Beiträge von Yeti

    "Weiter so, passt schon, läuft"

    Das denken hier sicherlich noch Einige, aber deswegen nervt die Nervensäge weiter. :)

    In den letzten zwei Jahren hat sich hier vermutlich zugunsten des Radverkehrs mehr geändert als in den 30 Jahren davor. Dass das noch lange nicht ausreicht, steht außer Frage und dass es schneller gehen könnte, auch nicht. Ich kann jetzt darüber lamentieren, was alles noch nicht passiert ist, aber manchmal muss ich mich auch einfach mal darüber freuen, was schon erreicht wurde.

    Was habt ihr eigentlich die letzten 30 Jahre gemacht? So ohne Konzept und Leitlinien?

    Es liegt ja noch das Radverkehrskonzept von 1999 in der Schublade.

    Es hilft aber auch nichts, über die Vergangenheit zu lamentieren und deine oben genannten Fragen werden hier seit einiger Zeit von der Stader Fahrrad-Nervensäge immer wieder gestellt. Die Fahrrad-Nervensäge wird auch weiterauf Antworten drängen. :)

    Eine Maske ist dort sinnvoll, wo sich Menschen aus verschiedenen Haushalten nahe kommen, insbesondere in geschlossenen Räumen auch dann, wenn sie >1,5m Abstand halten. Das gilt nach 22:00 Uhr genauso wie vor 22:00 Uhr und im öffentlichen Raum genauso wie im Privaten. Eine Maskenpflicht in Privaträumen wird aber nicht kontrollier- und durchsetzbar sein.

    Noch was Neues in Stade: Zu unserem Urban Arrow gesellt sich jetzt noch ein Bergamont CargoVille LJ zum Ausleihen. Das Urban Arrow war seit dem Start des Lastenradprojektes am 18.02. bis auf fünf Tage immer ausgeliehen und ist bis gestern bereits 890 km gefahren worden.

    In einer Stadt, in der die Menschen über Jahrzehnte dazu erzogen wurden, die freie Fahrt des Autoverkehrs an erster Stelle zu sehen, ist von der Bürgerbeteiligung in der Tat nicht so viel zu erwarten. Es dürfen aber auch Besucher von Stade an der Befragung teilnehmen :S

    Noch vergessen: Es gibt diverse Bauvorhaben, die Befahrbarkeit unabhängig geführter Wege zu verbessern. Dabei handelt es sich um Teilstücke unseres geplanten Veloroutenkonzeptes, die damit tatsächlich ertüchtigt werden könnten, durchgehende Fahrradrouten zu bilden.

    Eine Bitte an die Moderatoren: Wäre es vielleicht möglich, die allgemeinen Beiträge zur sinnvollen / evolutionär möglichen / erwünschten / generellen Höchstgeschwindigkeit auf Feldwegen, Autobahnen, mit der Bahn oder im Flugzeug in ein eigenes Thema auszugliedern?

    Zurück nach Stade:

    Vorgestern hatte ich einen Termin beim Bürgermeister. Vorangegangen war ein unerfreulicher Mailwechsel von mir mit der SPD-Fraktion, der in einem Treffen der SPD mit dem Bürgermeister (CDU) gipfelte, aber nicht mit mir. Da gab es dann ein paar Dinge richtigzustellen, denn die SPD-Leute haben offenbar nicht begriffen, worum es geht und so lange sie nicht zu einem persönlichen Austausch bereit sind, wird sich daran wohl auch nichts ändern.

    Das Gespräch mit dem Bürgermeister dauerte eine gute halbe Stunde und verlief durchweg friedlich. Konkrete Ergebnisse waren nicht zu erwarten, sondern das diente eher zu Verbesserung des Atmosphärischen und das ist hoffentlich gelungen.

    Am selben Tag fand seit einem halben Jahr mal wieder ein sogenanntes "Arbeitsgespräch" statt. Aus diesen Gesprächen hatte ich mich schon zu deren Anfang ausgeklinkt, da ich keine Lust hatte, z.B. dem zuständigen Sachbearbeiter der Verkehrsbehörde oder dem Vertreter der Stader Polizei zu erklären, dass die Vorfahrtregeln an einer Kreuzung mit abknickender Vorfahrt auch für Radfahrer gelten.

    Beim vergangenen Arbeitsgespräch wurde wohl auch wieder wenig gearbeitet, aber dafür viel über Erreichtes und Geplantes berichtet.

    - Entfernung zahlreicher Umlaufsperren (leider teilweise ersetzt durch neue Umlaufsperren oder durch Poller)

    - Aufhebung der Benutzungspflicht: Neubourgstraße, Bahnhofstraße, Am Bahnhof, Salztorscontrescarpe, Thuner Straße, Haddorfer Grenzweg, Drosselstieg, Alte Dorfstraße, Götzdorfer Straße, Flethstraße und Flethweg. Weitere Straßen sind aktuell in Prüfung. Da tut sich also inzwischen was.

    - Die fehlenden Radwegfurten sind nun auch endlich "in Prüfung" (Prüfung: Vorfahrtstraße + Radweg = Radwegfurt). Bis vor einem halben Jahr wurde noch abgestritten, dass Radwegfurten überhaupt in irgendeiner Weise erforderlich wären. Eine Liste mit über 50 Kreuzungen, an denen die Furten fehlen, liegt der Stadt seit zwei Jahren vor.

    - In der Neubourgstraße (neue Fahrradstraße) wird oftmals nicht so geparkt, wie vorgesehen. Die Parkflächenmarkierungen wurden auch nicht so ausgeführt wie geplant und sollen ggf. überarbeitet werden.

    Dann gibt es in der Stadt noch ein anderes großes Thema: Das integrierte Stadtentwicklungskonzept 2040, das auch einen umfangreichen Verkehrsentwicklungsplan enthält. Dieser ist nun bereits als VEP 2035 aus dem ISEK 2040 ausgegliedert worden. Mit der Erarbeitung des VEP ist das Planungsbüro PGT beauftragt. Unser im letzten Jahr erstelltes Radverkehrskonzept liegt denen vor.

    Am kommenden Montag soll die Bürgerbeteiligung zum VEP 2035 starten und es ist die Einrichtung einer Arbeitsgruppe geplant, in der zwar keine Bürger direkt, aber die Verbände (ADFC) beteiligt werden sollen. Für irgend etwas muss ja meine ADFC-Mitgliedschaft gut sein. :)

    So langsam kommt also etwas in Bewegung.

    Beidseitig stehen Baumreihen. Die Chance schon bei einem kleinen Fahrfehler, der sie aus der Spur bringt, eine Lücke zwischen den Bäumen zu erwischen ist bei Tempo 100 sehr gering.

    Hatte ich nicht bereits auf §3 StVO hingewiesen? Wenn jemand dort sein Fahrzeug mit 100km/h nicht unter Kontrolle hat, war er zu schnell.

    Im Gegensatz zu Ihnen habe ich die Hoffnung noch nicht komplett aufgegeben, dass es noch einen Rest natürlicher Intelligenz gibt und wir nicht alles Offensichtliche regeln müssen.

    Und nochmals die Bitte: Führen Sie Ihre Grundsatzdiskussionen woanders! :cursing:

    Sorry, gemeint war "...dass man dort immer 100 km/h fahren darf". Die Argumentation von Herrn Ullie war doch, dass die Leute glauben könnten, sie hätten ein Anrecht, 100km/h zu fahren, wenn das nicht durch ein explizites Tempolimit untersagt wird.

    Wenn man da ganz alleine ist, halte ich es dort auch für genauso (un)gefährlich wie auf einer Landstraße bei Gegenverkehr.

    Was wäre denn Ihrer Meinung nach ein angemessenes Tempo, um diesen Weg zu befahren?

    Ich plädiere für Tempo 30 als Obergrenze.

    Ich hatte dort Rückenwind und bin auf 35km/h gekommen, das hat funktioniert. Wären mir andere Fahrzeuge oder Wirbeltiere begegnet, hätte ich vermutlich das Tempo reduziert.

    Auf dem Weg auf dem unteren Bild war ich auch schon schneller, denn das Tempolimit gilt ja nicht für Radfahrer.

    So sieht der Weg übrigens etwas weiter aus. Das Fahrrad quer zum Größenvergleich. Wie kommt man auf die Idee, dass man dort 100km/h fahren darf, nur weil kein explizites Tempolimit angeordnet ist?

    Wenn dem so ist, warum wird dann an so einer Stelle, wie im Foto zu sehen, nicht eine deutliche Tempobegrenzung angeordnet (und kontrolliert!)?

    -> StVO §3 (1)

    Zitat

    Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen.