Dieses Argument ist peinlich, sorry. Mit dieser Art der "Argumentation" kann man absolut jede unliebige Diskussion direkt abtöten.
Wenn du deine persönliche Erfahrung mit politisch desinformierten Mitschülerinnen und Mitschülern (von vor Jahrzehnten?) als geeigneteren Beleg ansiehst, so sei dir das unbenommen.
Ich will meinen kurzen Einwurf aber nochmals gern explizieren, der meiner bescheidenen Meinung nach das Gegenteil eines Totschlagarguments darstellt - auch wenn ich damit Gefahr laufe, dass du dich wieder fremdschämen musst:
Wenn ich mich wegen der angeblichen, aus persönlichen Erfahrungen gespeisten scheinbaren Desinformiertheit junger Wähler indirekt gegen ein Wahlrecht ab 16 Jahren ausspreche und dabei zugleich außer Acht lasse, dass dies bei viel älteren ebenso der Fall ist, muss ich mir durchaus gefallen lassen, dass die Schwäche dieser anekdotischen Beweisführung herausgestellt wird - erst recht, wenn dies dein "Hauptargument gegen Wählen mit 16" ist.
Meine tagtägliche Erfahrung mit jungen Menschen zwischen 10 und 20 ist eine ganz andere: Viele sind politisch bewegt und durch die entsprechenden Unterrichtsfächer teils besser informiert als ältere. Allerdings zeigt sich das eben auch jenseits des überkommenen politischen Zirkus im Kontext erstarrter Parteistrukturen.