wenn dieser Herr Fischer meint, man wäre als Autler irgendwie gezwungen, auf Radwegen zu parken oder als Radler gezwungen, deshalb auf Gehwege auszuweichen, dann ist der Herr wohl eher Teil des Problems als Teil der Lösung.
Naja, ein bisschen kann ich diese Argumentation schon nachvollziehen. Mein Lieblingsbeispiel ist da wieder die sanierte Dammtorstraße, bei deren Umbau vor anderthalb Jahren so gut wie alle Parkmöglichkeiten gestrichen wurden. Andererseits gibt’s da aber genügend Einzelhandel, Arztpraxen und Restaurants, so dass reger Lieferverkehr herrscht. Und Rad- oder Gehweg hin oder her, irgendwo muss so ein Lieferwagen nunmal parken. Dass die Lieferanten nicht mit der Handkarre fünfhundert Meter hin und zurück buckeln wollen, weil die wenigen Parkbuchten auch noch von Personenkraftwagen belegt werden, ist mir klar. Sowas scheint mir ein ziemliches Versagen der Planung einer solchen Straße zu sein.
Ich selbst wohne in einer Gegend, in der Parkplatze werktags ab 16 Uhr absolute Mangelware sind, da wird dann auch gerne in ohnehin engen Kurven, in Feuerwehrzufahrten oder auf Gehwegen geparkt. Meine Nachbarn beschweren sich auch immer wieder, warum man denn die Rasenflächen inklusive Spielplatz nicht in Parkplätze umwandelt, davon gäbe es hier viel zu wenig, aber in einer reinen Betonwüste will dann auch niemand leben. Das hier ist eine Siedlung, die in einer Zeit gebaut wurde, als eine Familienkutsche noch nicht selbstverständlich war und wenn überhaupt, dann gab es einen Wagen für eine Familie und nicht ein SUV und einen Kleinwagen und ein Cabrio fürs Wochenende.