Beiträge von Epaminaidos

    Begehe einen versuchten Mord direkt vor der Kamera und komme mit maximal 5 Jahren davon.

    Inzwischen liegt das Urteil vor: 3 Jahre. Auf den offiziellen Fotos dort sieht sie vollkommen anders aus als im ersten Artikel.
    Vorher gab es wohl eine der üblichen Auseinandersetzungen über eine Gefährdung des Radfahrers.
    Dieser hat ihr in deren Verlauf wohl gegen den Außenspiegel getreten.

    Die Täterin ist schwanger und ihr Kind wird wohl entweder im Knast laufen lernen oder von der Mutter getrennt...

    Wie kann das sein?

    Das eine stört gewohnheitsmäßige Ordnungswidrigkeiten, das andere niemanden. Bei ersterem wird jedes noch so bekloppte Argument ins Feld geführt. Und gerne von vielen Menschen akzeptiert, die ihre Freiheiten ungerne hergeben. Ist zwar ein bisschen peinlich, aber eigentlich nur menschlich.

    Drüben im VP gibt es gerade einen Thread, ob die Bußgelder nicht erhöht werden sollten, damit sie wenigstens die Kosten der Erhebung decken. Mein Standpunkt fiel aus der Reihe: Bußgelder drastisch erhöhen. In der folgenden Diskussion habe ich unter anderem darauf hingewiesen, dass Falschparker im Kreuzungsbereich Kindern die Sicht nehmen.
    Und was kommt von zwei Teilnehmern?
    Die Falschparker würden Kindern helfen, sich auch in gefährlichen Situationen zurecht zu finden. Ich müsse den Falschparkern also eher noch dankbar sein, dass sie eine zusätzliche Gefahr schaffen, in der sich Kinder bewähren können. Oder halt überfahren werden. (Letzter Satz von mir.)

    Kein Argument ist zu blöd, um die eigenen Freiheiten zu rechtfertigen.

    Das gilt natürlich nicht nur für Autofahrer, sondern für alle Gruppen, die irgendwelche "nicht-ganz-in-Ordnung"-Freiheiten genießen :)

    Was entgegnet man solch "einfachen" Argumenten?

    Dass ein Vollintegralhelm nicht vergleichbar mit einem Stückchen Styropor ist.
    Eine eindeutige empirische Studie zur Schutzwirkungen von Motorradhelmen fände ich aber auch interessant.

    Wäre das euer Ansicht nach eine ähnliche Argumentation wie gegen die haltlosen Forderungen nach einer Kennzeichenpflicht, bei der man darauf verweisen kann, dass ja auch die mit einem Kennzeichen versehenen PKW nicht ordentlicher unterwegs sind?

    Dieses Argument halte ich für Quatsch. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was auf den Straßen loswäre, wenn es keine Autokennzeichen gäbe.
    Ich bin überzeugt davon, dass Kennzeichen für Fahrräder die Verkehrsdisziplin auch bei Radfahrern erhöhen würden. Die spannende Frage ist nur die Abwägung zwischen Nutzen und Nachteilen:

    • Fahrradkennzeichen machen erstmal Verwaltungsaufwand bei den Behörden.
    • Außerdem halten sie Menschen vom Radfahren ab, da das Fahrrad nun halt vor der Nutzung auch noch angemeldet werden muss.
    • Der Vorteil von Kennzeichen ist bei Fahrrädern viel kleiner, da Fahrräder nunmal im Allgemeinen keine tödliche Gefahr für ihre Umwelt darstellen.

    In der Schweiz gab es mal Pflichtkennzeichen. Die wurden recht schnell aufgrund der Nachteile wieder abgeschafft.

    Der Fahradhelm schützt vermutlich vor allem bei großen Geschwindigkeiten

    Es gibt Stimmen, die das Gegenteil behaupten: Bei geringen Geschwindigkeiten hilft der Helm etwas, bei höheren Geschwindigkeiten zerbricht der so schnell, dass es kaum eine Schutzwirkung mehr gibt.
    Keine Ahnung, was tatsächlich stimmt.

    Wenn schon der Psychologe anführt, dass viele Fahrradfahrer ja gar keinen Führerschein haben dann muss das wohl wahr sein...

    Gibt es zu diesen Spruch eigentlich irgend eine Statistik?

    "Viel" ist ja nun an Ungenauigkeit kaum zu überbieten. Das kann nach meinem Gefühl alles sein zwischen 5% und 50%.
    Die Führerscheinquote bei den Erwachsenen liegt laut ADFC bei ungefähr 90%.

    Auch die Aussage zu den Punkten bei diesem Fragebogen ist ziemlich unbrauchbar, so lange nicht entweder der Fragebogen vorliegt oder zumindest zum Vergleich die Zahlen von anderen Bevölkerungsgruppen genannt werden.
    Das Quiz selbst ist hier noch verlinkt, aber nicht mehr aufrufbar.

    Die vollautomatische Fahrradabstellanlage ist natürlich technisch spannend, aber ob der kostenmäßige Aufwand das rechtfertigt

    Ich habe keine Ahnung von den tatsächlichen Kosten. Es ist aber zumindest denkbar, dass eine vollautomatische Anlage sogar preisgünstiger ist als eine "manuelle". Denn eine automatische Anlage benötigt vermutlich weniger Platz - sowohl innen als auch in der Zuwegung. Dadurch werden erstmal Kosten gespart. Auch im Betrieb können Kosten eingespart werden (z.B. wird innen weniger Reinigung benötigt).
    Dem gegenüber stehen die zusätzlichen Kosten für die Automatisierung.
    Kennt jemand einen tatsächlichen Vergleich der Kosten?

    Ich finde, die Pläne aus Hamburg sind schonmal besser als nichts. Denn die Alternative zu diesen Plänen wären vermutlich nicht schärfere Beschränkungen gewesen, sondern gar keine.
    Dass ein paar Meter weiter der Hafen ist, ist zweitrangig, da Stickoxide vor allem ein lokales Problem sind. In ein paar dutzend Metern Entfernung zur Straße sind die schon wieder auf Normalniveau.

    Hast du ein paar Verlinkungen dazu?

    Den wirklich guten Artikel zu dem Thema finde ich gerade nicht mehr.
    Es geht um zwei Punkte:

    Die EU würde gerne Fahrzeuge selber stichprobenartig prüfen und natürlich bei Verstößen auch Strafen gegen die Hersteller verhängen. Dadurch soll verhindert werden, dass Staaten ihre eigenen Hersteller decken. Das sieht man ja aktuell: Deutschland hat praktisch keine Möglichkeiten, gegen Fahrzeuge von Herstellern im europäischen Ausland vorzugehen. Gleiches gilt natürlich auch umgekehrt. Die nationalen Ämter können also ihre Industrie decken. Die EU möchte das ändern.

    Außerdem soll die Bezahlung der Prüfinstitute umgestellt werden. Aktuell zahlen die Hersteller direkt dafür, dass der TÜV oder eine ähnliche Institution die Konformität der Abgasanlage bestätigt. Damit ist die Unabhängigkeit der Prüfer natürlich nicht mehr gegeben. Die EU möchte nun statt dessen ein Gebührensystem einführen, bei dem die Prüfer nicht mehr direkt bezahlt werden.

    Beides lehnt Dobrindt ab.

    Quel len

    Umweltministerin fordert Nachrüstung von Dieselautos

    Zitat von Spiegel

    Von Dobrindt verlangte Hendricks nun, die Industrie stärker in die Pflicht nehmen. Doch auch diese Forderung der Umweltministerin richtete sich an einen Unverbesserlichen: Denn am Dienstag war ebenfalls bekannt geworden, dass das Verkehrsministerium eine im Zuge des Abgasskandals geplante Verschärfung von Fahrzeugtests durch die EU ablehnt.

    Ich bin ja fast vom Stuhl gefallen, als ich das gelesen habe. Durch eine kurze Recherche darüber wurde das nur noch schlimmer. Dobrindt setzt aktuell ganz schön viele Hebel in Bewegung, um in den neuen Tests gleich wieder die Schlupflöcher zu platzieren.

    Diesel-Autos stoßen mehr als 6x soviel Stickoxide aus wie erlaubt: http://zeit.de/mobilitaet/2017-04/abg…weltamt-diesel-stickoxide

    ...und täglich grüßt das Murmeltier.
    Leider enthält der Text sowohl bei der Zeit als auch beim Spiegel den Hinweis, dass das alles vollkommen legal ist. Es ist also laut Artikel nicht "sechsmal so viel wie erlaubt", sondern "sechsmal so viel wie auf dem Prüfstand".

    Anscheinend hat die Autolobby ganze Arbeit geleistet. Ich verstehe beim besten Willen nicht, was es an der Illegalität zu diskutieren gibt. Die EU-Vorschrift schreibt eindeutig, dass die Abgasreinigung über die ganze Lebensdauer des Autos bei normalen Bedingungen funktionieren muss. Abweichungen sind nur unter außergewöhnlichen Bedingungen zum Motorschutz zulässig.
    Nur leider schalten die Hersteller teilweise schon unter 17°C Außentemperatur die Reinigung einfach ab, weil sonst der Motor kaputt geht. Fiat wohl einfach nach gut 20 Minuten (der NEFZ dauert 20). Das ist lächerlich. Und ich finde es schade, dass die Presse da nicht weiter drauf herumhackt.