"mit dem auf dem gleichen Fahrstreifen abbiegenden Radfahrer." verstehe ich jetzt als direktes Linksabbiegen auf der Fahrbahn.
Danke, das hatte ich ganz überlesen. Dann stellt sich der Unfall ja ganz anders da als gedacht.
"mit dem auf dem gleichen Fahrstreifen abbiegenden Radfahrer." verstehe ich jetzt als direktes Linksabbiegen auf der Fahrbahn.
Danke, das hatte ich ganz überlesen. Dann stellt sich der Unfall ja ganz anders da als gedacht.
Sehr viel mehr steht in der Meldung der Polizei auch nicht drin:
Der Lkw ist nach links abgebogen, der Radfahrer wollte links vom Lkw geradeaus die Furt queren.
Aber ja, entweder ist einer von beiden bei rotem Licht gefahren oder der Lkw hat es wegen des Rückstaus nicht über die Kreuzung geschafft. Letzteres ist ja auch gar nicht mal so ganz aus der Luft gegriffen, wenn ich mir das Verkehrschaos in der Hansestadt ansehe.
Und wieder ein Toter:
Wenn ich das richtig sehe, ist das beim Linksabbiegen (!) hier passiert.
Ich bin ja gespannt, wie gut diese Akku-Triebwagen funktionieren werden. Als Laie hätte ich eine Elektrifizierung für sinnvoller gehalten, aber offenbar sind die Kosten für Akku-Triebwagen um ein Vielfaches geringer. Ich bin auch noch zwiegespalten, dass bei der Vergabe explizit mehrere unterschiedliche Betreiber gewählt wurden, damit nicht ein einzelner Betreiber ein Dutzend Linien von heute auf morgen übernimmt und nichts mehr geht, aber gleichzeitig diesen Big Bang einem relativ schnellen Umstieg von Diesel-LINT auf Akku-FLIRT anstrebt. Wenn ich mir anschaue, was es in der Vergangenheit für Probleme mit neuen Fahrzeugtüren oder dem Flügeln von Elektrotriebwagen gab, dann würde ich mir als Pendler auf einer der betroffenen Strecken rechtzeitig ein Auto vor die Tür stellen.
Ich spiele ja ungern diese Karte, aber: Told you so. Die Akkuzüge sind nach wenigen Betriebswochen schon so häufig abgängig, dass der Betreiber erixX Holstein mit Mühe einen Stundentakt auf der RB 84 zwischen Kiel und Lübeck aufrecht erhalten kann. Der RE 83 von Kiel über Lübeck nach Lüneburg fällt mal wieder größtenteils aus. Die Verkehrsmeldungen auf der erixx-Homepage für die Fahrten des RE 83 für den heutigen Montag umfassen schon 40 Ausfälle.
Könnten wir vielleicht doch mal aufhören, den Leuten immer wieder einen Grund zum Raunen zu geben, Deutschland ginge komplett den Bach runter?
Nun dachte ich ja, naja, man hat die Diesel-LINT ja bestimmt noch nicht nach Mukran ins Stillstandsmanagement abgeschoben, die kann man ja hoffentlich noch mal einen Winter lang in Betrieb nehmen. Tatsächlich sind die nicht verschrottet, sondern an die Nordbahn für das Netz Mitte abgegeben worden. Und die sind dort auch direkt kaputtgegangen:
Und das führt mich dann wieder zu der These, die ich vor zehn Monaten schon aufgestellt hatte: Als Arbeitnehmer, der nicht diese Privilegien mit Teleheimarbeit und flexiblen Arbeitszeiten genießt, ist man aufs Auto angewiesen. Geht ja nicht anders.
Wenn auf dem Dorf das Haltverbot wirklich ernst gemeint ist.
Die Baken inklusive Flatterband halte ich ja für den Versuch, das ohnehin ordnungswidrige Gehwegparken auf dem für den Radverkehr freigegebenen Gehweg zu unterbinden. Und irgendwo ab der Mitte gilt dann noch ein Haltverbot für die Fahrbahn. Anstatt aber vor dem Schild noch auf der Fahrbahn zu parken, wurden dann eben etwas weiter außerhalb des Dorfes die Gehwege zugeparkt. Naja.
Die EVP ist schon im Wahlkampfmodus:
Ich halte es nach wie vor für eine Fehleinschätzung, wir könnten in Deutschland und in Europa bis in alle Ewigkeiten unsere Verbrenner bauen und fahren. Der Schwenk auf Elektromobilität im Individualverkehr ist ja keine rein deutsche Angelegenheit, wie es die Union gerne darstellt, sondern mittlerweile eine globale Entscheidung von Kalifornien über Europa bis China. Ich weiß nicht, wer in zehn Jahren noch Verbrenner fahren wollte, wenn man nicht in beinahe religiöser Argumentation am Verbrenner hängt — und als exportorientierte Volkswirtschaft hilft es uns wenig, dass „Diesel-Dieter“ und „Benzin-Otto“ keine Elektroautos wollen, wenn wir unsere Produkte woanders nicht mehr verkauft bekommen. Selbst in Entwicklungsländern, die wir gern als Gebrauchtwagenmarkt betrachtet haben, ist China längst eingedrungen und verkauft denen das Komplettpaket aus Infrastruktur und Fahrzeugen, während wir immer noch davon ausgehen, die Afrikaner tanzten im Baströckchen um die Lehmhütten, beziehungsweise um einen alten Opel Senator.
Ich wüsste wirklich gern, wie Manfred Weber sich das vorstellt: Wir bauen jetzt doch wieder Verbrenner, lassen jegliche Ambitionen hinsichtlich Elektroautos fahren und überlassen China jegliche Marktanteile, die wir mühsam erkämpft haben? Und selbst wenn E-Fuels nur halb so geil werden wie immerzu beschworen wird: Dazu werden wir Unmengen an Energie benötigen, um weiterhin teure und komplizierte Verbrennungsmaschinen zu bauen, während anderer Länder Hersteller günstige und einfache Elektroautos mit Batterien aus China auf den Markt werfen.
Das klingt für mich wirklich nicht nach einer guten Idee. Und beides, also Verbrenner und Elektroautos zu bauen, das dürfte die Kapazitäten selbst der größten Autohersteller überschreiten.
Und noch eine Einordnung zu diesem seltsamen Bahnhofs-Ranking, das in der letzten Woche die Runde machte:
Ab Sonntag gilt der neue Fahrplan im Bahnverkehr und meine Heimatstadt Lüneburg, nun ja, profitiert nicht so richtig vom Fahrplanwechsel:
Der Nahverkehrsbetreiber Metronom fährt ab Sonntag nicht mehr nach einem Ersatzfahrplan, der ja vor einigen Wochen aufgrund des Personalmangels eingerichtet wurde, sondern nach einem ausgedünnten Ersatzfahrplan:
https://www.der-metronom.de/aktuell/ersatzfahrplan/
Der Bummelzug, der alle Unterwegshalte bedient, fährt künftig sonntags im Zweistundentakt, ab 20 Uhr fällt jeden Tag der RegionalExpress aus und wird durch den Bummelzug in ähnlicher Fahrplanlage bedient. Sämtliche Verstärkerfahrten wurden ebenfalls gestrichen und nachts fährt an den Wochenenden nur noch ab 0:33, 2:33 und 5:33 Uhr ein Zug Richtung Uelzen.
Achso, und die durchgängigen Fahrten von Hamburg nach Hannover wurden auch alle gestrichen.
Das macht nicht so richtig Laune auf die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
Der Haushaltsstreit erreicht nun auch die Förderung von E-Lastenrädern:
Nach einem kurzen Zwischenstopp in Ratzeburg sollte es eigentlich zurück nach Lüneburg gehen. Allerdings fallen die nächsten beiden Züge nach Lüneburg aus aufgrund „Reparatur am Zug“. In Ratzeburg schickt sich gerade ein Akku-Zug an, sich noch mit letzter Kraft bis Büchen zu schleppen, wo die Fahrt dann außerplanmäßig endet.
Statt noch ein paar Stunden in der klirrenden Kälte zu stehen, beschloss ich drum, in die andere Fahrtrichtung nach Lübeck zu fahren. Die Fahrt soll nur zwanzig Minuten lang dauern, dort kann ich die Zeit besser nutzen. Es nähert sich ein Diesel-LINT, der vollgestopft mit Fahrgästen und Koffern mit einer gewissen Verspätung in Lübeck ankommt. Ich hatte sogar einen Sitzplatz: Mein Sitznachbar weigerte sich zwar, seinen Koffer vom Sitz zu nehmen, aber ich hab nach fünf Jahren in vollen Zügen die Faxen dicke und setze mich dann eben auf seinen Hartschalenkoffer. Was soll er denn schon machen, in dem überfüllten Zug kann er ja nicht mal weit genug ausholen, um mir auf die Nase zu hauen.
Rückfahrt aus Lübeck: Der Zug nach Lüneburg um 15:10 Uhr fällt aus. Der Zug um 16:10 Uhr wird angekündigt für 16:40 Uhr, ist aber auch um 17:00 Uhr noch nicht da. Stattdessen rollt um 17:20 Uhr ein Zug ein mit der Anzeige „Lübeck Hbf“, der sich dann aber als jener Zug zu erkennen gibt, der um 17:10 Uhr fahren soll. Man könne die Anzeige nicht ändern und müsse erstmal eine halbe Stunde laden, heißt es. Prima. Das Fahrgastinformationssystem ist dieses Mal in Betrieb, sofern man denn diesen Begriff benutzen möchte, denn es behauptet hartnäckig, pünktlich unterwegs zu sein, so dass wir zwar um 18:20 Uhr in Lauenburg ankommen sollen, aber immerhin fünf Minuten vorher am Zielbahnhof Lüneburg.
Und wo ist der Zug um 16:10 Uhr abgeblieben? Nichts genaues weiß man nicht, aber dieses Phänomen habe ich in Lüneburg auch schon mal beobachtet.
Ich bin ja echt gespannt, wie gut das funktionieren wird.
Ich hatte nun endlich Gelegenheit, mir die Akku-FLIRTs zwischen Lüneburg und Lübeck mal genauer anzusehen: Das positive ist wohl: Sie fahren auch bei -5 °C, die Heizung läuft und das Kuppeln klappt auch.
Man muss sich auch gar nicht umgewöhnen, es ist alles wie beim klapprigen Diesel-LINT: Das Fahrgastinformationssystem ist defekt, die Toilette auch, der Boden bei diesem Wetter nachvollziehbarer Weise so schmierig, dass die Leute ihre Taschen lieber auf die Sitze stellen, und im Führerstand ist die Heizung ausgefallen. Alles wie immer.
Der Nachteil gegenüber dem Diesel-LINT ist allerdings: Die Züge holen ihre Verspätungen nie wieder auf. Mein heutiger Zug kam schon mit zwanzig Minuten Verspätung an und muss dann auch erstmal seine planmäßige Pause von 30 Minuten absitzen, um die Akkus nachzuladen. Direkt wie beim Diesel zu wenden und zurückzufahren klappt weder im Sommer noch im Winter. So ist dann der Fahrplan eigentlich direkt Makulatur, zumal erixx Holstein offenbar keinen zuverlässigen Live-Fahrplan anbietet. Man geht also zum Bahnsteig und entweder steht ein Zug dort und lädt oder halt auch nicht.
Gut, man kann natürlich noch mehr Ladeinseln an den Bahnhöfen aufstellen, aber da muss der Zug dann auch schon länger als drei Minuten stehen, damit das einen Effekt hat.
Im Hannoveraner Rathaus hat die SPD das Bündnis mit den Grünen aufgekündigt — im Streit über die Verkehrsberuhigung in der Innenstadt:
Die Reform des Straßenverkehrsrechts ist erstmal abgesagt:
Gleich den Antrieb komplett entfetten und die Kette wachsen. So hast du immer eine saubere (weil trockene) Kette die trotzdem geschmiert ist.
Aber eine Kette, die bereits geölt ist, nachträglich zu wachsen dürfte ja nicht hinhauen?
Die Polizei Wesel hat Speichenreflektoren an eine tüchtige Radfahrerin verschenkt, deren Reflektoren sich offenbar nicht mehr reinigen ließen. Okay, nette Sache, kann man ja machen und auch öffentlichkeitswirksam verarbeiten.
In dem Beitrag steht aber auch:
ZitatNeben einer Vollreflektionsjacke nutzt Susanne noch einen AirBag-Helm, der leider schon drei Mal zum Einsatz kommen musste.
Ja, Mensch, das könnte die Polizei doch glatt mal als Arbeitsauftrag begreifen.