Beiträge von Ullie

    Ich habe das Aufstellen von Ghost-Bikes bislang noch nicht als "fahrradfeindliches Bangemachen" empfunden.

    Es ist meines Erachtens eher vergleichbar mit dem Gedenken von Motorradfahrer*innen an die bei Unfällen getöteten anderen Motorradfahrer*innen. Wie zum Beispiel bei diesem Gedenkgottesdienst: "Gedenk-Gottesdienst für Motorradfahrer"

    fr vom 11.10.22 https://www.fr.de/frankfurt/fran…r-90066899.html

    Bei Autofahrerinnen gibt es meines Wissens keine vergleichbare "Erinnerungskultur". Allerdings sieht man immer wieder mal Holzkreuze am Straßenrand. Darunter auch solche, die an getötete Unfallopfer bei Autounfällen erinnern. Aber da käme doch keiner auf die Idee, das als "autofeindliches Bangemachen" zu bezeichnen. Genauso wenig wie bei den Gedenk-Gottesdiensten für Motorradfahrer*innen.

    Fußgängerinnen werden meist gar nicht irgendwie bedacht, zumindest gibt es keine weißen "Ghost-Schuhe", wenn irgendwo eine Fußgängerin oder ein Fußgänger tot gefahren wurde, was ja leider auch häufiger passiert. Sollte da nicht auch eine Erinnerungskultur etabliert werden?

    Das Aufstellen von Ghost-Bikes hat meines Erachtens nicht nur die reine "Gedenk-Funktion", sondern es stellt auch eine Protestnote dar gegen Unfallgefahren, die von zu schnellen oder unaufmerksamen Autofahrer*innen ausgehen, oder von den Verkehrsbehörden in Form von gefährdender Fahrradinfrastruktur zum Beispiel durch fehlende oder unzureichernde Tempolimits oder fehlendeTempokontrollen. Oder wenn Unfallgefahren durch eine gefährliche Fahrradverkehrsführung hervorgeherufen werden.

    Den möglichen Warn-Effekt für andere Fahrradfahrer*innen halte ich allerdings für vernachlässigbar. Dazu gibt es einfach zu viele Gefahrenstellen. So viele Ghost-Bikes kann man gar nicht aufstellen.

    Die beiden letzten Aspekte spielten allerdings in dem konkreten Fall, auf den du hinweist, anscheinend keine Rolle: "In der vergangenen Nacht ist eine Seniorin nach einem Sturz mit ihrem Rad in einem Berliner Krankenhaus verstorben. Nach den bisherigen Ermittlungen und Aussagen soll die 82-Jährige am Donnerstag, den 2. November 2023 gegen 18 Uhr in der Delbrückstraße in Grunewald ohne Fremdeinwirkung mit ihrem Fahrrad gestürzt sein. " Polizeimeldung vom 7. November 23 Den Link hatte ich bei changing cities gefunden: https://www.berlin.de/polizei/polize…ung.1382824.php

    Die Delbrückstraße ist überwiegend Tempo 30 Zone, so weit ich das auf streetview sehen konnte. Und es parken dort viele, zum Teil sehr große Fahrzeuge am Fahrbahnrand, unter anderem mehrere Wohnmobile;

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    Ich denke, das Aufstellen von Ghost-Bikes sollte vor allem an solchen Stellen stattfinden, wo Unfalltote zu beklagen sind, denen eine schlechte Fahrradverkehrsinfrastruktur zum Verhängnis wurde. Das können auch mit Wohnmobilen zugeparkte Wohnstraßen sein. Oder überhaupt herumstehende Autos, die ja auch immer größer werden.

    Der Sinn ist, denke ich, dass dann zumindest der Fußgänger sich nähernde Fahrzeuge frühzeitig wahrnehmen und ggfls. reagieren kann indem er sich notfalls nach links in die Büsche schlägt.

    §25, Absatz 2 nennt für Fahrrad Schiebende grundsätzlich den rechten Fahrbahnrand.

    Das mit dem "in die Büsche schlagen" könnte allerdings auch für eine Fahrradfahrerin, die ihr Rad schiebt, oder die sehr langsam fährt, ein Grund sein, die linke Fahrbahnseite zu benutzen. Vielen Dank für den Hinweis auf Abs. 2!

    Wirkungsvolle reflektierende Kleidung für Radfahrer - ZDFmediathek

    Mein erster Gedanke zur Verringerung der Unfallgefahr war bei dem Teaserbild jedoch ein anderer: Warum fährt die Frau auf der linken Fahrbahnseite?

    Habe gerade nochmal deinen ersten Beitrag zu der ZDF-Sendung gesehen. Und möglicherweise eine Erklärung gefunden: Die Frau auf dem Foto scheint recht angestrengt in die Pedale zu treten, um eher langsam eine starke Steigung zu bewältigen. Und die Szene sieht so aus, dass sie außerorts aufgenommen wurde.

    Vielleicht denken die Beteiligten (Regisseur und Film-Team), dass für eine Fahrradfahrerin gilt, was für Fußgänger laut §25 außerorts gilt:

    "Wird die Fahrbahn benutzt, muss innerhalb geschlossener Ortschaften am rechten oder linken Fahrbahnrand gegangen werden; außerhalb geschlossener Ortschaften muss am linken Fahrbahnrand gegangen werden, wenn das zumutbar ist. Bei Dunkelheit, bei schlechter Sicht oder wenn die Verkehrslage es erfordert, muss einzeln hintereinander gegangen werden."

    Warum ist das in der StVO so geregelt? Und macht das Sinn? Ich will hier die Frage nur mal anstoßen, weil der ZDF-Bericht mit dem besagten Foto beginnt. Und vielleicht macht es ja sogar Sinn, dass die Fahrradfahrerin im Fußgängertempo auf der linken Seite die Straße befährt? Zumindest wenn es einen Sinn machen würde, dass Fußgänger die linke Seite benutzen, dann würde es ja vielleicht auch einen Sinn machen, wenn eine sehr langsam fahrende Fahrradfahrerin das macht. Zumindest in den Köpfen des ZDF-Teams, dass den Film aufgenommen hat. Kann aber auch sein, dass es Unsinn ist, als Fußgänger außerorts die linke Seite der Straße zu benutzen, wenn kein Gehweg vorhanden ist, und es trotzdem so in der StVO drin steht, wo ja auch manch anderer Unsinn drin steht.

    Ggf. lohnt es sich einen eigenen Thread zu der Frage einzurichten, was es mit dem "Links-Gehgebot" für Fußgänger außerorts auf sich hat. Zum Beispiel um diese Frage zu erörtern: Wenn ein Fahrradfahrer absteigt und sein Rad schiebt, muss der dann auch außerorts die linke Straßenseite benutzen? Auch wenn es nur für eine Distanz um die 100, 200 m ist, wo die Fahrbahn sehr steil ist?

    Ich höre und lese immer nur "Bremsweg", und folgere daraus, dass Interaktion von Autofahrern mit Radfahrern offenbar ausschließlich in Form von Vollbremsungen stattfindet. Das ist natürlich fahrradfeindlicher (weil bangemachender) Unsinn. Auf jeden Fall reden wir egal ob 25 oder 9 Meter Distanz jedenfalls über Dimensionen, wo die Sichtbarkeit eines Radfahrers bei Dunkelheit in keinster Weise mehr von der An- oder Abwesenheit von aktivem Licht und/oder Reflektoren abhängt.

    Zum Thema "Risiko bei Dunkelheit/Bedarf für Reflektoren" hatte ich 2019 einen auch heute IMO noch zutreffenden Blogbeitrag verfasst. Quintessenz: viel Lärm um nichts.

    Ich hatte das mit dem Bremsweg herausgegriffen, weil ich auf den Zusammenhang von Geschwindigkeit und Bremsweg hinweisen wollte.

    Hast du auch schon beobachtet, dass bei dem Thema gerne der Anhalteweg (anstatt der Bremsweg) ins Spiel gebracht wird. So auch in diesem Fall.

    Die Faustformel geht so: Bei der Tempoanzeige die 0 weglassen, und dann so rechnen:

    Tempo 50 > Reaktionsweg: 5*3=15 Meter

    Tempo 50 > Bremsweg: 5*5=25 Meter

    Tempo 50 > Anhalteweg: 15+25=40 Meter

    Entsprechend gilt für Tempo 30:

    Tempo 30 > Reaktionsweg: 3*3=9 Meter

    Tempo 30 > Bremsweg: 3*3=9 Meter

    Tempo 30 > Anhalteweg: 9+9=18 Meter

    Und bei Tempo 20 gilt. (Tempo 20 ist ausreichend schnell für ein Wohngebiet oder eine Einkaufsstraße)

    Tempo 20 > Reaktionsweg: 2*3=6 Meter

    Tempo 20 > Bremsweg: 2*2=4 Meter

    Tempo 20 > Anhalteweg: 6+4=10 Meter

    Wenn man nur den Bremsweg vergleicht, dann wird der Unterschied noch drastischer sichtbar, der von der Unfallgefahr durch hohes Tempo ausgeht. Beim Anhalteweg dagegen "verwässert" die krassen Zahlen die Tatsache, dass der Reaktionsweg nur linear ansteigt.

    Bei dem Vortrag des ZDF-Autofahrers über den Bremsweg bei Tempo 50 hätte gerne erwähnt werden dürfen, dass der Bremsweg bei Tempo 30 nicht einmal halb so groß ist. (Bei Tempo 50 ist der Bremsweg 25 Meter. Bei Tempo 30 ist der Bremsweg 9 Meter! Entsprechend der gängigen ADAC-Faustformel!)

    Und die anschließenden Testfahrten fanden in einem Tempo-30-Zonen-Wohngebiet statt. Sah zumindest danach aus.

    Die korrekte Forderung, Tempo 30 innerorts, findet keine Erwähnung.

    Stattdessen wird so getan, als seien Fahrradfahrer*innen, die nicht wie ein grell bunt beleuchteter Weihnachtsbaum rumfahren, selber schuld, wenn sie angefahren werden.

    Schlimm genug. Aber was ist mit der Zusatzausstattung für Autos? Bei Fahrrädern, so der Tenor in dem Beitrag, müsse die Fahrerin / der Fahrer selbst technisch aufrüsten. Schwarz lackierte Autos dagegen sind für das ZDF anscheinend kein Problem. Fahrbahnradler erwähnte es bereits.:thumbup:

    Noch besser wäre natürlich, wenn auf Wegen, die dazu geeignet sind, S-Pedelecs explizit vom [Zeichen 260] ausgenommen werden könnten. Mit dem Rennrad fahre ich dort schließlich auch manchmal 45 km/h.

    Nur weil es Leute gibt, die mit dem Rennrad sehr viel schneller fahren können, als manche mit einem normalen Pedelec es schaffen, heißt das ja nun nicht, dass man für die S-Pedelecs Sonder-Regelungen schafft, die sonst normalen Fahrrädern und Pedelecs vorbehalten sind.

    Innerstädtisch nur in Ausnahmefällen erlaubt: Mofas (25 km/h) auf Radwegen. Aber Fahrräder mit Tretunterstützung (Pedelecs) dürfen trotzdem bis 25 km/h Motorunterstützung liefern.

    Aber ob das wirklich sinnvoll ist? Zweifel daran nährt auch die Erfahrung von Amsterdam, wo mittels örtlicher Satzung angeordnet wurde, dass Mopeds (und damit auch Speedpedelecs) die Fahrradinfrastruktur nicht mehr benutzen dürfen.

    Ich würde da sogar noch einen Schritt weiter gehen und die normalen Pedelecs auf 20 km/h maximale Tretunterstützung begrenzen. Was auch noch bei höheren Tempi Tretunterstützung liefert, sollte ein Speed-Pedelec sein.

    Echt eh! Manchmal fahre ich nur deshalb lieber auf der Fahrbahn, weil ich dort nicht so oft von Pedelec-Fahrer*innen überholt werde wie auf manchen Angebotsradwegen.

    Schließlich dürfen in Deutschland zumindest innerorts ja auch keine Mofas (Tempo 25 max.) auf Fahrradwegen fahren. Warum also ist Fahren mit Motorunterstützung bis 25 km/h dagegen erlaubt? Zumal das Pedelecfahren mit kräftigem Motor auch kaum noch Fahrradfahren genannt werden kann. Das ist eher wie Motorkraft-Dosierung durch Pedalieren ohne Widerstand.

    Das wäre doch mal ein PR-Stunt gewesen: Wir fahren im Großverband auf der Fahrbahn von Bargstedt nach Brest und zurück, um den daneben liegenden neuen Radweg einzuweihen :).

    Das trifft eben genau das Problem: Radwege werden gebaut, weil die Autofahrer*innen (oft) in der Überzahl sind und auch keine Notwendigkeit sehen, daran etwas zu ändern, oder irgendwelche Einschränkungen für andere Verkehrsteilnehmer*innen in Kauf zu nehmen. Zum Beispiel niedriges generelles Tempolimit, oder ggf. geduldig abwarten, bis ein Zweirad gefahrlos überholt werden kann. Es ist nicht so sehr so, dass Autofahrer*innen auf Landstraßen generell zu schnell fahren oder Fahrradfahrer*innen (und Fußgänger*innen) gefährlich überholen. Ich vermute dass die Denke vorherrscht: "Warum muss die Person da jetzt unbedingt mit dem Rad fahren oder zu Fuß gehen, die hält ja den ganzen Verkehr auf. Kann diese Person nicht wie ein "normaler Mensch" das Auto benutzen?"

    Wenn dann die Fahrradfahrer in der Überzahl sind (was selten genug vorkommt), dann merken Sie es gar nicht, sondern drängen sich in großen Gruppen auf engste Wege, weil sie bereits so "erzogen" sind, dass sie ein bisschen "unnormal" sind und besser daran tun, anderen mit "ihrem Spleen" (kein Auto zu benutzen, sondern ein Rad oder gleich zu Fuß zu gehen) nicht zu sehr "auf die Nerven" zu gehen.

    Aber in dem Fall Radweg-Einweihung wäre es tatsächlich absurd gewesen, den Fahrradweg dadurch einzuweihen, dass man die Fahrbahn befährt, statt den neu geschaffenen Fahrradweg. Bzw. den kombinieten Fuß- und Radweg, denn ich vermute darauf wird die Beschilderung hinauslaufen. Und ich vermute, dass viele die dort zu einem Termin zusammenkamen, um den Radweg einzuweihen, sonst eher zeitlich so sehr verteilt den Fahrradweg benutzen werden, dass es nicht ausreicht, um eine "kritische Masse" (Critical mass) zusammen zu bekommen.

    Das heißt, die ganze Truppe auf dem Bild fährt dort ohne Freigabe auf der falschen Straßenseite? :saint:

    Man könnte auch sagen: Die Gruppe fährt "ohne Not" auf einer Behelfskonstruktion für den Fahrradverkehr und Fußverkehr, die dazu dient, für den KFZ-Verkehr Tempo 100 auf der Fahrbahn zu ermöglichen. Und die Gruppe blockiert damit diese "Behelfskonstruktion" für den gemeinsamen Fuß- und Radverkehr. Denn für Fahrradfahrer aus der Gegenrichtung oder für den Fußverkehr lässt diese Gruppe von mindestens 50 Personen keinen Platz.

    Wer mit so viel Leuten eine gemeinsame Fahrradtour unternimmt, der sollte (muss?) als Verband (§27 StVO) auf der Fahrbahn fahren.

    Allerdings: Ich habe selbst schon Fahrradtouren mit mehr als 20 Personen organisiert. Und im Vorfeld genau diese Problematik besprochen. Und als wir dann an eine entsprechende Stelle kamen, reichte die Autorität des Vorbereitungsteams nicht aus, um das durchzusetzen, was vernünftig und geboten ist, nämlich gemeinsame Fahrt auf der Fahrbahn, um den Fahrradweg nicht zu blockieren.

    Reaktion aus der Fahrradfahrer-Gruppe als dann tatsächlich Gegenverkehr kam, der verärgert war, dass sich da so viele Fahrradfahrer breit machten auf der schmalen "Behelfskonstruktion" (Gemeinsamer Fuß- und Radweg für beide Richtungen):

    "Die sollen gefälligst mal zur Seite treten und sich nicht so anstellen, wir sind schließlich mehr!"

    Da wurde mir klar, bei vielen Leuten gilt: Wer "mehr" ist, darf sich breit machen und andere müssen weichen.

    Der oben erwähnte §27 für den "Verband" gilt auch für den Fußverkehr. Allerdings weiß ich nicht ab vielen Personen. Bei Fahrradfahrer*innen müssen mehr als 15 zusammenkommen. Auf dem Foto in dem Artikel sind es deutlich mehr als 15 Fahrradfahrer*innen:

    K 48: Radweg zwischen Bargstedt und Brest eingeweiht
    Der neue Radweg an der Kreisstraße K 48 zwischen Bargstedt und Brest ist fertig. Am Freitagnachmittag wurde die knapp drei Kilometer lange Verbindung feierlich…
    www.landkreis-stade.de

    Ich kann nur jedem raten: Wer eine Fahrradtour organisiert, sollte das nur dann umzusetzen, wenn sicher ist, dass alle auch mitmachen, was vernünftig und geboten ist.

    Und hier gibt es das Ergebnis: https://fahrradklima-test.adfc.de/ergebnisse

    Stade hauptsächlich A, B und C

    "Alle zwei Jahre führt der Fahrradclub ADFC mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums den ADFC-Fahrradklima-Test durch, 2022 schon zum zehnten Mal. Die Testergebnisse und das Städteranking haben sich als Zufriedenheits-Index der Radfahrenden in Politik und Medien etabliert." aus der ADFC-Presserklärung zur Fahrradklimatest-Ergebnisvorstellung im April 2023.

    24. April: Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests 2022 / mit Minister Wissing
    Terminhinweis: Am 24. April präsentiert der ADFC mit Bundesverkehrsminister Wissing die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests 2022.
    www.adfc.de

    Die Umfrage zur Zufriedenheit beim Fahrradreise-Tourismus findet im jährlichen Wechsel mit dem Fahrradklimatest statt. Das ist das Ergebnis der Umfrage, die im Herbst 2022 gelaufen ist: https://www.adfc.de/artikel/adfc-radreiseanalyse-2023

    Die Umfrage-Ergebnisse zur aktuell laufenden "ADFC-Radreiseanalyse" kommen entsprechend 2024:

    "Die Ergebnisse der ADFC-Radreiseanalyse 2024 (Die Umfrage dazu läuft jetzt, im Herbst 2023.) werden im März 2024 auf der Internationalen Tourismusmesse ITB in Berlin vorgestellt ... Die Ergebnisse der vorherigen Radreisejahre können im Dossier ... nachgelesen werden."

    https://www.adfc.de/artikel/radreiseanalyse#:~:text=Die%20Ergebnisse%20der%20ADFC%2DRadreiseanalyse,im%20Dossier%20unten%20nachgelesen%20werden.

    Hier geht es zur ca. 15-minütigen ADFC-Umfrage über Fahrradtourismus:

    ADFC-Radreiseanalyse
    Die ADFC-Radreiseanalyse ist eine bundesweite Umfrage zum Fahrradtourismus in Deutschland. Sie liefert seit 1999 umfangreiche Informationen zum…
    www.adfc.de

    "Der aktuelle Befragungszeitraum für die ADFC-Radreiseanalyse 2024 startete am 27. Oktober und läuft bis zum 10. Dezember 2024."

    Hinweis, wer mitmacht, kann sich zusätzlich mit Email-Adresse registrieren und ein Elektro-Fahrrad gewinnen. (Pedelec)

    Die Fragen beziehen sich auf kurze und lange Ausflüge, Unterkünfte, Ausgaben, Beschaffenheit der Fahrbahnen, zusätzlich benutzte Verkehrsmittel, und vieles mehr.

    Zwei Bilder von Anfang 2022: Parkverbot in der Kleefelder Straße, damit mehr Platz für den Fahrrad- und Fußverkehr in der Fahrradstraße ist. Leider wird von manchen Autofahrenden das Parkverbot ignoriert. Als ich die Aufnahmen dort machte, war niemand in der Nähe der Fahrzeuge, es handelte sich also nicht bloß um ein Halten.

    Werden bald in weiteren Fahrradstraßen Parkplätze zurückgebaut, oder schafft die SPD die Fahrradstraßen ab?

    "Die SPD befürchtet den Wegfall von Parkplätzen und will darum den Großteil der Fahrradstraßen in der Südstadt abschaffen." So titelt die HAZ heute in ihrer Print-Ausgabe.

    Leider ist nur dieser Teil des Artikels im Internet frei zugänglich:

    "„Der Kessel kocht“
    Neuer Ärger mit OB Onay: SPD will Fahrradstraßen in Hannovers Südstadt abschaffen
    Auf der Kippe: Die Fahrradstraße in der Brehmstraße im Bezirk Südstadt-Bult.
    Bildunterschrift: Die SPD befürchtet den Wegfall von Parkplätzen und will darum den Großteil der Fahrradstraßen in der Südstadt abschaffen. Damit geht der Streit um Hannovers Verkehr der Zukunft zwischen Sozialdemokraten und Grünen in die nächste Runde.
    Hannover. Zwischen der SPD und Oberbürgermeister Belit Onay samt seiner grünen Partei weitet sich der Konflikt um Hannovers Verkehr der Zukunft aus. Nach dem heftigen Streit um das Verkehrskonzept für die Innenstadt geht es nun um Fahrradstraßen. Die SPD in der Südstadt will einen Großteil der Routen im Bezirk abschaffen. Sie fürchtet den Verlust von Parkplätzen und hat dabei die SPD-Ratsfraktion hinter sich."

    HAZ vom 4.11.23

    Neuer Ärger mit OB Onay: SPD will Fahrradstraßen in Hannovers Südstadt abschaffen
    Die SPD befürchtet den Wegfall von Parkplätzen und will darum den Großteil der Fahrradstraßen in der Südstadt abschaffen. Damit geht der Streit um Hannovers…
    www.haz.de

    Hintergrund:
    Die Verwaltung der Stadt Hannover will in mehreren Fahrradstraßen Parkplätze zurückbauen, damit die Fahrradstraßen dort breiter werden. Nur so ist gewährleistet, dass die Fahrradstraßen auch tatsächlich einen Vorteil für den Fahrradverkehr bringen.

    Die SPD jedoch befürchtet, dass der angekündigte Parkplatz-Rückbau beim Wahlvolk nicht so gut ankommt und fordert stattdessen, einfach die Fahrradstraßen aufzuheben. Als Beispiel wird in dem Artikel unter anderem die Brehmstraße genannt. Hier ein Link zu streetview zu einem Bild, auf dem dem Aufnahme-Fahrzeug gerade ein Abfall-Entsorger entgegenkommt:

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    Die Fahrradstraße ist schon recht schmal. An dem LKW könnte man mit dem Rad allerdings gerade noch vorbeifahren. Wenn nicht noch ein fettes Wohnmobil am Straßenrand parkt.

    Wie zum Beispiel dieses hier. Ebenfalls eine streetview-Aufnahme in der Brehmstraße:

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    Oder dieses Wohnmobil:

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    Wie sieht das denn in anderen Städten aus? Werden dort auch gerade die Fahrradstraßen zur Disposition gestellt, weil sie von Wohnmobilen zugeparkt werden und dann zu schmal sind? Oder wegen der immer breiteren Autos zu schmal sind? Oder schon immer zu schmal waren und trotzdem angelegt wurden, weil's keiner gemerkt hat, oder niemanden gestört hat? Oder werden andernorts erfolgreich Stellplätze für den Autoverkehr zurückgebaut, um breite Fahrradstraßen zu ermöglichen?

    Immerhin in Hannover ist das bereits in der Kleefelder Straße geschehen, siehe Foto oben. Sogar der Spiegel berichtete damals:

    Hannover: Richter klagt gegen Fahrradstraße – Stadt streicht Parkplätze
    Die Zahl von Fahrradstraßen nimmt zu, doch mancher lehnt sie ab. In Hannover klagte ein Anwohner erfolgreich – doch die Stadt reagierte anders, als von ihm…
    www.spiegel.de

    Aktuelle Streetview-Bilder (von Nov. 2022) sind ein Hinweis darauf, dass das Parkverbot in der Kleefelder Straße umgesetzt wird:

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    In dieser ZDF-Sendung vom 18.10.23*) wird hinreichend deutlich, dass massive Zweifel an der Darstellung der Hamas zu der Explosion in, bzw. an dem Krankenhaus in Gaza am 17.10.23 angebracht sind. Ab Minute 2:59 sagt der Reporter Michael Bewerunge: "Schon gestern, also nach wenigen Minuten als eigentlich noch niemand wusste, was überhaupt passiert ist, ... gab es sofort in allen Staaten die Verurteilungen, das ist Israel, das muss Israel gewesen sein, obwohl es mindestens berechtigte Zweifel gibt, und heute nach 24 Stunden mindestens noch deutlich mehr berechtigte Zweifel."

    Diese Darstellung lässt nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig. Wollte der Reporter Michael Bewerunge über das Gesagte noch hinausgehen, dann hätte er wohl tatsächlich deine Formulierung wählen müssen:

    Es hätte lauten müssen (sO): Dass es die Israelis nicht waren, ... .

    Wenn es darum gehen soll, die Hamas-Darstellung in einer Fernsehsendung zu entkräften, dann nicht mit dem Holzhammer. Das würde nur dazu führen, dass sich die Fronten weiter verhärten und die Ohren auf Durchzug gestellt werden.

    Überlege doch Folgendes: Der Reporter berichtete darüber, dass unmittelbar nach der Explosion in Windeseile verbreitet wurde: "... das ist Israel, das muss Israel gewesen sein."

    Da wäre es wenig glaubwürdig, dem direkt entgegenzuhalten: "Das ist nicht Israel gewesen, Israel kann es nicht gewesen sein."

    *) https://www.zdf.de/nachrichten/di…medien-100.html

    Mein Gedächtnis hat sich beim Schreiben an einen furchtbaren Beitrag vom Auslandsjournal vom 18. erinnert. Die Anmoderation war schon tendenziös. Dann ließ man minutenlang Palästinenser Hamaspropaganda uneingeordnet reproduzieren. Die "Ausgewogenheit" bestand in einem Satz aus dem Off: "Dass die Israelis das bestreiten, hier interessiert es niemanden." Dabei war es zu dem Zeitpunkt gut einen Tag klar, dass die Israelis es nicht waren.

    Ich vermute, das ist der Link zu der Sendung:

    auslandsjournal
    Das "auslandsjournal" - Reportagen, Hintergründe, außergewöhnliche Menschen und bunte Geschichten. Die ZDF-Korrespondenten erklären die Welt.
    www.zdf.de

    Es ging in dem Auslandsjournal-Bericht vom 18.10.23 nicht ausschließlich um die ganz aktuelle Explosion in dem Krankenhaus. Die Szenen bis 2:40 wurden offensichtlich am 18.1.2023, also kurz nach der Explosion in dem Krankenhaus, aufgenommen. Der Satz, den du in Erinnerung hast, fällt bei Minute 1:32. und dient der Einordnung der gezeigten Interviews, in denen Israel als Alleinschuldiger bezeichnet wird für den Angriff auf das Krankenhaus und alles Schlimme, das passiert. Und das ordnet die Sprecherin mit dem Satz ein, den du in Erinnerung hast: "Dass die Israelis das bestreiten, hier interessiert es niemanden."

    Das ist aber nicht der einzige Satz, in dem eine Einordnung vorgenommen wird, die zeigt, dass das Fernseh-Team die gezeigten Hassparolen nicht übernimmt. Ab 2:40 wird nämlich berichtet von einem Besuch des Journalisten-Teams, der einige Tage zuvor stattgefunden hat. Bei Minute 3:25 werden die in dieser Chronologie ersten Bilder aus Ramallah im Westjordanland gezeigt und da sagt die Sprecherin: "Nach dem brutalen Überfall der Hamas auf Israel ist es hier zunächst ruhig geblieben. Auch in der bunten und lebendigen Stadt Ramallah herrschten Trauer und Schmerz vor. Doch wie immer in diesem Konflikt nur mit den eigenen Opfern." Das ist erneut eine Einordnung, die klarmacht, dass die vom Fernsehteam geführten Interviews nicht dazu dienen sollen, die Position der Hamas zu stärken. Und an diese Einführung anknüpfend steht am Ende bei 6:15 diese Aussage einer Palästinenserin: "Wenn es die Besatzung nicht gäbe, wäre all das nicht passiert." Diese Aussage wird wiederum von der Sprecherin als sehr einseitig eingeordnet: "So empfinden es viele Palästinenser, die wir im Westjordanland treffen. Sie wollen, dass ihre Perspektive erzählt wird. Für die Perspektive der Israelis gibt es keinen Raum in Ramallah."

    Unsere öffentlich rechtlichen Medien haben ein strukturelles Antisemitismusproblem.

    Diese Einschätzung kann ich nicht teilen und der Auslandsjournal-Bericht vom 18.10.23 belegt eher das Gegenteil.

    Wie ging es weiter? "Außerdem griff die israelische Armee Ziele in ...." Ja, wenn man die Syntax ganz genau anschaut ... Aber die Botschaft hör ich wohl...

    Zugegeben, das könnte man so missverstehen, dass die Sprecherin bereits sicher ist, dass die palästinensischen Angaben zutreffen, dass Israel das Krankenhaus beschossen hat und "außerdem" noch andere Ziele beschossen hat.

    Aber auch dieses Verstehen ist in der Aussage angelegt: "Es gab das eine Ereignis, bei dem ein Krankenhaus beschossen wurde und sich die beiden Gegner gegenseitig die Verantwortung dafür zuschieben. Und "außerdem" gab es das andere Ereignis. Und es folgt ja darüber hinaus in Minute 3:49: "Es ist unklar, von wem die Rakete geschossen wurde, oder das Geschoss." Und das wird gesagt von dem Reporter Christian Limpert, der aus Tel Aviv spricht, also näher dran ist am Geschehen.

    Habe jetzt doch noch das Phoenix-Interview gefunden mit dem israelischen Botschafter in Deutschland:

    phoenix vor ort: Israels Botschafter Prosor im Interview | ARD Mediathek
    Israels Botschafter Prosor im Interview | Video | Ron Prosor (Botschafter Israels in Deutschland) zur aktuellen Lage in Israel und zu antisemitischen Aktionen…
    www.ardmediathek.de

    In Minute 5:30 sagt der Phoenix-Reporter, dass aus journalistischer Sicht zwei unterschiedliche Meinungen darüber im Raum stehen, wer für die Explosion in dem Krankenhaus die Verantwortung trägt. Und der israelische Botschafter erhält sehr viel Raum in dem Interview, für die Darstellung aus israelischer Sicht. Er behauptet, dass es für seine Darstellung eindeutige Beweise gibt. Aber selbst wenn das so ist, so ist es auch so, dass diese Beweise bei sehr vielen Menschen nicht ankommen, weil sie der Darstellung der Hamas mehr Glauben schenken. (Ist das die journalistische Sicht?)

    Und wie solide sind denn nun die Beweise tatsächlich dafür, dass die Hamas verantwortlich ist für die Explosion in dem Krankenhaus? In der verlinkten Sendung vom 18.1.2023 selbst wird das nicht geklärt.

    Im Gegenteil! Die westlichen Qualitätsmedien habe die Mitteilung der Hamas wegen Explosion im Krankenhaus unhinterfragt übernommen. Also mal deutlich: Terrororganisation sagt, die anderen wären böse. Tagesschau sagt: "Ja!"

    Im Wortlaut in der tagesschau vom 17.1.23 heißt es in Minute 0:40: "Nach palästinensischen Angaben wurden in Gaza-Stadt mindestens 300 Menschen getötet als ein Krankenhaus getroffen wurde."

    Und in Minute 3:49 heißt es: "Es ist unklar, von wem die Rakete geschossen wurde, oder das Geschoss."

    Eine klare Schuldzuweisung an eine der beiden Konfliktparteien kann ich darin nicht erkennen.

    tagesschau 20:00 Uhr | ARD Mediathek
    tagesschau 20:00 Uhr | Video | Kanzler Scholz warnt in Israel vor Ausweitung des Konflikts zum 'Flächenbrand', US-Außenminister Blinken sowie US-Präsident…
    www.ardmediathek.de

    Selbst am nächsten Tag hat das ZDF dem israelischen Botschafter offen gesagt, dass es ja bestenfalls um Aussage gegen Aussage geht.

    Unsere Qualitätsmedien sind eher links orientiert und zeigen recht offen Antisemitismus. Die sollten sich alle schämen!

    Leider kann ich das Gespräch des ZDF mit dem israelischen Botschafter nicht finden. Kannst du einen Link angeben?

    Bei der Suche danach bin ich allerdings auf dieses Gespräch des ZDF vom 18.10.23 mit dem Botschafter Palästinas in Österreich gestoßen: https://www.zdf.de/nachrichten/zd…nflikt-100.html Ein Hinweis darauf, dass das ZDF eher links orientiert ist und offenen Antisemitismus zeigt, kann ich allerdings nicht darin erkennen. Allerdings macht das Gespräch neugierig auf das Gespräch des ZDF mit dem israelischen Botschafter.

    Alle Radfahrer haben selbstverständlich ab sofort die Fahrbahn zu benutzen, vor allem die angesprochenen Altersgruppen. Dann kommt das täglich sogar zwei Mal einer Demo gleich, die nicht einmal angemeldet werden muss. Die Kraftfahrer werden dann ganz schnell merken, § 2 StVO eigentlich aussagt. Woanders muss man dafür immer bis zum ersten Freitag eines jeden Monats warten.

    Das werden sie auch tun, ihnen bleibt gar nicht anderes übrig.

    Aber ich hoffe sehr, dass der ADFC Erfolg hat mit seiner Forderung nach Tempo 30: Zitat aus dem von littlet verlinkten Artikel: "„Die Position des ADFC war damals wie heute, dass die Straße für den schnellen Radverkehr sicher und attraktiv gemacht werden sollte“, sagt Burtscher. Eine Möglichkeit wäre ein generelles „Tempo 30“, das Anbringen von Piktogrammen oder Fahrradschutzstreifen sowie ein Überholverbot von Fahrrädern."

    Schade, dass der ADFC sich anscheinend nicht traut, darüber hinaus einen Parkplatzrückbau einzufordern, das würde zumindest auf einigen Abschnitten nämlich Raum schaffen für richtige Radfahrstreifenabschnitte oder es würde breite und sichere Schutzstreifen ohne Dooring-Gefahr ermöglichen.

    Hier ein Link zu googlestreetview am Eingang zur Münchner Straße ab Poststraße. Auf dem googlestreetview-Bild steht noch das [Zeichen 239]+[Zusatzzeichen 1022-10].

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    Solidarität mit den arabischen Palästinensern geht nur mit gleichzeitiger klarer Opposition zur Hamas.

    Ich frage mich, ob es nicht eine Überlastung darstellt, wenn man Fridays For Future in dieser Frage Solidaritätserklärungen abverlangt.

    Was Gretha Thunberg und andere wichtige Persönlichkeiten bei FFF antreibt zum aktuellen Terrorangriff der Hamas und den seit Jahren andauernden Konflikt um die Gründung eines freien Staates Palästina Stellung zu nehmen und inwieweit sie das als Sprecher*innen von FFF tun, ist nicht immer ganz klar.

    Um so mehr meinen einige politische Kräfte, eindeutige Festlegungen ausmachen zu können. Kräfte, denen es dabei nicht so sehr um das Schicksal der von dem Terrorangriff der Hamas betroffenen Israelis und auch nicht um die von der laufenden Gegenoffensive betroffenen Palästinenser geht.

    Vielmehr sind insbesondere die Unionsparteien und die FDP sowie die politisch konservativ ausgerichtete Presse vor allem daran interessiert, FFF zu delegitimieren und zu schwächen. So schreibt zum Beispiel die FAZ in der zurückliegenden Woche in einer Überschrift : "Wer Antisemiten für sich sprechen lässt".*)

    In dem Artikel schreibt die Autorin: "Was hat eigentlich Klimaschutz mit dem Krieg in Nahost zu tun? Nichts. Die meisten dürften zwischen beidem bis vor wenigen Tagen auch keine Verbindung gesehen haben, hätte sich nicht Greta Thunberg, Initiatorin der mittlerweile weltweit aktiven Klimaschutzbewegung Fridays for Future (FFF), am 20. Oktober mit einem Pappschild ablichten lassen, auf dem sie ihre Solidarität mit Gaza bekundet."

    Diese Art der Betrachtung greift andererseits auch wieder zu kurz. Richtig ist, dass die Alliierten, nachdem sie das Osmanische Reich im Ersten Weltkrieg besiegt hatten, den Nahen Osten in Einflusszonen aufteilten, bei denen es weniger um das Wohl der Bevölkerung, sondern vor allem um Zugang zu dem Stoff ging, der heute im Zentrum der Kritik der Klimabewegung steht: Der Zugang zu den Ölquellen.

    Hat sich eigentlich schon mal wer die Frage gestellt, was gewesen wäre, wenn die stärker industrialisierten Länder bereits zu Ende des 19. Jahrhunderts damit ernsthaft begonnen hätten, eine Verbesserung der Lebensverhältnisse und eine zunehmende Industrialisierung ohne billiges Öl aus Fernost und anderen Ländern (und ohne exzessiven Steinkohle-Bergbau und Abholzung) anzustreben?

    *) https://www.faz.net/aktuell/feuill…t-19279258.html

    Ich bin leider zu doof, die Original-Beiträge aufzufinden. Ich würde mir aber gerne mein eigenes Bild davon machen, und nicht von irgendwelchen Medien abhängig sein.

    Geht mir auch nicht besser.

    Auf t-online habe ich diesen Hinweis gefunden:

    Deutscher Aktivist prahlt: Antisemitischer Hasspost bei Fridays for Future "durchgeboxt"
    Hinter den Postings von Fridays for Future steckt wohl ein ehemaliger Pressesprecher der Bewegung. Der Mann kommt aus Mainz.
    www.t-online.de

    Darin heißt es:

    "Hinter den umstrittenen Postings von Fridays for Future steckt wohl ein ehemaliger Pressesprecher der Bewegung. Der Mann kommt aus Mainz.

    Die israelfeindlichen Postings des internationalen Zweigs von Fridays for Future (FFF) wurden maßgeblich von einem deutschen Aktivisten mitgestaltet. Wie der "Tagesspiegel" berichtet, prahlt der ehemalige Pressesprecher der FFF-Ortsgruppe Mainz, Hasan Özbay, auf X (vormals Twitter) damit, dass er diese Postings "durchgeboxt" habe.

    In den Postings ruft der internationale Account der Klimabewegung zu Solidarität mit Palästina auf und bezeichnet Israel als Kolonialmacht, die einen Genozid an den Palästinensern plane – lesen Sie hier mehr zum Thema."

    Die Vorwürfe von FDP und den Unionsparteien, FFF sei israelfeindlich, hört sich nach dem Versuch an, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen, um die Klimabewegung zu diskreditieren. Einer Mücke, gegen die bereits ein Moskitonetz ausgespannt ist.