Beiträge von timte

Am 27. Februar 2020 ist das Forum von 9 Uhr bis mindestens 12 Uhr wegen Wartungsarbeiten nicht erreichbar.

    Mal wieder eine dieser unsäglichen "Toter Winkel" Aktionen der Kölner Polizei , mit einer angemessenen Reaktion des ADFC.

    Der Leiter der Verkehrsinspektion ist sich dabei nicht mal zu blöd, die Aktion mit dem abgedroschenen Spruch über den Radler mit dem Grabstein zu rechtfertigen.

    Ich finde es immer wieder bemerkenswert, für wie gewitzt und Schlagfertig sich die Leute halten wenn sie diesen Spruch bringen.

    Toter Winkel

    Viel gesehene Schilderkombi auf unserer diesjährigen Sommerurlaub. [Zeichen 250] auf den offiziellen Radwanderwegen. Wobei die Beschilderung und Streckenführung sowieso an vielen Stellen einfach nur ein Krampf ist.

    Nein, muss er nicht, nur der restliche Radverkehr.

    Die Du ja auch verinnerlicht hast und wohl, ohne es zu merken. Ich bin voll und ganz auf Deiner Seite, wenn es darum geht, dass langsamere Recht haben, vor einem herzufahren. Solche Situationen mögen mich ärgern also die Situationen aber nicht die langsameren Vorfahrer.


    Jedoch scheinst Du, da Du davon ausgehst, dass Radfahrer dann langsam machen müssen, den Radfahrern selber das Recht abzusprechen, denn anders könnten sie ja leicht zum Überholen auf die Fahrbahn ausweichen.

    Das hast du falsch verstanden oder ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Es war ja als Antwort auf den Post von Forumsteilnehmer, der schrieb das Kinder nur den restlichen Radverkehr ausbremsen würden. (Verkürzt widergegeben). Meine Argumentation bezog sich auf Radfahrer auf Radwegen. Wenn ich ohne Kind unterwegs bin nutze ich gerne die Fahrbahn. Wenn ich auf Radwegen unterwegs bin auch mal nur zum überholen. Also um es zu präzisieren: Wenn man hinter einem langsamen Radfahrer (ob Kind oder Erwachsener) herfährt und keine Möglichkeit zum überholen hat ( sei es auf dem Radweg oder der Fahrbahn) sollte sich gedulden anstatt dafür zu plädieren langsame Radler (in diesem Fall Kinder) von der Radinfrastruktur zu verbannen.

    Gleiches gilt natürlich auch für die Fahrbahn.

    Zitat
    Und wenn sie nicht zügig fahren können und motorisch nicht so fit sind, behindern sie den restlichen Alltagsradverkehr auf schmalen benutzungspflichtigen Radwegen, auf denen Du die Kinder nicht überholen darfst und hinterherbummelst .

    Dann aber auch Gehwegzwang für Rentner.

    Nein im Ernst: Es ist zwar nervig hinter einem langsamen Radfahrer herschleichen zu müssen, aber auch langsame Radfahrer haben das Recht die Radinfrastruktur zu nutzen. Dann muss man halt mal ein bißchen warten und Geduld zeigen. Fahrrad fahren mit Kind ist sowieso schon nervenaufreibend genug auch ohne drängelnde Radler von hinten. Ich lass meinen Sohn auch mit auf dem Radweg und auf Schutzstreifen fahren, weil es einfach das Sicherste für alle Beteiligten ist.

    Mein Sohn ist schließlich nicht verantwortlich für die miserable Infrastruktur. Wo es geht machen wir Platz für schnellere Radfahrer. Wo es nicht geht muss der restliche Verkehr sich halt gedulden. Ohne dich angreifen zu wollen Forumteilnehmer, aber für mich klingt das nach derselben Argumentation die Autofahrer benutzen um Radfahrer von der Fahrbahn fernzuhalten.

    Ein Traum wäre natürlich eine Radinfrastruktur die es allen Altersklassen erlaubt sicher und in eigenem Tempo zu fahren. Vielleicht kann das mein Sohn mit seinem Enkel irgendwann mal...

    Ich hab letztens gelesen, dass in meinem Stadtteil mittlerweile 30 Prozent aller Haushalte ohne Auto auskommen. Tendenz steigend. Das lässt zumindest hoffen.

    DasS es jungen Menschen heute (in der Stadt) nicht mehr so wichtig ist Führerschein und Auto zu besitzen beobachte ich auch so. Die jungen Praktikanten bei mir auf Arbeit nutzen ihr "Führerscheingeld" meist anderweitig oder sehen den Führerschein als etwas notwendiges aber eher lästiges übel. Ganz anders als in meiner Generation wo auf den Führerschein noch hingefiebert wurde. Allerdings bin ich auch auf dem Land gross geworden und kann mir denken, dass es dort immer noch so ist.

    Ich bin auf jeden Fall optimistisch. Die Verkehrswende wird kommen. Vielleicht nicht so schnell wie viele sich das wünschen aber es geht in die Richtige Richtung.

    Allein, dass ich heutzutage sagen kann " ich habe keinen Führerschein" ohne für verrückt erklärt zu werden oder gefragt zu werden wie ich ihn verloren habe, zeigt mir deutlich, dass sich im Denken vieler Menschen schon einiges geändert hat. Früher war das die Standardreaktion.

    Man muss halt auch mal Position beziehen. Wo kommen wir denn hin wenn Fahrradfahrer parken wo sie wollen. Immerhin blockiert der Pkw mit seinem Heck nur den Gehweg, den Fahrradweg hat er freundlicherweise frei gelassen.

    Satire aus

    Nebenan hängt noch ein Schild, dass Autofahrer bittet, in angemessener Entfernung zu den einzelnen Türen der Mülltonnenkästen zu parken. Also ist das zuparken des Gehwegs ausdrücklich erwünscht.

    Ich weiß auch nicht mehr genau wie alt ich war als meine Stützräder abmontiert wurden, kann mich aber noch genau an den Moment erinnern, als ich das erste Mal frei fuhr. Ich drehte mich um und meine Mutter, die fest versprochen hatte auf keinen Fall loszulassen, stand weit entfernt am anderen Ende der Straße. Ich hab mich so erschrocken, dass ich gestürzt bin.

    Ich hab das als Kind als totalen Vertrauensbruch erlebt und kann mich wahrscheinlich deshalb so gut daran erinnern.

    Schätzungsweise war ich da 4 Jahre alt.

    Ab sechs bin ich dann täglich den größten Teil der Strecke zur Schule gefahren.

    Allerdings nur bis zur "gefährlichen Kreuzung", wo wir und die Kinder der Nachbarschaft ihre Räder bei einer Anwohnerin im Garten abstellen durften und den Rest des Weges zu Fuß gingen.

    Bei meinem Sohn ebenfalls ab zwei Laufrad und irgendwann mit drei dann der Wechsel zum Fahrrad.

    Ohne die Halterung zu kennen, würde ich mal vermuten, dass es sich bei den beiden "Ärmchen", um nichts weiter als ein Paar bessere Kabelbinder handelt. Wenn du nicht vorhast, die Halterung an einem anderen Fahrrad "werkzeuglos" zu benutzen, einfach ab damit.

    Wie gesagt, ich kenne die Halterung nicht und das ganze ist ohne Gewähr.

    Die Perspektive täuscht. Man kann sein Rad gut da anschließen. Sogar in beide Richtungen. Die Autofahrer bekommen evtl. Ihre Türen nicht mehr auf aber das macht nichts. Da ist nämlich Parkverbot.

    Auch mal gute Nachrichten .
    So ungläubig wie manche Menschen reagieren wenn ich erzähle, dass wir kein Auto besitzen, glaubte ich doch bisher, das ich so etwas wie ein Exot bin. Laut KSTA bin ich eigentlich ganz normal :D
    Im Innenstadtbereich sind es angeblich schon 50% aller Haushalte die auf einen Pkw verzichten. In ganz Köln um die 30%.
    In meinem Stadtteil Ehrenfeld hat das Fahrrad dem Auto schon den Rang als meistgenutztes Verkehrsmittel abgerungen und sogar in der Autostadt Köln hat man erkannt, dass dem MIV Flächen weggenommen werden müssen.
    Auch wenn unser Radverkehrsbeauftragter das anders sieht geht das ganze leider nur sehr schleppend voran.
    Sogar die Kosten für ein eigenen PKW scheinen langsam ins Bewusstsein zu rücken.

    Habe ich letztens auch zu hören bekommen. Ich und mein Sohn waren auf Tour und wollten ein Eis essen. Da mein Fahrrad mit Anhänger nicht an den Fahrradständer gepasst hätte ohne den gesamten Gehweg zu blockieren haben wir die einfach auf einen der vielen freien Parkplätze gestellt.
    Als wir gerade wieder fahren wollten quetschte sich ein Smart noch genau neben uns. Warum er nicht einfach den Parkplatz 2m weiter genommen hat bleibt wohl sein Geheimnis.
    Er beschwerte sich dann. Warum wir denn mit unseren Fahrrädern den Parkplatz blockieren würden.
    Meine Antwort hat ihn dann ein bisschen aus dem Konzept gebracht. Ich sagte: Da wo ich herkomme nennt man das parken :rolleyes: