Die haben halt nicht begriffen, dass wir gerade aus einer Warmzeit in eine Heißzeit starten. Oder sie haben es begriffen und setzen darauf, dass sie aus dem daraus resultierenden Chaos Profit schlagen können. Oder sie wollen ganz einfach -wie auch mit dem restlichen Programm- die wachsende Zielgruppe dummer Menschen bedienen.
Beiträge von Yeti
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Es gibt neben den von dir genannten Möglichkeiten ja auch noch die Möglichkeit, ohne Rücksicht auf das Infektionsgeschehen, zu öffnen. Das wäre wohl wirtschaftlich die Option mit den geringsten Folgen gewesen. Der Preis wären dann eben deutlich mehr Tote (rein wirtschaftlich wäre es ggf. sogar positiv, wenn der demografische Wandel dadurch korrigiert wird) und gesundheitlich geschädigte. Da wäre man dann wieder bei einer Grundsatzdiskussion, wie viel einem das Leben derjenigen dann wert ist im Vergleich zum wirtschaftlichen Schaden.
Nach deiner Definition wäre ja ein toter Rentner sogar positiv zu bewerten. An dieser Stelle bin ich raus, sorry.
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Ich sehe nichts, was wir nicht selbst besser evaluieren, entscheiden, verantworten könnten.
Wäre das so, hätten "wir" die Pandemie einfach selbst beendet und Maßnahmen getroffen, "uns" nicht anzustecken oder das Virus zu verbreiten. Offenbar haben das aber nicht ausreichend viele von "uns" getan.
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Mich stört in diesen Diskussionen nur immer, dass quasi so getan wird als folgen Maßnahmen und damit verbundene Schäden automatisch und quasi per Naturgesetz den Infektionswellen.
Nein, die Infektionswellen folgen den Maßnahmen. Keine Maßnahmen = unkontrollierte Ausbreitung des Virus bis zur Überlastung des Gesundheitssystems, solange keine ausreichende Herdenimmunität besteht.
Sollte es nicht Ziel politischer Entscheidungen sein, den Schaden durch die erforderlichen Maßnahmen gering zu halten? Das ist keine ganz einfache Entscheidung, weil dabei gegenläufige Interessen eine Rolle spielen. Letztlich geht es immer wieder um dn Konflikt zwischen kurzfristigen Gewinnen und langfristigen Konsequenzen. Ein 2-wöchiger harter Lockdown hat sicherlich gravierende wirtschaftliche Konsequenzen, aber ein 7-monatiger Teil-Lockdown auch. Was ist am Ende schlimmer?
Die zweite Welle hat man sich erst entwickeln lassen, dann mit einem "Lockdown light" es gerade mal geschafft, den weiteren Anstieg zu stoppen, dabei von Weihnachten ohne Einschränkungen fantasiert und am Ende sowohl großen wirtschaftlichen Schaden als auch viele Tote gehabt und Weihnachten teilweise mit Ausgangssperre, sowie aus Sachsen bereits Intensivpatienten in andere Bundesländer verlegt, weil da alles am oder schon über dem Limit war. Für mich klingt das so, als hätte man das Schlechteste aus allen möglichen Szenarien kombiniert.
Und was hat man daraus gelernt, als sich abzeichnete, dass die britische Mutation in der abflauenden 2. Welle bereits schon wieder exponentiell angestiegen ist und es ohne Gegensteuern auf eine dritte Welle hinauslaufen wird? Nichts, sondern man hat gelockert, damit sich die dritte Welle voll entfalten konnte. Schließlich war ja wieder Platz auf den Intensivstationen, die man offenbar wieder voll kriegen wollte, anstatt die Infektionszahlen so weit zu senken, bis man wieder die Kontrolle hat und einzelne Infektionsherde identifizieren und isolieren kann.
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Und die dritte Welle gab es, weil man vorher die Maßnahmen zu früh gelockert hat und als die Zahlen wieder rapide gestiegen sind (was vorhersehbar war und vorhergesehen wurde) zu lange gewartet hat, gegenzusteuern. Aber da war ja noch Platz auf den Intensivstationen, den man noch ausnutzen musste.
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Ihre Bekannte hat den Polizeibeamten daraufhin hoffentlich gesagt, dass sie selbstverständlich nicht schneller als 70 km/h weiterfahren wird, wenn das die zul. Höchstgeschwindigkeit ist.
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Diese bessere Lösung ist jedoch nicht ein Pflicht zum Mitfahren mit Tempo 50-(gefahren 60)-Autostrom.
Diese Pflicht gibt es auch nicht, aber danke für die Bestätigung meiner Einwände.
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Zitat Känguru:
ZitatWenn wir das System nicht zerschlagen können, müssen wir es langsam zernagen!
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Und der Fahrradverkehr kann bequem auf der Fahrbahn stattfinden.
Kann er auch so, wenn Radfahrer keine Komplexe hätten und sich nicht selbst als Verkehrshindernisse betrachten würden, die sich lieber selbst gefährden, als den Autoverkehr zu stören.
Der ADFC sollte sich mal für einen solchen Bewusstseinswandel einsetzen, anstatt mehr Gitterstäbe zu fordern oder die Entfernung von Gitterstäben zu erschweren. Dafür muss man mal die devote Demutshaltung ablegen und aufhören, sich selbst als Verkehrsteilnehmer 2. Klasse zu betrachten, für den die Reste gut genug sind.
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Das ist das "Hauptsache-Radweg-egal-wie-kacke" Denken.

Damit macht man sich aber viele Freunde: Unter Autofahrern, denen man die lästigen Radfahrer aus dem Weg geschafft hat und unter den Radfahrern, denen man seit Jahrzehnten einredet, dass sie auf der Straße (sic.) nicht sicher sind.
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Genau vor solchen originellen Ideen habe ich Angst, auch wenn ich nicht gezwungen bin, das zu benutzen.

Wenn es jetzt entgegen der Bildrichtung einen Radfahrstreifen gibt, dann kann der Angebotsradweg wohl nicht in Gegenrichtung freigegeben sein, denn Radfahrstreifen sind benutzungspflichtig.
Es steht der Vision Zero entgegen, weil sich das für einige Radfahrer vielleicht flauschig anfühlt, aber dennoch gefährlich ist. Es bagatellisiert das Gehwegradeln, weil ein solcher Angebotsradweg viel zu schmal ist, als dass sich Radfahrer darauf begegnen könnten. Also wird dort sicherlich bei Gegenverkehr ganz selbstverständlich regelmäßig auf den Gehweg ausgewichen. Es normalisiert das gefährliche Geisterradeln, das aus gutem Grund verboten ist. Wie sollen Radfahrer das verstehen, wenn man es an beliebigen Stellen erlaubt, obwohl es dort auch nicht sicher ist?
Außerdem steht es einer Verkehrswende entgegen, wenn man dem ungebremsten Kfz-Verkehr zuliebe Radfahrer und Fußgänger auf unzureichende Nebenflächen bringt. Je mehr man behauptet, dass so etwas doch eine tolle Lösung sei, desto weniger werden Radfahrer auf der Fahrbahn akzeptiert werden, die sich den Mist nicht antun wollen.
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Ganz ohne Maßnahmen geht es ja auch in NZL nicht. Bei niedrigen Inzidenzen können die Maßnahmen aber gezielter ausfallen, z.B. durch Isolation von Kontaktpersonen oder regionale Beschränkungen, anstatt das ganze Land dicht zu machen. Dass man NZL nicht 1:1 auf Deutschland übertragbar ist, ist mir klar.
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Naja i.d.R. fährt man ja unbekannte Überlandstrecken inzwischen mit Navi (Komoot etc.)
Hatte ich damals noch nicht und inzwischen würde ich auch eine andere Route fahren. Wenn man bei der Routenplanung mit Komoot die Option "Rennrad" angibt, dann werden unbefestigte Wege komplett vermieden.
Wie auch immer: An der B4 braucht man meines Erachtens keinen Radweg. Touristen fahren da ohnehin nicht, sondern die wollen eine ruhige Strecke durch den Wald und nicht entlang der Bundesstraße Strecke machen. Die Ortschaften liegen dort so weit auseinander, dass dort vermutlich auch der Alltags-Radverkehr kaum eine Rolle spielt. Mir hat es nichts ausgemacht, auf der Bundesstraße zu fahren und mit Komoot habe ich inzwischen auch eine Alternativstrecke gefunden, die genauso lang ist wie über die B4 und die ausschließlich auf asphaltierten Straßen und Wegen verläuft. Jetzt würde noch für die Routenplanung die Option fehlen "nur Straßen ohne Radweg", denn auf der Komoot-Alternativroute zur B4 sind von den 80km noch 29km auf "Radwegen"

Das ist mein Rennrad-Paradies. Hoffentlich spart man sich das Geld, hier jemals einen Radweg zu bauen...
...und hoffentlich bleibt es dabei, dass man gegen so etwas weiterhin vorgehen kann, weil es nicht begründet ist.
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Also bremsen wir jetzt: es kostet das gleiche und es sterben weniger Menschen.
Es kostet sogar weniger, weil die Maßnahmen nicht so lange anhalten müssen. Wir haben den Schlamassel jetzt durchgehend seit 7 Monaten, während man in Neuseeland nur mal tageweise alles dicht gemacht hat.
Es ist richtig, dass man eine Pandemie auf einer Insel ohne direkt angrenzende Nachbarn besser kontrollieren kann, aber der Fehler bestand meiner Meinung nach in Deutschland darin, die Inzidenzwerte zu lange ansteigen zu lassen, und dann zu halbherzig gegenzusteuern, bzw. in Anbetracht einer sich bereits klar abzeichnenden 3. Welle, die durch die britische Mutante getrieben wird, vor Ende der 2. Welle die Beschränkungen zu schnell aufzuheben.
Anstatt im Februar noch zwei Wochen länger die Inzidenzwerte zu drücken, haben wir stattdessen gelockert und über drei Monate eine dritte Welle erlebt, die sowohl mehr schwer Erkrankte, mehr Tote und größeren wirtschaftlichen Schaden verursacht hat.
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Auch in Tempo 30-Zonen darf es Radwege geben, aber die dürfen nicht benutzungspflichtig sein. Ich kann sogar ein Beispiel nennen, wo ich das gut finde: Es gibt hier eine Einbahnstraße innerhalb einer Tempo 30 Zone. Entgegen der Einbahnstraßenrichtung gibt es auf der rechten Seite einen Radweg (ohne Benutzungspflicht). Die Fahrbahn ist schmal und weist ein sehr unebenes Kopfsteinpflaster auf. Die Einbahnstraße ist für den Radverkehr in Gegenrichtung nicht freigegeben. Der Radweg ist dort aus meiner Sicht tatsächlich eine gute Alternative zur Fahrbahn, weil es auf dem Abschnitt auch keine einzige Kreuzung gibt, an der die typischen Radweg-Konflikte entstehen. Auf der schmalen Fahrbahn würde ich jedenfalls mehr Konflikte mit entgegenkommenden Autos erwarten.
Aus meiner Sicht gibt es keinen Begründungszwang für Radwege, der wegfallen könnte. Es kann allenfalls um die Wegnahme von Fahrspuren auf der Fahrbahn für breite Radfahrstreifen gehen (z.B. die Pop-Up Bikelanes). Wenn es bereits einen "Radweg" gibt, dann muss natürlich begründet werden, warum das nicht ausreicht und man eine ganze Fahrspur auf der Fahrbahn exklusiv dem Radverkehr zuweist.
Ansonsten gibt es den Begründungszwang nur für die Benutzungspflicht von Radwegen und das ist gut so! Noch besser wäre es, wenn sich die Behörden auch daran halten würden.
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Wenn ein solcher abseits geführter Radweg nicht mit 20% Umweg gegenüber der Bundesstraße verbunden wäre und nicht an jeder Kreuzung nachrangig wäre, durchgehend einen glatten Belag hätte, ausreichend breit für Begegnung mit und Überholen von anderen Radfahrern oder Fußgängern ist, auch wenn die nebeneinander fahren oder gehen und regelmäßig von Verschmutzungen gereinigt werden würde, dann würde ich den vermutlich auch bevorzugen. So etwas ist in Deutschland aber noch sehr selten und bildet im Gegensatz zu Bundesstraßen kein durchgehendes Netz und das Risiko, dass solche Wege einfach irgendwo in der Walachei enden, zu groß.
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...verwirren tut mich aber Ü90 mit fast doppelt so hoher Zahl wie 75-84 ...
Die ganz Alten sind halt am anfälligsten. Eine Impfung bietet keinen 100%igen Schutz und es sind sicherlich auch nicht 100% dieser Altersgruppe geimpft. Die Inzidenz dieser Altersgruppe ist ähnlich hoch wie bei den 60-69-jährigen, aber die Todesfälle sind im Vergleich mit dieser Altersgruppe 10mal so hoch.
Ich beziehe mich auf die Daten bei Spiegel Online am Ende dieses Artikels, wo mir die Darstellung gut gefällt: Coronavirus in Deutschland: Infizierte, Tote, Tests – alle Live-Daten - DER SPIEGEL
Da kann man sehen, dass es bei den Alten in der 3. Welle deutlich weniger Infektionen gab als noch in der zweiten Welle und auch bei den Krankenhauspatienten und den Todesfällen hat die Impfung dieser Altersgruppen sehr positive Wirkung gezeigt.
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Warum muss ich bei dieser Diskussion gerade hieran denken?
Obama's Helmet-Gate!!!
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Das heißt implizit auch: Radfahrer gelten hier nicht als Verkehr.
So weit, dass wir begreifen, dass auch Radfahrer andere Radfahrer behindern können, sind wir noch nicht

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Und zumindest auf den Bundesstraßen rechne ich mit "Komplikationen".
Kommt drauf an: Ich bin mal mit dem Rennrad auf der B4 von Braunschweig nach Uelzen gefahren, wo es auf größeren Abschnitten keinen Radweg gibt. Die Alternativroute führt am Elbe-Seitenkanal entlang, ist aber mit dem RR nicht nutzbar (Betonplatten oder Schotterweg). Außerdem konnte ich erst nach Feierabend losfahren und wollte abends noch einen Zug in Uelzen kriegen, hatte daher keine Zeit, mit halber Geschwindigkeit am Kanal entlangzuholpern.
Auf der B4 wurde ich weder angehupt, noch eng überholt. Da war allerdings auch deutlich zu erkennen, dass es keinen "gut ausgebauten Radweg" gibt, den ich nicht benutzt habe. Die Erziehungsversuche gehen doch meistens erst richtig los, wenn neben der Fahrbahn irgendeine Buckelpiste vorhanden ist, auf die man sich nach Meinung der Autofahrer gefälligst zu verziehen habe.
Ich fahre hier mit dem RR sehr gerne im Landkreis Stade und Cuxhaven auf Nebenstraßen ohne Radweg, weil es da keine Diskussionen geben kann, warum ich ihn nicht benutze. Radwege wären da wirklich überflüssig, wenn sich die Leute nicht so reinsteigern würden, dass es auf der "Straße" (sic.) zu gefährlich zum Radfahren ist und wenn Autofahrer nicht die Fahrbahn als ihr alleiniges Revier betrachten würden. Bevor mal für viel Geld überall Radwege baut, sollte man lieber mal ein paar Leute zur MPU schicken. Das wird unterm Strich billiger.