Beiträge von Yeti

    Auch ohne Kenntnis der Wirkzusammenhänge ist die Kenntnis von Wenn-Dann-Beziehungen hilfreich.

    Wie funktioniert eine Wenn-Dann-Beziehung ohne Kenntnis von Wirkzusammenhängen? Wenn -> Dann ist für mich die Definition eines Wirkzusammenhanges. Jedenfalls, wenn es eine gewisse Allgemeingültigkeit hat. Der nächste Schritt ist wenn -> dann -> weil.

    Nach Deiner Definition wären die Thrombosen, die wohl vereinzelt nach der Impfung mit Astra auftauchen, keine Erkenntnis, sondern nur eine Beobachtung. Denn die genauen Zusammenhänge sind noch nicht verstanden.

    Es gibt in diesem Fall bereits begründete (!) Theorien über einen möglichen Wirkzusammenhang und daher ist das mehr als nur eine Beobachtung. Beobachtungen sind auch wichtig, um zu merken, welche Fragen man klären sollte.

    Dass die Scheidungsrate im Bundesstaat Maine und der Pro-Kopf Verbrauch an Margarine korrelliert, ist hingegen eine lustige Beobachtung, bringt aber keine Erkenntnis.

    Divorce rate in Maine correlates with Per capita consumption of margarine (US) (tylervigen.com)

    Ohne zu wissen, ob es einen Wirkzusammenhang zwischen getroffenen Maßnahmen und Infektionsgeschehen gibt, ist es keine Erkenntnis, sondern nur eine Beobachtung.

    Das sehe ich nicht so. Wichtig ist allerdings eine wissenschaftliche Begleitung des Projektes:

    Klare Zielsetzung mit Definition von Erfolgsfaktoren und deren Kontrolle. Diese Kriterien müssten über den Inzidenzwert hinausgehen.

    Abbruchkriterien mit Ausstiegsszenario aus dem Modellversuch.

    Man könnte es ja bereits als Erfolg werten, wenn sich trotz der Öffnungen das Virus nicht schneller ausbreitet als anderswo. Dann hätte man gegenüber dem bisherigen "Konzept" jedenfalls keinen Nachteil, allerdings mit geringeren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Schäden.

    Ist der Klethener Weg eine Strasse oder doch nur ein Feldweg ?

    Ich bin dort länger nicht mehr gewesen, habe das aber eher als asphaltierten Feldweg in Erinnerung. Falls ich dort mal wieder vorbeikomme, schaue ich mir an, wie der Weg beschildert ist.

    ... mehr gut gelaunte Themen ... Gran Fondo noch nicht absolviert ... Schnee .. nicht besonders viel Lust zum Radfahren ... Freude machte das Aufsatteln nicht ... Überlandstraße mit Leitplanken ... eng überholt ... angehupt ... weiteren Tag akuter Unlust ... hier herfahren zu müssen.

    ...

    Und ich finde, allein schon für diese Momente lohnt es sich, noch mal aufs Rad zu steigen.

    Ich glaube, ich fahre jetzt auch nochmal eine Runde! :thumbup:8)

    Gehwege sind Verkehrsflächen, auf der Fußgänger unbekümmert gehen können sollen: Kein Rechtsgehgebot, keine Notwendigkeit, Richtungsänderungen anzuzeigen oder anzukündigen, einfach stehen bleiben, umdrehen, einen Schritt zur Seite gehen. Das verträgt sich nicht mit Fahrzeugverkehr, also auch nicht mit Radverkehr.

    A propos "Experten": Kennt ihr den Unterschied zwischen Hendrik Streeck und Christian Drosten?

    Der Eine möchte gerne Recht haben, der Andere lieber nicht.

    Ich glaube, dass man das trennen muss. Der Staat kann sicherlich nicht selbst ein Transportflugzeug entwickeln und bauen und offenbar auch keinen Flughafen.

    Warum aber das Abwassernetz oder die Straßenbeleuchtung privatisiert werden müssen, begreife ich nicht. Da zieht dann ein privates Unternehmen möglichst viel Geld raus und wenn alles marode ist, soll die öffentliche Hand es wieder in Ordnung bringen. Man kann ja schließlich beim Abwassernetz nicht mal eben den Anbieter wechseln.

    Es ist ja in der Tat so, dass es bei einigen Leuten schon Überzeugungsarbeitet kostet, dass sie in einer kaum befahrenen Tempo 30 Zone nicht auf dem Gehweg fahren.

    Neben den "Vehicular Cyclists" scheint es also auch noch eine andere Sekte zu geben: Diejenigen, die niemals auf der Fahrbahn fahren. Die würden dann vermutlich lieber auf dem Gehweg der Parallelstraße fahren als hier, weil ihnen hier eventuell auch ein Auto begegnen könnte:

    Da konzentriert man also die stattfindenden Einkäufe dann auf weniger Zeit.

    Zwischen 21:00 und 22:00 Uhr wird doch in den Supermärkten ohnehin nur noch Bier verkauft. Ich kenne niemanden, der in dieser Zeit seinen normalen Wocheneinkauf erledigt.

    Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass die Verbreitung des Virus derzeit vor allem in Schulen und Kindergärten, am Arbeitsplatz und im privaten Bereich stattfindet. So lange es kaum Einschränkungen am Arbeitsplatz gibt, sondern allenfalls Empfehlungen, ist es schwer vermittelbar, warum man im Privaten strengere Regeln gelten sollen. Meine Beobachtung im Bekanntenkreis ist jedenfalls, dass diejenigen, die am Arbeitsplatz kaum Beschränkungen haben, auch privat weniger Bereitschaft zeigen, sich an Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen zu halten. Aus meiner Sicht sollte man versuchen, am Arbeitsplatz mit erweiterten Tests und verbindlichen Homeoffice-Regelungen die Lage in den Griff zu bekommen.

    Den Aufenthalt im Freien sehe ich insbesondere bei den aktuellen Temperaturen unkritisch, so lange die Leute Abstand halten.

    Geschäfte könnte man nach dem Tübinger Modell vermutlich recht sicher machen: Einkaufen mit negativem Test, trotzdem mit Maske und mit begrenzter Kundenanzahl im Laden. Es wäre wirklich interessant, ob private, unkontrollierbare Kontakte dann zurückgehen würden, wenn es dafür eine abgesicherte Möglichkeit gäbe.

    Je weiter die Inzidenzwerte ansteigen, desto weniger Spielraum sehe ich für Experimente. Das hätte man vor 6 Wochen versuchen können, aber momentan läuft es immer mehr darauf hinaus, durch einen harten Lockdown die Zahlen erst einmal wieder unter Kontrolle bringen zu müssen.

    Als Maßnahme H1.11 soll es bis Ende 2022 einen "Leitfaden Radwegebenutzungspflicht" geben, Kosten dafür immerhin < 500.000,- EUR. Das wird sicherlich viel nutzen, wie man am "Leitfaden Radverkehr" sehen kann, den es seit November 2013 gibt und in dem sich das Kapitel 2 diesem Thema ausführlich widmet.

    Ich möchte einen Benutzungspflicht-Beauftragten direkt im Verkehrsministerium, der unangekündigte Kontrollen in den niedersächsischen Kommunen durchführt und der die Befugnis hat, die Verantwortlichen Personen in den Verkehrsbehörden direkt über's Knie zu legen, wenn die so einen Mist verzapfen.

    Und dann soll es noch einen "Leitfaden Radverkehrsführung an Baustellen" geben. Auch das wird vermutlich ohne parallele Wiedereinführung der Prügelstrafe nicht helfen im "Fahrradland Nr. 1" :cursing:

    So läuft das ab: Man stellt an irgendeinen desolaten Gehweg in beiden Fahrtrichtungen [Zeichen 240] auf und schon hat man wieder 3km "Radweg" für die Statistik, weil das dann sicherlich auch doppelt zählt.

    Mich kotzt diese verlogene Scheinheiligkeit auch an. Würde man alle "Radwege" abziehen, die gar keine "Radwege" sein dürften, weil man entweder überhaupt keinen "Radweg" braucht oder weil der Mist hinten bis vorne nicht den Anforderungen genügt, würde zumindest im nördlichen Niedersachen kaum was übrig bleiben.

    Herrje...

    Verkehrsministerium stellt Fahrradmobilitätskonzept vor | Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung (niedersachsen.de)

    Zitat

    Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann: „Nicht erst seit der Corona-Pandemie erleben wir einen regelrechten Fahrradboom. Niedersachsen bietet für diesen erfreulichen Trend bereits heute sehr gute Voraussetzungen: Bei der Fahrradnutzung ist Niedersachsen dank der guten Ausstattung von Straßen mit Radwegen bundesweit in der Spitzengruppe der Länder.

    <X