist für mich kein Kavaliersdelikt. Aber man muss natürlich auch die Ursachen abstellen und darf nicht nur die Radfahrer abkassieren, die sich teilweise nicht anders zu helfen wissen.

    Noch besser wäre es daher, wenn die Polizei mit aller Härte gegen Verkehrsbehörden vorgehen würde, die einen solchen Mist auch noch anordnen, oder die an Baustellen irgendwelche Schilder aufstellen, die dann erst zu den gezeigten Konflikten führen. Aber leider ist das wohl im Tatbestandskatalog nicht vorgesehen.

    Hier findet man die Broschüre "Sicher auf dem Fahrrad" für Kinder der Schuljahrgänge 4 und 5

    https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/the…hsen-15422.html

    (rechte Spalte > Broschüren zum Thema Radverkehr)

    Zitat, Seite 10

    Zitat

    Rechtsfahrgebot

    Auf Straßen ohne Radweg gilt das Rechtsfahrgebot. Das heißt: fahre so weit rechts am Fahrbahnrand wie möglich. Wenn du dabei nicht über Gullys holperst oder durch die Rinne fährst, weißt du, dass der Abstand zum Bordstein stimmt.

    Was soll man da noch sagen? Soll man die Herausgeber für jeden Dooring-Unfall wegen fahrlässiger Tötung anzeigen?