Beiträge von Malte

    500 EUR

    Für 500 Euro bekommt man aber immerhin schon einigermaßen vernünftige Komponenten. Leider gibt’s diese Ausstattung auch schon in der Preisklasse für 250 bis 350 Euro und was da verbaut wird, mag ich mir gar nicht vorstellen. Für mein schneeweißes Rad habe ich 800 Euro hingelegt, das fand ich angesichts von Schaltung und Federgabel schon grenzwertig, aber nun werde ich mit der Zeit das alles mal etwas aufrüsten (lassen).

    Unabhängig von der rechtlichen Seite ist es tatsächlich sehr schwierig, sich sicher durchzuschlängeln. Vor allem das Abschätzen des Anfahrzeitpunktes, aber auch querender Verkehr in Lücken und öffnende Autotüren sind schon beim Rechtsüberholen schwer zu überblicken, beim Durchschlängeln wird dies nochmals schwieriger. Das heißt nicht, dass es einem versierten Radfahrer stets unmöglich wäre, das Risiko abzuschätzen, der ganz breiten Masse ist dies nicht möglich.

    Ich finde es ja interessant, dass es offenbar dort drüben in London und generell in Großbritannien stinknormal ist, sich zwischen langsam fahrenden oder stehenden Autos hindurchzuschlängeln. Das klappt offenbar zum Großteil auch ohne nennenswerte Unfälle, obwohl ich jedes Mal staune, wenn ich die Videos auf YouTube sehe. Anscheinend ist da das Gefahrenpotenzial geringer als man als deutscher Alltagsradler denkt.

    Hindern diese Gedenkstellen bzw. Mahnmale andere Autler an Geschwindigkeitsüberschreitungen und anderen Verstößen gegen die StVO oder gar am Autofahren ansich?

    Ich weiß nicht, ob man das so direkt vergleichen kann. Autofahren gilt trotz aller Horrornachrichten nunmal nicht als gefährlich: Kein Kraftfahrer wird das Attribut „Gefahr“ mit seinem Fahrzeug in Verbindung bringen. Stattdessen werden Autos eher mit Fahrspaß, Freiheit, Mobilität, Unabhängigkeit und ähnlich wertvollen Attributen verglichen. Beim Rad steht aber mittlerweile die Gefahr immer ganz vorn mit dabei, seien es die unzähligen Debatten über die Helmpflicht oder die Zeitungsberichte, die nach Kräften nach neuen Synonymen wie Kampfradler, Rowdyradler oder Pedalritter suchen.

    Zumindest bei Kleinkrafträdern war der Effekt ganz deutlich. Heute fährt ja kaum noch jemand so ein Knatterding, das ist in den Jahren nach Einführung einer Helmpflicht beinahe komplett von der Straße verschwunden.

    Ich versuche seit zwei Stunden einen Beleg für diese Aussage zu finden, aber alles, was ich auftreiben konnte, war dieser Thread im Verkehrsportal: Helmpflicht für Mopedfahrer in Italien - zwölf Jahre danach

    Die dortige Diskussion ist sehr interessant, weil das Zahlenmaterial tatsächlich nicht direkt eine Ursache des Einbruchs der Zulassungszahlen aufgrund der Helmpflicht hergibt, auch wenn das auf den ersten Blick so aussehen mag.

    Wir sind für Helmpflicht oder, ohne Helm, für extra-Unfallversicherung.

    Da bin ich @Gerhart s Meinung.

    Aber noch viel mehr die Unfallfolgenverringerungskurven nach der Einführung der Sicherheitsgurtenpflicht in sehr vielen Ländern der Welt, und es ist wirklich durchaus vergleichbar;

    Ich verstehe nicht so ganz, worauf du hinaus willst. Die Schutzwirkung des Sicherheitsgurtes ist ja hinreichend nachgewiesen worden, da gibt’s eigentlich keine großen Zweifel daran und die Gurtpflicht ist im Sinne der Verkehrssicherheit bestimmt nicht verkehrt. Ich sehe aber nicht, warum jetzt bei einer Helmpflicht eine „Unfallfolgenverringerungskurve“ zu erkennen sein sollte. So toll ist die Schutzwirkung eines Fahrradhelmes nun auch nicht.

    hätten unsere Eltern Helm getragen, nein, nicht im Krieg, sondern als Fahrräder noch das übliche Verkehrsmittel waren, würden wir überhaupt nicht mehr danach denken. Es ist eine Frage auch der Erziehung und daher wichtig, dass Eltern immer Helm befürworten und mit gutem Beispiel vorangehen!

    Ob man das mit den Eltern nun so behaupten kann wage ich zu bezweifeln. Wichtiger als mit Helm-Beispiel voranzugehen fände ich ja eher die Einhaltung der Verkehrsregeln, auch bei einem Ausflug mit Kindern lässt sich die richtige Straßenseite benutzen und man kann auch vor Sonnenaufgang schon mit Licht fahren — beides fällt schon einigen Eltern, die ihre Kinder hier zur Grundschule oder zum Kindergarten bringen, ziemlich schwer.

    Vorhin war ich noch für eine lockere Runde in der Elbmarsch. Und ja, bevor ich’s vergesse: Der neue Scheinwerfer ist der Hammer. Der leuchtet in der Dunkelheit mal richtig weit und das wird gleich noch eine Rolle spielen.

    Momentan gibt es ja um das Heizkraftwerk in Wedel eine rege Diskussion, das sollte ja in den nächsten Jahren in ein Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk umgebaut werden und dazu braucht man nunmal eine Gasleitung und die sollte durch die Elbmarsch aus Richtung Norden zugeführt werden. Nun weiß man zwar nach dem Netzrückkauf überhaupt nicht mehr, wie es nun mit dem Kraftwerk weitergeht, außerdem möchte eine Bürgerinitiative mit berechtigten Gründen den Bau beeinflussen (oder gar verhindern, wobei ich mir nicht sicher bin, ob weitere Jahrzehnte mit diesem Kohlekraftwerk mitten im Wohngebiet unbedingt ein Geschenk sind), aber am Deich sind schon mal Vorkehrungen für den zu erwartenden Schwerlastkraftverkehr getroffen werden. Der wird wohl nicht nur die Natur, sondern auch die Touristen, die dort im Sommer nicht nur am Wochenende ausschwärmen, stark beeinflussen. Edit: Die Baustelle wird nicht wegen der Gasleitung, sondern wegen eines kleinen Versorgungstunnels in der Nähe von Heltlingen gebaut.

    Na gut. Früher gab’s dort mehrere Zäune, mit denen die freilaufenden Schafe beisammen gehalten werden sollten, das geht aber natürlich jetzt nicht mehr, weil die Zäune durch eine Schrankenanlage ersetzt worden sind. Damit die Schafe aber trotzdem nicht ausbüchsen, hat man solche Gatter in die Fahrbahn gelegt. Für vier Autoreifen kein Problem, für zwei schmale Fahrradreifen umso mehr. Wenn man da rüberfahren möchte, wird sich das Vorderrad einfach mal um 90 Grad drehen, dort reinrasseln und der Radfahrer steigt einfach mal über den Lenker ab. Das ist im Winter sicherlich kein Problem, aber sobald die milden Temperaturen wieder die Fahrräder aus dem Keller locken, wird’s da bestimmt interessant.

    Der Hit ist ja eigentlich noch, dass ich dieser Möchtegern-Umleitung natürlich nicht gefolgt bin. Ich weiß, wie es da droben auf dem Deich aussieht, das ist nämlich die reinste vom Gras aufgebrochene Buckelpiste, während die Fahrbahn unten neben dem Deich total angenehm zu fahren ist, so wie das bei einer Fahrbahn nunmal ist. Auf der Fahrbahn gehen locker 50 Kilometer pro Stunde, gerade jetzt im Winter, wenn sich dort eh niemand herumtreibt, oben habe ich schon bei zehn Kilometern pro Stunde Angst um meine Federgabel. Wenn ich mir jetzt auch noch vorstelle, durch die Menschenmassen, und der Begriff ist an sommerlichen Wochenenden nicht mal übertrieben, mein Fahrrad da die Treppen hochtragen zu müssen, um oben auf dem zugewachsenen Wegelein herumbuckeln und kampfradeln zu müssen, weil die Fahrbahn unten dem Kraftverkehr vorbehalten sein soll, vergeht mir schon die Laune. Vollkommen zurecht wird die Lokalpresse dann von den Kampfradlern berichten, die auf dem Deich für Unruhe sorgen, aber vermutlich die eigentlichen Gründe außer acht lassen, warum denn die Kampfradler überhaupt oben auf den Deich getrieben werden.

    Eigentlich wollte ich aber auf das Sichtfahrgebot hinaus. Davon predige ich zwar drüben im Blog immer wieder, wenn der Kraftverkehr nachts gerne mit über hundert Sachen über eine kurvige Landstraße rauschen möchte, aber ich gestehe diesem Sichtfahrgebot durchaus Grenzen ein: Bestimmte Dinge kann man einfach nicht rechtzeitig erkennen. Eine flache Metallplatte auf der Fahrbahn wird man auch bei einem den Sichtverhältnissen angepassten Geschwindigkeit zu spät erkennen, da müsste man schon deutlich unter der Geschwindigkeit bleiben, die laut der Rechtsprechung nachts für eine Fahrt mit Abblendlicht angemessen ist. Womit nicht mal ich als Verfechter des Sichtfahrgebotes gerechnet habe, ist dieses Gatter in der Fahrbahn. Die reflektierenden Umleitungsschilder habe ich dank der tollen Beleuchtung schon auf hundert Meter gesehen, dachte mir aber erst nichts weiter bei, weil der Kram hier am Deich momentan überall herumsteht.

    Nur das Gatter, das habe ich zwar gesehen, aber nicht weiter wahrgenommen. Das war ja in diesem Sinne kein Hindernis, das sich von der Fahrbahn sichtbar abhebt, das hätte ich ja gemerkt. Und natürlich fahre ich etwas vorsichtiger, wenn irgendwo irgendwelche Schilder herumstehen, weil man ja von der Absicherung von Arbeitsstellen im Straßenverkehr so einiges gewohnt ist, aber im Ernst, muss man jetzt auch noch mit Gattern in der Fahrbahn rechnen? Okay, sowas wird einem innerorts wahrscheinlich seltener begegnen, aber auf einer ausgewiesenen Radwanderroute, die bald wieder stärker frequentiert sein wird, sollte man vielleicht noch ein paar Schilder dazustellen. Ob man die als Radfahrer dann im Dunkeln noch wahrnimmt ist sicherlich wieder so ein Thema für sich, aber da hätte man ja wenigstens die Chance, sich warnen zu lassen.

    Und nein, ich bin nicht hineingefallen. Immerhin. Zum Bremsen hat’s dann doch noch gereicht.

    Das ist sicher richtig, es hat sich bei der CM spontan entwickelt - was auch gut war, dadurch wurde die Gesprächskultur in der Diskussionsgruppe endlich mal wieder versachlicht.

    Ich bin ja mal gespannt, ob denn binnen der nächsten 16 Tage wieder diese Abstimmeritis ausbricht. Da werden ja wieder ein paar Protagonisten auftreten, die da ihre Chance sehen, mal wieder alles schlechtzureden.

    Man könnte überlegen, ob man Ghostbikes auch kartographiert.

    Hat jemand einen groben Überblick, wie viele es davon in anderen Städten gibt? In Hamburg scheint man ja vor zwei Wochen offenbar das erste einigermaßen publikumswirksame Bike aufgestellt zu haben, obwohl ich der Meinung bin, schon mal irgendwo eines gesehen zu haben. Ansonsten könnte man das ja eventuell in dieser Unfallkarte vermerken.

    Beim Altbestand < 1997 wurden im Rahmen der regelmässigen Verkehrsschauen die Benutzungspflichten geprüft. So verstehe ich jedenfalls das Gesetz.

    Der Witz des Jahres 8o Ich könnte hier keinen Radweg benennen, der nach einer Verkehrsschau seine Benutzungspflicht verloren hat (oder aber bekommen hat). Hingegen kenne ich einige Städte, in denen sich nach 1998 irgendwann mal die geänderte Rechtslage herumsprach und man geradezu panisch an jeden Radweg ein [Zeichen 237] oder [Zeichen 241-30] geklebt hat, ganz ungeachtet der einschlägigen Verwaltungsvorschriften. Solche eingebläuten Straßenzüge erkennt man immer an der Rückseite der Schilder, wenn die verdächtigerweise zwischen 1997 und 2000 gepresst worden sind.

    Völlig anders sehe ich das mit dem Fahrradhelm übrigens, wenn ich mit meinem blinden Freund auf dem Fahrrad unterwegs bin. Da er selbst bei einem leichten und langsamen Sturz den Boden nicht kommen sehen kann, ist die Schutzwirkung des Fahrradhelms für ihn deutlich höher und sinnvoller.

    Okay, das ist vermutlich ein Fettnäpfchen-Thema für Außenstehende, aber wäre für seine Zwecke ein Integral-Helm nicht sinnvoller? Ich kann überhaupt nicht einschätzen, welche Reflexe ein Blinder hat, wenn er bei einem Sturz offenbar einigermaßen orientierungslos ist, aber das stelle ich mir ja absolut horrormäßig vor. Und hinten auf dem Tandem drauf (fahrt ihr so?) hielte sich ja auch erstmal die Hitzeentwicklung in dem Ding in Grenzen.

    Ansonsten schlittert man bei der entsprechenden Geschwindigkeit einfach über den Boden, bekommt ordentlich Schürfwunden aber ansonsten passiert nichts.

    Das erinnert mich an eine Szene der Critical Mass Hamburg im Oktober, als sich oben auf der Barmbeker-Ring-Brücke zwei Fahrradlenker verhakt hatten und die beiden Radfahrer den Weg nach unten schlitternd mit dem Kopf voran zurückgelegt haben. Das war echt schon ziemlicher Horror, da hätte ich dann auch lieber einen Helm zwischen Schädel und Fahrbahnoberfläche. Wobei die Sache wohl letztlich noch einigermaßen glimpflich abgelaufen ist, zumindest habe ich keine weiteren Hiobsbotschaften vernommen und sowas hätte sich sicherlich schnell herumgesprochen.

    Okay, also jetzt mal im Ernst: Wer hätte Lust, sich während oder nach der Radreisemesse noch mal zu treffen, um zu quasseln und sich ein paar Hamburger Spezialitäten anzusehen? Vielleicht können wir irgendwo hinradeln, wo es einen besonders prächtigen blauen Lollie gibt oder uns die Sache da oben am Ratsmühlendamm noch mal besehen (oder sogar zum Ochsenzoll? 8o ).

    Das mit den Stürzen ist überhaupt ein interessantes Thema, ich bin in der jüngeren Vergangenheit eigentlich erst zwei Mal so richtig vom Rad geflogen.

    Das erste Mal war im Juni 2012 während der Hamburger Fahrradsternfahrt, als ich sozusagen „im Stand“ radelte und mit der rechten Hand die Kamera zum Fotografieren hochhielt. Dann wollte ich mit der linken Hand bremsen, war aber noch nicht die Kraft der hydraulischen Scheibenbremsen gewohnt und legte mich im Zeitlupentempo auf den Radweg. Witzigerweise erinnere ich mich tatsächlich noch recht genau, dass ich merkte, wie mir der Bremsvorgang entglitt und dann vor dem Problem stand, dass sowohl Kamera als auch Kopf den Sturz heil überstehen müssten, prioritätsmäßig auch in dieser Reihenfolge. Das mit dem Kopf war gar kein Problem, der war nicht mal ansatzweise in Gefahr, und die Kamera habe ich auch noch irgendwie hochgehalten. Das Fahrrad hat vorne links am Lenkergriff was abbekommen, was aber sowieso nicht schlimm war, weil ich das bröselige Gummi eh austauschen wollte, und von Harburg über die Köhlbrandbrücke habe ich dann bis zum Rathausmarkt alles vollgeblutet, weil’s mich am linken Ellenbogen erwischt hatte.

    Das zweite Mal hatte es mich als Zuschauer bei den Cyclassics erwischt. Da fuhr ich auch brav auf dem Radweg neben der für den Verkehr gesperrten Fahrbahn, als ich an so eine, äh, „Querungsstelle“ kam, bei der die Polizei die Kreuzung hin und wieder freigab, damit Kraftfahrzeuge die gesperrte Straße überqueren konnten. Ich näherte mich der Kreuzung leider gerade in dem Moment, als eine Polizeibeamtin einen Kraftfahrer hinüberwinkte, der das Angebot natürlich freudig annahm und sofort lospreschte, ohne auf den Verkehr auf dem Radweg zu achten. Es gab zwar keine Kollision, aber hingelegt habe ich mich trotzdem. Habe mir dann sogar von der Polizei noch angehört, ich hätte halt aufpassen müssen, hatte aber keine Lust auf weitere Streitereien und bis auf den obligatorischen Schaden am linken Lenkergriff ist auch nichts weiter passiert.