Beiträge von Ullie

    "Internationale Energieagentur ruft zum Energiesparen auf

    Autofreier Sonntag, schärfere Tempolimits, Home Office und günstiger Nahverkehr - all dies empfiehlt die Internationale Energieagentur (IAE) den Industrieländern, um die Abhängigkeit von russischem Öl zu reduzieren. "In Folge des schrecklichen russischen Angriffs auf die Ukraine könnte die Welt die schlimmste Ölkrise seit Jahrzehnten erleben", warnte IEA-Direktor Fatih Birol in Paris.

    Die Agentur stellte zehn Vorschläge vor, mit denen Verbraucher und Regierungen in Industrieländern den Ölverbrauch erheblich reduzieren können. Dies helfe nicht nur bei den Folgen des Ukraine-Kriegs, sondern auch beim Kampf gegen den Klimawandel und gegen Luftverschmutzung, betonte die IEA. Wenn die entwickelten Staaten diesen Empfehlungen folgten, ließen sich innerhalb von vier Monaten 2,7 Millionen Barrel Öl einsparen - das entspricht der Menge, die sämtliche Autos in China verbrauchen.

    Allein das Reduzieren der Geschwindigkeit auf Autobahnen um zehn Stundenkilometer würde den Ölbedarf um 430.000 Barrel pro Tag verringern."

    tagesschau.de vom 18.3.2022

    Liveblog: ++ Reserven in Mariupol am Ende ++
    Die letzten Reserven an Essen und Wasser in Mariupol gehen den UN zufolge zu Ende. In einem Telefonat mit Putin hat Bundeskanzler Scholz zur Waffenruhe in der…
    www.tagesschau.de

    Braucht es erst einen Krieg in Europa, um ernsthaft über einige im Grunde genommen sehr einfach zu verwirklichende Maßnahmen zum Energiesparen ernsthaft nachzudenken?

    Warum werden die aus der Ukraine flüchtenden Menschen sehr viel einmütiger in Deutschland willkommen geheißen als die aus Syrien und anderen Nahost-Staaten flüchtenden Menschen?

    Eine Erklärung stimmt mich sehr besorgt:

    Aus der Ukraine kommen angeblich nur Frauen und Kinder und die ukrainischen Männer wüssten schließlich, was sich gehört und würden in der Ukraine bleiben, um ihr Land zu verteidigen.

    Während aus Syrien angeblich nur junge Männer gekommen seien, die sich in ihrer Heimat davor gedrückt hätten, ihr Land zu verteidigen.

    Geht's noch?

    Die vielen rivalisierenden Bürgerkriegsparteien in Syrien und anderen Nahost-Staaten machen es schwer überhaupt auszumachen, für wen genau ich als Soldat meinen Kopf hinhalten soll.

    In der Ukraine wird das gar nicht als Problem gesehen, obwohl auch dort nicht unbedingt immer die Fronten ganz klar sind.

    Stattdessen wird so getan, als gäbe es auf der einen Seite nur "die guten Ukrainer" und auf der anderen "die bösen Russen".

    Ja, Putin hat mit seiner Armee einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gestartet. Aber rechtfertigt das jedweden gewalttätigen Widerstand, egal in welcher Form?

    Auf ukrainischer Seite verstärkt der gegen Russland gerichtete Vorwurf, der sogenannte "Holodomor" sei ein angeblich von Stalin in den 20er und 30er Jahren bewusst an der ukrainischen Bevölkerung verübter Völkermord durch Hunger, sicher bei vielen die Bereitschaft, gewaltsam gegen die russischen Invasoren zu kämpfen. Aber es ist unter Historikern umstritten, ob es sich dabei tatsächlich um einen Völkermord an den Ukrainern gehandelt habe.

    Ganz sicher werden durch den Krieg Russlands neben vielen Leben immense Werte zerstört, die für ein sicheres Leben in Wohlstand oder zumindest für ein Leben in einem bescheidenen Wohlstand sehr wichtig sind. Da darf die Frage nicht ausgeklammert werden, ob zu diesen Zerstörungen nicht auch die Form des gewalttätigen Widerstands beiträgt, zu der die ukrainische Bevölkerung von ihrer Regierung aufgerufen wird. Und eine sehr stark emotionalisierende Sichtweise auf historische Ereignisse, besonders auf den oben erwähnten Hungertod von Millionen Ukrainerinnen und Ukrainern in den 20er und 30er Jahren. Die heutige Ukraine macht dafür Stalin und die damalige sowjetische Regierung verantwortlich. Russland sieht sich in der Rechtsnachfolge der Sowjetregierung und bestreitet den Vorwurf eines bewusst herbeigeführten Genozids durch Hunger.

    Um so schlimmer ist es, dass Putin seinen Einmarsch ausgerechnet mit dem eindeutig falschen Vorwurf eines Genozids der Ukraine an der russischen Bevölkerung begründet.

    Siehe auch Wikipedia: Holodomor

    https://de.wikipedia.org/wiki/Holodomor…n%20zum%20Opfer.

    Ich befürchte nur eines ist sicher: Wo die Emotionen so dramatisch hochkochen, setzt der Verstand aus. Und ich befürchte, diese Feststellung ist nicht nur ganz alleine gegen Russland zu richten.

    Derweil verschärfen Politiker in der EU in gefährlicher Weise die Situation, indem sie ein bewaffnetes Eingreifen der Nato in der Ukraine einfordern. (Vorschlag für eine bewaffnete Friedensmission der Nato zur Unterstützung Russlands vom polnischen Vize-Regierungschef Jaroslaw Kaczynski)

    tagesschau.de vom 16.3.22

    Erinnert mich ziemlich stark an dieses Verkehrsschild, das ich mal auf Terschelling fotografiert habe:

    Leider war ich nicht so erkundungsfreudig wie Gerhart, deshalb weiß ich bis heute nicht, was das Schild außerdem noch für ein Tempolimit anzeigen kann.

    Dass mitunter ganze Völker sich gegenseitig "die Köppe einschlagen", muss einen ja nicht weiter wundern, wenn man bedenkt, wie absurd das ewige Gestichel der Braunschweiger gegen die Hannoveraner (und umgekehrt) ist. Dass sogar ein Ex-Braunschweiger, den's nach Stade verschlagen hat, bei diesem Gestichel keine Ruhe gibt, ist ein schlimmes Zeichen! ;)

    Dem möchte ich allerdings entschieden widersprechen!

    Für einen Atheisten, der in der Religion vor allem anderen eine Gefahr sieht, mag deine Aufzählung und Einschätzung zutreffend sein.

    Für einen Menschen mit einer Weltanschauung die Religionen gegenüber offen ist und der sich nicht damit begnügt, Religion als etwas Gefährliches für die Menschen zu begreifen, trifft deine Einschätzung nicht zu. Dabei ist es nicht entscheidend, ob derjenige selbst ein religiöser Mensch ist.

    Agnostiker zum Beispiel bezeichnen sich selbst gerne als "religiös unmusikalisch", wertschätzen jedoch sowohl Weltanschauungen mit religiösem als auch ohne religiösen Hintergrund.

    Ein Agnostiker würde auch nicht behaupten, das in den religiösen Gemeinschaften Heranwachsende von klein auf indoktriniert würden. Das finde ich übrigens einen übermäßig zugespitzten Vorwurf gegenüber Religionen.

    Schließlich vermitteln die Eltern und die Gesellschaft in jedem Fall den Heranwachsenden ein Selbstbewusstsein. Ganz egal, ob das religiöse Prägungen beinhaltet oder nicht. Wenn es aber religiöse Elemente beinhaltet, ist es reine Polemik, dann von "Indoktrination" zu sprechen!

    „Autofahren ist schlimmer als eine Sucht“, stellt der bekannte Verkehrswissenschaftler Hermann Knoflacher fest.

    dlf 2017, https://www.deutschlandfunkkultur.de/auto-und-mensc…-sucht-100.html

    Auf die Frage des Interviewers, ob Autofahren eine Sucht sei, antwortet Knoflacher: "Es ist auch eine Sucht, aber es ist schlimmer als die üblichen Süchte. Das Auto sitzt viel tiefer im Stammhirn, dort, wo Energie verrechnet wird. Süchte sind meistens erst bei den Biomolekülen anzutreffen. Das heißt, das Auto ist noch etwas stärker als die üblichen Süchte. Und, was natürlich dazu verstärkend kommt, es wird von der Gesellschaft akzeptiert."

    Mal wieder PKW-Maut (Süddeutsche), diesmal Kilometerabhängig und möglichst kompliziert, um auch ja jedem das Gefühl zu geben, volle Gerechtigkeit zu bekommen. Oder so. :rolleyes:

    Ich finde die Pläne, die in dem Artikel vorgestellt werden, gar nicht so schlecht.

    Besser ist natürlich, wenn Privatpersonen gar nicht mehr die Möglichkeit haben, ein KFZ zu benutzen. Wozu auch, es ist doch hinreichend belegt, wie nachteilig das für die Umwelt ist. Aber selbst dann, wenn die private KFZ-Nutzung nicht mehr stattfände, müsste der dann immer noch vorhandene KFZ-Verkehr finanziell an den Infrastrukturkosten und den Umweltkosten beteiligt werden.

    Und dazu sind die in dem Artikel vorgestellten Pläne recht brauchbar:

    "Bei dem Agora-Modell soll jeder Nutzer zahlen und statt der Herkunft soll es andere Stellschrauben geben, die den Preis mindern oder erhöhen: Das Fahrzeuggewicht sollte bedacht werden, um kleinere Fahrzeuge zu begünstigen und weil schwere Fahrzeuge Straßen stärker in Anspruch nehmen. Zu prüfen wäre auch, so Agora, eine Differenzierung nach Schadstoffausstoß, ebenso wie eine Staffelung nach Zeit: Wer in der Rushhour fährt, zahlt mehr.", heißt es in dem SZ-Artikel.

    In dem von DMHH verlinkten Zeit-Artikel heißt es:

    ""Wir müssen etwas für die Pendler tun. Die Preise bei Kraftstoffen sind extrem hoch", schrieb Buschmann auf Twitter. Der Vorschlag von Christian Lindner sei europarechtskonform, schnell umsetzbar und sorge dafür, dass alles eins zu eins in den Taschen der Menschen statt der Öl-Multis lande, schrieb Buschmann."

    Was der FDP-Politiker und Bundesjustizminister da ausspricht ist eine faustdicke Lüge!

    Weil die Kraftstoffe zum Autofahren angeblich zu teuer seien, müsse der Staat die Abgabe von Kraftstoffen subventionieren. Also dafür sorgen, dass die Abnehmer der "teuren" Kraftstoffe dafür einen staatlich finanzierten Anreiz erhalten, weiterhin Benzin und Diesel in großen Mengen zu kaufen.

    Das alleine ist schon absurd genug in Buschmanns Darstellung. Es ist der völlig falsche Weg, der direkt in die Sackgasse führt, wenn man auf diese Art und Weise etwas für die Pendler tun will. Statt Preisnachlass beim Sprit muss ein massiver ÖPNV-Ausbau stattfinden und die Fahrradinfrastruktur verbessert werden. An vielen Stellen kann das nur zum Nachteil des Autoverkehrs stattfinden. Und das ist bitteschön von den Verantwortungsträgern in Politik und Verwaltung als Chance zu begreifen.

    Der Gipfel aber ist Buschmanns Behauptung, die staatlich organisierten und finanzierten Bonus-Vergaben beim Sprit-Einkauf würden dazu beitragen, dass das Geld in den Taschen der Menschen lande anstatt in die Taschen der Öl-Multis.

    Wessen Geld landet hier wo?

    Staatliches Geld, dass sind Einnahmen aus Steuern und Abgaben, bezahlt von den Menschen.

    Mit diesem Geld der Menschen sollen jetzt die Spritpreise künstlich niedrig gehalten werden.

    Das hat zur Folge, dass weiterhin ungehemmt "billiger" Sprit für immer größere und immer mehr Autos verkauft wird.

    Die Ölmultis und die Profiteure der Rohölverarbeitung freut es, denn die Bestellmengen werden weiterhin hoch bleiben oder sogar noch weiter ansteigen.

    Das Geld der Menschen landet nach wie vor und zunehmend mehr davon in den Taschen der Ölmultis. :rolleyes:

    "Es ist ein skurriles Bild. Wenige Meter weiter zeigen Passanten noch weniger Verständnis. Mehrere Gruppen stürmen los und blockieren für eine kurze Zeit den Autokorso, um auf die andere Straßenseite zu kommen. Ein Mann, der wohl gegen den Widerstand der Polizisten über die Straße gerannt ist, wird von Beamten am Boden fixiert." So steht es in dem von Pepschmier verlinkten Artikel.

    Ich befürchte, in der Corona-Zeit hat man zu viel Autofahrerdemonstrationen zugelassen.

    Das ist nicht zuletzt ein Missachtung all derjenigen, die autofrei demonstrieren.

    Gut, man könnte sagen: Für Critical-mass-Veranstaltungen werden auch Fahrzeuge benutzt. Aber das sind Fahrräder mit deutlich weniger Flächenbedarf.

    Dass die Polizisten Fußgänger stoppen, weil sie die andere Straßenseite erreichen wollen, geht gar nicht.

    Stattdessen sollten sie den Autokorso stoppen. Oder noch besser: Die Genehmigungsbehörden sollen diesen Unfug erst gar nicht zulassen.

    "Die jüngsten Aktionen von Umweltaktivisten auf verschiedenen Autobahnabschnitten haben zu deutlicher Kritik von Seiten der Logistikwirtschaft in Niedersachsen und Bremen geführt. Die Aktionen seien rechtswidrig und hätten den Straßenverkehr auf verschiedenen Autobahnabschnitten zum Erliegen gebracht, heißt es in einem gemeinsamen Schreiben des Gesamtverbands Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN), des Landesverbands Verkehrsgewerbe Bremen (LVB) und der Industrie- und Handelskammer Niedersachsen (IHKN). Die Verkehrsverbände und die IHK Niedersachsen erwarten demnach von der Politik, sich von solchen Aktionen deutlich zu distanzieren sowie ein strenges und hartes Durchgreifen, um Schäden für die Wirtschaft und Nachteile für das Fahrpersonal zu vermeiden."

    Verkehrsrundschau 20.4.2021

    Logistikbranche aus Niedersachen und Bremen kritisiert Autobahnblockaden
    Aktivisten hatten in den vergangenen Tagen wichtige Straßen blockiert. Zwei Verkehrsverbände und die IHK Niedersachsen fordern nun...
    www.verkehrsrundschau.de

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    "Deutschland steuere auf leere Supermarkt-Regale zu, warnt der Bundesverband Güterverkehr. Wegen der Benzinpreise könnten viele Spediteure nicht mehr kostendeckend arbeiten. In Köln protestierten bereits erste LKW-Fahrer auf ihre Art und Weise.

    Lkw-Fahrer haben mit ihren Trucks am Samstag in Köln gegen die massiv steigenden Preise für Kraftstoffe demonstriert. Auf Bannern hieß es vielfach „Stoppt die Tank-Abzocke“ oder „Kann nicht schneller, Diesel zu teuer“.

    Laut Polizei versammelten sich geschätzt mehr als 100 Brummis auf einem Parkplatz der Kölner Messe. Von dort startete demnach auch ein Konvoi über die Autobahn 4, der den Autoverkehr stark beeinträchtigte. Es kam zu Staus hinter den langsam fahrenden und hupenden Lastwagen. Teilnehmen durften nur Zugmaschinen ohne Auflieger und Anhänger."

    Die Welt vom 12.3.22

    Demo in Köln: Erste Proteste gegen hohe Spritpreise - LKW-Konvoi auf der Autobahn 4 - WELT
    Deutschland steuere auf leere Supermarkt-Regale zu, warnt der Bundesverband Güterverkehr. Wegen der Benzinpreise könnten viele Spediteure nicht mehr…
    www.welt.de

    Wow! Werden die Trucker sich wohl auf die Fahrbahn kleben, oder verstellen sie einfach mit ihren Trucks den Weg?

    Ich frage mich, ob ich in den vergangenen Jahren angesichts der exorbital gestiegenen Graphikkartenpreise nicht auch mal einfach irgendeinen Preisnachlass bei der Politik hätte fordern sollen. Nach dem Motto: Sonst bleiben morgen die neuronalen Netze leer.

    https://www.ksta.de/koeln/grosse-p…=1647103425233&

    Sollen diese Trucker sich doch gleich direkt bei Putin bewerben! Da läufts ja grade nicht so rund und vielleicht gibt's da ein paar freigewordene Stellen neu zu besetzen als LKW-Fahrer bei der russischen Armee?

    Lastwagenfahrer, die Putins Angriffskrieg unterstützen, indem sie in Deutschland den Menschen mit leeren Supermarktregalen drohen. Pfui Deibel <X !

    Funktioniert das dort gut in der Praxis? Bei uns würde ich, von der Brücke kommend, so weit wie möglich am linken Rand fahren, damit ich eher im Sichtdreieck des Wartepflichtigen bin und mein "Gegner" beim Linksabbiegen noch Platz für eine Notbremsung hat. Biegt er rechts ab, kann ich ihm (oder ihr) die Gasse frei halten. Also ähnlich wie bei einer Autobahnauffahrt.

    Da kommen mehrere Faktoren zusammen:

    Wer hier lang fährt, der hat sich gerade über eine Brücke gequält und einen für hannoversche Verhältnisse längeren und steilen Aufstieg hinter sich. (Da möge jeder, der aus einer gebirgigen Gegend kommt, herzhaft drüber lachen. Für Radfahrende aus Hannover ist bereits eine Bodenschwelle ein Kraftakt. ;))

    Auf dem Bild zu sehen: Man ist am Ende der Brücke angekommen, hat den Scheitelpunkt bereits seit rund 25 m überwunden und nimmt gerade so richtig schön "Bergab-Schussfahrt" auf. Dass von rechts ein Weg auf den mündet, den man selbst gerade befährt, sieht man nicht. (Jetzt, wo das Schild [Zeichen 301] aufgestellt wurde, kann man zumindest erahnen, dass da was ist.)

    Früher war da auch fast nie jemand mit dem Fahrrad auf dem Weg gefahren. Aber seit rund ein bis zwei Jahren wurde dort asphaltiert und jetzt kommt da häufiger jemand mit dem Rad lang. Allerdings ist der einmündende Weg deutlich weniger frequentiert als der Hauptweg.

    Das ist der einmündende Weg. Seit ca. ein bis zwei Jahren asphaltiert, aber immer noch deutlich weniger stark frequentiert als der Hauptweg, auf den er mündet.

    In der Praxis hat sich die Beschilderung angeboten und bewährt.

    Der einmündende Weg ist ansteigend. Eigentlich sollte der Bergverkehr ja nicht unbedingt gebremst werden. Aber es ist eben auch relativ wenig Verkehr, der von diesem Nebenweg auf den Hauptweg will.

    Auch wenn Röttgen mit schief sitzender Krawatte den Energie-Importstopp gegenüber Russland fordert, sein Parteichef Merz will das so nicht einfach stehen lassen und fordert seinerseits den Stopp von Erdgaslieferungen durch die Ostseepipeline Nordstream 1:

    ""Das ist eine Einschränkung der Gasversorgung der Bundesrepublik Deutschland", räumte Merz ein. "Wir sind der Meinung, dass wir das akzeptieren müssten angesichts der Lage, die dort entstanden ist." Der Fraktionsvorsitzende und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt forderte die Ampelkoalition auf, jetzt tätig zu werden. Sie bekomme dafür die Unterstützung der Union. "Wir wollen nicht warten, bis andere den Vorschlag machen und Deutschland dann wieder hinterherkommt. Oder warten, bis vielleicht Putin selbst den Gashahn dort an dieser Stelle abdreht", sagte Merz."

    Möglicherweise wäre es ein Zeichen von Schwäche, darauf zu warten, dass Russland den Gashahn zudreht. Andererseits halten das viele Beobachter für ausgeschlossen, weil Putin auf die Einnahmen nicht verzichten kann.

    Vor allem aber entlarvt Putin seinen an die Wand gemalten Nato-Bedrohungsteufel jeden Tag, an dem er weiter Gas, Öl und Kohle exportiert in die Staaten, von denen er angeblich bedroht wird.

    "Angesichts der jetzt schon explodierenden Energiepreise forderten Merz und Dobrindt die Bundesregierung zudem auf, die Mineralölsteuer zu senken und die Mehrwertsteuer auf Benzin von 19 auf 7 Prozent zu verringern. Der Liter Benzin könne damit um etwa 40 Cent billiger werden, rechnete Merz vor. "Wir brauchen die Spritpreisbremse", betonte Dobrindt. Die Maßnahmen sollten für einen Zeitraum von drei Monaten gelten."

    Diese Positionierung ist so billig zusammengeschustert, dass der Schuh, der draus werden soll, auf jeden Fall vorher auseinanderfällt. Das, was "Droh"-brindt eine "Spritpreisbremse" nennt, ist doch allenfalls eine "Spaßpreis-Garantie". Wenn es wirklich darauf ankäme, den Autowahn runter zu regeln, der die Auto-Junkies mit fetten SUV's auf Autobahnen ohne Tempogrenzen rum orgeln lässt, und der die Landstraßen zu Todesfallen macht, dann gäbe es mit einem kurzfristig ausgebauten "Not-ÖPNV" eine wirkungsvolle Alternative, die nach und nach zur Dauerlösung ausgebaut werden könnte.

    Aber so weit denkt da niemand in der CDU. Stattdessen wird schon mal von vornherein eine Frist von maximal 3 Monaten festgesetzt. Warum 3 Monate? Glauben die von der CDU, dass Putins Regime dann erledigt sei und von heut auf morgen alles wieder so sein wird, wie es einmal war? Billigsprit für ganz viel Fahrspaß? Das ist - so ist es realistischerweise zu befürchten - Quatsch. Nach den drei Monaten müsste die Mehrwertsteuersenkung für Sprit auf 7 % erneut verlängert werden. Und dann nochmal und nochmal, bis keiner mehr sich dran erinnert, dass mal 19 % MWST auf Sprit zu zahlen war.

    Zitate aus: ntv vom 9.3.22

    Union fordert Stopp von Nord Stream 1
    Nach dem Aus der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 fordern CDU und CSU im Bundestag auch den Stopp von Nord Stream 1. Diese Einschränkungen in der Gasversorgung…
    www.n-tv.de

    ... und von Lersner wollte auch Tempo 100 auf Autobahnen ...

    Den Mann muss ich mir merken. Ist doch voll cool in einer Diskussion seine Vorschläge und Positionen einzubringen, um damit bei Anhängern der "Autoparteien" Empörung zu erzeugen und dann drauf hinzuweisen, dass ein FDP-Politiker das gefordert hat. 8)

    Hier eine Kostprobe aus einem Spiegel-Artikel vom 2.2.1992:

    "Die Deutschen sind bei dem Thema Tempolimit international in einer außergewöhnlichen psychischen Situation. Wir sind das letzte Land der Welt, das kein Tempolimit auf Autobahnen hat. Und es ist skurril, daß wir daran den Freiheitsfetisch Auto demonstrieren wollen."

    Oder dieser Satz aus derselben Quelle:

    "Die Raserei kostet uns sicher jährlich eine dreistellige Zahl von vermeidbaren Todesopfern. Die werden übrigens auch von christlichen Politikern, die dem Schutz des Lebens einen hohen Stellenwert einräumen, relativ großzügig hingenommen."

    (Das ist eine Anspielung auf die §218-Debatte)

    Konkret nennt er diese Tempolimits in dem Interview:

    "Wir sind deshalb für ein Tempolimit von 120 Kilometern auf den Autobahnen, 80 Kilometern auf Landstraßen und 30 Kilometern auf den nicht bevorrechtigten Straßen in den Städten und Gemeinden."

    Mit "wir" meint er vermutlich das Umweltbundesamt und das Umweltministerium:

    "Freiherr Heinrich von Lersner, 61, amtiert seit 1974 als Präsident des Berliner Umweltbundesamtes. Der Verwaltungsjurist ist FDP-Mitglied und untersteht dem christdemokratischen Bonner Umweltminister Klaus Töpfer."

    »Wir sind für Tempo 120«

    02.02.1992, aus DER SPIEGEL 6/1992

    »Wir sind für Tempo 120«
    Freiherr Heinrich von Lersner, 61, amtiert seit 1974 als Präsident des Berliner Umweltbundesamtes. Der Verwaltungsjurist ist FDP-Mitglied und untersteht dem…
    www.spiegel.de

    "Es gibt nur eine politische Lösung in dem Ganzen."

    Ich hatte bisher den Eindruck, dass die in den Medien auftretenden Militärs zu sehr auf die militärische Karte setzen.

    Auf den Beitrag von Erich Vad, Brigadegeneral a. D. im ZDF am 9.3.22, scheint das nicht zuzutreffen.

    Ukraine: "Russland spielt auf Zeit"
    "Militärisch betrachtet reichen die Kräfte für eine Gesamtbesetzung der Ukraine definitiv nicht aus", so Erich Vad, Brigadegeneral a. D., Russland konzentriere…
    www.zdf.de

    Er fordert eine politische Lösung! (Siehe ab Minute 3:40)

    "Es gibt nur eine politische Lösung in dem Ganzen." (Minute 3:55)

    Innerhalb der Union findet eine offene Diskussion über die Frage statt, ob die Energieimporte aus Russland gestoppt werden sollen. Der bei der Abstimmung um den Parteivorsitz unterlegene Röttgen fordert: "Die Gas- und Ölimporte aus Russland seien „jetzt“ zu stoppen."

    Dem widerspricht Merz:

    "CDU-Chef Merz hatte dagegen gestern gesagt, man lehne es derzeit ab, die Gas- und Ölimporte aus Russland wegen des Krieges in der Ukraine zu stoppen."

    dlf vom 6.3.22

    Krieg in der Ukraine - CDU-Politiker Röttgen fordert Gas- und Ölimporte aus Russland "jetzt" stoppen - Widerspruch zu Parteichef Merz
    Der CDU-Außenpolitiker Röttgen hat einen sofortigen Stopp der Energieimporte aus Russland gefordert.
    www.deutschlandfunk.de

    Ich finde es nach wie vor "verstörend", dass in dieser Frage eifrig diskutiert wird, während anscheinend zumindest in der CDU in Niedersachsen ohne große Diskussionen Einigkeit besteht, die Wiedereinführung der Wehrpflicht auf die Tagesordnung zu setzen:

    "CDU in Niedersachsen regt Rückkehr zur Wehrpflicht an" NDR vom 27.2.22

    CDU in Niedersachsen regt Rückkehr zur Wehrpflicht an
    Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine hat die niedersächsische CDU eine Wiedereinführung der seit 2011 ausgesetzten Wehrpflicht in Deutschland ins Spiel…
    www.ndr.de

    https://www.tagesspiegel.de/politik/sofort…n/28139520.html

    Also ich persönlich find ja 2 Euro dafür, 10.000 Liter Atemluft in giftige Abgase zu verwandeln, ganz schön billig. Wenn ich bedenke, was es mich wohl an Strafe kosten würde, wenn ich meinen Abfall einfach im Vorgarten verbrennen würde... :)

    Das erinnert mich einmal mehr an die 5 DM für ein Liter Sprit-Debatte. Ich halte es nach wie vor für richtig, dass auf diese Benzinprei3-Entwicklung hingewie3en wurde. Und es sieht derzeit so aus, als solle diese "Prophezeiung" bald eintreffen. (1 € entspricht ca. 2 DM)

    Ausgangspunkt für diese Debatte waren übrigens nicht die Grünen, sondern ein FDP-Politiker:

    "... hinter der Forderung „5 Mark pro Liter Benzin“ steckte eigentlich ein FDP-Politiker und Schwabe: Heinrich Freiherr von Lersner."

    taz vom 30.8.2014, 4 Tage nach dem Tod des Freiherrn.

    Und ein Politiker von welcher Partei begleitet derzeit das Amt des Verkehrsministers? ;)

    Da hast du Recht, es gab Proteste und es gab Sanktionen, aber es gab längst nicht eine solches Empfinden für das Unrecht und die Kriegsverbrechen Russlands, wie das jetzt beim jetzigen Angriff Russlands auf die Ukraine der Fall ist.

    Das gilt entsprechend für die Bereitschaft, Flüchtende aufzunehmen.

    Zur Reaktion auf Russlands Kriegsverbrechen in Syrien schrieb tagesschau.de am 16.5.2017:

    "Das Problem dürfte der EU bekannt vorkommen: Ähnlich wie in der Ukraine zerbrechen sich die Europäer einmal mehr den Kopf darüber, wie man Russland Einhalt gebieten kann. Diesmal geht es um Syrien. Und um die Frage, wie man Moskau davon abhalten kann, weiter die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad mit Bombenangriffen zu unterstützen ohne Rücksicht auf Zivilisten: Der Westen wirft Russland vor, in Aleppo zuletzt nicht nur bewusst Krankenhäuser, sondern auch einen Hilfskonvoi der Vereinten Nationen angegriffen zu haben. Das Problem: Die EU hat nur wenige Druckmittel."

    EU-Außenminister beraten über Sanktionen gegen Russland
    Wieder einmal steht der EU eine Debatte über Russland-Sanktionen ins Haus - dieses Mal wegen Syrien. Auch Kanzlerin Merkel soll sich zuletzt für eine…
    www.tagesschau.de

    Der Stopp von Gas- und Ölimporten aus Russland stand damals nicht als mögliche Option für Sanktionen gegen Russland zur Debatte. Jetzt sieht es so aus, dass diese Option immerhin zur Diskussion steht. Und wenn Russland seine Ankündigungen wahr macht, dann muss darüber vielleicht auch gar nicht mehr diskutiert werden, denn Russland droht den Öl- und Gashahn zuzudrehen. Macht es Sinn darauf zu warten? Oder ist es besser in die Offensive zu gehen?

    Das hat nicht zuletzt etwas damit zu tun, wie die Benzinpreisdebatte (und Heizkostenpreisdebatte) in Deutschland geführt wird. In drei Wochen ist im Saarland Landtagswahl. SPD und besonders die CDU fordern Staatshilfen zur Reduktion der Treibstoffpreise.*

    Da macht es sich vermutlich nicht so gut gleichzeitig lauthals einen Öl- und Gas-Importstopp gegen Russland zu fordern.

    Trotzdem vermute ich eine andere Stimmung als nach den Kriegsverbrechen Russlands in Syrien und Tschetschenien hinsichtlich der Bereitschaft Teuerungen hinzunhemen, die sich aus einem Öl- und Gas-Importstopp ergeben. Zumal Russlands freschem Drohen mit einem Exportstopp der Öl- und Gaslieferungen der Wind aus den Segeln genommen wird.

    *"Saarbrücken: In nicht einmal drei Wochen stehen die Landtagswahlen an. Da äußern sich die beiden aussichtsreichsten Kandidaten auf den Ministerpräsidenten-Posten, Tobias Hans (CDU) und Anke Rehlinger (SPD) natürlich auch zu den derzeitigen Apothekenpreisen an den Tankstellen. Noch-Ministerpräsident Hans erklärt: „Der Durchbruch der 2-Euro-Schallmauer an der Zapfsäule ist eine Zumutung für alle, die beruflich auf Ihr Kraftfahrzeug angewiesen sind. Hier braucht es eine sofortige Spritpreisbremse." breaking news Saarland vom 7.3.22

    Anmerkung: Benzin wurde in den Frühzeiten des Automobilismus tatsächlich in Apotheken verkauft.

    Es ist jedenfalls nicht in Ordnung, einerseits eine Verschärfung der Kriegsführung durch die Ukraine gutzuheißen und den Rüstungsetat für die Bundeswehr um 100 Mrd. Euro Sondervermögen zu steigern und andererseits einen Öl- und Gasimportstopp auszuschließen.