Beiträge von Kampfradler

    Also in diesem Schilderwald ist so ziemlich alles Unsinn:

    1. [Zeichen 240] ist Quatsch, weil es vorher einen Radweg und einen Gehweg gibt aber keinen gemeinsamen.
    2. [Zeichen 259] und [Zeichen 239] widersprechen sich.
    3. Halteverbot auf dem Gehweg (VZ 283) ist überflüssig, weil man aufgrund der Absperrung mit dem Auto gar nicht auf den Gehweg gelangt.

    So ein Sammelsurium für den Kraftverkehr wäre am nächsten Tag die Schlagzeile in der BLÖD.

    Wäre super, wenn die Kellinghusenstraße so aussähe!!! :)

    "Zerschnitten" wird eine Stadt ja wohl weitaus mehr durch mehrstreifige Hauptstraßen, an denen man als Fußgänger nur an Bettelampeln und Kreuzungen die Seite wechseln kann. Natürlich nur in einem ganz schmalen Zeitfenster. Eine Stadtbahn fährt nur alle paar Minuten, da ist das kein Problem.

    Und für solche Pendler, sollte man nicht das Leben des Rests der Bevölkerung mit Schäden (Gesundheit, Lärm) vergiften! Hier ist MIV nicht vertretbar!

    Die Gründe, weshalb Menschen "ins Grüne" ziehen/gezogen sind, sind sicher verschieden. Ihnen deshalb das Recht zuzugestehen, die Menschen, die in der Stadt leben, täglich mit Lärm, Feinstaub und giftigen Abgasen zu "versorgen" haben sie deshalb noch lange nicht! Es wäre vergleichbar damit, dass durch das "Dorf der Ruhe" dieser Pendler von nun an täglich Blechlawinen fahren sollen. Die Wutbürger würden sofort eine Bürgerinitiative gründen und alle Hebel in Bewegung setzen, wieder ruhig zu wohnen.

    Man selbst beansprucht also Rechte, die man anderen nicht zugesteht. Natürlich hat auch die Politik versagt. Schon lange hätte man vor den Toren der Stadt Parkmöglichkeiten mit guter ÖPNV-Anbindung anlegen müssen.

    Die Zukunft liegt m.E. nicht darin, Verkehrsträger gegeneinander auszuspielen...

    Prinzipiell richtig, aber: Seit gut 70 (oder mehr?) Jahren wird sowohl der Rad-, als auch der Fußverkehr zugunsten des Autoverkehrs systematisch zurückgedrängt! Wenn nach diesem massiven Verdrängungsprozess dem Autoverkehr wieder Fläche zugunsten der anderen genommen werden soll, kann man wohl kaum von "gegenseitigem Ausspielen" sprechen.

    Mal wieder macht sich eine Straßenverkehrsbehörde unglaubwürdig. Wie so oft wird an einer Baustelle die Radwegebenutzungspflicht, die ja "aus Sicherheitsgründen" vermeintlich soooo dringend erforderlich ist, kurzerhand aufgehoben. Nicht nur das, es gibt an dieser Baustelle weder für Fußgänger, noch für Radfahrer eine Möglichkeit, die Baustelle zu passieren. Fußgänger müssen die Straßenseite wechseln, Radfahrer können dies ebenfalls (schiebend) tun oder auf der Fahrbahn fahren. Bin neulich dort vorbei gefahren, an eine eingerichtete sichere Querung kann ich mich nicht erinnern.

    Wie würde die zuständige Behörde wohl erklären, weshalb der ansonsten "aus Sicherheitsgründen" zwingend benutzungspflichtige Radweg plötzlich auf einem Abschnitt gar nicht mehr für die Sicherheit notwendig ist?

    Und um nochmal den Vergleich mit dem Rauchen aufzugreifen: Rauchen hat keinen wirklichen Nutzen und verursacht nur Kosten. MIV hat häufig einen Nutzen.

    Falsch! Rauchen hat, so makaber dies auch sein mag, einen erheblichen Vorteil für die Rentenkasse - allerdings zulasten der Krankenversicherungen. Wie so oft, gilt auch hier: Des Einen Freud' des Anderen Leid.

    Ansonsten liegen wir gar nicht so weit auseinender. 40 Km auf dem Fahrrad kann nicht jeder. Für derartige Dorflagen ist MIV sicherlich (fast) "alternativlos". Aber bleiben wir mal beim "M" aus MIV: Muss ein großvolumiger Verbrennungsmotor sein? Müssen Pendler zwingend mit ihren Blechdosen in die Städte einfallen? Ein klares NEIN! Die negativen Seiten des MIV in seiner heutigen Form hat "Alfons" weiter oben sehr gut skizziert. Dass dieser Irrsinn endlich abgestellt werden muss, sollte eigentlich jedem klar sein.

    Chapeau! Danke für diese Sätze! Hat man Bücher wie "Alptraum Auto" oder "Virus Auto" gelesen und ist noch immer autogeil, muss man entweder durch Automobile sehr viel Geld verdienen (und dafür im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen gehen) oder aber einfach - man möge mir meine unmaßgebliche Meinung nachsehen - nur egozentrisch und/oder dumm sein.

    Nun bin ich gespannt auf eine "Gegendarstellung"... :S

    Nur wenige Wochen später stimmen bei der Mopo 71% für die Luxusvariante U-Bahn. Wie blöde sind die Hamburger oder ist Umfragen nicht zu trauen?


    Dazu kommt die Tatsache, dass immer mehr Menschen in Hamburg auf ein eigenes Auto verzichten und dieser Trend ganz sicher weiter gehen wird! Der vermeintliche Meinungswechsel ist schon seltsam...

    Zitat

    Es gäbe weniger Widerstand beim U-Bahnbau als beim Stadtbahnbau. Klar, Althergebrachtes und Gewohntes, der Besitzanspruch an Parkplätzes usw. muss nicht aufgegeben werden.


    Fragt sich, wo genau man diesen "Widerstand" gemessen hat. Auch frage ich mich, ob die CDU wirklich die Stadtbahn favorisieren würde, wenn es tatsächlich eine klarte Mehrheit in der Bevölkerung dagegen gäbe. Ich glaube nicht an diese Mehrheit.

    Da sich Verkehrspolitik ohne dass ich jemals angestrebt habe zu einer Art Hobby entwickelt hat, könnte ich den einen oder anderen Text "zu Papier" bringen. Aber Malte - nicht unbedingt in der Länge, wie Du es manchmal schaffst... ;)

    Schließlich staut sich schon die unerledigte Behörden- und Gerichtskorrespondenz auf meiner Festplatte...

    Nochmals: Die Haltestellenabstände sind größer, die Anmarschwege länger, das Netz der Haltestellen grobmaschiger, der Weg in den Keller (Zeitaufwand sowie Un-Bequemlichkeit) wird von U-Bahnfetischisten meist vernachlässigt.

    In der Tat wichtige Punkte, die man nicht einfach so abtun darf! Ich kenne mehrere Frauen, die gerne ÖPNV statt Auto fahren würden aber in einer U-Bahn zu viel Angst haben. Im Bus hingegen nicht, weil es erstens einen Fahrer gibt und zweitens in einem dunklen Tunnel, wo man nicht gut flüchten kann, Angst naturgemäß leichter aufkommt. Ob das objektiv oder subjektiv ist, spielt keine praktische Rolle.

    Auch die kleineren Haltestellenabstände einer Stadtbahn sind sehr vorteilhaft. Man darf nicht vergessen, dass die Bevölkerung immer älter wird. Ein paar Minuten Zeitgewinn sind hingegen nicht so wichtig.

    Ich finde dieses ideologische "is zu teuer" gebrabbel ziemlich nervig.

    "Ideologisch" finde ich eher die blinde, ignorante Autohörigkeit der SPD. Würden Außerirdische (man könnte auch Menschen nehmen, die noch nicht so abgestumpft sind) heute in Hamburg landen und sehen, wie eine Nase sich pro großer schwerer Blechschleuder (mit immensem Energieaufwand bei minimalem Wirkungsgrad) von A nach B staut, würden sie sich fragen, wie dämlich diese Erdbewohner eigentlich sind... Solche "Verkehrsmittel" zügig zugunsten effizienter Alternativen zurückzufahren halte ich nicht für "idelogisch", sondern für weitsichtig und sinnvoll.

    Die S4 nach Ahrensburg ist dann auch doof? Weil - kostet viel. Wäre da nicht auch eine Straßenbahn sinnvoll?

    Ich würde die Frage umdrehen: Weshalb sollen sich Menschen überhaupt unter der Erde fortbewegen? Wir sind keine Maulwürfe, viele haben Platzangst und können deshalb niemals U-Bahn fahren. Eine Stadtbahn ist erheblich leistungsfähiger, als ein Bus. Das Gewicht pro Nase halte ich für nebensächlich, solange die Energie regenerativ erzeugt wird. Busse emittieren tödlichen Feinstaub.

    Auch als Tourist (Hamburg ist eine Touristen-Hochburg) möchte ich viel lieber etwas von der Stadt sehen, als unter der Erde von einem Stadtteil zum nächsten zu fahren. Und dann die Kostendifferenz: Faktor zehn! Das Geld kommt nicht aus einem Füllhorn. Die Steuereinnahmen werden an -zig anderen Stellen nötiger gebraucht, als für überflüssige Tunnelbauten.

    Das Problem sind die Autos! Werden diese drastisch reduziert, hat eine Stadtbahn weitgehend freie Fahrt. Sie sollte eine Führung bekommen, die unabhängig von Staus ist. An vielen Hauptstraßen kann dies eine der beiden Fahrstreifen sein. Solange sich die Politik nicht traut, gegen den überbordenden MIV vorzugehen, haben wir verkehrspolitischen Stillstand.

    Gerade wenn man den Siemersplatz aus der Voigt-Wells-Straße kommend Richtung Osterfeldstraße passiert, finde ich die separate Führung der Radler ausnahmsweise angenehm, weil ich mich dann nicht in den regelmäßigen Stau stellen muss.

    AUF DER KREUZUNG ist die Führung in Ordnung. Aber warum wird man auf der anderen Seite sofort wieder per VZ 237 (in extra großer Ausführung!) auf das, was man als "Radweg" bezeichnet, gezwungen? Sehr lustig, wenn die Fahrgasttrauben aus dem 5er Bus strömen - auf dem "Radweg" natürlich. Einen Gehweg gibt's leider nicht.

    Diese Kreuzung ist die Pest! Das letzte Wort noch nicht gesprochen... :cursing: