Beiträge von Malte

    Mal wieder lustige Ideen über Radfahrer. Naja.

    Nicht nur als Fahrradfahrer wird man gelegentlich "übersehen".Nur mit anderen Folgen. Ich kann nicht mehr vor lachen.
    Das selbst hier tatsächlich "übersehen" geschrieben wird.

    und hier:

    Bei einem Gegenstand, der trotz seiner Größe zum Übersehen speziell getarnt wird, kann ich mir wenigstens ein bisschen vorstellen, dass man den bei wechselnden Lichtverhältnissen vor einer Baumkulisse erst auf dem zweiten Blick registriert. Trotzdem ist „übersehen“ natürlich eine witzige Umschreibung, denn ich vermute mal, dass die gelbe Rundumkennleuchte schon kundgetan haben wird, dass da etwas seltsames unterwegs ist.

    Könnte auch Hamburg sein:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Mehr darüber:

    »Ich stand bei uns am Haus mit dem PKW in der Parklücke und muss zum ausparken rückwärts über den Geh und dann ein Radweg. Nach links hin ist die Sicht auf ca. 6 m beschränkt.«

    Und er meint ja, er hätte alles richtig gemacht, weil er irgendwie so einigermaßen vorsichtig rückwärts auf dem Gehweg und anschließend auf dem Radweg herumkurvt.

    § 9 Abs. 5 StVO sagt aber ganz eindeutig, dass eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer beim Rückwärtsfahren auszuschließen ist. Und ausschließen ist noch mal eine ganz andere Hausnummer als vermeiden. Insofern bin ich durchaus ein bisschen gespannt, wie diese Diskussion dort weitergeht — und ob sich auch im Motor-Talk-Forum irgendwann mal die Unterschiede zwischen Schuld und Haftung klären.

    Er hier zog im Harvestehuder Weg ja nicht nur frech in die Engstelle rein, obwohl ich eigentlich Vorrang gehabt hätte, sondern fährt noch demonstrativ auf meiner Seite, um mir dann beim Näherkommen noch den Mittelfinger zu präsentieren.

    Bei der anschließenden Diskussion, die sich ja nunmal nicht vermeiden ließ, weil ich ja bis zum Stillstand abbremsen musste und bei ihm nunmal Gesprächsbedarf herrschte, wurde mir noch mal erklärt, dass es ja auch einen Radweg gäbe und er nicht wisse, dass es sich um eine Fahrradstraße handle und ich auf dem scheiß Radweg fahren solle, sonst würde er mich beim nächsten Mal direkt totfahren, denn er müsse in dieser Straße, von der er nunmal nicht wusste, dass es eine Fahrradstraße ist, andauernd anderen Radfahrern ausweichen und würde behindert, obwohl Radfahrer blablablablabla…

    Wenn man ein Motorrad und einen entsprechenden Helm hat, kann man solche Tötungsversuche auch direkt anders lösen:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Da wird nur gehalten, wenns denn uuuuuuuuunbedingt sein muss und der Fußgänger nun wahrhaftig schon mitten auf der Fahrbahn steht. Gruselig. Kannte ich bisher nur aus Italien und Griechenland - war hier aber nochmal 2 Runden krasser.

    Italien habe ich diesbezüglich eigentlich ganz angenehm in Erinnerung. Da hält an einer Fahrbahn zwar kein Auto an, wenn man am Fußgängerüberweg wartet — der ja auch locker mal fünfzig Meter über eine extrem breite Fahrbahn führen kann — aber wenn man einigermaßen selbstbewusst hinüberschreitet, hat man eigentlich keine Probleme ?( Ist halt gewöhnungsbedürftig — und vermutlich sind mehrstreifige Fußgängerüberwege bei uns genau aus diesem Grunde unzulässig.

    Wie lange dauert eigentlich eine Antwort so ungefähr? Mir ist klar, dass die Beamten dort auch noch andere Sorgen haben und auf ein paar Tage mehr oder weniger kommt es mir prinzipiell auch nicht an, aber diese bescheuerte Radverkehrsinfrastruktur ist schon hart nervig, wenn man abends mal wieder zum Einkaufen möchte und sich irgendwie halb-ordnungswidrig über die Kreuzung mogeln möchte.

    Hat jemand Lust, in der nächsten Woche nach Feierabend oder am Wochenende mal die Kieler Straße rauf und runter zu fahren, ein paar Gefahrenstellen zu notieren, die man mal als Liste bei der Behörde einreichen könnte? Die Radverkehrsinfrastruktur ist ja teilweise überhaupt nicht mehr auszuhalten.

    Mein Vorschlag wäre, dass wir uns unten an der Holsten-Brauerei treffen, dann nach oben bis nach Eidelstedt zu dieser wunderbaren Kreuzung fahren und anschließend wieder nach unten bis zur Brauerei. Anschließend kann man natürlich noch mal einkehren, um die Eindrücke etwas sacken zu lassen.

    Das sind insgesamt 16 Kilometer, vorschriftsmäßige Benutzung der bestens ausgebauten und breiten Radwege inbegriffen.

    Der Radweg soll wohl in diesem Sommer noch weiter reduziert worden sein — ich muss wohl mal wieder mit der Kamera vorfahren. Langsam frage ich mich ja, ob die ganzen Urlaubsradler dort dann mitten im Straßenbegleitgrün radeln wollen und sollen oder wie der Plan ist.

    Fahrradschrott in deutschen Großstädten:


    In Bayern sieht man das nicht so eng mit der exklusiven Benutzungslizenz:


    B 388 gesperrt: Autofahrer dürfen Radwege befahren


    Naja, da geht’s ja nicht primär um Autofahrer, sondern um Anlieger. Wobei ich mir das schon interessant vorstelle, wenn auf dem üblichen Bundesstraßen-Radweg ein Auto entgegenkommt. Bei den üblichen schleswig-holsteinischen Radwegen würde das gar nicht funktionieren, da kommen ja nicht mal zwei Fußgänger nebeneinander vorbei.

    Ich bin nun einigermaßen regelmäßig den Harvestehuder Weg entlanggefahren, in der Regel von Süden nach Norden, also in der Richtung, in der man nicht die parkenden Kraftfahrzeuge im Weg hat. Und das Ding ist ja einfach nur noch für den Arsch: Je nach Tageszeit und Wetter sind noch immer ungefähr 60 bis 90 Prozent der Radlinge auf diesem komischen Sonderweg rechts der Fahrradstraße unterwegs und ich habe das Gefühl, dass bei den Kraftfahrern in dieser Straße eine ganz besondere Aggressivität herrscht.

    In einer Tempo-30-Zone ist es offenbar zumutbar, mal eine Weile hinter einem Radfahrer herzufahren, wenn sich keine Möglichkeit zum Überholen bietet, aber auf dieser Fahrradstraße klappt das offenbar nicht. Ich weiß nicht, ob die sich hundert Meter hinter mir über zwei nebeneinander fahrende Radfahrer aufregen mussten oder deshalb so unentspannt sind, aber diese Fahrradstraße macht echt überhaupt gar keinen Spaß.

    Und die einzigen, die gestern wussten, dass Vorrang auch für Radfahrer gilt, waren die Beamten in ihrem Funkstreifenwagen.

    Schlechter Journalismus von Axel Tiedemann beim Abendblatt: Rissener Landstraße nach Pfingsten wegen Sanierung gesperrt.

    (…)


    Wie kommen solche Falschmeldungen zustande? Einfach nur schlechter Journalismus oder wird tatsächlich die Polizei gefragt und die redet dann so einen Stuss?

    Der Tiedemann sollte sich eigentlich einigermaßen auskennen, was Benutzungspflichten angeht. Ich vermute mal, dass da Missverständnisse oder Falschinformationen von der Polizei direkt ins Blatt geflossen sind.