Beiträge von Malte

    Hier weiß man auch nicht genau, was nun Sache ist. Steht die Bake nun einfach versehentlich mal neben der Schranke? Oder soll die Durchfahrt wegen der Krötenwanderung gesperrt sein? Ist ja überhaupt eine lustige Idee, auf einer Fahrradstraße eine Schranke zu installieren, bei der links anderthalb Meter für die eigentlichen Nutzer der Fahrradstraße verbleiben. Aber dummerweise muss man den Kraftverkehr ja von der Benutzung der Straße abhalten, da ist es mit der Beschilderung schließlich nicht ganz getan.

    Na gut, ich befand, dass die Bake wohl versehentlich dort stand. Auf der anderen Seite mit der anderen Schranke stand keine Bake, also soll wohl keine Sperrung erfolgen.

    Die Stadt Münster hat schnell geantwortet:

    Wenn man meint, so etwas unbedingt beschildern zu wollen, und ich möchte bezweifeln, dass sich so etwas vernünftig beschildern lässt, dann besteht immer noch die Möglichkeit, sich ein eigenes Zusatzzeichen auszudenken. Und wenn da notfalls sowas wie „Radfahrer: Rechtsabbiegen auch bei Rot erlaubt“ steht oder was auch immer, dann ist das in Anbetracht der Verkehrsregeln immer noch nicht besser, aber wenigstens sinnvoller als dieses [Zusatzzeichen 1022-10] unter dem Spiegelei.

    Hm... Bedeutet im Klartext, Ordnungsamt hat Anweisung dadurch gegeben, teilweise auf dem Radweg zu parken. Der Radweg ist Pflichtradweg in beiden Richtungen für beide Richtungen VZ 241 und hat ungefähr, je nach Stelle, 1,8 Breite (wenn ich mich gut erinnere). Wenn ein LKW mit drauf ist, dann sind für den Radfahrer, der sich traut, mit seinem Mantel die LKW-Planen und Zierteilchen, die etwas hinausragen, abzuwischen, nur noch 1 m breit! Hält er Abstand entsprechend weniger! Der Radweg ist geteert.

    Ich wäre mir nicht so sicher, dass das Ordnungsamt tatsächlich diese Anweisung gegeben hat. Wenn ich mir überlege, wie schnell Informationen ihre Form verändern, wenn sie Stille-Post-mäßig übertragen werden, hat das Amt vielleicht auch nur darum gebeten, nicht die Fahrbahn zuzuparken, woraus man im Umkehrschluss folgerte, auf dem Radweg stehen zu dürfen.

    Falls das Amt tatsächlich diese Parksituation genehmigt hat, sollten sie wenigstens die blauen Schilder abmontieren.

    wir würdet Ihr darauf reagieren?

    Ich glaube nicht, dass eine kleine „Splittergruppe“ in der Lage ist, vernünftige Vorschriften zu erlassen. Bei uns liefe dass dann auf etwas heraus, was komplett ohne benutzungspflichtige Radwege auskäme, wahrscheinlich noch sowas wie ein generelles Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde innerorts. Der nächste will dann aber schon gleich das Autofahren verbieten oder kommt mit lustigen Forderungen wie Kraftfahrerhelmen oder eingebauter Vorfahrt für Radfahrer. Hat ja schon seinen Grund, warum der Gesetzgeber sowas im großen Kreis ausbrütet (und trotzdem teilweise handwerklicher Unsinn drinsteht, aber das ist eine andere Nummer).

    Das ist ja auch wieder so ein Highlight. Vorhin auf dem Heimweg in Pinneberg gesehen:

    Die Schilder „Radfahrer Fußgängerampel beachten“ sind ja hinreichend bekannt (und vermutlich nicht so wirksam, wie man zunächst glauben möchte). Aber das hier ergibt ja vorne und hinten keinen Sinn.

    Die lustigste Interpretation ist leider auch die unwahrscheinlichste, denn Kraftfahrer sollen hier ganz bestimmt nicht unabhängig von der Fahrbahnampel nur dann abbiegen, wenn die Fußgängerampel grünes Licht zeigt. Man mag ja zunächst glauben, dass abbiegende Kraftfahrer einfach auf die Ampel achten sollen, um keine querenden Fußgänger umzufahren. Das ist sehr ehrenhaft, aber andere Verkehrsteilnehmer fährt man nicht um. Man biegt auch nicht ohne Schulterblick ab, nur weil die Fußgängerampel bereits rotes Licht zeigt, dazu habe ich gerade noch einen Blog-Eintrag in der Vorbereitung. Insofern: Schon seltsam, dass man an dieser Kreuzung plötzlich zur Umsicht aufrufen muss — allerdings müsste die Aufschrift korrekterweise auch „Rechtsabbieger Fußgänger beachten“ lauten, denn die sind’s ja, auf die es hier ankommt.

    Meine Vermutung ist, dass dieses Schild ein Relikt früherer Zeiten ist, als der separate Signalgeber für Rechtsabbieger noch nicht installiert war. Denn mit dieser Pfeiloptik darf es per Definition keine Konflikte zwischen Rechtsabbiegern und Fußgängern geben, wenn man mal davon absieht, dass vielleicht doch noch jemand mal bei Rot über die Kreuzung stapft. Wenn beide gleichzeitig grünes Licht bekommen, ist da in der Steuerung der Lichtzeichenanlage was ganz grundsätzliches schiefgegangen.

    Was will mir die Stadt Münster hier mitteilen?
    Edit: Ok, aufm Rückweg nochmal angeguckt und dann macht es u.U. sogar Sinn, da da von rechts Radfahrer kommen könnten. Wobei die auch keine Vorfahrt haben...mh so wirklich schlau werd ich nicht draus.

    Ich kann nicht finden, dass da irgendwas Sinn ergibt. Da hat man sich wieder irgendeinen Kram zurecht gebastelt und der gemeine Verkehrsteilnehmer soll mit einem beiläufigen Blick erkennen, was da gemeint sein könnte. Ist das so eine Situation wie ein paar Beiträge weiter oben in Flensburg? Radfahrer, die nach rechts abbiegen wollen, brauchen sich nicht an die Lichtzeichenanlage und deren geschützten Bereich halten, sondern dürfen einfach dran vorbei radeln? Dann gehören die Schilder aber nicht unter das Spiegelei, wenn man überhaupt so etwas beschildern möchte.

    Oder schaltet sich die Lichtzeichenanlage nachts an und die Radlinge auf dem rechten Radweg nehmen nicht mehr an der Vorfahrtsregelung der Straße teil, sondern haben irgendwo ein eigenes [Zeichen 205] stehen? Oder ist das eine Anregung für rechtsabbiegende Kraftfahrer, dass Radfahrer keine Vorfahrt haben? Hast du Lust, mal bei der Behörde nachzufragen, was man sich dabei gedacht hat?

    Der Hype is vorbei, der Medienzug rauscht weiter und in anderen Städten gibts so "Projekte" nun auch. Tja.

    Oh, ob die anderen Projekte jedenfalls vom Kollektiv genehmigt wurden? Ich hatte ja mal ein paar Critical-Mass-Teilnehmer irgendwo in verschiedenen Ecken Hamburgs fotografiert, bevor es mit WE ARE TRAFFIC losging. Als ich ein halbes Jahr später noch mal ein paar Fotos schießen wollte, kamen ernsthaft irgendwelche Nervensägen an und meinten, ich wolle als Trittbrettfahrer auf dem Erfolg mitsegeln ?( Als gäbe es ein Monopol auf bunte Fotos von Radfahrern.

    Wobei die Idee mit dem Veloporn vom Grundsatz her schon nett ist! ;)

    Oha, da war ja was 8o Das hatte mal jemand auf seiner facebook-Profilseite gepostet und dafür ziemlich viele Schläge bezogen wegen Sexismus und es dauerte wieder nur ein paar Beiträge, bis jemand einen Nazi-Vergleich eingestreut hatte.

    Ach, das waren noch Zeiten, damals auf facebook, da ging’s noch richtig rund, da floss manchmal ziemlich viel Blut.

    Das wäre ja schon fast wieder einen eigenen Thread wert, aber nun stellt sich wie in jedem Frühjahr die Frage, wann man denn mal die Überreste des Winterdienstes von den Radwegen und Schutzstreifen zu entfernen gedenkt. Momentan hat man ja stellenweise immer noch Angst, sich am Split die Reifen zu öffnen.

    Wenn du mal 50km Bundestraße ohne Radweg aber mit genug Autoverkehr hier in Deutschland nutzen willst - ich hätte da die B106 von Schwerin bis Ludwigslust, von dort die B5 weiter bis Perleberg und dann auf B189 bis Tangermünde :thumbup:
    Sind sogar mehr als 50km ;)
    Berichte mal, wenn du das überlebt hast. Ich habs wiederholt probiert, bangte aber jeweils nach ein paar Kilometern um mein Leben und bin teilweise Feldwege geradelt.

    Na prima, das liegt ja teilweise auf der Route, die ich mir mal für eine Fahrt von Hamburg nach Berlin ausgesucht habe. Vielleicht überdenke ich das dann doch noch mal.

    Sehr auffällig und irritierend finde ich immer, dass die Autos aus einer Ausfahrt oder Nebenstr nicht losfahren, obwohl man noch weit entfernt ist. Ich hatte zuerst immer Angst, dass die wohlmöglich dann losfahren, wenn sich unsere Wege kreuzen.
    Tun sie aber nicht.

    Viel irritierender finde ich dann ja doch, dass selbst große Lastkraftwagen erstmal hinter dem Hinterrad herfahren, anstatt gleich zum Überholen anzusetzen. So viel Geduld habe ich noch nie als Radfahrer erlebt.

    Fällt euch eigentlich etwas auf?

    Mir fällt vor allem auf, dass da abseits des Fahrrad-Themas was anderes nicht zusammenpasst. Ich störe mich da erstmal an den Begrifflichkeiten: Das Verfahren wurde gegen eine Strafe von 90 Tagessätzen eingestellt? Das ist ja eine komische Formulierung, wenn das Verfahren eingestellt wird, handelt es sich ja eigentlich nicht um eine Strafe im eigentlichen Sinne, die auch nicht in Tagessätzen bemessen wird. Wäre der Arzt dann vorbestraft, wenn es 91 Tagessätze geworden wären? Zumal ja bei einer Verurteilung wahrscheinlich nicht mehr rumgekommen wäre. Und dann verdient der Arzt in drei Monaten „nur“ viertausend Euro? Ich meine, okay, die ganzen Probleme mit den Krankenkassen und den Ärzten, die ab dem 15. oder 20. eines Monats ohne Bezahlung arbeiten, die kenne ich ja. Aber trotzdem: Da verdiene ich ja als Werkstudent beinahe mehr und ich bekomme nur den üblichen Werkstudenten-Stundenlohn.

    Bei dir passt da was nicht so richtig zusammen. Du gibst vor, aus dem WE-ARE-TRAFFIC-Schanzenviertel-Fahrrad-Umfeld zu stammen, zierst dein Profil mit dem „Rassismus tötet immernoch!“-Bild, obwohl sich mittlerweile herumgesprochen hat, dass ebenjener Brand keinen rassistischen Hintergrund hatte. Und obwohl du offenbar aus dem linken Spektrum stammen willst, nennst du dich „Hamburger Jung“? Welcher Hamburger aus dem linken Spektrum ist denn nach #HH2112 und dem Gefahrengebiet-Kram noch so stolz auf seine Herkunft, dass er sich „Hamburger Jung“ nennt?

    Dann stellst du diesen Beitrag zum zweiten Mal ein, obwohl ich schon den ersten Beitrag verschoben und darauf hingewiesen hatte, dass es sich mitnichten um eine reine WE-ARE-TRAFFIC-Ausstellung handelt. Das hast du ja offenbar mitbekommen, den Text kopiert und hier inklusive Rechtschreibfehler wieder eingefügt; jedenfalls glaube ich nicht, dass du diesen Text auf deinem Rechner vorgeschrieben hast und bei Bedarf im Internet verteilst.

    Also: Ist das ein Trollversuch, weil morgen wieder Fahrradfreitag ist und die Critical-Mass-Hamburg-Diskussionsgruppe auf facebook keinen Spaß mehr macht? Oder sieht das nur so aus?

    Momentan setze ich meinen Urlaub in Köln fort. Leider — oder: Zum Glück? — ohne Fahrrad. Bevor ich mich jetzt aufrege: Hat außer @Laufi schon mal jemand Erfahrungen mit dem Rad in Köln gesammelt? Fährt es sich hier tatsächlich so schlimm, wie ich vom Gehweg aus den Eindruck habe? Bislang habe ich das Gefühl, Köln müsste wohl wirklich eine furchtbare autogerechte Stadt sein. Überall Tiefgaragen, jedenfalls in der Innenstadt verhältnismäßig wenig Grün und ü-b-e-r-a-l-l im Stau stehende oder parkende Kraftfahrzeuge. Ich hielt Hamburg bislang für schlimm, aber Köln toppt ja wirklich mal alles.

    Ist schon wieder leicht offtopic, aber wie ist das mit deiner Lampe und den Strom über USB, wenn die Lampe eingeschaltet ist?
    Bekommt man dennoch etwas Strom aus der Buchse oder ist die dann ausgeschaltet?

    Das ist mir noch nicht so ganz klar, beziehungsweise gehen dort meine Beobachtungen und die Behauptungen der Bedienungsanleitung auseinander.

    Wenn ich ohne Licht fahre, leuchtet schon nach ein paar Metern die rote LED, also kann ich mein Gerät aufladen. Das geht auch einigermaßen schnell, da kommen dann wohl auch die aus der Bedienungsanleitung bekannten tausend Milliampere raus. Wenn man das Tagfahrlicht zuschaltet, soll es wohl etwas langsamer laden; bei meinen Touren in Dänemark hatte ich das Licht eingeschaltet und konnte trotz langsamer Geschwindigkeit aufgrund des Gegenwindes mein iPhone noch bei Laune halten.

    Bei nächtlichen Touren fahre ich meistens nicht schnell genug, als dass abzüglich der Stromversorgung für die Lampe noch was für den USB-Anschlus übrig bliebe. Nach meiner Beobachtung kann ich nachts bei etwa 35 Kilometern pro Stunde noch die rote LED zum Leuchten bringen, wie viel Strom dann aber zum Laden zur Verfügung steht, müsste man mal messen. Viel wird es wohl nicht sein. Man darf auch nicht längere Zeit langsamer werden, dann ist der Pufferakku ziemlich schnell aufgebraucht.

    meine unangefochtene Nr.1

    "Da ist ein Radweg!!!!"
    Könnte man schon fast darüber nachdenken, ob das nicht die Begründung für Vorsatz ist.

    Oder, wenn der Vorsatz noch deutlicher betont werden soll: „Sie hätten ja auch auf dem Radweg fahren können!“ Der Satz fiel zuletzt natürlich an einer roten Ampel einer Straße, in der es nicht einmal einen Radweg gab. Naja.

    Der Aufprall war nicht von schlechten Eltern, es blieb aber alles heil (Knochen, Stoßfänger, Fahrrad).

    Donnerwetter — Ein Glück, dass dir nichts ernstes passiert ist =O

    Fahrradampel zeigte "Grün", Fupgängerampel "Rot". Die Fahrerin eines abbiegenden Opel Corsa "übersah" mich und ich fuhr trotz Vollbremsung hinten rechts gegen den Stoßfänger.

    Klingt ja so, als hätte die Kraftfahrerin nur auf die Fußgängerampel geschaut und gedacht, bei rotem Licht könne ja eh niemand mehr queren, beziehungsweise der wäre dann ja selbst schuld. Das passiert ja auch beim Dammtorbahnhof recht häufig: Wenn da die Fußgängerampel rotes Licht zeigt, die für den Kraftverkehr nicht erkennbare Baby-Fahrrad-Ampel aber nicht, wird auch gerne gehupt und ganz erschrocken gebremst.