An Ostern auf der Website Monnem-bike.de gesehen, mit der die Stadt Mannheim die Erfindung des Fahrrads vor 200 Jahren zelebriert: Das "Mobile Cinema": Die Teilnehmer fahren vom Wasserturm in der Stadtmitte Mannheims aus mit dem Fahrrad zu "interessanten Orten", die Kinotechnik wird mit Lastenrädern transportiert, und am Ziel müssen die Teilnehmer auf Dynamoständen in die Pedale treten, um den nötigen Strom zu transportieren. Es gibt insgesamt bis zum Herbst zehn Termine, erstmals findet das ganze am 5. Mai statt. Wer sich also mal in den Südwesten verirrt...
Das ganze ist vom hiesigen Verkehrsverbund VRN gesponsert, der übrigens eine ziemlich großzügige Regelung zur Fahrradmitnahme hat: Bis auf die Zeiten im Berufsverkehr (6 bis 9 Uhr) ist die Fahrradmitnahme in allen Zügen und vielen Bussen kostenlos, im Berufsverkehr muss eine Fahrradkarte gekauft werden.
Beiträge von arvoituksellinen
-
-
Autofahrer sind zum Umstieg bereit. Oder: Autofahrer würden auch Rad oder Bahn fahren.
So hieß es gestern.
Wie Spiegel Online heute berichtet, war das wohl etwas voreilig: DIese Aussagen sind durch den vollständigen Text der Umfrage nicht gedeckt. -
Zitat von Malte
So, mal sehen, ob ich das jetzt alles noch zusammenkriege. ...
Vielen Dank, Malte, für deinen ausführlichen Bericht. Der Ablauf einer solchen Veranstaltung ist auch für einen Nicht-Hamburger interessant.
Und das hast du alles mit dem Smartphone geschcrieben? Mit einem PC und anständiger Tastatur wäre es für mich kein Problem, längere Texte zu schreiben, wenn ich auch an die 280 Anschläge/Minute, die ich mal konnte, nicht mehr rankomme. Aber mit meinen dicken Fingern ist es für mich schon eine Herausforderung, auch nur eine Kurzmitteilung am Smartphone zu tippen. Jetzt weiß ich gar nicht, ob ich dich bedauern oder bewundern soll. -
Ein Bildervergleich damals–heute aus Berlin: Alles schon mal da gewesen, von den Erfrischungen unterwegs bis zum Lastenrad.
-
So kann man einen von Fußgängern überfüllten Radweg auch frei machen: Nicht mit aggressivem Geklingel, sondern mit unmelodischem Gesang. Ob das in Deutschland auch funktioniert?
-
In der Pfalz hat man manchmal einen etwas seltsamen Humor.
Ein solches, von der Stadt aufgestelltes Schild steht in Kaiserslautern beispielsweise an einer Stelle, wo der (nicht benutzungspflichtige) Radweg und der Fußweg sich verengen und durch eine Arkade geführt werden (das Schild ist allerdings mit Aufklebern überklebt und nur schwer zu erkennen). Dieses Exemplar steht vor einer Kleingartenanlage, wo einiges an "Querverkehr" zuammenkommt (Eingang, Querung zum Parkplatz, Zugang zum gut frequentierten Vereinslokal und Bushaltestelle). Insofern ist die Aussage "Radfahrer nehmt Rücksicht, Fußgänger bitte Vorsicht!" doch gut gemacht, zumindest gut gemeint. Allerdings: Der (asphaltierte) Bürgersteig ist nicht für Radfahrer freigegeben. -
Die Zeit behauptet: Hamburg wächst schneller denn je, trotzdem sind auf den Straßen immer weniger Autos unterwegs. Wie kann das sein?
Tja, das frage ich mich auch, wenn ich (als Nicht-Hamburger) eure Zustandsberichte lese. Oder spielt da wirklich die verstärkte Rad-Nutzung, von der Malte im Thread "Wenn Hamburg nicht bald…" berichtet, eine wesentliche Rolle?
-
Ich kann den Artikel leider nicht lesen -- der Text blitzt nur kurz auf, dann kommt nur der Kopf mit "General-Anzeiger" und eine Anzeige vom Eurojackpot, der Rest der Seite ist weiß. Der Google-Trick, der beim Abendblatt hilft, führt hier nicht weiter. Was mach ich falsch? Irgendwelche Ideen? (FF 51.0.1, Adblock plus).
-
Zitat von Explosiv
Umgekehrt müsste es in einem für Richterrecht offenen System auch die Möglichkeit geben, von Lebenslang auf z.B. 10 Jahre runter zu gehen, wenn mildernde Umstände vorliegen.
In diese Kerbe schlägt der BundesrichterThomas Fischer, der eine wöchentliche Kolumne bei Zeit Online hat und sich dort -- oft schwer verdaulich, aber immer lesenswert -- über verschiedene rechtsdogmatische Fragen auslässt. Im letzten Sommer schrieb er darüber, was Mord eigentlich ist, vor zwei Jahren ging es um die Legitimität der lebenslangen Freiheitsstrafe.
-
Gestern abend habe ich im Radio ein Liedchen gehört -- zum ersten mal, obwohl es schon 20 Jahre alt ist: "Fahrrad fahr'n" von Achim Reichel. Und obwohl der Text ziemlich albern ist, trifft's die Stimmung eigentlich recht gut. Auf youtube gibt's dazu einen Trickfilm.
-
Zitat von Blaue Sau
Wäre ein solches Urteil auch in Deutschland möglich?
Ein ähnliches Urteil könnte sicher auch bei uns gefällt werden, wenn der Täter fünf Jahre äter wäre: Fahrlässige Tötung durch Raserei in Verbindung mit Fahrerflucht -- da wären auch bei uns 3 1/3 Jahre Haft zwar am oberen Ende, aber nicht ausgeschlossen. Führerscheinentzug für 4 1/2 Jahre kommt mir für hiesige Verhältnisse etwas viel vor. Da Javid aber erst 20 ist, wäre hier wahrscheinlich Jugendstrafrecht angewendet worden und das Strafmaß deutlich geringer ausgefallen.
Was bei uns sicher nicht möglich wäre, ist ein Artikel in der Form wie im UK: Da wäre alles anonymisiert, verpixelt und abgekürzt.
-
Firefox 51.0.1 (32 Bit) unter Windows (7 und
funktioniert auch. -
Man muss ja direkt froh sein, dass der LKW nur weitergefahren ist. In China hätte es Tote gegeben.
-
Natürlich war das kein seriöser Test, dafür war die beobachtete Stichprobe viel zu klein. Klar. Aber eines wird doch überraschend deutlich, dass nämlich die Fahrtzeit nicht linear von der Geschwindigkeit abhängt -- der größte Anteil der Zeit geht im dichten Stadtverkehr fürs Warten an den Ampeln drauf. Ich habe die Überschrift deswegen so groß geschrieben, um ganz plakativ eben darauf hinzuweisen.
Schön fand ich auch den Schluss des Artikels: "Auch klar ist, dass es mit dem Rad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln entspannter ist - sofern man nicht gerade durch die Rosenheimer Straße radelt, oder eine Weichen-, Oberleitungs- oder sonstige Störung die Öffentlichen lahmlegt." -
"Was ist das nur für ein Trottel - da, in dem schwarzen Golf! Wieso kriecht der so, die Straße ist doch frei?" So denkt mancher Autofahrer, aber die Süddeutsche belegt:
Mit Tempo 30 verliert man keine Zeit -
-
Aus der oben verlinkten Pressemitteilung der Stadt Bochum: "Befindet man sich mit dem Fahrrad auf einer Straße, sollte man den Bereich neben Lastern und Transportern möglichst meiden – vor allem an Kreuzungen und Ampeln."
Prima. Genau in diesem Bereich verlaufen die Radwege, vor allem an Kreuzungen und Ampeln.
-
-
@Spkr: Das bezeichnet man wohl mit Medienkompetenz... Vielen Dank!
-
Vor einiger Zeit hatten wir hier im Forum über eine Lautsprechereinrichtung an den Müllwagen in Hamm diskutiert, die Radfahrer mit der Synchronstimme von Bruce Willis darauf hinweist, dass der LKW abzubiegen gedenkt (ich finde die Stelle nicht mehr und weiß nicht, wie ich danach suchen soll, aber vielleicht kann Malte als Admin den entsprechenden Link setzen).
Jetzt berichtet die Süddeutsche, dass es in Hamm Probleme rechtlicher Art gibt, weswegen die Lautsprecher in Hamm nicht mehr eingesetzt werden (anderswo aber sehr wohl). Die Probleme haben aber nichts mit unseren in der Diskussion damals geäußerten Bedenken zu tun.
Zitat aus dem Artikel: "Auf Rückfrage bestätigt der TÜV Hessen, "dass für das Gerät derzeit keine attestierte Verwendbarkeit im Bereich der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung vorliegt". Mit anderen Worten: Es zu verwenden, ist illegal. Auch nach europäischen Richtlinien sei das Gerät nicht zulässig - "auch wenn es vielleicht sinnvoll erscheint", heißt es beim TÜV Hessen."
Und schon im nächsten Absatz beschreibt der Autor des Artikels die Einrichtung als "offenkundig sinnvoll" -- woher diese Kunde kommt, ist aber unklar. Kein Wort darüber, dass damit ein Recht des Stärkeren geschaffen wird, kein Wort über die mögliche Schuldabwälzung auf das radfahrende Opfer, sollte es doch zu einem Unfall kommen, nur der formale Verweis "Es dürften nur Signaleinrichtungen verbaut werden, die ausdrücklich als Schallzeichen im Paragraf 55 der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung erlaubt seien."
Über Bedürfnisse des Radfahrverkehrs hat sich mal wieder gar niemand Gedanken gemacht.