Beiträge von Yeti

    Man scheint lernfähig zu sein

    vorher:

    aktuell:

    Anfangs hatte man wieder irgendwas auf das Radwegende gestellt, so dass man da eigentlich nur über den Grünstreifen die Fahrbahn erreichen konnte. Viele haben sich da eher rechts dran vorbei gezwängt und sind dann auf dem Gehweg weitergefahren. Nun erfolgt die Sperrung 30m früher am Kreisverkehr. Fußgänger können dort am FGÜ die Straßenseite wechseln und für den Radverkehr hat man zumindest eine Überleitung auf die Fahrbahn verdeutlicht. Erfreulich, dass alles ganz ohne [Zeichen 259] und [Zeichen 254] auskommt.

    Die gelbe Leitlinie auf der Fahrbahn hätte man sich wohl sparen können, denn daneben ist wegen des Fahrbahnteilers ohnehin kein Platz zum Überholen. Unübersichtlich wird die Situation wegen Vorrang & Vorfahrt für Radfahrer, die dem Kreisverkehr folgen, aber Nachrang beim Einfahren auf die Fahrbahn. Es wird nicht dadurch besser, dass die gelbe Linie Radfahrer auf den Zebrastreifen leitet. Da hätte ich aber auch gerade keine Idee, wie man das lösen könnte.

    Ist das nicht eh nur ein Feigenblatt, um den Tankrabatt politisch durchzukriegen?

    Ja, das fürchte ich auch. Daher auch eine Maßnahme, bei der sicher ist, dass sie keinen nachhaltigen Effekt haben wird. Im Gegenteil: Wer bereits regelmäßig den ÖPNV nutzt, wird in den kommenden drei Monaten schwer strapaziert und viele, die es mal ausprobieren, werden die Erfahrung machen, dass das in der Form für sie keine Alternative sein wird.

    Das Niedersachsenticket gab es zu Anfang mal für 15,- DM und galt für bis zu 5 Personen (und ich glaube, sogar das ganze Wochenende?). Das Resultat waren Nahverkehrszüge voller besoffener Proleten.

    Nach den Wahlergebnissen in SH und NRW wäre den Grünen gegenüber der FDP in der Bundesregierung einfach mal etwas mehr Selbstvertrauen zu wünschen, damit sie nicht jeden Blödsinn mitmachen.

    Dann hätte ich für deine StVB gleich noch einen aus dem Verwaltungsvorschlag zur StVO:

    Zitat

    Die Flüssigkeit des Verkehrs ist mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu erhalten. Dabei geht die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer der Flüssigkeit des Verkehrs vor. Der Förderung der öffentlichen Verkehrsmittel ist besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

    Wobei die das dann vermutlich so auslegen, dass die Sicherheit des Radverkehrs der Flüssigkeit des Radverkehrs vorgeht und die Sicherheit nur durch angeordneten Vorfahrtverzicht gewährleitet werden kann. :/

    Das dient dann ja praktischerweise auch gleich der Flüssigkeit des Autoverkehrs und der Sicherheit der Autofahrer, die dann davor geschützt sind, sich beim Schulterblick den Nacken zu verrenken. :/ :/

    Dann vielleicht doch lieber so? :/ :/ :/

    §37 (2) 6. begreifen halt auch die Verkehrsbehörden nicht. Daher noch einmal meine Forderung, den §37 dahingehend zu ändern, dass an separierten Radverkehrsführungen auch IMMER ein separater Signalgeber für den Radverkehr vorhanden sein muss und dass auf separierten Radverkehrsführungen der allgemeine Signalgeber für den Fahrverkehr NIEMALS gilt. Wenn es keinen separaten Signalgeber gibt, dann würde eben KEINER gelten, so wie es vermutlich dort auch gemeint ist.

    Außerhalb dieses Forums kommt sowieso niemand auf die Idee, dass in der gezeigten Situation das Rotlicht zu beachten ist. Das wird nur dann relevant, wenn der Anwalt eines Autofahrers, der beim Rechtsabbiegen einen entgegenkommenden Radling abgeräumt hat, diesem eine Teilschuld zuweisen möchte.

    Zufälle gibt's: Da plant man den Bau einer Autobahn über das Gelände einer ehemaligen Munitionsfabrik der Nazis und dann entdeckt man plötzlich beim Baggern, dass der Boden mit giftigem Hexyl kontaminiert ist. Genaugenommen hat das nicht einmal die Genehmigungsbehörde selbst entdeckt, die davon ausgegangen ist, dass es schon nicht so schlimm sein wird, weil die Autobahn das ehemalige Gelände ja nur am Rand tangiert.

    RP Gießen stoppt Autobahnbau (giessener-anzeiger.de)

    Ein weiteres Problem mit autonom fahrenden Fahrzeugen: Die merken gar nicht, wenn sie beschädigt wurden und fahren einfach weg. POL-STD: Lkw-Fahrer beschädigt Fahrzeug, beschädigtes Fahrzeug fährt danach weg - ... | Presseportal

    *edit: Ich habe mich beim Lesen der Meldung gefragt, in welche Richtung die beteiligten LKW eigentlich fuhren und ob es sich bei der "Parkbucht" um den kombinierten Geh- und "Radweg" auf der südlichen Straßenseite oder um die Bushaltestelle oder der nördlichen Seite handelte.

    *edit2: Vielleicht war's auch hier: Google Maps  :)

    Ich frage mich, ob er das wirklich für ein relevantes Thema hält, oder ob er sich da zu lange in seiner Rede an einer Lappalie aufgehalten hat und das nun in den Netzwerken aufgebauscht wird.

    Das Ding ist doch, dass insbesondere der Verkehrssektor in seiner Verantwortung die Klimaschutzziele reißt. Das Posten von Eiersalat-Bildern fällt aber unter den Sektor "Energie", der zumindest auf dem selbst definierten Pfad ist. Daher klingt das für mich eher wie ein Ablenkungsmanöver vom eigenen Versagen oder von den derzeit relevanten Themen. Dass am Ende auch viele Kleinigkeiten zum Großen und Ganzen beitragen, steht aber außer Frage.

    Man könnte ja auch mal ausrechnen, wie viel Energie jeder Twitter-Shitstorm benötigt, den diese Knalltüte auslöst.

    Noch was: Runter von der Autobahn: Klimaschutz braucht nicht mehr Autobahnen oder Tankrabatte, sondern eine echte Mobilitätswende

    Es gibt hier ein Radverkehrskonzept aus dem Jahr 1999, also nach (und genau genommen sogar wegen) der StVO-Novelle von 1997. Darin steht regelmäßig, dass bestimmte Wege "für den Radverkehr freigegeben" seien. Gemeint waren aber Straßen mit Fahrbahnbenutzungsverbot. Viele der "Freigaben", zu denen damals angemerkt wurde, dass die Wege nicht mehr den aktuellen (1999) Vorgaben entsprächen, bestehen bis heute.

    Noch im Jahr 2017 (also gerade einmal 20 Jahre nach Aufhebung der allgemeinen Radwegebenutzungspflicht) sagte mir ein Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung (Hierarchieebene zwischen dem Verwaltungsvorstand und den Abteilungsleitern), dass in Stade das Paradigma gelte, dass Radwege, sofern sie vorhanden sind, auch benutzt werden müssen. Ich habe erwidert, dass ich hingegen davon ausgehe, dass in Stade keine Paradigmen, sondern die StVO gilt. Das war gleich beim ersten Gespräch das Ende des freundlichen Dialoges. :saint:

    Gelbe Piktogramme als Warnung: Polizei startet Aktion gegen Geisterradler in Stade
    jd. Stade. Geisterfahrer stellen eine der größten Gefahren im Straßenverkehr dar. Es gibt aber auch Geisterradler - und die können ebenfalls gefährliche…
    www.kreiszeitung-wochenblatt.de
    Zitat

    Die Polizei verweist auf den einschlägigen Paragrafen in der Straßenverkehrsordnung. Nach Paragraf 2, Abs. 4 und 5, ist deutlich und unmissverständlich vorgeschrieben, dass Radwege in der Fahrtrichtung benutzt werden müssen, die entsprechend ausgeschildert ist. Das sind im Stader Stadtgebiet in der Regel die Radwege auf der rechten Seite.

    Das wirft natürlich noch Fragen auf: Warum sind nur "in der Regel" die Radwege auf der rechten Seite ausgeschildert und teilweise eben immer noch auch auf der linken Straßenseite? Warum sind die Radwege überhaupt "ausgeschildert"? Und sind es überhaupt "Radwege"? :/

    Organisieren Sie doch "einfach mal" einen Generalstreik in Russland, Herr Ullie Oder wollen Sie, dass nicht die russische, sondern die ukrainische Bevölkerung generalstreikt, um Putin zu beeindrucken?

    Putin: "Die streiken ja hier alle. Dann ziehe ich meine Armee lieber zurück." :/

    Glauben Sie ernsthaft, dass die Menschen in der Ukraine in Frieden leben würden, wenn sie sich einfach den Russen ergäben? Zumindest kann ich nicht erkennen, dass es deren Wunsch ist, sondern die wollen sich gegen die Aggression wehren. Dafür brauchen sie in der Tat Munition und keine klugen Ratschläge aus deutschen (mit russischem Gas beheizten) Wohnzimmern oder von Anne Wills Talkshow-Gästen, deren Opa auch mal im Krieg gekämpft hat (auf der falschen Seite übrigens).

    Wenn du die Notwendigkeit für Fahrten jenseits des 5-10km "Fahrradhorizonts" senken willst, musst du die Ziele näher rücken. Das geht wenn überhaupt nur raumplanerisch und braucht Jahrzehnte.

    Auch das sehe ich nicht so pessimistisch :) Ich habe aber auch nicht den Anspruch, dass künftig niemand mehr Auto fährt, sondern mir geht es im ersten Schritt um das vorhandene Potenzial. Auch auf dem Land gibt es kurze Wege, für die man kein Auto benötigt.

    Der zweite Schritt ist bereits im Gange, z.B. in Form Home-Office, Co-Working Spaces, ... Ja klar, kann auch nicht jeder im Home-Office arbeiten, muss auch nicht jeder. Aber es sind heute viel mehr als noch vor 2 Jahren.

    Die Nahversorgung im ländlichen Raum ist zusammengebrochen, weil die Leute bereit waren, mit dem Auto auch weitere Strecken zu fahren (oder weil sie sowieso für den Weg zur Arbeit weitere Wege in Kauf genommen haben und ihre Besorgungen da mit erledigt haben). Wenn der nächste Supermarkt zu weit entfernt ist, kann der Supermarkt aber auch zu den Leuten kommen. Auch sonst lassen sich die Leute ja alles liefern.

    Passt hier noch dazu, obwohl schon vom 09.05.

    Antriebswende statt Verkehrswende: E-Autos: Volker Wissing plant offenbar Abwrackprämie – und deutlich höhere Kaufprämie - DER SPIEGEL

    Wer sein Auto ganz abschafft, geht leer aus. Insofern hat Th(oma)s leider recht, dass es schwierig bleibt, dass diejenigen, die gar nicht Auto fahren wollen, flächendeckend nutzbare Alternativen finden und es hauptsächlich unter denen, die bereits jetzt nicht Auto fahren zum Wechsel zwischen ÖPNV und Fahrrad kommt. Die Abhängigkeit vom Auto ist politisch gewollt.