Beiträge von Ullie

    Die Lüge besteht auch darin, dass die gestellte Situation in der Realität so nicht vorkommt. Die Kinder, die auf den Berliner Bildern zu sehen sind, dürften noch keine 8 Jahre alt sein und sicherlich keine 10 Jahre. Also entweder dürfen, aber zumindest müssen die dort gar nicht fahren.

    Hier findet man die Pressebilder von Changing Cities: Presse (picdrop.com)

    Ghost-Bikes, "Die-Ins" und auch die gestellten LKW-Bilder, z.B. dieses hier: Presse (picdrop.com) Wie alt mögen die beiden Kinder auf diesem Bild sein?

    Wie alt die Kinder auf diesem Foto sind, das ist sicher schwer auszumachen, zumal die Kinder von hinten aufgenommen wurden.

    Presse
    Eine Galerie von Changing Cities/Volksentscheid Fahrrad.
    www.picdrop.com

    Die StVO bestimmt: "Bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen Kinder mit dem Fahrrad auf dem Gehweg fahren. Bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen sie den Gehweg noch benutzen." Vollendetes achtes Lebensjahr bedeutet, das Kind ist sieben Jahre alt. Wenn es seinen achten Geburtstag feiert, dann beginnt bereits das neunte Lebensjahr.

    Das Kind mit den rosa Hosen ist auch auf diesem Foto zu sehen,

    Presse
    Eine Galerie von Changing Cities/Volksentscheid Fahrrad.
    www.picdrop.com

    diesmal von vorn.

    Ich halte das durchaus für möglich, dass das Kind bereits seinen achten Geburtstag gefeiert hat. Diese Richtwerttabelle gibt eine Körpergröße von 130 cm für 8-Jährige an: https://www.kita.de/wissen/koerper…Laufe_der_Jahre

    Leider habe ich nur dieses Bild mit Maßen von einem Volvo-LKW gefunden:

    https://assets.volvo.com/is/image/VolvoInformationTechnologyAB/volvo-fl-specification-day-cab-side-view?qlt=82&wid=1024&ts=1580921429511&fit=constrain

    Das Kind reicht etwa bis zur Mitte des Kunststoff-Eckelementes an der Fahrerhauskabine.

    Nimmt man einen Reifendurchmesser von ca. 1,00 m an (Üblich für LKW) dann sieht man anhand der zeichnung, dass das Kind auf jeden Fall noch ein gutes Stück größer ist als der Reifen hoch ist.

    8 Jahre könte es schon gut sein, vielleicht nioch keine 10. Aber es geht doch hier um sichere Radverkehrsinfrastruktur nicht um eine "solala" Radverkehrsinfrastruktur, da sollten dann schon auch Achtjährige fahren können. Zumal Kinder ab dem vollendenten 10. Lebensjahr, also Zehnjährige darauf fahren müssen. Und das ist meine Kritik: So eine Fahrrad-Weiche ist einerseits gut, aber andererseits braucht es eine zusätzliche alternative Wegeführung für diejenigen Radfahrenden, denen das nicht gut genug ist. Und das sollte nicht bedeuten: Absteigen und zum Fußgänger werden.

    "Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) rät von den Radfahrstreifen in Mittellage auch unter Verweis auf diese Studie ab. „RiM sind ein Instrument aus der Toolbox der auto-zentrierten Verkehrsplanung“, heißt es in einem Positionspapier des Verbandes.* Sie dienten vor allem dazu, Kreuzungen für den Autoverkehr leistungsfähig zu halten, widersprächen aber der Vision Zero – null Verkehrstote." Leider ist es so, dass ein Verzicht auf Radfahrstreifen in Mittellage nicht automatisch bedeutet, dass dadurch der Autoverkehr ausgebremst und der Radverkehr protektiert wird, so wie er es verdient hat. Was nützt die Vision Zero, wenn sie durch unverhältnismäßig lange Rotphasen und viel zu kurze Grünphasen einseitig von den Fahrradfahrer*innen ermöglicht wird. Dann werden die Menschen mehr Auto fahren statt Fahrrad fahren, der Autoverkehr und die damit verbundenen Unfälle nehmen zu.

    *Quelle:

    ADFC-Positionspapier: Radfahrstreifen in Mittellage RiM („Fahrradweichen“) vom 13.12.2019, Seite 4

    https://www.adfc.de/fileadmin/user_upload/Expertenbereich/Politik_und_Verwaltung/Download/ADFC-Position_zu_Radfahrstreifen_in_Mittellage.pdf

    Was spaltet die Gesellschaft mehr?
    "Die Einführung einer Impfpflicht oder die Nicht-Einführung einer Impfpflicht."

    Unter anderem diese Frage wurde bei der Diskussionssendung mit Anne Will am Sonntag, 21.11.2021, diskutiert. (Ca. Minute 0:40)

    Österreich ist in dieser Frage weiter und hat eine Corona-Impfpflicht für den Februar an gekündigt.*

    Was mir zu kurz kam in der Diskussion bei Anne Will: Wie kann eine Impfpflicht dazu beitragen, dass sich mehr Menschen impfen lassen? Mein Eindruck oder zumindest meine damit verbundene Hoffnung ist, dass weitere Unentschiedene, die bislang noch vor einer Impfung zurück geschreckt haben, sich durch eine Impfpflicht überzeugen lassen. Eine Impfpflicht ist ein ambitioniertes gesetzgeberisches Vorhaben. Darauf wurde auch mehrfach in der Anne-Will-Sendung hingewiesen. Um so mehr sollte das eine Kommunikationskampagne für die Corona-Schutz-Impfung verstärken.

    *"Österreich macht es vor, nicht ganz freiwillig, aber dann doch: Die Alpenrepublik ist das erste Land in der Europäischen Union, das eine Impfpflicht gegen Corona per Gesetz vorschreiben will: Gut vorbereitet, möglichst wasserdicht, ab Februar nächsten Jahres. Das Parlament hat eine Impfpflicht verabschiedet, die nicht durch die Hintertür kommt, sondern frontal." aus tagesschau.de vom 19.11.21 https://www.tagesschau.de/kommentar/komm…flicht-101.html

    "Ein Bündnis um die Deutsche Umwelthilfe fordert, privates Silvesterfeuerwerk zu verbieten. Die Knallerei habe fatale Folgen für Tiere, Umwelt und Gesundheit, erklärten der Verein, das Deutsche Tierschutzbüro, Vier Pfoten, die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und Ärz­te­ver­tre­te­r*in­nen am Montag. „Wir wünschen uns ein rauschendes Silvesterfest, aber ohne Raketen“, sagte Jürgen Resch, DUH-Bundesgeschäftsführer. (...) Die Coronapandemie ist für das Bündnis ein weiteres Argument gegen die Raketen und Knaller. Das medizinische Personal in Krankenhäusern arbeite seit Monaten an seiner Belastungsgrenze."

    aus taz vom 15.11.2021, Böllern oder nicht böllern?, https://taz.de/Feuerwerk-an-Silvester/!5815286/

    Es gibt dazu eine Petition auf change.org:

    Verbot von Silvesterfeuerwerk für Privatpersonen

    Petition unterschreiben
    Verbot von Silvesterfeuerwerk für Privatpersonen
    www.change.org

    Lügen für den vermeintlich Guten Zweck sind auch immer noch bloß Lügen.

    Es ist reichlich absurd Fahrrad-Aktivisten, die sich für sichere Fahrradwege einsetzen, vorzuwerfen, sie würden lügen weil sie ein gestelltes Foto benutzen, auf denen Kinder zu sehen sind, die auf einer Fahrradweiche zwischen großen LKW stehen.

    Hier noch mal ein Link zu einem der Bilder:

    https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2019/03/Fahrradweiche_Holzmarktstra%C3%9Fe_Kinder-1-1024x682.jpg

    Das Foto stammt von der Internetseite:

    Changing Cities, Fahrradweichen: Brutal und gefährlich

    Fahrradweichen: Brutal und gefährlich | Changing Cities
    Berlin, 24. November 2018 – Mit einer spektakulären Aktion hat Changing Cities, der Trägerverein des Volksentscheids Fahrrad, gezeigt, wie gefährlich Radwege…
    changing-cities.org

    Im Grunde genommen ist eine solche "Fahrradweiche" eine Hilfe, die es Fahrradfahrerinnen einfacher macht, zwischen Fahrzeugschlangen, die sich vor Kreuzungen bilden, hindurch zu schlängeln, was ja auch ohne Fahrradweiche erlaubt ist. Das kann man zu Recht kritisieren, wenn dazu keine Radverkehrsführung als Alternative angeboten wird für diejenigen RadfahrerInnen, die nicht erpicht darauf sind, sich zwischen den Autoschlangen vor den Kreuzungen mehrspuriger Straßen sich entlang zu schlängeln.

    "Zu jedem geschützten Radweg gehört eine geschützte Kreuzung ..." heißt es in dem verlinkten Text (s. o.).

    Das muss jedoch nicht bedeuten, dass die Idee der Fahrradweiche komplett ad acta zu legen sei. Die Hauptkritik von Changing Cities geht in die Richtung, dass diese Fahrradweichen als alternativlose Fahrradinfrastruktur an Kreuzungen angeboten wird.

    Das Zuspitzen der Diskussion mündet leider all zu oft in ein grundsätzliches "Fahrradfahrer haben auf der Fahrbahn nichts verloren." Und das wiederum ist leider Wasser auf den Mühlen derjenigen, die keine Gelegenheit auslassen, das Verkehrsmittel Fahrrad grundsätzlich in Frage zu stellen.

    Feinheiten, die bei der Radverkehrsplanung zu beachten sind, bleiben dann schnell auf der Strecke. Da wird dann ganz schnell ein schmaler 70er-Jahre Hochbordradweg in der Tempo-30-Zone eines wenig befahrenen Wohngebietes zum Zankapfel, den die einen als unverzichtbar für Fahrradfahrers Sicherheit deklarieren und andere als unzumutbare Radverkehrsinfrastruktur entlarven. Die Autofahrerschaft reibt sich darob die Hände nach dem Motto: Wenn zwei Fahrradfahrer sich streiten, dann freut sich der Autofahrer.

    Dabei ist es in vielen Fällen umstandslos möglich den Haupt-Fahrradverkehr auf die Fahrbahn zu verlagern und trotzdem eine Hochbord-Alternative anzubieten.

    Was ist denn der Vorwurf gegen die Verwendung des oben verlinkten Bildes? Dass es aufrüttelt?

    Das Schlimme ist, dass daraus falsche Schlüsse gezogen werden, hinsichtlich der vermeintlichen Sicherheit von Radfahrenden auf Hochbordradwegen, die von parkenden Autos verdeckt werden, so dass Abbiegeunfälle an Ein- und Ausfahrten und Kreuzungen drohen. Darauf kann in einer Diskussion hingewiesen werden. Viel schlimmer ist es doch, wenn erst gar keine Diskussion dazu stattfindet.

    Diese absurde Idee mit der Brille, die zur Kommunikation mit dem Fahrzeug dienen soll, erinnert mich an die nicht weniger absurde Idee mit dem Fußgängerschutz durch Fußgängereigene Transponder (z. B. eingebaut im Handy, wie es zum Beispiel in diesem Artikel von 2014 beschrieben ist: "Forscher der Technischen Universität München (TUM) haben ein Verfahren entwickelt, mit dem Fahrerassistenzsysteme im Auto Fußgänger und Fahrradfahrer orten können - selbst dann, wenn sie durch große Hindernisse verdeckt werden. Dabei können Mobiltelefone eine entscheidende Rolle spielen."

    aus: Fußgängerschutz - So wird das Handy zum Lebensretter, t-online vom 28.1.2014

    So wird das Handy zum Lebensretter
    Forscher der Technischen Universität München (TUM) haben ein Verfahren entwickelt, mit dem Fahrerassistenzsysteme im Auto Fußgänger und Fahrradfahrer orten
    www.t-online.de

    Die gestellten Bilder vom Berliner Radentscheid mit den Kindern auf der "Angstweiche" zwischen den LKW ärgern mich jedes Mal wieder. Auf einem solchen Niveau, das ausschließlich auf Emotionen setzt, kann man nicht diskutieren.

    Damit sind vermutlich diese Bilder in Minute 26:30 in diesem Beitrag gemeint:

    Verkehrswende: Vorfahrt für's Fahrrad?

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    Was mich ärgert an diesem Beitrag und diesen Bildern ist nicht so sehr, dass sie gestellt sind, auch nicht dass sie polemisch "Angstweiche" genannt wird. Was mich stört ist, dass so getan wird, als ginge das gar nicht, dass eine solche Radverkehrsinfrastruktur angeboten wird. Und als würde es einhellig von allen Radfahrenden abgelehnt.

    Die "Angstweiche" wie sie im Film genannt wird, verliert doch ganz schnell ihren Schrecken, wenn Fahrradfahrer*innen wissen, dass sie nicht gezwungen sind, diese zu benutzen, weil es eine Möglichkeit gibt, diese "Angstweiche" zu umfahren. Und zwar ohne vom Fahrrad absteigen zu müssen und zum Fußgänger zu werden.

    Leider ist in dem Filmbeispiel der Radfahrstreifen für den Geradeausverkehr markiert mit einem Geradeauspfeil und die zweite Spur ist mit einem Rechtsabbiegepfeil markiert.

    Das ist diese Stelle:

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    Besser wäre es doch, den geschützten Radfahrstreifen mit Pollerreihe und einem Rechtsschwenk fortzusetzen. Und für diejenigen Fahrradfahrerinnen, die sich das zutrauen oder es riskieren möchten, kann die Möglichkeit beibehalten werden, die "Fahrradweiche" zu benutzen.

    Für die rechtsabbiegenden Autofahrer muss es eine eigene Ampel geben, die verhindert dass Autos abbiegen, während Radfahrer geradeaus fahren.

    Sehe ich das richtig, dass es in der Umfrage darum geht, dass eine bestimmte Form von Brille als Voraussetzung dafür gesehen wird, als Fußgänger mit automatisierten Fahrzeugen zu kommunizieren? Das hieße ja, zugespitzt formuliert: Wenn es irgendwann mal automatisierte selbstfahrende Fahrzeuge geben sollte, dann müssten die Fußgänger bestimmte Brillen tragen, damit sie wissen, ob zum Beispiel ein sich näherndes Fahrzeug rechtzeitig anhalten wird oder nicht, und davon ihre Entscheidung abhängig machen, ob sie die Fahrbahn überqueren oder nicht.

    Überrollt das Fahrzeug den Fußgänger und es stellt sich heraus, dass der Fußgänger keine Spezial-Brille aufhatte, dann wird es heißen, der Fußgänger sei selbst dran Schuld, dass er überrollt wurde, er hätte ja eine Spezial-Brille tragen können.

    Der Gedanke ist so absurd, dass ich nur hoffen kann, dass niemand sich an einer so angelegten Umfrage beteiligt.

    durchgängig geschützt.. von einer Einfahrt zur nächsten, von einer Einmündung zur nächsten...

    Die weißen Leitschwellen in dem Foto, die den geschützten Fahrradstreifen schützen sollen, gibt es tatsächlich nicht im Kreuzungsbereich:

    Andererseits gibt es diesen Schutz auch nicht bei einem Hochbordradweg. Trotzdem dürfen Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr den Hochbordradweg befahren. Während das bei einem Radfahrstreifen nicht der Fall ist. Und wie ist das bei einem geschützten Radfahrstreifen für Kinder der genannten Altersgruppe? Dürfen die den geschützten Radfahrstreifen benutzen, weil er vergleichbar ist mit dem Hochbordradweg und in Bezug auf die Sicherheit betreff Abbiegeunfälle sogar noch besser, weil Geradeaus-Radfahrende nicht von parkenden Autos verdeckt werden können? Oder sind auch diese geschützten Radfahrstreifen für Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr tabu, genau wie andere Radfahrstreifen?

    "Jede Bürgerin und jeder Bürger kann sich wieder kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Eine Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums, die dies regelt, tritt bereits am Samstag in Kraft. Damit hat dann jeder Anspruch auf mindestens einen kostenlosen Antigen-Schnelltest (PoC-Test) pro Woche – und dies gilt unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus."

    Internetseite der Bundesregierung vom 12.11.2021

    Corona: Kostenlose Bürgertests wieder eingeführt - Bundesregierung
    Die kostenlosen Coronatests werden wieder eingeführt. Jede Bürgerin und jeder Bürger hat Anspruch auf mindestens einen Antigen-Schnelltest pro Woche.
    www.bundesregierung.de

    Ich finde es gut, dass wieder kostenlose Bürgertests angeboten werden.

    Allerdings müsste das auch in den Schulen so geregelt sein, dass Lernende und Lehrende unabhängig vom Impfstatus jeden Tag eine kostenlosen zertifizierten Corona-Test absolvieren. Bisher gilt dort lediglich dreimal testen in der Woche und verpflichtend nur für Personen, die keinen Impfnachweis vorgelegt haben:

    "Schülerinnen und Schüler und an der Schule tätige Personen müssen sich regelmäßig testen, es sei denn, sie sind durchgeimpft oder genesen. Getestet wird in der Regel dreimal je Woche. Die Schule darf nur bei einem Negativ-Ergebnis oder Nachweis der Impfung bzw. des Genesenen-Status betreten werden. Wie gewohnt werden die Selbsttests von der Schule ausgegeben, die zu Hause dann vor dem Unterricht durchgeführt werden."

    Schule in Corona-Zeiten: Das gilt aktuell | Nds. Kultusministerium

    Ich habe von Bekannten gehört, dass in manchen Klassen Schüler*innen bewusst ihren Impfstatus nicht angeben, obwohl sie geimpft sind, weil sie nur so weiterhin kostenlose Schnelltests erhalten. Diesen Schüler*innen ist es wichtig, dass sie sich trotz Geimpften-Status selbst testen, weil ihnen das sicherer erscheint als nicht zu testen.

    Kann also allenfalls relevant sein, wenn eine Begleitperson dabei ist, gibt es einen Tatbestand "Sie ließen ihre(n) Lütte(n) ..."?

    Diesen Tatbestand gibt's vermutlich und darüber hinaus Unfallgegner, die ggf. ihre Schuld oder Teilschuld mithilfe eines gewieften Anwalts reduzieren wollen.

    Ich will da jetzt gar nicht ins Detail gehen, denn es gibt noch einen anderen Aspekt, den ich wichtig finde:

    Warum ein Radfahrstreifen weniger sicher sein soll, als ein Hochbordradweg, so dass Kinder laut StVO zwar einen Hochbordradweg benutzen dürfen, einen Radfahrstreifen aber nicht, hat vielleicht seinen Grund darin, dass Radfahrstreifen häufiger als Hochbordradwege von falsch haltenden oder parkenden Fahrzeugen blockiert sind. Beim unachtsamen Links vorbeifahren auf der benachbarten Fahrspur (ohne auf den rückwärtigen Verkehr auf der benachbarten Fahrspur zu achten), kann es zu gefährlichen Unfällen kommen. Vielleicht meint der Gesetzgeber, dass Kinder mit einer solchen Situation überfordert sind?

    Und vielleicht ist es ja auch tatsächlich so.

    Ein durchgängig geschützter Fahrradstreifen aber ist auch vor falsch haltenden oder gar parkenden Fahrzeugen geschützt. Da sollte es doch eigentlich auch Kindern bis zum vollendeten achten Lebensjahr gestattet sein, Fahrrad zu fahren.

    https://www.ndr.de/nachrichten/me…dungmv4100.html

    Bei 118 km/h Geschwindigkeitsüberschreitung nur 3 Monate pausieren zu müssen, befremdet mich. Ebenso das Taschengeld, was er gleich an Werkstattkosten spart, wenn er den Porsche 3 Monate stehen lässt.

    Solche Berichte über Raser und die von manchen Autofahrern geheuchelte Empörung darüber ist scheinheilig. Da ist mit ja ein Amthor noch lieber, wenn er sich zum unerschrockenen Raser-Helden aufspielt. Das ist wenigstens ehrlich, wenn auch ansonsten völlig gewissenlos und brandgefährlich.

    Mit ISA (Intelligent Speed Assistent) gibt es eine zuverlässige Technik, die solche Rasereien , wie die von Amthor oder die bei Gadebusch zuverlässig verhindert.

    Leider verhindert die Autoindustrie und ihre Vasallen wie der Verkehrsminister "Andi mit Benzin im Blut", dass ein intelligenter Geschwindigkeitsassistent in der Form zur Standardausstattung von Fahrzeugen gehört, dass solche Rasereien erst gar nicht möglich sind.

    Und die Berichterstattenden in Sachen Auto-Skandale von bekannten Politikern halten es nicht für nötig zumindest mal zu recherchieren, ob denn der Chef der CDU-Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern und Bundestagabgeordnete Amthor ein Fahrzeug mit ISA fährt. Und bei ihm nachzufragen, ob er den Geschwindigkeitsassistenten aktiviert hatte und er die freundlichen Hinweise des Assistenten auf seinen Raserei möglicherweise überhört hat.

    In der StVO, §2, Abs. 5 heißt es: "Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen, Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern Gehwege benutzen. Ist ein baulich von der Fahrbahn getrennter Radweg vorhanden, so dürfen abweichend von Satz 1 Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr auch diesen Radweg benutzen."

    Als ich kürzlich den neuen Radfahrstreifen an der Hildesheimer Straße in Hannover besuchte, habe ich diese Fotos von einem längeren Abschnitt aufgenommen, der mit einer weißen Leitschwelle und mit Baken von der benachbarten Fahrbahn für den Autoverkehr abgetrennt ist. Die Straße rechts im Bild, die auf die Kreuzung zuführt, ist die Behnstraße. Von links kommt die Wilkenburger Straße.

    Das linke Foto ist vor der Einmündung Behnstraße, das rechte unmittelbar hinter der Rinmündung aufgenommen worden.

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    Die street-view Aufnahme zeigt die Situation vor der Einrichtung des Radfahrstreifens aus der selben Perspektive.

    Meine Frage: Dürfen Kinder im Alter bis zum vollendeten achten Lebensjahr diesen geschützten Radfahrstreifen (s. Fotos) benutzen, ebenso wie sie einen baulich von der Fahrbahn getrennten Radweg befahren dürfen?

    Oder reicht die vorhandene Abtrennung auf dem Foto nicht aus?

    Könnte ein besser und noch deutlicher abgetrennter Radfahrstreifen ausreichen, so dass Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr den benutzen dürften?

    Und wie müsste der dann aussehen? Kann jemand Beispiele aus anderen Städten beisteuern?

    Oder zählt nur ein Hochbordradweg als "baulich von der Fahrbahn getrennter Radweg", ein geschützter Radfahrstreifen aber nicht?

    Als ein weiteres Beispiel zeige ich diesen Zwei-Richtungs-Radweg (oder Radfahrstreifen?), der auf der Fahrbahn markiert ist und mit massiven großen Baken abgesichert ist. Allerdings ohne Leitschwelle.

    aufgenommen vom Bremer Damm aus mit Blick in die Jägerstraße.

    Auch hier der Link zu googlestreetview:

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    Die googlestreetview-Aufnahme zeigt, dass dieser Radfahrstreifen oder Radweg schon länger existiert. Nach meiner Erinnerung mind. 20 Jahre.

    Weil ich gerade drüber gestolpert bin:

    FAZ zu Radverkehr

    Was einmal mehr fehlt in der Darstellung:

    In Frankfurt und vielen anderen Städten wurde in den 60er und 70er Jahren der U-Bahnbau gefeiert.

    Und viele Städte halten bis heute am U-Bahnbau fest, weil er als die geniale Lösung für innerstädtische Verkehrsprobleme gilt.

    Zum Beispiel wird in diesem Film des Münchner U-Bahn-Bauamtes von 1965 gleich am Anfang über die vollen Straßen gesagt: "Man stelle sich vor", heißt es in dem Film, "auf je vier Einwohner kommt ein Kraftfahrzeug". (Heute kommen auf 2 Einwohner ein Kraftfahrzeug und die Autodichte ist immer noch am ansteigen.)

    Der Gipfel der Verblendung folgt in dem Münchner U-Bahn-Film von 1965 unmittelbar mit dieser Ergänzung zu den mit Autos vollen Straßen: "... und dazu noch die Straßenbahn."

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    Nur wenige stellten damals diese Betrachtungsweise in Frage. Die Straßenbahn und der Omnibusverkehr galten als Verkehrshindernis. Den ÖPNV unter die Erde zu verlegen, damit oben mehr Platz für den Autoverkehr frei wird, galt (und gilt heute noch bei vielen) als die Lösung der innerstädtischen Verkehrsprobleme.

    Dafür wurden jahrelange Riesenbaustellen in Kauf genommen und gigantische Summen investiert. Die Kredite dafür sind in vielen Städten bis heute nicht abgezahlt.

    In dem verlinkten FAZ-Artikel aber wird die Gegnerschaft von Radverkehr und Autoverkehr angeheizt. Die es so gar nicht gäbe, hätte man von vornherein verhindert, dass der Autoverkehr die Straßen verstopft und den oberirdischen ÖPNV im Autostau feststecken lässt.

    Für ÖPNV und Radverkehr ist in den Städten mehr als genug Platz auf den oberirdischen Straßen vorhanden. Die Verkehrsprobleme entstehen alleine aus dem Autoverkehr. Der muss weg, aber nicht nur deshalb, um mehr Platz für den Fußverkehr und Radverkehr zur Verfügung zu haben. Noch dringender ist es gute ÖPNV-Verbindungen anbieten zu können, die Mobilität für alle Menschen ermöglicht. Das ist übrigens auch die Übersetzung des ursprünglich lateinischen Wortes Omnibus. Omnibus bedeutet: Für Alle!

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    In Minute 43:30 heißt es dann: Spaß haben und gleichzeitig mobil sein. Eigentlich ganz einfach, wenn es den Raum dafür gibt.

    Da ist den Filmemachern wohl ein Fehler unterlaufen, sie haben die falschen Filmaufnahmen ausgewählt. Denn es werden Fahrradfahrer*innen gezeigt. In Deutschland ist es aber so, dass diese Aussage, "Spaß haben und gleichzeitig mobil sein", nur für Autofahrer gilt. Leider. :(

    Deshalb hätten da eigentlich Bilder von der A9 bei Garching hingehört, hier eines das man auf Wikipedia findet:

    Autobahn – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    Immerhin wird an einigen wenigen Stellen die enorme Flächen-Inanspruchnahme durch den Autoverkehr thematisiert. Aber leider, leider ist der Tenor, dass an schlechten Radverkehrsanlagen angeblich nur phantasielose Politiker Schuld seien. Dabei zeigt doch gerade der fehlende Radweg an der L168 in Sommerland (SWH), dass Problem. (Minute 7:01) Der Radweg an der vielbefahrenen Landstraße wird behördlich verweigert, weil dort die Autobahn 20 gebaut werden soll. Das ist nur konsequent, denn wer will schon auf einem Radweg an der Autobahn langfahren? Der Autobahnbau selbst aber wird nicht in Frage gestellt.

    Auch Tempo 100 auf der Landstraße wird zwar angesprochen (7:40), aber ebenfalls nicht grundsätzlich in Frage gestellt. Dabei könnte zum Beispiel Tempo 60 durchaus eine Verbesserung bringen.

    120 km/h statt erlaubter 70km/h: Philipp Amthor soll für 4 Wochen seinen Führerschein abgeben.

    Alle Landstraßen mit Tempolimit 60 km/h ausstatten und in die Autos einen Intelligenten Geschwindigkeitsassistenten einbauen, der zuverlässig verhindert, dass das Fahrzeug über das geltende Tempolimit hinaus beschleunigt werden kann. Wenn Phillip Amthor schon gegen sein Fahrverbot klagen will, dann sollte er doch bitteschön so klagen, dass es auf eine Unterlassung der Verantwortungsträger in Politik und Verwaltung hinausläuft, weil die nicht schon längst den verbindlichen Geschwindigkeitsassistenten zur Pflicht gemacht haben.

    Für den Wettbewerb "RADFAHREN IN DER STADT - Die 5 schlechtesten Radwege in Deutschland", hätte ich auch einen Beitrag vom Uferweg am Ihmezentrum in Hannover:

    radverkehrsforum.de/attachment/16501/

    Immerhin stand bei dem Stader Worst Cycle Lane Beispiel dieses Schild an der Treppe:

    (Gemeinsamer Fuß- und Radweg)

    Und nicht dieses Schild (in Deutschland von 1971 bis 1992):

    Das Schild "Gemeinsamer Fuß- und Radweg" auf dem verlinkten Foto ist von der Gestaltung her aus der selben Zeit.

    https://d2p6e6u75xmxt8.cloudfront.net/2/2021/08/Stairs_6127b40bcf88e.jpg

    BaWü: Seniorinnen und Senioren können Führerschein gegen ÖPNV-Ticket tauschen

    https://www.spiegel.de/auto/baden-wue…32-18f879cec571

    Habe den Artikel angeklickt und dabei einen interessanten Hinweis auf der verlinkten Seite zu einem anderen Spiegel-Artikel gefunden:

    "Mehr zum Thema: Risiken: Wie ziehe ich meinen Vater aus dem Verkehr, Herr Spannhorst?"

    Klickt man den Link, dann landet man auf einen kostenpflichtigen Artikel, den ich dann aber kostenfrei hier gefunden habe:

    https://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/142149761

    Darin heißt es unter anderem:

    "Ich glaube, wir müssen da Freiheit und Sicherheit abwägen. Außerdem gibt es Hinweise, dass in Ländern, in denen älteren Menschen das Autofahren verboten wird, die Fahrradunfälle zunehmen." (Spiegel 5/2016)

    Wenn das zutrifft, dann würde das bedeuten, dass die SeniorInnen das Fahrrad benutzen statt das Auto, wenn ihnen der Führerschein entzogen wird. Und dann bauen sie mit dem Fahrrad vermehrt Unfälle. Ganz am Ende des Spiegel-Artikels wird der ÖPPNV thematisiert: "Wir versuchen auch zu zeigen, dass es Alternativen zum Auto gibt, die Bahn zum Beispiel." (ebenda)

    Es müsste aber nach meiner Beobachtung im Bekannten und Verwandtenkreis eigentlich so sein, dass die Benutzung des ÖPNV (und des Fahrrades) das ganze Erwachsenen-Leben über ein Teil der regelmäßig gepflegten persönlichen Alltagskultur ist. Das verbessert erheblich die Chancen für einen Ausstieg aus der "automobilen Gesellschaft" im Alter, wenn es aus gesundheitlichen Gründen nahe liegt, nicht mehr Auto zu fahren und auch das Fahrrad fahren zunehmend schwieriger wird. Und natürlich gehört ein gutes ÖPNV-Angebot dazu. Vermutlich bedenken das zu wenige, bei der Wohnortwahl. Und leider wird auch vielerorts zu wenig von staatlicher Seite eingegriffen. Neubauwohngebiete beispielsweise dürften eigentlich nur dann zugelassen werden und nur mit einer so dichten Bebauung, dass ein auskömmlicher ÖPNV stattfinden kann. Und der muss dann auch eingerichtet werden. Und der darf nicht zu einem dauerhaften Hoch-Zuschussgeschäft werden.

    Dann klappt es auch besser mit der Benutzung des ÖPNV im Alter. Ein Jahresfreikarte für den ÖPNV dagegen ist für die meisten kein Anreiz zur dauerhaften Führerscheinabgabe. Besonders dann nicht, wenn kaum ÖPNV vorhanden, oder die Benutzung des ÖPNV nicht Teil der persönlichen Alltagskultur ist. Zumindest ist das meine Beobachtung in der Region Hannover wo es dieses Angebot Führerscheinabgabe gegen Jahresticket auch gibt: "Ab dem 1. April (kein Scherz!) startet der GVH nun eine Aktion für Senioren, die den Anreiz, auf Bus und Bahn umzusteigen, noch erhöht: Wer zur Zielgruppe gehört und dauerhaft auf seinen Führerschein verzichtet, bekommt die Seniorennetzkarte des GVH für ein ganzes Jahr geschenkt und kann damit zeit- und zonenunabhängig in der gesamten Region Hannover mobil sein." Üstra-Internetseite vom 31.3.2021

    Details

    Na immerhin wird durch dieses Angebot denjenigen, die ohnehin schon das Thema Autofahren ad acta gelegt haben, ein kleiner Bonus beschert. Auf den leider diejenigen keinen Anspruch haben, die ihr ganzes Leben schon autofrei und führerscheinfrei mobil waren. :(

    Die haben keine Verkehrsproblematik. Die wohnen entweder an/auf dem Arbeitsplatz, oder arbeiten im Ort.

    Im ländlichen Raum habe ich einmal für eine Fahrt einen Bürgerbus benutzt, um ein Museum in einem kleinen Ort zu besuchen. Den muss man mindestens ein Tag vorher bestellen und man muss schon gute Gründe nennen, warum man ihn beansprucht, der Museumsbesuch war wohl ein ausreichender Grund.

    Bei der Fahrt erzählte mir der Fahrer davon, dass immer mehr Kinder (bzw. deren Eltern) den Bürgerbus bestellten um das Hallenschwimmbad im nächsten Mittelzentrum zu besuchen. Er war darüber ein bisschen verärgert, denn eigentlich sah er sich mehr dafür verantwortlich, alte Menschen zum Arzt oder zum Einkaufen zu fahren.

    In den Ferien fährt abgesehen vom Bürgerbus kein ÖPNV in den Schulzeiten nur zu Schulbeginn und Schulende. Die überwiegende Anzahl der Fahrgäste, sind Schülerinnen und Schüler.

    Vielleicht sollten Sie unterscheiden zwischen städtischen Fettgürteln, wo viele Pendler in die Stadt pendeln (woran das wohl liegt?), wo unter anderem auch ich wohne, und dem Leben auf dem Land, wo das nur sehr wenige machen, weil zu schlicht weit. Trotzdem pendel ich nicht in die Stadt ;-), fahre sehr selten mit dem Auto und könnte auf ÖPNV völlig verzichten.

    Wo in Deutschland der ländliche Raum so ländlich ist, dass dort nur noch Leute wohnen, die vor Ort arbeiten, ist wahrscheinlich nicht so klar einzugrenzen. Ziemlich sicher aber ist, das in den zurückliegenden Jahrzehnten des Autowahns viel dafür getan wurde, viele ländliche Räume immer dichter an die Städte heranzuführen durch immer schnellere und immer mehr Landstraßen und Bundesstraßen und Autobahnen.

    Dass im ländlichen "Speckgürtel"-Raum viele Pendler wohnen hat einerseits damit zu tun, dass der Straßenausbau das möglich gemacht hat. (Erreichbarkeit der Stadt im Auto mit geringen Wegezeiten.) Und es hat etwas zu tun mit der Idealisierung des Landlebens, das als erstrebenswert betrachtet wird. Allerdings nicht in Bezug auf die im ländlichen Raum gegebenen Arbeitsmöglichkeiten.

    Ich widerspreche dir ja gar nicht wenn du schreibst, dass deine Verwandtschaft auf dem Land sehr nachhaltig lebt:

    Die Leben mit sehr großer Sicherheit deutlich klimaneutraler als Sie, selbst wenn Sie nur in einem Vogelhäuschen wohnen würden.

    Nochmal es geht mir nicht um ich bin aber besser, oder moralischer oder nachhaltiger usw. als wer anders.

    Es geht drum, dass das Leben auf dem Land, wenn's denn nachhaltig sein soll, zumindest verkehrstechnisch mit Einschränkungen verbunden ist. Und Sie schreiben ja selbst, das von Ihrer Verwandtschaft, die so richtig auf dem Land wohnt, nur sehr wenige in die Stadt pendeln.

    Auch das Heizen ist in allein stehenden Einfamilienhäusern mit einem höheren Energieaufwand verbunden als in großen Mehrfamilienhäusern. Ebenso sind die Möglichkeiten für eine gute Wärmedämmung (das A und O zur Reduzierung des Heizenergiebedarfs) zu einem ökologisch und ökonomisch vertretbaren Aufwand nur in größeren Mehrfamilienhäusern gegeben, wegen der geringeren Wandaußenflächen pro Kubikmeter Wohnraum.

    Das Problem ist doch, dass immer noch Einfamilienhäuser auf großen Grundstücken im ländlichen "Speckgürtelraum" finanziert werden, anstatt nachhaltig gebaute Mehrfamilienhäuser mit hoher Energieeffizienz mit guter ÖPNV-Anbindung viel stärker zu fördern. Und wenn das wer offen anspricht, dann wird ihm vorgeworfen den Deutschen das Einfamilienhaus verbieten zu wollen.