Beiträge von Ullie

    Nein, wenn an einer Bushaltestelle niemand wartet und im Bus auch keiner den Knopf gedrückt hat, dann hält der Bus nicht an der Haltestelle.

    Also so eine Art "Bedarfshaltestelle", das wäre doch ein Grund mehr, die Haltestellenbucht zu einem Kap umzubauen. Und für Radfahrer könnte der Radweg dann so umgebaut werden, dass er hinter dem Wartehäuschen lang geführt wird. Falls überhaupt ein Hochbord-Radweg benötigt wird.

    In einem Gastbeitrag schlägt der Vorsitzende der SPD in Berlin in die gleiche Kerbe. Und disqualifiziert sich damit mMn selbst.

    Was heißt hier, "Er schlägt in die gleiche Kerbe und disqualifiziert sich dadurch selbst?"

    Solltest du Zweifel an der antidemokratischen Gesinnung der AfD haben, dann beschäftige dich doch einfach mal mit ihren Aussagen. Zum Beispiel diese hier vom AfD-Spitzenkandidaten für die Wahl zur Hamburger Bürgerschaft, Nockermann:

    "Und ich sage dem Bürgermeister aus Istanbul ganz deutlich: Halten Sie sich gefälligst aus der Wahl in Hamburg heraus."

    Minute 0:30 von 0:59

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Hintergrund ist ein Besuch des SPD-Abgeordneten Kacim Abaci, der laut AfD-Angaben bei einem Besuch in Istanbul türkische Migranten in Deutschland dazu aufgefordert haben soll, an der Hamburger Bürgerschaftswahl teilzunehmen.

    Die Teilnahme an der Wahl ist klar geregelt, wer die deutsche Staatsangehörigkeit hat, der darf daran teilnehmen. Was soll also verwerflich daran sein, in Istanbul auf die Wichtigkeit hinzuweisen, an einer Kommunalwahl teilzunehmen. Gerade in Istanbul hat sich doch gezeigt, wie wichtig das ist, denn der kürzlich gewählte CHP-Bürgermeister ist ein wichtiger Kontrapunkt zu Erdogan. Das heißt, selbst wenn das Thema Hamburg-Wahl in Istanbul angesprochen oder ausgesprochen worden sein sollte, so hätte es seine Berechtigung.

    Aber wurde die Hamburg-Wahl überhaupt öffentlich thematisiert? Hat der Istanbuler Bürgermeister tatsächlich etwas zur Hamburg-Wahl gesagt? Nockermann droht: "Halten Sie sich aus der Wahl raus." Belege dazu, dass sich der Istanbuler Bürgermeister überhaupt zur Hamburger Bürgerschaftswahl geäußert hat, werden nicht genannt, aber die AfD tut so als ob das auf der Hand läge.

    Und was sagt die AfD zu Wahlen, die im Ausland stattfinden? Zum Beispiel zur Wahl des österreichischen Bundespräsidenten? "Noch einmal hat das morsche System seine Ressourcen zusammengekratzt, bevor es umso eindrucksvoller einstürzen wird." Dieses Zitat vom "philosophischen Kopf der AfD" stammt aus einem Zeit-Interview vom 25.5.2016 mit Marc Jongen, stellvertretender Landessprecher der AfD Baden-Württemberg. https://www.zeit.de/2016/23/marc-j…hie-asylpolitik

    Manchmal habe ich den Eindruck, dass viele Leute der AfD in der Form auf den Leim gehen, dass sie die Meinungsfreiheit für etwas halten, was alle Bürger vor allem dazu berechtigt in einem fort Fake-Nachrichten zu verbreiten, Verleumdungs- und Hetzkampagnen zu starten und Hass und Zwietracht zu säen. Und demokratische Wahlen werden von vielen so missverstanden, dass sie vor allem dazu dienen sollen, sogenannte Denkzettelparteien zu wählen, um demokratischen Parteien einen "Denkzettel" zu verpassen nund das Leben schwer zu machen. Und wenn dann mal wer auf diese demokratiezerstörende Partei-Taktik der "Denkzettelparteien" hinweist, dann wird dessen demokratische Gesinnung angezweifelt.

    Bist du sicher, was die Radwege-Ausschilderung in Frankreich angeht? Ich habe gerade mal ein paar Urlaubsfotos aufgerufen und diese hier gefunden, die in der Nähe des Europaparlamentes in Straßburg aufgenommen wurden:

      

    Hier das google-Bild dazu: es ist der Zwei-Richtungs-Radweg entlang der Rue Lucien Febvre: https://www.google.de/maps/place/Eur…052!4d7.7622297

    In der Polizeimeldung heißt es, die Frau sei von einem Linienbus tödlich verletzt worden. Und auf deinem Foto ist eine Bushaltestelle zu sehen.

    Hätte der Bus nicht an der Bushaltestelle halten müssen?

    Und wenn er aus der Gegenrichtung kam, dann hätte er doch ebenfalls haltebereit die Bushaltestelle anfahren müssen. Wo befindet sich denn die Bushaltestelle für die Gegenfahrrichtung? Auf dem von dir verlinkten Googlemaps-Bild ziemlich genau direkt gegenüber. Ist das noch aktuell?

    Ein Ausbau der Bushaltestelle als Kap, so dass der Bus nicht in eine Bucht einfahren müsste, um zu halten, würde den zu überquerenden Straßenraum deutlich verkleinern. Warum ist die Bushaltestelle nicht als Kap ausgebaut?

    Das muss auch so sein, wenn sie die meisten Stimmen bekommen. Alle Planspiele erst einmal außen vor, mit der Regierungsbildung wird die stärkste Partei beauftragt. Auch wenn eine scheckig bunte Koalition aus FDP, AFD, Links, Grauen Panthern und Tierschutzpartei möglicherweise mehr Stimmen hätte ist immer noch der größte Stimmenanteil zunächst am Zug.

    Der von der Linkspartei jetzt vorgelegte Kompromiss-Vorschlag sieht ein CDU-Mitglied als Übergangs-Ministerpräsidentin vor.

    Die CDU ist allerdings nicht die stärkste Partei im thüringischen Landtag.

    Vielleicht ist es gut, so wie du es machst, vorher in aller Öffentlichkeit darüber zu reden, was man beabsichtigt zu tun, wenn dieses oder jenes eintritt. Das könnte möglicherweise solche absurden Machtspielchen eindämmen, wie sie jetzt in Thüringen geschehen sind, als die CDU mit der AfD zusammen einen Ministerpräsidenten nur deshalb wählte, damit ein Kandidat der Linken nicht gewählt wird. In Anbetracht der CDU-Ost-Vergangenheit als "Blockflöten-Partei" ist es schon kurios, die Wiederwahl von Ramelow zu verhindern. Die Nachfolger der Ex-DDR-CDU hatten ihm vorgeworfen die Vorgänger seiner Partei habe ja an der Spitze des DDR-Regimes gestanden. Ramelow selbst ist übrigens erst nach der Wiedervereinigung von Hessen nach Thüringen gezogen.

    Hane: Es ist nicht richtig zu behaupten, Ramelow hätte versucht, die Existenz der AfD "auszunutzen", um sich als Ministerpräsident wählen zu lassen, obwohl er eigentlich gar keine Mehrheit hatte. Die thüringische Landesverfassung sieht ganz eindeutig vor, dass im dritten Wahlgang die einfache Mehrheit ausreicht, um als Ministerpräsident gewählt zu werden. Und Ramelow genießt auch bei Nicht-Wählern seiner Partei große Beliebtheit. "Aktuell sagen 71 Prozent der Thüringerinnen und Thüringer, dass Ramelow ein guter Ministerpräsident ist. Das ist ein Prozentpunkt mehr, als im Oktober 2019." Quelle: Thüringische Allgemeine vom 28.1.2020 https://www.thueringer-allgemeine.de/politik/umfrag…d228271187.html

    Die von dir angedeutete Argumentation, hane, ist übrigens eins zu eins die Argumentation von Gauland dagegen eine Wahl Ramelows im dritten Wahlgang mit einfacher Mehrheit zu ermöglichen:

    „Ich kann die Verantwortlichen von CDU und FDP nur davor warnen, nun statt Neuwahlen den Kandidaten der umbenannten SED ins Amt zu hieven. Sie begingen damit erneut Verrat an ihren Wählern. CDU und FDP sind angetreten, um Ramelow zu verhindern. Die Angst vor der AfD treibt sie nun in die Arme der Linken und direkt in den Verrat an ihren Wählern und Wahlzielen.

    Sollten die Abgeordneten von CDU und FDP nun Steigbügelhalter für Ramelow werden, haben sie endgültig ihren Wählern bewiesen, dass sie am Ende doch nur willfährige Helfer der Linken sind.“ https://www.afd.de/alexander-gaul…-in-thueringen/

    Ich befürchte du bist Gauland auf den Leim gegangen.

    Und ich befürchte gerade, dass ich ebenfalls Gauland auf den Leim gehe, indem ich das hier so ausführlich zum Gegenstand der Debatte mache.

    Um noch mal auf das von Nbgradler genannte Prinzip zurückzukommen, die stärkste Partei habe den "natürlichen" Regierungsauftrag.

    Es gibt auch noch andere Prinzipien:

    "Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg" ist ein solches Prinzip, dass in jedem Fall eine höhere Geltung hat!

    Und sollte es tatsächlich wieder einmal so weit kommen, dass demokratisch gewählte Faschisten in Deutschland eine Regierung bilden, dann wird hoffentlich eine starke Zivilgesellschaft diese Regierung stürzen. Eine AfD-Mehrheit in einem Parlament hat ganz klar keinen Regierungsauftrag. Und wenn einmal eine Partei, die durchsetzt ist mit handfesten Halbnazis, wie es Wagenknecht einmal formulierte, mit ihren Vertetern in einem Parlament eine absolute Mehrheit der Abgeordnetensitze erlangen sollte, dann heißt das noch lange nicht, dass Demokraten verpflichtet sind, eine solche Regierumng anzuerkennen, die aus Mitgliedern einer solchen Partei zusammengesetzt ist.

    Ich bin ja nach wie vor gespannt, wie die Ergebnisse am nächsten Sonntag aussehen, insbesondere hinsichtlich der Freidemokraten, die diesen gethüringerten Wahlkampf womöglich nicht übersehen könnten.

    Forschungsgruppe Wahlen sagt: SPD 37 %, Grüne 25 % und FDP nicht drin (4,5 %), Befragungszeitraum 11. - 13.2.2020

    https://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/hamburg.htm

    Das ist der niedrigste Wert für die FDP im Vergleich zu allen anderen Umfragen seit Jan 2016!

    Schadet es den Grünen, dass sie an einer CDU andocken wollen, die gerade dabei ist scharf nach Rechts abzudriften?

    Sie darf in keiner Diskussion über die Sinnlosigkeit der Autofahrerei als Verteidigungs-Rede der Noch-Autofahrer fehlen:

    Die obligatorische Kiste Mineralwasser.

    So auch in dem von dir verlinkten Zeit-Artikel, ein Maßnahmenkatalog zur Energie- und Verkehrswende, weich gespült bis zur Unkenntlichkeit.

    Schon die Überschrift zeugt davon: "An das Gewissen zu appellieren hat einen deutlichen Effekt", heißt übersetzt: Vergesst sämtliche ordnungspolitischen, Verkehrs-lenkenden und Subventions-orientierten Maßnahmen, das ist alles Quatsch, denn die Verkehrs- und Energiewende ist eine ganz und gar persönliche Gewissensfrage.

    Und eigentlich ist es sowieso niemandem zuzumuten, über alternative Transportmöglichkeiten für seine Einkäufe nachzudenken.

    Dabei ist die so einfache Antwort doch so ganz klar:

    Und Sprudelwasser in bester Qualität liefert der "Wassermaxe" und wie diese praktischen Geräte sonst noch heißen: Von Stiftung Warentest alle mit "Sehr gut" oder "Gut" bewertet! https://www.vergleich.org/sodastream/?tr…ASAAEgLt5PD_BwE

    Aber anststatt auf "Wassermaxe" und Co. hinzuweisen und um erst gar kein schlechtes Gewissen trotz exzessiver Autofahrerei aufkommen zu lassen, bemüht der von Autor Sören Götz interviewte Matthias Sutter, das am meisten abgegriffene und am meisten ausgeleierte aller Pseudo-Argumente für mehr Autofahrerei: "Wenn ich mit einer Kiste Mineralwasser in einem überfüllten Bus stehe und den Rucksack voller Obst und Gemüse habe, ist das einfach unpraktisch." :rolleyes:

    Das Interview ist einmal mehr der Versuch, Maßnahmen zur Verkehrswende auf eine persönliche Gewissensentscheidung zu reduzieren. Dabei ist es so offensichtlich, dass ganz andere Faktoren ausschlaggebend sind. Um nur ein kleines Beispiel zu nennen: Der abgebildete Einkaufstrolley ist echt praktisch und er lässt sich sehr gut im Bus oder in der Bahn mitnehmen. Besonders dann, wenn die Haltestellen barrierefrei ausgebaut sind.

    Im Vergleich zu den Milliarden-Subventionen für den Ausbau der Autoverkehrs-Infrastruktur wären die Kosten für den barrierefreien Haltestellenausbau locker zu stemmen. Aber schaut euch um an den Bushaltestellen der Republik. Von barrierefrei ist da vielfach noch nichts zu spüren. Hier ein Beispiel aus Wiesbaden:

    Vom Lieferverkehr blockiert und extrem niedriger Haltestellenbord.

    Anstatt so was anzuprangern verklärt der Herr Sutter die Verkehrswende zur "Gewissensfrage".

    Überhaupt wie kommt der Herr Sutter dazu, finanzielle Anreize in Frage zu stellen? Als es darum ging den Dieselmotor als Abgas-Problemlöser zu protegieren, wurde der deutlich niedrigere Steuersatz für Diesel propagiert - äußerst erfolgreich. Leider :(

    Und obwohl der Dieselmotor inzwischen als "Problembär" erkannt ist, wird weiter am Diesel-Steuerprivileg festgehalten.

    Und für E-Autos gibt es Prämien bis zu 6000 Euro, finanziert aus Steuermitteln.

    Nach Herrn Sutters Logik machte das ja alles keinen Sinn, denn nicht der finanzielle Anreiz, sondern das Gewissen entscheidet!

    Nicht das E-Autos irgendwas besser machten - aber das ist ein anderes Thema.

    Man muss auch nicht mit 'nem fetten Straßenkreuzer zum Standesamt fahren. Habe das mit den Hochzeitsgästen in der Straßenbahn getan, wir waren zwar nicht sonderlich feierlich kostümiert, aber als Brautleute erkennbar.

    Das war sehr spaßig!

    Als ob ich es geahnt hätte! Das geht nicht nur mir so. Wenn du mit Taxifahrern über Verkehrsthemen sprichst und dabei ganz vorsichtig Einwürfe machst, die eine gewisse Skepsis gegenüber den angeblich so tollen Errungenschaft der "Autofahrerei" erkennen lassen, ...

    Habe es aber auch schon geschafft, Taxifahrer davon zu überzeugen, dass sie doch erheblich profitieren, wenn immer mehr Menschen auf einen Privat-PKW verzichten, sind doch schließlich alles zusätzliche potenzielle Kunden.

    Wenn du den Taxifahrer dann noch darin bestärkst, dass er ja ohnehin der einzig richtig gute Autofahrer auf der Welt sei, dann kannst du gut mit ihm über die kritischen Aspekte des Autofahrerei sprechen und erfährst manchmal noch interessante Details.

    Zum Beispiel bei der einen Fahrt im Pfälzer Wald, wo Taxis als Anrufsammeltaxis im Auftrag des VRN's fahren. (Verkehrsverbund Rhein-Neckar) Und für Touristen gibt es bei vielen Hotels, Pensionen usw. eine Gratis-Netzkarte für die Dauer des Aufenthalts.

    Der Fahrer dort war fest davon überzeugt, dass nur Taxifahrer in der Lage seien, die vorgegebenen Tempolimits ohne Fahrt-Sicherheitsverluste zu überschreiten, weil das die Kunden ja von einem Taxifahrer erwarten dürften. Er führte dann noch stolz seine Blitzer-Warnmelde-App vor.

    Ich erinnerte ihn daran, dass ich ja eigentlich kein richtiger Taxi-Fahrgast sei, sondern er mich quasi für ein Busticket mitnehme. Das entschleunigte seinen Fahrstil.

    Auf Personenkult fahre ich nicht unbedingt dramatisch ab, aber wenn sich die Gelegenheit bietet, dann schau ich mal vorbei, wenn jemand Prominentes spricht. Wer in Hamburg an der Klima-Demonstration am kommenden Freitag, 21.2.2020 teilnimmt, der kann voraussichtlich Greta Thunberg live erleben: Siehe hier: https://www.n-tv.de/politik/Greta-…le21576293.html ntv vom 14.2.2020:

    Kommende Woche besucht Klimaaktivistin Greta Thunberg erneut die Fridays-for-Future-Demonstration in Hamburg. Die Organisatoren rechnen mit 30.000 Teilnehmern.

    Hin- und wieder benutze ich ein Taxi und kann's dann nicht lassen mit dem Fahrer auch über Verkehrsthemen zu sprechen. Und dann gibt's da noch eine ehemalige Taxifahrerin im weiteren Bekanntenkreis.

    Da treffen dann echt zwei Welten aufeinander.

    Um so mehr war ich erstaunt, dass kürzlich bei einer Taxifahrt mir die im Foto gezeigten Fensteraufkleber an den Türfenstern aufgefallen sind.

    Der Taxifahrer meinte, die seien neuerdings gesetzlich vorgeschrieben, was ich ihm nicht so recht abgenommen habe. Dann schimpfte er wie ein "Rohrspatz" über die angeblich unberechenbaren, üblen Radfahrer und ich hatte kaum die Chance, ihn darauf hinzuweisen, dass nicht rüpelhafte Radfahrer die Unfälle verursacht haben, wegen denen diese Aufkleber an seinen Fenstern kleben.

    Vielleicht war es nur das Unternehmen, bei dem er Taxi fährt, das diese Schilder hat anbringen lassen? Ich habe sie zwar auch an anderen Taxis inzwischen gesehen, aber längst nicht an allen.

    Wem sind diese Aufkleber außer mir noch aufgefallen? Und wie schätzt ihr die Wirkmächtigkeit ein. Ich finde es ist zumindest ein ernst zu nehmender Versuch. Noch besser fände ich immer und überall und bei jeder Gelegenheit das "holländisch aussteigen" zu propagieren. Siehe zum Beispiel hier: https://www.br.de/radio/bayern1/…-griff-100.html Bayrischer Rundfunk: "Holländischer Griff Dieser Trick verhindert Fahrradunfälle"

    Den adfc kenne ich ja gut, aber wer ist BZP oder muss ich da etwa schon wieder selbst nach googeln?

    Und gibt's die im Foto gezeigten Aufkleber auch noch in anderen Städten als nur in Hannover?

    Bist Du Dir da sicher? Oder wann war damals? Ich bin mir sehr sicher, dass dort vor der Umwandlung in [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] sämtliche Hochborde mit [Zeichen 240] beschildert waren. Die waren bzw. sind aber auch nicht in einem Zustand, der eine Sanierung nötig gemacht hätte, also wenn „damals“ länger 10 Jahre her ist dann vielleicht. Bin ja nur zugezogener Schaumburger. Ist eine der Stellen bei denen ich daran dachte tätig zu werden. ;)

    Also sagen wir mal, ich bin mir da 97%ig sicher, kann aber grad kein Foto dazu finden. Dafür habe ich ein anderes entdeckt, nämlich von 2014, von der Ortsdurchfahrt durch Niedernwöhren, Hauptstraße, Höhe Einmündung Vor der Reihe. https://www.google.de/maps/place/Vor…5662!4d9.138673 Leider fehlt mir jetzt da wieder das aktuelle Vergleichsfoto. Aber ich weiß ganz sicher, dass da heute immer noch zweistreifig gepflastert ist, so dass man erkennen kann, das hier so was wie ein "Radweg" ist. Und der wird auch noch von vielen benutzt, während andere Radfahrer*innen auf der Fahrbahn fahren, weil das Schild und weitere der Art [Zeichen 241-30]in Niedernöhren ersatzlos abmontiert wurden. In Wiedensahl (das ist ein Ort weiter) hat man die Bürgersetige neu gepflastert und vermutlich deshalb diese Kombi [Zeichen 239]+ [Zusatzzeichen 1022-10] aufgehängt.

    Hier das Foto aus Niedernwöhren und, wie schon gesagt 97%ig und mehr, bin ich mir sicher, dass es in Wiedensahl früher auch so war, dass es hochbord zwei verschiedenfarbig gepflasterte Streifen und das blaue Schild getrennter Rad- und Fußweg gab. [Zeichen 241-30]

    Welche neue Kategorie soll das sein?

    Vorher war es ein benutzungspflichtiger gemeinsamer Geh-/Radweg.

    Jetzt ist es ein nicht benutzungspflichtiger gemeinsamer Geh-/Radweg.

    Besser wäre es wenn es ein reiner Gehweg wäre, da gebe ich Dir recht. Aber besser als vorher ist es allemal.

    Es kommt halt auf das Vorher an und aus wessen Sicht man die Sache betrachtet. Und vielleicht auch mit welchem Optimismus.

    Um noch mal auf das Beispiel aus Wiedensahl zurückzukommen:

    Früher war da mal ein getrennter Fuß und Radweg mit blauem Schild gekennzeichnet. [Zeichen 241-30]

    Damals gab es aber auch einen hellgrauen und einen rot geplasterten Streifen.

    Aus Fußgängersicht würde ich mich freuen, wenn der Weg nicht für den Radverkehr freigegeben wäre.

    Der eine oder andere Fahrradfahrer würde sich jedoch darüber ärgern, weil er lieber den Gehweg benutzt und das nicht mehr dürfte, wenn der Gehweg nicht freigegeben wäre. Der hat aber schon immer den Gehweg benutzt und das will er auch weiterhin machen und sich nicht dazu zwingen lassen, die Straße zu benutzen.

    Da kann man sich anschließen oder nicht, auf jeden Fall sollte man so was nicht einfach bei Seite wischen, weil es sehr viele Radler gibt, die so denken. Und das sind auch keineswegs alles nur Gelegenheitsradler. Im Gegenteil, manche von denen radeln bei sehr vielen Gelegenheiten oder pendeln sogar täglich.

    Für diese Radler, die gerne Hochbord radeln, mag es egal sein ob ein Fußweg so [Zeichen 239]+[Zusatzzeichen 1022-10] oder einfach nur mit [Zusatzzeichen 1022-10] gekennzeichnet ist, wie bei dem Beispiel von Schaumburger.

    Aber aus Fußgängersicht ist es mir lieber, wenn mit blauem Fußweg ausgeschildert ist, so dass ganz klar ist, es hat sich ganz deutlich gegenüber dem früheren Zustand, das war nämlich so [Zeichen 241-30] mit zwei verschiedenfarbigen Pflasterstreifen, etwas geändert.

    Das Problem, warum sowas überhaupt gemacht wird, ist halt das Fehlen einer sauberen Möglichkeit einen gemeinsamen Rad/Fußweg ohne Schrittgeschwindigkeit und Benutzungspflicht auszuweisen.

    Gilt denn für einen gemeinsamen Fuß-/Radweg oder für einen Fußweg mit Radverkehrfreigabe immer und in jedem Fall und ausnahmslos Schrittgeschwindigkeit?

    Zum Beipiel in diesem Fall halte ich es für richtig, dass Radfahrer Schrittgeschwindigkeit fahren:

    Aber zum Beispiel hier auf "freiem Feld" quasi und kein anderer Verkehrsteilnehmer weit und breit zu sehen, da halte ich es für gestattet schneller als Schrittgeschwindigkeit zu fahren. Auch an der Bushaltestelle stehen nur ganz selten wartende Fahrgäste an Ferientagen eigentlich nie, denn dann fährt nur einmal am Tag der Bus.

    In einem solchen Fall geht es doch wohl vermutlich mehr darum, dass die Verkehrsverwaltung das Schild aufgestellt hat, weil der vorhandene Weg so schmal ist, dass sich Fußgänger und Radfahrer mit etwas höheren Geschwindigkeiten nicht gefahrlos begegnen können. Wenn ein Fußgänger auftaucht, nach meinen Erfahrungen eine seltene Ausnahme, dann reduziere ich mein Tempo auf Schrittgeschwindigkeit. (Falls ich nicht ohnehin auf der Fahrbahn fahre, denn benutzungspflichtig ist der Weg ja nicht.)

    Der Grusel-Radweg durchs Ihme-Zentrum https://www.youtube.com/watch?v=Hazgu9rcN28 , so heißt ein Video auf youtube.

    Genau dieser im Film gezeigte Radweg war heute einmal mehr Thema in der Hannoverschen Allgemeinen.

    Doch zunächst mal ein Rückblick auf einen HAZ-Artikel von 2013: "Der Weg durch das Ihme-Zentrum ist eine perfekte Abkürzung, wenn Radfahrer von Linden in die City kommen wollen. Aber nur wer weiß, dass ein Tunnel durch das Bauwerk führt, traut sich mit dem Fahrrad hinein. Denn noch ist es finster dort, und die scheinbar willkürlich aufgestellten Bauzäune vermitteln den Charme einer Bauruine." https://www.haz.de/Hannover/Aus-d…nde-des-Tunnels Genau wie dieser Thread lautete die Überschrift: "Licht am Ende des Tunnels".

    Unter demTitel "Weg frei für neuen Tunnel" berichtet die Druckausgabe der HAZ heute (14.2.2020): "Bis Ende November 2021 soll der Durchgang fertig sein." Entsprechend dem HAZ-Artikel haben sich der Haupteigentümer des Ihme-Zentrums, die "Projekt IZ Hannover GmbH und die Wohnungseigentümergemeinschaft auf einen Vertrag geeinigt. Die Projekt IZ Hannover GmbH, wird die Tunnelerneuerung planen und bauen und unterhalten. Die Stadt hannover beteiligt sich an den Unterhaltungskosten.

    Wer sich den o. g. Video angeschaut hat, der wundert sich vielleicht, wenn er erfährt, dass dieser Radweg wirklich sehr stark frequentiert wird! Er ist einfach eine geniale Abkürzung, um von der Lindener Gartenallee in die Calenberger Neustadt zu kommen.

    Und trotz der fiesen engen Ecken und dem häufigen Begegnungsverkehr, hat es meines Wissens dort noch keine Unfälle gegeben. Das erzähle ich mittlerweile immer wieder solchen Verkehrsteilnehmern, die meinen alle Radfahrer seien rücksichtslose Rüpelrader.

    Dann sag ich: Schau dir mal diesen Video an, dann wirst du sehen, dass das mit den "Rüpelradlern" eine üble Nachrede ist. denn wenn es tatsächlich so viele "Rüpelradler" gäbe, dann müsste es da jedenTag "krachen".

    Hoffentlich werden die Bauarbeiten zügig durchgeführt, und der Tunnel möglichst nur sehr kurze Zeit gesperrt werden für die Bauarbeiten.:)