Beiträge von udoline

    Auch wer nicht kochen kann, darf die Ungenießbarkeit einer Suppe feststellen. So oder so kann man bemerken, das es nichtmal mehr auf Kurzstrecken funktioniert. Soweit ich das sehe, ist das kein vorrübergehendes Hoch, sondern kontinuirliche Verschlechterung in allen Bereichen, trotz entgegengesetzter technischer Entwicklung.

    aber der Schaffner hats erlaubt, obwohl er das gar nicht durfte

    Diese Ausrede von der Schuldumkehr kennen wir von den Verkehrsbehörden. Wenn der Schaffner mal nicht so genau hinkuckt, hat er nicht erlaubt. Wenn er die Tür nicht bewacht, hat er nicht erlaubt. Komischerweise gehts aber sehr wohl beim Vollstopfen, eine starke Bremsung und es brechen Arme und Rippen, weil 3/4 nichts zum festhalten haben, während sie sehr wohl die Tür zur leeren ersten Klasse bewachen. Ob sie wohl haften, wenn bei Bremsung einer von 20 Masseträgheiten durch die geschlossene und bewachte Tür gedrückt wird… Ich sehe es umgekehrt: Der Verschluß der ersten Klasse ist dann völlig unabhängig von internen Vorgaben ein schweres Pflichtversäumnis, Sicherheit vor Arbeitgeber.

    Zu den ganzen Warums der verdächtigen oder unverdächtigen Denkfabrik läßt sich wohl feststellen, weil noch nie ein Zugbegleiter vom wütenden Mob erwürgt wurde.

    Die Lösung darf dann meiner Meinung nach gern individueller sein

    Jo, auf dem Radweg auch, dann muß er halt langsam und vorsichtig fahren. Verträge sind wie Vorschriften einzuhalten, nicht planmäßig außer Kraft zu setzen. Beherrscht man die Technik nicht mehr, dann muß sich die Planung eben daran ausrichten, und nicht jeder einzelne Kunde zufällig in Haftung genommen werden.

    POL-HAM: Für mehr Sicherheit auf dem Radweg: Polizisten als Sprayer unterwegs
    Hamm (ots) - Was auf den ersten Blick ein bisschen nach Street-Art aussieht, ist Teil einer gezielten Verkehrssicherheitsaktion. Denn wer mit dem Fahrrad…
    www.presseportal.de

    „Polizisten als Sprayer unterwegs“

    Mal sehen, obs ne Antwort gibt: Werden dieselben Kriterien angelegt bei beschilderten Radwegen auf der linken Seite? Das Infolge dessen diese Schilder also abgebaut werden?

    Bonus: Linkes Blau entfaltet keine Wirkung, ist also illegal. Sind solche Sprayereien zulässig?

    Nicht „Dieser ‚Polizist‛ zieht Gurtsünder aus dem Verkehr“.
    Auch nicht „Dieser ‚Polizist‛ zieht Temposünder aus dem Verkehr“.
    Auch nicht „Dieser ‚Polizist‛ zieht Alkoholsünder aus dem Verkehr“.
    Auch nicht „Dieser ‚Polizist‛ zieht Vorfahrtsünder aus dem Verkehr“.
    Auch nicht „Dieser ‚Polizist‛ zieht Defektesünder aus dem Verkehr“.

    dann mit einem Zf streiten, warum man nicht im gebuchten Zug sitzt

    Kann ich als Unwissender daraus ableiten, das man gut beraten ist, sich selbst solche einfachen Sachen schriftlich geben zu lassen? (klar, nicht, das das jemand täte) Und das im digitalen Zeitalter mit Echtzeitdaten und so? Kann ich außerdem daraus ableiten, das trotz der Technik kein Angestellter irgendwas weiß oder sogar falsch informiert ist, wenn es drauf ankommt?

    Sollte heißen: Selbst hier steht an einigen Stellen noch etwas ohne nennenswerten Abstand am Wegelchen. Hatte ich schon: Ich fuhr dran vorbei, damals noch sowas benutzend. Eine Sekunde. *Plonk*, der kurz zuvor überholte Typ. Der hätte ein Polster gebrauchen können, wovon ich ausging, das es sowas sei. Immerhin ist er nicht über den Lenker gegangen.

    Nun, ich werde ja nachlesen, was die Freunde des Radfahrers mit „fehlerverzeihend“ + „Infrastruktur“ überhaupt meinen und was sie daraus machen. Ja, ich halte es nicht für übertrieben, angesichts der bisherigen Begriffumdeutungen und Umbenennungen auch bei der „fehlerverzeihenden Infrastruktur“ von vornherein die für mich bzw. den Radwegnutzer nachteilige Variante der strategischen Kommunikation anzunehmen. Ich sehe keinen Grund zur Annahme, das ausgerechnet bei „fehlerverzeihender Infrastruktur“ etwas anderes beabsichtigt sein könnte, als schon bei jedem der über Jahrzehnte andauernde Verwurstung der oben genannten Begriffe. Umgekehrt hast du keinen Grund genannt, der noch eine Unschuldsvermutung gerechtfertigt erscheinen lassen könnte. Das uns die Autobahnen nicht interessieren, darüber sind wir uns wohl einig. Das sie etwas schädliches statt sanfter Kantenübergänge bekommen werden, wenn sie nach „fehlerverzeihender Infrastruktur“ rufen, steht schonmal fest, so war es immer, und sie wissen es. Natürlich werden sie dann, nachdem „dennoch“ was passierte, wieder Krokodiltränen vergießen und nach „sicherer fehlerverzeihender Infrastruktur“ oder „sicheren fehlerverzeihenden Kreuzungen“ verlangen. So war auch das jedes mal. Eben diese Vorgehensweise endlich mal festzuhalten, wäre doch nicht schlecht.

    Abgesehen davon bin ich eher Beobachter als Empörer. Ich benutze Radwege einfach nicht mehr. Daher kann ich mich mittlerweile zurücklehnen, bei den Schandtaten gegen die Radwegnutzer zusehen und mich allenfalls noch wundern, was diese so alles hinnehmen. Ich empöre mich nichtmal mehr über hupende Autofahrer. Selbst wenn ich ausnahmsweise doch mal komisch winke, passiert das ohne Aufregung.

    Jaaaa, haben Umlaufsperren und Co. auch solche Geschichten hinter sich? Ich weiß das gar nicht. Fällt mir nichts zu ein.

    Schutzstreifen ist klar, vermerkt. War doll, und alle machen mit.

    „haben Lichtmaste teilweise ingebaute "Knautschzonen"“

    Ja, das könnte mancher auch hier gut vertragen. Und die Baumschutzbügel. Und die Fußgänger. Alles des Radweges wegen nötig.

    Ich ergänze Begriffe óben.

    Mehr Kinder verunglückt: ADFC fordert sichere Schulwege
    Auf dem Schulweg verunglückten Kinder im Jahr 2025 besonders häufig: Insgesamt nahm die Zahl der verletzten oder getöteten Kinder, die auf dem Fahrrad…
    www.adfc.de

    In China fällt ein Sack Reis um: ADFC fordert Radfahrergerechte Ausweichroute.

    13 auf dem Fahrrad, davon X Prozent. Das kann man ja kaum noch brauchbar ausrechnen.

    Schulwege ≈? Radwege.

    Studie zeigt: Mehr Radwege, mehr Radverkehr
    Schon ein zusätzlicher Kilometer Radweg kann das Mobilitätsverhalten in Städten verändern. Eine internationale Studie zeigt: Menschen steigen häufiger aufs…
    www.adfc.de

    Gleich daneben noch son Trick. Im Text steht das Gegenteil von Titel und Einleitung.

    „sichere Radwege“ ist noch nicht am Ende, „sicherere Kreuzung“.

    Jo jo. Ich verteufele auch nicht die Begriffe, sondern jene, die sie zu meinem Nachteil verwenden, vermurksen, vertricksen. Eben genau das seit langer Zeit deutlich sichtbare, es fällt ja sogar mir auf. So werden wir auch sehen, wie man „fehlerverzeihende Infrastruktur“ verwendet, wenn es um Wegelchen bzw. Radfahrer geht. Bisher setze ich 10 € auf Thomas. Man müßte schon einen Stock im Arsch haben, um lautere Absichten zu vermuten.

    Habs zum Spaß grad mal Deepseek hingeworfen. Launig. Das Ding ist schlauer als jeder Radweg-Fan und schlauer als mancher Radweg-Gegner.

    Verfeinern kann man das dann noch mit Fragen wie „Ist eine solche Chronologie von Begriffen übliche Strategie der Desinformation?“

    Kopie

    „fehlerverzeihende Infrastruktur“, aha, so so. „Sichere Infrastruktur“ reicht nicht mehr. Vielleicht sollte ich mal eine Chronologie der Verschwurbelungsbegriffe bauen.

    Das mit dem „fehlerverzeihend“ ist doch das ideale Schlupfloch für alle Infrastrukturfreunde. Radwegeunfälle passieren dann nicht mehr wegen der prinzipiellen Schwächen von Infra, sondern weil die vorhandene Infra eben mal wieder nicht „fehlerverzeihend“ genug war. Die Illusion, es gäbe überhaupt sowas, resultiert aus dem kompletten Ignorieren der Tatsache, dass Alleinstürze in NL häufiger vorkommen und tödlicher verlaufen als in D.

    Das sehe ich aber auch schon bei „Sicherer Radweg“, oder meinetwegen „Sichere Infrastruktur“. Insofern muß „fehlerverzeihend“ ja eine Steigerung sein. Einfach nur Ersatz, Neu gegen Alt, dürfte es nicht sein, weil das Attribut Sicher nun auch noch nicht so lange in Gebrauch ist. Oder.

    Der „sichere Radweg“ war seinerzeit die PR-Antithese zur angeblich „gefährlichen Fahrbahn“, so wie die „gute Butter“ die Überlegenheit des Michfetts gegenüber der (schlechten) Margarine herausstreichen sollte. Nachdem sich die Fahrradsegregation verkehrsplanerisch als unumstrittener Standard in ausnahmslos allen Köpfen etabliert hat, geht es aber jetzt darum, den Menschen irgendwie zu verklickern, warum es trotz (wegen) der schönen Wegelchen überall immer noch so oft so schwer kracht. Hauptquelle dieser verbalen Degenfechterei ist das Marketing der angeblichen holländischen Wunder-Schutzinselchen-Kreuzungen durch den „Darmstadt-fährt-Rad“-Architekten Timm Schwendy.

    Ja, da ist was dran, obwohl ich mich wundere, das „Sichere“ nicht schon viel früher davor gesetzt wurde.

    Radweg, sicherer Radweg, sichere Kreuzung, Schutzstreifen, Fahrradstraße, Radinfrastruktur, geschützte Radwege / geschützte Radstreifen, fehlerverzeihende Radinfrastruktur. Dieser ganze hier bekannte Mist.

    Immer wieder alter Wein in neuen Schläuchen; strategische Kommunikation zum Schaden des Radfahrers, zum Nutzen der Motorisierten. Diese Schläuche verdienen es langsam mal, auf eine Zeitleiste aufgetragen zu werden, um so deren Verwender ein weiteres mal der Lüge zu überführen. Wem was dazu einfällt, immer her damit, dann baue ich das mal auf meine Webseite.

    Google zeigt ja die Suchbegriffe ebenfalls im zeitlichen Verlauf. Gibt es weitere in diesem Sinne sinnvolle Dienste?