Ich hatte den Mängelmelder der Stadt Stade schon ein paar Mal ausprobiert. Außer einer automatisch generierten Antwort gab es keine Reaktion: Weder eine Antwort eines Sachbearbeiters, dass man sich um den Fall kümmern werde, noch in der Form, dass der Mangel behoben wurde.
Ich habe es Anfang des Jahres ausprobiert, indem ich auf ein verdrehtes
hingewiesen habe.

Das ist in der Tat nicht so beabsichtigt und stand vorher auch in der richtigen Richtung. Dass die Voraussetzungen, dass es dort überhaupt steht, nicht gegeben sind, steht auf einem anderen Blatt.
Fast drei Monate lang gab es keine Reaktion und dann habe ich den Mängelmelder noch einmal bemüht und auf ein anderes verdrehtes Verkehrszeichen in der selben Straße hingewiesen.

Dieses Mal erhielt ich auch erst die automatische Antwort und zwei Tage später auch eine persönliche Antwort, in der man sich für den Hinweis bedankt hat. Einen Tag später war das Zeichen 215 wieder richtig gedreht, aber das
hing immer noch falsch herum.
Ich habe dann noch einmal an meinen Hinweis vom Januar erinnert und eine Woche später war dann auch das
korrigiert.
Für mich war das einfach nur die Bestätigung, dass man sich Hinweise, die den Radverkehr betreffen, direkt sparen kann. Egal, ob Scherben wochenlang auf "Radwegen" liegen oder die Restflächen, auf die man Radfahrer zwingen will, komplett zugewuchert sind: Es interessiert hier einfach niemanden.
Aber es gibt auch tatsächlich wieder etwas Neues in Stade: Im Gewerbegebiet Stade-Süd wurde bereits im Januar 2019 die Benutzungspflicht komplett aufgehoben. Dort gab es entweder sowieso keinen "Radweg" oder aber einseitige gemeinsame Geh- und "Radwege", die dann immer in beiden Fahrtrichtungen benutzungspflichtig waren.
Dass dort ein paar
entfernt wurden, haben außer mir nur sehr wenige mitbekommen und so wurde fleißig weiter auf den Gehwegen Fahrrad gefahren. Ich selbst bin auf der Fahrbahn nur zwei Mal bedrängt worden, beide Male vom selben schwarzen BMW (was sonst?).
Nun hat man dort auf den Fahrbahnen Piktogramme aufgebracht. Ich hoffe, dass nun mehr Radfahrer begreifen, dass sie dort auf der Fahrbahn fahren und dass auch der Herr im schwarzen BMW von dem dort ansässigen Dachdeckerbetrieb nun begreift, dass man mit dem Fahrrad auf der Fahrbahn ("mitten auf der Straße!") fahren darf und soll. 
