Autos/h werden ja in beide Richtungen gezählt, also sind es in eine Richtung nur 350 als Spitzenwert.
Stadtauswärts war morgens kaum ein Auto unterwegs. Die 12 Autos, denen ich begegnet bin, sind stadteinwärts gefahren. Stadtauswärts wurde ich ein einziges Mal überholt, während ich die gesamte Schölischer Straße zweimal hin und her gefahren bin. Bei der zweiten Runde waren es weniger als 10 Autos, denen ich begegnet bin.
Nehmen wir den Kfz-Verkehr stadteinwärts, während ich mit dem Rad stadtauswärts entgegen gefahren bin, komme ich für die 1,5km lange Strecke bei einer Geschwindigkeit von 25km/h auf 216s. 12 Autos sind mir entgegengekommen, also im Schnitt alle 18 Sekunden eins. Auf eine Stunde hochgerechnet sind das 200 Kfz/h. Wäre ich an einem festen Punkt stehen geblieben, hätte es noch länger gedauert, bis ich diese 12 Autos gezählt hätte. Selbst wenn man diese Zahl verdoppeln würde, weil man das Kfz-Aufkommen für die eine Fahrspur einfach auf die Gegenrichtung überträgt (was dort aber niemals der Fall ist, weil die Hauptverkehrsrichtung morgens in die Stadt hinein und nachmittags / abends aus der Stadt heraus führt), wäre das weit von den Zahlen entfernt, die gemäß ERA für eine Separation sprechen würden.
Es mag natürlich sein, dass ich einen günstigen Moment erwischt habe. Wenn ich dort sonst außerhalb des Berufsverkehrs entlang fahre, passiert es aber manchmal sogar, dass ich auf der gesamten Strecke keinem einzigen Auto begegne. Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass es Zeiten gibt, zu denen das Verkehrsaufkommen dort mehr als 6-fach so groß ist wie bei meiner Stichprobe an dem Morgen.
Die angebliche Gefährlichkeit, mit dem Fahrrad dort auf der "Straße" (sic.) zu fahren, gibt es nicht. Dafür gibt es aber mehrere gefährliche Einmündungen über den Gehweg, an denen Unfälle vorprogrammiert sind.