Beiträge von Ullie

    Schon richtig. Und gerade dieses Hin und Her mit FFP2 im Fernverkehr, OP-Masken im Nahverkehr, aber nicht in allen Bundesländern und nicht in privat betriebenen Reisebussen und so weiter und so fort, kapiert ja auch kein Mensch mehr.


    Mittlerweile seh ich’s auch so: Mir egal. Aber ich will nicht angequakt werden, wenn ich mich trotzdem für eine Maske entscheide.

    Ich denke Corona und die zeitweise erlassenen Gebote zum Maskentragen, macht es Menschen einfacher, zum Beispiel im ÖPNV eine Maske zu tragen, ohne deshalb für einen Asiaten gehalten zu werden. In Hannover weiß ich von vor Corona, dass zu Messezeiten die Anzahl der Maskenträger anstieg. In fast allen Fällen waren es Asiaten, so weit ich das durch Augenschein und Nachfragen feststellen konnte.


    Absurd wurde das Maskengebot nach meiner Erinnerung zu dem Zeitpunkt, als zunächst medizinische Maske in Fernzügen galt und FFP-2-Maske im ÖPNV und dann innerhalb weniger Tage sich diese Regelung umdrehte. Plötzlich galt für Fernzüge FFP 2 und für den ÖPNV galt medizinische Maske reicht aus.

    Tempolimit 80 km/h auf der Autobahn - geht doch:

    "Auf allen freigegebenen Streckenabschnitten gilt vorerst Tempo 80. "Wie lange das so sein wird, können wir im Moment noch nicht sagen", sagte der Direktor der Niederlassung Nordwest der Autobahn GmbH, Cord Lüesse. Eine derartige Verunreinigung auf einer so langen Strecke habe er noch nie zuvor erlebt. Den entstandenen Schaden schätzte er auf einen Betrag "im oberen sechsstelligen Bereich"."

    Der betroffene Autobahnabschnitt ist laut NDR-Bericht vom 13.1.2023 immerhin 60 km lang.

    A7 bei Göttingen: Weiterer Abschnitt nach Sperrung freigegeben
    Die Arbeiten auf der mit Kokosfett verschmutzen A7 bei Göttingen kommen weiter voran. Am frühen Freitagmorgen wurde ein zweiter Abschnitt zwischen dem Dreieck…
    www.ndr.de

    Ob Verkehrsforscher in der Zeit des Tempolimits untersuchen werden, wie sich das Tempolimit auf den betroffenen Autobahnverkehr auswirkt? Bekannt ist, dass ein niedrigeres Tempo zu einem gleichmäßigeren Verkehrsfluss beiträgt. Wäre doch schön, wenn ein Praxistest in diesem Umfang demonstriert, dass nicht die ganze Republik in Dauerstau und Stillstand verfällt, wenn auf der Autobahn Tempo 80 max. gilt.

    Sollte nach Abschluss der Reinigungsarbeiten noch eine längere Phase mit Tempo-80-Reduktion sich anschließen, dann wäre das eine gute Möglichkeit den Verkehrsfluss auf der Autobahn bei Tempo 80 max. zu untersuchen.

    Leider wird in dem Artikel nicht erwähnt, ob die Tempo 80-Reduktion auf den betroffenen Autobahnabschnitten gleichermaßen für den PKW- und LKW-Verkehr gilt.

    Ich bin völlig geplättet. Darf der sowas sagen? Ich würde ihn ja wegen Häresie rausschmeissen, sonst kommt evtl. noch jemand auf die Idee nachzurechnen, dass man mit Leichtfahrzeugen locker 50% des heutigen Energiebedarfs einsparen könnte. Einfach so, völlig problemlos. Das muss verhindert werden...

    Ja, der darf so was sagen. Darüber freut sich die Autoindustrie sogar. In dem von dir verlinkten Artikel wird die automobile Mobilität, so wie wir sie jetzt kennen, mit all ihren Schattenseiten, an keiner Stelle ernsthaft infrage gestellt. https://www.n-tv.de/politik/Wi…utos-article23834865.html

    Schon der Titel, "Wir brauchen schlicht andere Autos", lässt doch sofort jeden Autoindustriellen und Gewerkschafter aus der Autobranche erleichtert aufatmen und ausrufen: "Machen wir, haben wir schon immer so gemacht, fährt doch auch heute kaum noch einer in einem VW-Käfer herum." Außer vielleicht der Lindner.

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    Der Autor in dem von dir verlinkten Artikel, tut so, als würde er Lindner die Stirn bieten. Aber schau mal genau hin und sage mir: An welcher Stelle widerspricht der Autor tatsächlich grundsätzlich dem, was Lindner in seinem Käfer-Interview an heillosen Versprechungen den Autofahrern macht?

    Dass Lindner nichts von einem Tempolimit hält und Weert Canzler, der Autor des von dir verlinkten Artikels ein Tempolimit fordert, ist der einzige klar erkennbare Unterschied. Aber da bleibt Canzler völlig unkonkret, was denn nun für ein Tempolimit gelten soll.


    In dem Käfer-Interview behauptet Lindner in Minute 6:20, die Autofahrer in Deutschland hätten offensichtlich keine Lobby mehr in Deutschland. Der Artikel von Canzler dokumentiert das genaue Gegenteil. Die Autolobby ist nach wie vor quicklebendig, und sie agiert geschickter als je zuvor.

    Extra breiter Radfahrstreifen im Bereich der Bushaltestelle, hier in Wiesbaden:


    Dieser sehr breite Radfahrstreifen im Bereich einer Bushaltestelle in Wiesbaden zeigt eine weitere Möglichkeit, wie der Radverkehr im Bereich einer Bushaltestelle geführt werden kann.

    Interessant ist ein Blick auf Google-Satellit:

    Google Maps
    Find local businesses, view maps and get driving directions in Google Maps.
    www.google.com


    Ursprünglich war der Radfahrstreifen links vom Halteplatz für den Bus markiert. Die trennende Linie zwischen Bushalteplatz und Radfahrstreifen wurde aufgehoben. Der Radfahrstreifen ist nicht erst im Bereich der Bushaltestelle mit dem Zusatz Omnibusse frei ausgeschildert.


    Schon vorher ist die Ausschilderung für die Fahrspur, auf dem Bus- und Radverkehr gemeinsam stattfinden, ein Radwegschild [Zeichen 237] mit dem Zusatz Omnibusse frei. Entsprechend ist das Piktogramm auf dem Radfahrstreifen gestaltet:


    Mit dem Rad würde ich hinter dem Bus halten, bis er wieder anfährt. Ich bin allerdings auch ein eher langsamer Fahrradfahrer. Wer schneller fährt, der hat die Möglichkeit, am haltenden Bus vorbeizufahren.

    Falls es Ihnen entgangen ist: Russland führt den Krieg bereits. Einen Angriffs- und Vernichtungskrieg. Aber das hatten wir schon. Es gibt keine friedliche Option mehr, außer der Unterwerfung unter Gewalt und Vernichtung.

    Genau das ist die große Gefahr, die durch einen Krieg herbeigeführt werden kann.

    Es gibt keine Option mehr außer der Unterwerfung unter Gewalt und Vernichtung.

    Sie beziehen das jetzt auf die Gewalttaten der russischen Armee, von denen schon viel zu viele stattfanden. Aber umgekehrt ist diese Gefahr ebenfalls latent vorhanden.


    Eines der schrecklichsten Ereignisse von Gewalt und Vernichtung im Krieg ist der Atombombeneinsatz der USA gegen Japan 1945. Man kann das rückblickend betrachtet als richtig bezeichnen. Man kann es mit den zahllosen Kriegsverbrechen der faschistischen Diktatur Japans erklären und rechtfertigen. Aber das ändert nichts daran, dass der Atombombeneinsatz gegen Japan ein Kriegsverbrechen war.


    Wird die Gefahr einer Eskalation im Ukrainekrieg, die bis zu einem Atomwaffeneinsatz führen könnte, unterschätzt?

    Der Unterschied ist entscheidend: Spanien hat unter Franco zu keinem Zeitpunkt einen Angriffs- und Vernichtungskrieg gegen ein anderes Land geführt. Womit eine Gesprächsbasis gegeben war.

    Das ist einerseits formal richtig, andererseits aber auch nicht ganz vollständig. So beteiligte sich zum Beispiel die "Blaue Division" an Hitlers Russlandfeldzug. Immerhin rund 15.000 Mann, die von Offizieren befehligt wurden, die der spanischen Armee angehörten.

    Und nicht vergessen werden dürfen die Kriegsverbrechen Francos gegen die spanische Bevölkerung. So legten deutsche und italienische "Freiwilligenverbände" 1937 die spanische Stadt Guernica in Schutt und Asche und töteten dabei bis zu 2000 Zivilisten. Franco beging mit Hilfe aus Deutschland und Italien dieses Kriegsverbrechen gegen gegen die eigene Bevölkerung.


    Sie wiederholen sich, das macht es nicht richtiger, sondern nur menschenverachtender.

    Menschenverachternd ist vor allem Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine. Das wird schnell relativiert, wenn man versuchte, diejenigen Menschen, die diesen Angriffskrieg verurteilen, aber dennoch Alternativen zum militärischen Widerstand erwägen, einfach ebenfalls als "menschenverachtend" zu bezeichnen.


    Dazu kommt, dass innerhalb der russischen Angreifer nicht alle gleichermaßen diesen Angriffskrieg gutheißen. Viele junge Männer sind aus Russland geflohen, um sich dem Militärdienst zu entziehen. Und vermutlich sind viele russische Soldaten, denen es nicht gelang sich dem Militärdienst zu entziehen, nicht freiwillig in die Ukraine einmarschiert. Und es ist sehr wahrscheinlich, dass russische Soldaten ihre Haltung zu diesem Krieg im Kriegsverlauf geändert haben.


    Und es gibt ukrainische Bürger, die geflohen sind, um dem Kriegsdienst in der ukrainischen Armee zu entgehen. Das wäre ein bisschen zu einfach, das einfach alles gleichermaßen als "menschenverachtend" zu bezeichnen.

    Da kann man nichts machen. Die Argumente - sowohl historisch als auch aktuell begründet - wurden ja alle mehrfach genannt. Mit Faschisten auf Kriegszug kann man nicht verhandeln, Punkt.

    Solche Punktum-Basta Ausrufe sind nicht immer hilfreich. Selbst dann, wenn man eine knallharte Konfrontationspolitik verfolgt, weil man sich sicher ist, dass es keine Alternative zur militärischen Antwort gibt, ist es nicht unbedingt hilfreich.

    Eines der gravierendsten Beispiele dafür, dass es nicht möglich sei, mit Faschisten zu verhandeln, ist das Münchner Abkommen von 1938.

    In seinem Buch "München" stellt der Autor Robert Harris die Ereignisse so dar, dass der später von vielen als Appeasement-Politiker geschmähte britische Premier Chamberlain in Wirklichkeit von Hitlers Kriegsabsichten überzeugt war und das Friedens-Abkommen dennoch getroffen habe, und zwar um Zeit zu gewinnen für die Aufrüstung in Großbritannien.

    "Hitler wollte den Krieg bereits 1938 und hat sein Leben lang geglaubt, dass, hätte er den Krieg 1938 bereits begonnen, dass er dann diesen Krieg auch gewonnen hätte. Und Chamberlain glaubte das auch. Insofern war das Münchner Abkommen ein notwendiges Übel und man muss das eben auch so sehen, dass es Großbritannien die Möglichkeit gegeben hat, sich neu zu bewaffnen. Und als der Krieg dann zwischen Deutschland und Großbritannien 1940 ausbrach, konnte Großbritannien dagegenhalten."

    Robert Harris in einem dlf-Interview von 2017

    Robert Harris über seinen Thriller "München" - "Hitler hat nicht geblufft, er wollte den Krieg"
    In seinem Roman "München" begibt sich der britische Schriftsteller Robert Harris ins Jahr 1938, als Deutschland im Münchner Abkommen das Sudetenland…
    www.deutschlandfunkkultur.de

    Harris' Darstellung zur Folge hat also Chamberlain mit Hitler verhandelt, um ihn zu täuschen.


    Aber es gab auch andere Verhandlungen (ohne Täuschungsabsicht) von demokratischen Staaten mit Diktatoren. Der spanische Diktator Franco beispielsweise hatte in Spanien die Demokratie in einem blutigen Bürgerkrieg beseitigt und trotzdem wurde von den Alliierten mit ihm verhandelt. Wie groß der Anteil erfolgreicher Verhandlungen war und wie groß der Anteil der realistischen Einschätzung Francos war, als Kriegspartei nicht bestehen zu können, sei mal dahingestellt. Fest steht, Spanien verhielt sich im 2. Weltkrieg weitgehend neutral. Verhandlungen mit Faschisten in einem Kriegszug auf einem Nebenkriegsschauplatz gab es also auch.


    Wollte die Bevölkerung der Ukraine tatsächlich versuchen, sich ausschließlich mit gewaltfreien Mitteln Russlands Angriffskrieg zu widersetzen, dann würde das sehr wahrscheinlich ebenfalls große Opferzahlen hervorrufen und viel Leid und Elend über die Menschen bringen, schlimmer noch als das, was ja auch jetzt schon in Russland selbst viele Menschen erleben. Trotzdem ist es wichtig, die Option ziviler Widerstand nicht in Bausch und Bogen zu verdammen, sondern als Alternative zur jetzigen Kriegsführung zu behandeln.


    Etwas anderes bleibt denjenigen Menschen, die derzeit in den von Russland besetzten Gebieten leben, auch gar nicht übrig, sofern sie nicht fliehen können oder nicht fliehen wollen. Oder sich nicht an einem Partisanenkampf beteiligen können oder wollen.

    In der Spiegel-Ausgabe 1/23 ist ein Artikel über die Erfolge und die gegenwärtige Haltung des Pazifisten Jürgen Grässlin.

    Achtung: Hinter Bezahlschranke:

    (S+) Pazifist Jürgen Grässlin: Ein bisschen Frieden
    Jürgen Grässlin ist einer der bekanntesten Pazifisten Deutschlands, er reiste jahrelang in Kriegsgebiete und verklagte den Waffenhersteller Heckler & Koch.…
    www.spiegel.de

    Jürgen Grässlin ist Sprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)

    Die Deutsche Friedensgesellschaft hat aktuell diesen Aufruf gestartet, aus dem ich hier zitiere:

    "Ja zur Hilfe für die Menschen in der Ukraine! Nein zur Lieferung von Panzer!

    Die „Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen“ (DFG-VK) kritisiert die geplante Lieferung von Panzer an die Ukraine: „Statt endlich die zivile Hilfe auszuweiten, werden immer mehr und immer größere Waffensysteme in den Krieg geliefert. Damit wird die Eskalationsspirale angeheizt und der Krieg ausgeweitet“, kritisiert der DFG-VK-Bundessprecher Jürgen Grässlin, Experte für Waffenexporte, und erklärt weiter: „Deutschland muss mit aller Kraft zivil helfen!“"

    Der ganze Aufruf kann hier nachgelesen werden:

    Ja zur Hilfe für die Menschen in der Ukraine! Nein zur Panzerlieferungen!
    Die DFG-VK kritisiert in der aktuellen Pressemitteilung die geplante Lieferung von Panzern an die Ukraine. Damit werde der Krieg ausgeweitet.
    dfg-vk.de


    Ich bin nach wie vor nicht überzeugt davon, dass tatsächlich alle Möglichkeiten erschöpft sind, Russland mit nicht militärischen Mitteln dazu zu bringen, seinen Angriffskrieg zu stoppen. Leider ist es keine Option, sich die Welt ganz einfach schön zu wünschen. Trotzdem halte ich das zunehmend stärkere Anpreisen von militärischen Optionen in der gegenwärtigen Situation für gefährlich, und ich bin einmal mehr unangenehm überrascht von der Rhetorik grüner Spitzenpolitiker*innen:

    "Derzeit will die Bundesregierung nach Aussage von Regierungssprecher Stefan Hebestreit der Ukraine keine Kampfpanzer zur Verfügung stellen. Zuvor hatten mehrere Politiker von FDP und Grünen die Lieferung von Leopard-2-Panzern befürwortet. Auch der grüne Vizekanzler Robert Habeck wollte eine Ausstattung der Ukraine mit dem von der Bundeswehr eingesetzten Panzermodell nicht ausschließen."

    SZ vom 9.1.2023

    https://www.sueddeutsche.de/po…achmut-beschuss-1.5722237
    Und über Anton Hofreiter berichtet das ARD und ZDF Morgenmagazin:

    "Die angekündigte Lieferung von Marder-Schützenpanzern an die Ukraine geht dem Grünen-Politiker Anton Hofreiter nicht weit genug. Er fordert, der Ukraine auch den schlagkräftigeren Kampfpanzer Leopard 2 zur Verfügung zu stellen."

    MOMA vom 6.1.23:

    Hofreiter: Müssen auch Kampfpanzer Leopard 2 liefern | Morgenmagazin
    Die angekündigte Lieferung von Marder-Schützenpanzern an die Ukraine geht dem Grünen-Politiker Anton Hofreiter nicht weit genug. Er fordert, der Ukraine auch…
    www.daserste.de

    Noch ein "Problem" (mir fällt kein passenderes Wort ein) sind Kurztripps. Gerne würden wir uns z.B. mal ein paar Tage Rom anschauen. Aber die Anreise per Bahn steht zeitlich und finanziell in keinem vernünftigen Verhältnis im Vergleich zur Anreise per Flug.

    Mir ist noch eingefallen, dass ich einmal mit dem Reisebus zu einer organisierten Gruppen-Rundreise durch Griechenland gefahren bin. Mit Übernachtung am Gardasee bei Hin- und Rückreise und jeweils einer weiteren auf der Fähre.


    Nur, weil es bisher noch nicht zur Sprache kam: Flixbus zum Beispiel bietet eine elfeinhalb stündige Direktfahrt ab München durch die Nacht für Preise ab ca. 60 Euro. Wäre absolut nichts für mich, weil eine Nacht im Reisebus durchfahren, verbinde ich nicht mit Urlaub.


    Die Reise nach Griechenland dagegen habe ich angenehm in Erinnerung. Aber da fuhren wir tagsüber und es gab Zwischenaufenthalte und Übernachtungen. Und das ist schon so lange her, dass vermutlich nur die angenehmen Erinnerungen haften geblieben sind.


    Vielleicht gibt es ja auch ähnliche Angebote für die Fahrt von München nach Rom mit mehreren Zwischenstopps? Motto: "Der Weg ist das Ziel."

    In Hannover hat der Umbau der Schmiedestraße begonnen.


    2 Fotos vom aufgestellten Baustellenschild:


    Fahrradwege hat es dort nie gegeben und soll es auch in Zukunft nicht geben. Aber einen deutlich schmaleren Fahrbahnquerschnitt, dafür breitere Bürgersteige, Maßnahmen zur Auto-Verkehrsreduktion und zur Temporeduktion. (Derzeit gilt dort Tempo 50)

    Hier ein Vergleich Gestern-Morgen auf hannover.de:

    Gestern: https://www.hannover.de/var/st…hmiedestra%C3%9Fe%201.jpg

    Morgen:

    https://www.hannover.de/var/storage/images/_aliases/full/4/4/3/5/23265344-1-ger-DE/02t-21_12_09_Perspektive%20Schmiedestra%C3%9Fe%201%20WillnerVisualisierung.jpg


    Besonders "spannend" ist dieser Satz zu den Umbauplänen, zitiert bei hannover.de:

    "Durchgangsverkehre sollen mittelfristig unterbunden werden."

    Schmiedestraße - Hannover.de

    "Das Problem seien offenkundig völlig enthemmte Jugendliche, die keinen Respekt vor dem Rechtsstaat haben und gezielt Einsatzkräfte angreifen. „Da treten erhebliche Erziehungs- und Integrationsdefizite zu Tage.“ Ein pauschales Feuerwerksverbot bringe bei dieser Form der Verrohung bei bestimmten Gruppen hingegen gar nichts.

    Das sagt der FDP-Fraktionsvorsitzende im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Christopher Vogt.

    Welt vom 7.1.23


    Während die FDP in extremistisch-liberalistischer Pose versucht, noch vor der AfD damit beim Wähler zu punkten, indem sie das Böllern quasi zur "heiligen Pflichtübung" verklärt, fordert die Berliner Polizeigewerkschaft nun Konsequenzen – und hat eine Petition gestartet:

    "Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin hat eine Petition für ein bundesweites Böllerverbot gestartet. Sie ist an Iris Spranger, Senatorin für Inneres Berlin, und Nancy Faeser, Bundesinnenministerin, gerichtet.

    t-online vom 6.1.2023

    t-online vom 6.1.23


    Im Petitionstext heißt es:

    "Wir wissen, dass das Böllerverbot nicht das ganze Problem der Gewalt gegen Polizei und Feuerwehr löst. Aber es ist ein wichtiger, erster Schritt für mehr Sicherheit für uns Einsatzkräfte in der Silvesternacht.

    Daher bitten wir Sie um Ihre Unterschrift - schaffen Sie mehr Sicherheit für Polizei und Feuerwehr in der Silvesternacht!"

    Hier geht es zur Petition:

    innn.it

    Selbst ein Stundentakt ist unattraktiv wenn der Bus so ungünstig ankommt, dass ich 50 Minuten vorm Termin oder 10 Minuten zu spät da bin. Oder wenn der Bus nicht da hin möchte wo ich hin will. Oder ich mit Kind noch 1-2 Kilometer laufen muss. Erst recht wenn ich ein Kind (welches noch nicht alleine Bus fahren kann) nur irgendwo hin bringen muss um dann direkt wieder zurück zu fahren. Wirklich attraktiv ist nur ein 10-Minuten-Takt.

    Der Omnibus-Stundentakt ist attraktiv im Vergleich dazu, wenn nur ein- zweimal am Tag ein Bus fährt.

    Und es wirkt sich auch aus auf die Anzahl der Autos, wenn in einem Landkreis zumindest einmal pro Stunde von allen Ortsteilen aus ein Bus fährt.

    Aber wo fährt der hin? Das Ziel von ÖPNV ist es, die Verbindung zu den Unterzentren, Mittelzentren und Oberzentren sicherzustellen. Das läuft dann meistens auf eine Art Sternverkehr hinaus. Ringlinien sind dann eher selten, sodass für Wegebeziehungen zu Zielen, die nicht auf der jeweiligen Speiche Richtung Zentrum liegen, es schwierig wird, gute ÖPNV-Verbindungen zu finden. Und natürlich ist so auch die Fahrt in das Zentrum eines Nachbar-Landkreises erschwert.

    Aber das muss gesamtgesellschaftlich, ökonomisch und unter Umweltaspekten gesehen nicht von Nachteil sein. Im Gegenteil! Die Konzentration der Menschen in einem Landkreis auf ein Zentrum stärkt dieses auch und macht es ein Stück weit wettbewerbsfest.

    Bezüglich des persönlichen CO2 Fussabdrucks: Macht euch da nicht so viel Gedanken dazu. Der wurde von BP erfunden, damit ihr euch ein schlechtes Gewissen macht und trotzdem Erdöl ohne Ende gefördert werden kann. Der persönliche Einfluss ist natürlich nicht null, aber auch nicht so hoch, dass man damit das Klima noch retten könnte, wenn jeder einen möglichst kleinen CO2 Fussabdruck hätte. https://www.ardalpha.de/wissen…taeuschung-klima-100.html

    Und diese Trickserei, von der fehlenden Bereitschaft von staatlicher Seite steuernd einzugreifen und stattdessen abzulenken und die Umweltprobleme und Gesundheitsprobleme zu personalisieren, gibt es auch in anderen Bereichen. So hat es lange Zeit gedauert, um den sogenannten Nutri-Score zu etablieren, der inzwischen zumindest an vielen Lebensmittelverpackungen angebracht ist.

    Andere, weiter gehende Maßnahmen für eine gesündere Ernährung dagegen werden immer noch massiv behindert und in Misskredit gebracht. So ist es zum Beispiel üblich, dass in den meisten Kantinen zu oft Fleischgerichte angeboten werden, sodass eine gesunde Ernährung erheblich erschwert wird. Vorschläge dafür, durch verbindliche Vorgaben den Fleischkonsum in Kantinen zu reduzieren, werden im Namen eines extrem liberalistischen Freiheitsverständnisses abgeblockt.


    Link zum Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit Infos zum Nutri-Score:

    Nutri-Score
    Gesünder einkaufen und besser essen ist jetzt ganz einfach – mit dem Nutri-Score. Die Kennzeichnung macht es möglich, den Nährwert von Lebensmitteln einer…
    www.bmel.de

    Es sollte also möglich sein, für 39.90€ von Hamburg nach Chiasso zu fahren (bei DB buchen) und von dort für ~30€ weiter nach Rom (bei Trenitalia).


    Es bietet sich natürlich auch an, via München zu Reisen und dort den Nightjet nach Rom zu benutzen.

    Aber ist das gemessen an den Kosten der Bahngesellschaften ein angemessener Preis?

    Vermutlich sind die Kosten für den Bau und die Instandhaltung der Fahrwege und des rollenden Materials sowie das Fahrpersonal und die Verwaltung und die Energiekosten deutlich höher, als die rund 70 Euro aus deinem Beispiel.


    Der günstige Preis resultiert aus der Tatsache, dass andere deutlich mehr bezahlen und das Bahnfahren staatlich subventioniert wird. Und zwar vor allem deshalb staatlich subventioniert wird, damit die für den MIV gebauten Straßen nicht noch stärker belastet werden. Denn der Straßenbau für den MIV und die Erhaltung ist noch um ein Vielfaches teurer als die Bahnsubventionen.


    Auch der Flugverkehr wird in ganz erheblichem Ausmaß subventioniert. Und dort ist es ebenfalls üblich, dass Billigflüge angeboten werden. Aus diesem Billig-Rummel sollte umgehend ausgestiegen werden. Fahrpreise sind so zu kalkulieren, dass sie kostendeckend sind. Und zwar nicht in Bezug auf die Gesamtheit der Fahrgäste oder Fluggäste. Sondern in Bezug auf den jeweils einzelnen Fluggast und die von ihm zurückgelegte Strecke.


    Und das gilt auch für den Autoverkehr. Dazu sind Straßenbenutzungsgebühren und Parkgebühren zu erheben, die sich auch an der Größe der Fahrzeuge orientieren. Immerhin hat zum Beispiel Hannover vor, mehr Anwohnerparkzonen auszuweisen. Aber so etwas muss flächendeckend und auch im ländlichen Raum geschehen und auch private Autoabstellflächen sind kostenpflichtig zu machen. *)


    Dann würde deutlich werden, dass die Autofahrerei auf den Kilometer gerechnet deutlich teurer ist als das Bahnfahren und der ÖPNV. Im gegenwärtigen Preissystem, das zeigt nicht zuletzt die Diskussion in diesem Threat, läuft es doch allzu häufig darauf hinaus, dass die Bahnfreunde-Schnäppchenjäger Billigangebote präsentieren können, die eingefleischte Autofahrer nicht hinter dem Ofen hervorlocken, weil sie sich an den teuren Flexpreisen (Preise ohne Frühbucherrabatt usw.) orientieren.


    *) "Mehr Anwohnerparkzonen in Hannover. Das sind neue Pläne der Grün-Roten Koalition im Rat der Stadt. (...) Die Verwaltung soll jetzt ein entsprechendes Konzept für die Pläne erstellen und im Sommer 2023 vorlegen. Dann soll der Rat darüber abstimmen."

    Radio Hannover aufgerufen am 7.1.2023

    ++ Grün-rote Koalition will Anwohnerparkzonen ausweiten ++ - Radio Hannover - die Stimme der Stadt auf 100,0

    Kürzlich haben wir unsere erste Rom-Reise gebucht. Abfahrt München Hauptbahnhof um 20:09 Uhr, Ankunft Roma Termini 10:45 Uhr.

    Zwei Erwachsene, ein Kind im Liegewagen, Hin und zurück für 398,00 EUR. Los geht's Mitte April.

    Gibt es das Angebot direkt bei der Deutschen Bahn?

    Oder ist es ein Angebot aus einem Reisebüro?

    Musstet/konntet ihr es über das Internet buchen?


    Auf der Internetseite Nachtzug.net gibt es Liegewagenplatz-Angebote für ab 49,90 € für die einfache Strecke München-Rom


    Es werden mehrere Anbieter genannt, bei denen man die Tickets kaufen kann.

    Gibt es da Preisunterschiede und/oder Service-Unterschiede bei den Anbietern? (Z.B. Familienrabatte, Rückgabe-Kondition, Änderungen etc.?)


    Entschuldigung, ich hatte den Link vergessen. Bitteschön:

    Nachtzug von Rom nach München - ÖBB nightjet NJ294
    Der Nachtzug von Rom nach München (ÖBB nightjet NJ294) hat eine Fahrzeit von 13:04 Stunden. Zugtickets kaufst du ab 29,90 EUR.
    nachtzug.net

    also beim "attraktiven ÖPNV" auf dem Lande muss man fragen, was die Mehrheit darunter versteht.

    Im Nahverkehrsplan der Stadt Hannover ist für die Region Hannover, die zahlreiche ländliche Gebiete einschließt, festgelegt:

    "Hannover-Standard-Regional:

    Alle Ortsteile der Region Hannover (ohne Landeshauptstadt Hannover) sollen mindestens alle zwei Stunden, zur Hauptverkehrszeit mindestens jede Stunde bei einer vertretbaren Reisezeit an ihr Gemeindezentrum und an das Zentrum der Landeshauptstadt Hannover angebunden sein. Der Bedienungszeitraum variiert dabei je nach Richtung und Tagesart."

    Quelle: NVP 2021

    file:///C:/Users/schor/Downloads/Nahverkehrsplan%202021_Internet_0622.pdf


    Zumindest kenne ich Bewohner von Nachbarlandkreisen, die die Bewohner der Region Hannover sehr darum beneiden, dass es diesen Standard gibt, der tatsächlich auch in vielen kleinen Orten in der Region Hannover verwirklicht ist.

    Und es geht auch gar nicht darum, dass niemand mehr Auto fährt, sondern dass wenigstens für diejenigen, die kein Auto fahren können oder wollen, eine Alternative besteht, die Mobilität überhaupt ermöglicht und dass sich ein Umstieg vom Auto auf das Fahrrad nicht immer und überall wie ein Abstieg anfühlt, weil man sich dann entweder mit der allerletzten Buckelpiste zufrieden geben soll oder ständig als Verkehrshindernis behandelt wird.

    An der Stelle möchte ich noch ergänzen, dass es für Benutzer des ÖPNV ebenfalls völlig unverständliche Behinderungen und gravierende Benachteiligungen gegenüber dem Autoverkehr gibt, die nicht sein müssten und deren Beseitigung keinen einzigen Euro kosten würden, aber sehr viel Geld einsparen könnten.

    Die Regelung, dass auf Landstraßen grundsätzlich Tempo 100 gefahren können werden soll, führt zu immensen Ausgaben für den Ausbau von Landstraßen, die es ermöglichen, dieses hohe Tempo gefahrlos zu fahren.

    Der Linienbusverkehr dagegen ist limitiert auf 60 km/h. Und nur wenn alle mitfahrenden Passagiere auf Sitzplätzen sitzen, darf der Busfahrer auch schneller, nämlich bis max. Tempo 80 km/h fahren.

    Außerdem sind Omnibushaltestellen immer noch so gestaltet, dass Autofahrer an dem an der Haltestelle wartenden Omnibus vorbeifahren können. Das ist ganz und gar nicht im Sinne einer Verkehrswende. Im Gegenteil: Dem ÖPNV-Fahrgast wird signalisiert: Du hast zurückzustehen gegenüber dem MIV. Genau wie Fahrradfahrer auf Radwegen an vielen Stellen, an denen der Radweg über eine Landstraßenausfahrt führt, wartepflichtig gemacht werden, durch ein Vorfahrt-Achten Zeichen.

    Tempo 60 auf Landstraßen kann nicht nur dazu beitragen, dass sich Radfahrer auf der Fahrbahn auch ohne Fahrradweg sicherer fühlen, sondern würde auch den Linienbusverkehr-Nutzern mehr Mobilitäts-Gerechtigkeit verschaffen. Und es können so erhebliche Kosten eingespart werden.

    Mit dem "persönlichen ökologischen Gewissen" gehe ich recht sparsam um, seitdem ich diese Sache mit dem CO2 Fußabdruck gelesen hatte. In diesem ARD-Artikel wird es noch einmal gut zusammengefasst: "CO2-Fußabdruck berechnen und reduzieren und alles ist gut? So einfach ist es leider nicht. Auch wenn Ölkonzerne das suggerieren. Denn nicht wir als Einzelpersonen sind für die meisten Treibhausgase verantwortlich: Weit mehr entstehen bei Energiewirtschaft und Industrie."

    Der Ölkonzern BP, früher British Petroleum, machte das Konzept des CO2-Fußabdrucks (Englisch: Carbon Footprint) weltweit bekannt. Das Unternehmen brachte 2004 einen CO2-Rechner heraus, mit dem Menschen berechnen können, für wie viel CO2-Emissionen sie verantwortlich sind. BP lenkte mit dieser Werbekampagne geschickt die Aufmerksamkeit vom massiven CO2-Fußabdruck der Ölkonzerne auf Individuen um."

    ARD Alpha vom 27.10.21

    Treibhausgase: Wie der CO2-Fußabdruck die Klima-Realität verschleiert | BR.de
    CO2-Fußabdruck berechnen und reduzieren und alles ist gut? So einfach ist es leider nicht. Auch wenn Ölkonzerne das suggerieren. Denn nicht wir als…
    www.ardalpha.de

    Die Frage ist doch nicht, ob ich mich persönlich frage, ob ich einen Billigflug buche oder nicht. (Natürlich nicht, was soll der Quatsch?)

    Sondern es kommt darauf an, meinen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Einfluss dafür einzusetzen, dass so ein Quatsch unmöglich gemacht wird und ökologisch gangbare Alternativen angeboten werden.

    Leider braucht es dafür bisweilen sehr viel Geduld.


    Beispiel: Mit der Bahn habe ich schon Reisen ins Ausland unternommen. Aber der Fahrkartenverkauf gestaltet sich mitunter schwierig im Vergleich zum Ticketkauf zum Beispiel für einen Flug.

    Ich habe einfach mal bei der Seite International-bahn.de von der Deutschen Bahn die Daten für eine Zugreise nach Rom eingegeben.

    https://www.international-bahn.de/de/

    Bei der Preisermittlung tauchte dann diese Anzeige auf:

    "Es tut uns leid, wir können die von Ihnen gewählte Verbindung online nicht verkaufen.

    Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe und Kontakt."

    Finde ich jetzt nicht so schlimm, weil ich ohnehin nicht gerne online etwas kaufe. Aber bei vielen Menschen ist das heute üblich, etwas online zu kaufen und viele davon sind doch an der Stelle dann schon weg.


    Allerdings war es nicht einmal möglich im Internet zu sehen, wieviel es denn kosten würde.


    Ein anderes Beispiel:

    Für einen Trip nach Großbritannien wollte ich die Fähre Calais-Dover als Fußgänger-Passagier nutzen. Das ist auch grundsätzlich möglich. Rabatte für bestimmte Uhrzeiten, auf die man sich festlegen kann, gibt es allerdings nur für Autofahrer. Und diese Rabatte sind dann deutlich billiger, als wenn man die Fähre als Fußgänger benutzt. Ich hatte dann nicht den Ehrgeiz herauszufinden, ob es möglich ist vorzutäuschen, dass man ein Autofahrer-Passagier ist, um in den Genuss einer vergünstigten Überfahrt zu kommen.


    In solchen Fällen beschwere ich mich natürlich bei den Anbietern in der Hoffnung, dass auch viele andere das tun. Aber wie schon gesagt. Es braucht viel Geduld.