Beiträge von Yeti

    Wenn dann noch Kinder dazukommen, setzt es einfach aus.

    In der Tat scheint das Kinder-"Argument" besonders stichhaltig zu sein, um an gefährlichsten Regelungen festzuhalten. Hauptsache kein Tempolimit, sondern lieber sowas.

    Auch hier lautet das Totschlagargument: "Schulweg".

    In dieser Richtung [Zeichen 240]

    In Gegenrichtung (linksseitig und mit Gefälle) [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10]. Natürlich fährt dort niemand mit Schrittgeschwindigkeit.

    Die Ecke ist so beschissen einsehbar, dass man auf der gegenüberliegenden Straßenseite sogar einen Spiegel aufgestellt hat.

    Leider enthält die Unfallstatistik keine Information darüber, auf welchen Verkehrsflächen gefahren wurde und man müsste alle Unfallorte einzeln anschauen, ob es dort "Radwege" gibt.

    Ich halte die Wahrscheinlichkeit für größer, dass bei Unfallorten des Typs "Einbiegen-/Kreuzen-Unfall", an denen es keinen "Radweg" gibt, auf dem Gehweg gefahren wurde, als dass an Unfallorten mit "Radweg" auf der Fahrbahn gefahren wurde.

    Wie bekommt man das denn nur in die Köpfe der "wir-wollen-noch-mehr-Radwege"-Fraktion? :/

    Bei der heutigen Demo gegen den Bau der A20 in Stade marschierten mehrere Hundert Teilnehmer unter anderem durch Stades erste und bisher einzige Fahrradstraße, weil sich dort in der "Villa Sorgenfrei" die Niederlassung der Autobahn GmbH befindet. Die Teinehmer skandierten: "Was haltet ihr von Andi Schuer? Was er macht wird schlecht und teuer!" und dann ging es weiter zum Büro des CDU-Kreisverbandes: "Ernak Ferlemann auf den Mond, das ist Raumfahrt, die sich lohnt!"

    Hunderte Menschen demonstrieren gegen Autobahn-Projekt A20
    Gegen das Autobahn-Projekt A20 haben am Samstag nach Angaben der Polizei rund 200 Menschen in Stade demonstriert. Die Veranstalter schätzten die Zahl der...
    www.sueddeutsche.de

    Die Frage ist, was man alles zum ländlichen Raum zählt. Ich wohne in einer Stadt mit 50.000 Einwohnern in einer ländlichen Umgebung im Speckgürtel einer Großstadt. Hier kann man alles erledigen und zwar im Umkreis von maximal 5km. Insofern halte ich hier in der Kleinstadt das Fahrrad / Lastenrad für das ideale Transportmittel.

    Das zeigt sich auch daran, dass unsere freien Lastenräder sehr gut genutzt werden. Kürzlich gab es den Startschuss für weitere freie Lastenräder im Elbe-Weser Raum. Da geht es um kleinere Ortschaften bis 15.000 Einwohner, in denen es auch Kindergärten, Schulen, Banken, Ärzte und Einkaufsmärkte gibt. Im Umkreis von bis zu 10km um diese Orte liegen weitere Dörfer, aus denen man mit einem Pedelec auch problemlos dorthin gelangen kann, ohne dass das gleich in Sport ausartet.

    Ich glaube, dass das Potenzial des Fahrrades im ländlichen Raum massiv unterschätzt wird. Natürlich gibt es auch die Pendler, die aus dem nördlichen Landkreis Stade nach Hamburg pendeln und die in Dörfern leben, wo es keine (oder keine attraktive) Busverbindung nach Stade gibt, von wo aus die S-Bahn oder der Regionalexpress nach Hamburg fährt. Von denen erwartet ja niemand, dass sie aus Freiburg nach Hamburg mit dem Fahrrad fahren und schon gar nicht mit dem Lastenrad. Wobei ich jemanden kenne, der oft mit dem S-Pedelec von Balje nach Stade zur Arbeit fährt (einfache Strecke 35km).

    Verstehe gar nicht, was das doofe "aufm Land brauchste kein Lastenfahrrad" überhaupt soll. Ist es nicht grade dort super?

    Lastenräder triggern vor allem die Leute von der "ohne-Auto-geht-es-nicht"-Fraktion, weil ihnen dadurch wesentliche Argumente für die Alternativlosigkeit des privaten Kfz genommen werden. Da schmerzt es natürlich ganz besonders, wenn Menschen einfach auch im ländlichen Raum zeigen, dass man ohne Auto klarkommen kann. Vielleicht nicht immer, aber öfter als man denkt.

    Am Sonntag war ich bei einer Übergabe von jeweils 5.600,- EUR Fördergeld an fünf neue Lastenradinitiativen im Elbe-Weser Dreieck dabei. Die Lastenräder werden in Ortschaften mit jeweils 5.000 - 10.000 Einwohnern stationiert, in denen alles vorhanden ist: Vom Kindergarten bis zum Supermarkt, wo die Leute bislang alle die 2km mit dem Auto hingurken, weil das Leben dort angeblich ohne Auto nicht möglich ist.

    Bei meinem Treffen mit dem Leiter des Straßenverkehrsamtes des Landkreises Stade haben wir vereinbart, dass ich Hinweise auf regelwidrige Anordnungen gebe. Man hat mir zugesichert, "zeitnah" Abhilfe zu schaffen und sich darum zu kümmern.

    Inzwischen habe ich 24 "Hinweise" gegeben und damit wären wir noch lange nicht fertig. Bevor ich mir weitere Mühe gebe, möchte ich nun erstmal Ergebnisse sehen. Hier mal ein paar Highlights, alles benutzungspflichtig.

    Landkreis STD - Radverkehrsforum

    Ich werde berichten, wenn das behoben wurde und ob es ggf. Diskussionen gab.

    Großer Aufschrei: Grüne wollen keine Autos, sondern Fahrräder fördern!

    Lastenrad: Es ist doch nur ein Fahrrad | ZEIT ONLINE

    Die Grünen planen 1000 Euro Zuschuss für Lastenräder – das sind die Reaktionen - DER SPIEGEL

    Paul Ziemiak findet es abstrus und weltfremd:

    #Grüne Vorschläge im aktuellen Wahlkampf werden immer abstruser & weltfremder

    Mein Vorschlag für den Azubi und Meister: https://hasebikes.com/96-0-Tandem-PINO-STEPS.html

    und hinten dran für Presslufthammer und Betonmischer: https://www.carlacargo.de/de/produkte/ecarla/

    Ich finde es übrigens abstrus und weltfremd, jede noch so kurze Strecke mit einem 2 Tonnen schweren Auto zurückzulegen. Vor allem, wenn man gerade mal keinen Presslufthammer und Betonmischer transportieren muss. Das soll ja auch mal vorkommen... :)

    Gerade habe ich doch auch noch eine Meldung gelesen, nach der sich in GB schon wieder eine neue, noch ansteckendere, Variante ausbereitet.

    Wenn sich neue Virus-Mutationen ausbreiten, dann müssen sie ja ansteckender sein als die bisherigen, denn sonst würden sie sich nicht durchsetzen. Das bedeutet, dass die Lage keinesfalls besser wird, solange ein Großteil der Weltbevölkerung nicht geimpft wurde und das Virus sich verbreitet und mutiert. Je mehr Menschen infiziert sind, desto mehr Viren gibt es und desto größer ist die Wahrscheinlichkeit neuer Mutationen.

    Anstatt hier über nicht notwendige Booster-Impfungen nachzudenken, sollte man zusehen, den verfügbaren Impfstoff möglichst effizient zu verteilen. Es gibt weltweit genügend Menschen, die sehnlichst auf eine Impfung hoffen.

    Ich halte es auch für einen Fehler, dass eine Impfpflicht von Anfang an kategorisch ausgeschlossen wurde. Überhaupt ist in der Kommunikation viel falsch gelaufen, bestes Beispiel ist der Impfstoff von Astra Zeneca.

    Wenn sich nun Politiker hinstellen und einen erneuten Lockdown ausschließen, ist das auch unredlich. Die hellseherischen Fähigkeiten unserer Politiker waren bislang ja nun nicht gerade sonderlich zuverlässig. Dass man versucht, einen Lockdown nach allen Möglichkeiten zu vermeiden, ist ja etwas anderes als diese Maßnahme komplett auszuschließen.

    Das Selbe gilt eben auch für eine Impfpflicht. Anfangs hieß es, dass für eine Herdenimmunität 2/3 der Bevölkerung immunisiert sein müssten. Das galt aber für die Ursprungsvariante und nicht für die deutlich ansteckenderen Mutationen. Inzwischen geht man davon aus, dass mindestens 85% der Bevölkerung immunisiert sein müssen.

    Aktuell sehen wir den Beginn einer fast vollständig von der Delta-Variante getriebenen Infektionswelle. Diese vierte Welle kann man auch als erste Welle unter den Ungeimpften betrachten, auch wenn es Impfdurchbrüche und Erkrankungen von Geimpften geben wird.

    Coronavirus: In Deutschland hat laut RKI die vierte Pandemie-Welle begonnen - DER SPIEGEL