Beiträge von Malte

    Ich finde es eigentlich trotzdem schade, dass die Seite so schnell aus dem Netz radiert wurde. Klar, ich hätte mich gerne über die Forderungen lustig gemacht, aber mich eben auch intensiv mit seiner Seite auseinander gesetzt.

    Und eines lässt sich ja nun nicht in Abrede stellen: Der Parkdruck ist insbesondere in den Gebieten, die den Krieg damals einigermaßen überstanden haben, gerade in den Abendstunden enorm. Naturgemäß sind hier im Forum eher Menschen versammelt, denen das Radfahren recht leicht fällt und die teilweise schon lange nicht mehr in einem Auto saßen. Nun gibt’s aber Menschen, die vielleicht nicht unbedingt auf ein eigenes Auto angewiesen sind, aber wenigstens glauben, auf ein eigenes Auto angewiesen zu sein. Ich finde, das muss man berücksichtigen.

    Dabei steht es für mich außer Frage, dass so eine Situation wie am Wiesendamm durchaus Grund genug sein könnte, über die Abschaffung des eigenen Kraftfahrzeuges nachzudenken und zur Erkenntnis zu gelangen, dass der Parkraum in einer Großstadt, gerade in einem Altbauviertel, durchaus sehr begrenzt ist. Und vielleicht kommt man anders als die Critical-Cars-Seite dann auch auf die Idee, dass man dem Wiesendamm, der ja eigentlich nicht gerade hässlich ist, wenigstens noch teilweise den begrünten Mittelstreifen freihalten sollte. Oder andersherum: Dass die Lebensqualität nicht steigt, indem jeder Quadratmeter in einem Wohngebiet von Kraftfahrzeugen belegt wird.

    Ich bin mir sicher, dass einige oder vielleicht auch viele Anwohner in der Gegend um den Wiesendamm durchaus in der Lage wären, auf ein eigenes Auto zu verzichten. Das klappt sicherlich nicht bei jedem und ist zum Teil auch sicherlich eine Kopfsache, aber es kann klappen.

    Und trotzdem finde ich es wichtig, dass auch Gegenstimmen zu Wort kommen, selbst wenn sie sich in polemischer Weise über Radfahrer echauffieren. Wie das läuft, wenn eine Gruppe von Verkehrsteilnehmern nicht zu Wort kommt, sehen wir ja an der Radverkehrsinfrastruktur, die in den letzten Jahrzehnten in Deutschland gebaut wurde — oder eben auch nicht.

    Man hätte ins Gespräch kommen können und selbst wenn man keinen Konsens findet, weil man beispielsweise den Mittelstreifen nicht beparken lassen möchte oder sich nach den Erfahrungen aus der Uhlenhorst nicht noch mal am Nasenring durch den Mühlenkamp ziehen lassen möchte, dann hätte man wenigstens Argumente ausgetauscht.

    Darum unterhalte ich mich ja auch gerne mit Kraftfahrern, die mit der Hupe mal wieder auf einen Radweg hinweisen wollen. Den klatsche ich nicht einfach „Nicht benutzungspflichtig!“ um die Ohren, sondern nehme mir die Zeit, denen nicht nur die aktuelle Rechtslage beizubringen, sondern auch noch zu erklären, warum ich denn diesen Radweg, der durch die Windschutzscheibe doch so toll aussieht, nicht befahre. Dann hätte der Autor von Critical Cars vielleicht auch verstanden, warum die Radfahrer dort nicht auf dem tollen Wiesendamm-Radweg fahren wollen.

    Ich habe so das Gefühl — und habe auch schon von einigen Teilnehmern Rückmeldungen bekommen — dass das Forum seit dem Serverumzug etwas langsamer ist. Wie seht ihr das?

    Ich bin mir nicht sicher, ob das nun zu Hause an meinem neuen Internetanbieter liegt oder tatsächlich am Server, die üblichen Werkzeuge zum Messen der Ladezeit sind eigentlich auch gar nicht mal so ganz mega unzufrieden.

    Heute habe ich nun eine Antwort bekommen und ich war offenbar nicht der einzige Radling, der sich beschwert hat. Die Verkehrsführung wird nun geändert:

    • Die blauen Schilder in der Holsteiner Chaussee werden zwischen Rungwisch und dem Wiebischenkamp entfernt, Radfahrer können dann direkt von der Fahrbahn nach links abbiegen. Cooler Nebeneffekt der Sache ist ja, dass der gammelige Radweg, den es da auf einigen hundert Metern noch gibt, nicht mehr benutzt werden muss. Schont Rücken und Federgabel.
    • Die Aufstellfläche für Radfahrer, die auf der anderen Seite keinen Signalgeber hat, wird entfernt.
    • Die Fußgängerampel bekommt kombinierte Piktogramme als Streuscheibe, so dass die Signalgeber auch für die Radfahrer in der Aufstellfläche auf der anderen Straßenseite gilt.

    Naja, so kann man das halt auch lösen. Mir soll’s recht sein, allerdings bleibt für mich weiterhin das Problem, dass mich dann abends oder nachts die Kontaktschleifen an den nicht bevorrechtigten Straßen nicht mehr erkennen. Da werde ich noch mal nachfragen.

    Gerade nebenan im VP drüber gestolpert:

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    Wobei ich mich tatsächlich frage, ob das nicht ein bisschen doll ist. Als Informatiker führe ich da sabbernd hinterher und hätte ja glatt Angst, gar nicht mitzubekommen, wenn der Lastkraftwagen bremst oder sonst irgendwas um mich herum passiert. Ich finde ja schon die Werbeanzeigen an Kreuzungen kritisch, die ständig um die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer buhlen.

    Die Seite ist ja der Hit. Da hätte ich mich ja zu den schönen Radverkehrspolitik-Zeiten richtig ausgetobt :D

    Habe mal diesen Kommentar zur Seite „Auto vs Fahrrad“ geschrieben. Mal sehen, ob das freigeschaltet wird.

    Ein schönes Symbolbild für die Hamburger Radverkehrspolitik:

    Passend dazu der so genannte freilaufende Rechtsabbieger von der Borsteler Chaussee ins Klotzenmoor. Der abbiegende Fahrbahnverkehr muss dort eigentlich gemäß § 9 Abs. 3 StVO Fuß- und Radlinge durchlassen, aber das scheint ja nicht so ganz zu klappen. Fußgänger haben sicherheitshalber einen Fußgängerüberweg bekommen, damit das mit § 9 Abs. 3 StVO auch wirklich klappt, der Radverkehr bekam jedoch ein kleines Zeichen 205, ist also gegenüber den abbiegenden Fahrzeugen erst einmal nachrangig. Überdies ist das kleine Zeichen 205 von der Fahrbahn aus ohnehin nicht erkennbar, also ist das eine wunderbare Situation: Man muss eigentlich Fußgänger und Radfahrer durchlassen, Fußgänger sogar unbedingt, aber Radfahrer haben eigentlich kein Vorrecht, davon weiß der Fahrbahnverkehr nur nichts.

    Und theoretisch muss der Radfahrer ja nur die Füße auf den Boden stellen, um zum Fußgänger zu werden und kraft des Fußgängerüberweges dann wieder bevorrechtigt zu sein.

    Wenn man eine Querung so seltsam gestalten muss, ist vielleicht etwas ganz grundsätzliches im Argen. Das Geheimnis an der ganzen Sache könnte sein, dass der Radverkehr zunächst mehrere Meter entfernt von der Fahrbahn der Borsteler Chaussee geführt wird und dementsprechend tatsächlich nicht bevorrechtigt wäre, jedenfalls nicht laut der Verwaltungsvorschriften. Für den abbiegenden Verkehrsteilnehmer dürfte das jedoch kaum ersichtlich sein: Ihn gehen die Verwaltungsvorschriften nichts an, für ihn ist nur die Straßenverkehrs-Ordnung einschlägig und aus der lässt sich nur ganz knapp herauslesen, dass die Vorfahrt für Radfahrer an dieser Stelle womöglich kompliziert sein könnte.

    Mal wieder lustige Ideen über Radfahrer. Naja.

    Nicht nur als Fahrradfahrer wird man gelegentlich "übersehen".Nur mit anderen Folgen. Ich kann nicht mehr vor lachen.
    Das selbst hier tatsächlich "übersehen" geschrieben wird.

    und hier:

    Bei einem Gegenstand, der trotz seiner Größe zum Übersehen speziell getarnt wird, kann ich mir wenigstens ein bisschen vorstellen, dass man den bei wechselnden Lichtverhältnissen vor einer Baumkulisse erst auf dem zweiten Blick registriert. Trotzdem ist „übersehen“ natürlich eine witzige Umschreibung, denn ich vermute mal, dass die gelbe Rundumkennleuchte schon kundgetan haben wird, dass da etwas seltsames unterwegs ist.

    Könnte auch Hamburg sein:

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    Mehr darüber:

    »Ich stand bei uns am Haus mit dem PKW in der Parklücke und muss zum ausparken rückwärts über den Geh und dann ein Radweg. Nach links hin ist die Sicht auf ca. 6 m beschränkt.«

    Und er meint ja, er hätte alles richtig gemacht, weil er irgendwie so einigermaßen vorsichtig rückwärts auf dem Gehweg und anschließend auf dem Radweg herumkurvt.

    § 9 Abs. 5 StVO sagt aber ganz eindeutig, dass eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer beim Rückwärtsfahren auszuschließen ist. Und ausschließen ist noch mal eine ganz andere Hausnummer als vermeiden. Insofern bin ich durchaus ein bisschen gespannt, wie diese Diskussion dort weitergeht — und ob sich auch im Motor-Talk-Forum irgendwann mal die Unterschiede zwischen Schuld und Haftung klären.

    Er hier zog im Harvestehuder Weg ja nicht nur frech in die Engstelle rein, obwohl ich eigentlich Vorrang gehabt hätte, sondern fährt noch demonstrativ auf meiner Seite, um mir dann beim Näherkommen noch den Mittelfinger zu präsentieren.

    Bei der anschließenden Diskussion, die sich ja nunmal nicht vermeiden ließ, weil ich ja bis zum Stillstand abbremsen musste und bei ihm nunmal Gesprächsbedarf herrschte, wurde mir noch mal erklärt, dass es ja auch einen Radweg gäbe und er nicht wisse, dass es sich um eine Fahrradstraße handle und ich auf dem scheiß Radweg fahren solle, sonst würde er mich beim nächsten Mal direkt totfahren, denn er müsse in dieser Straße, von der er nunmal nicht wusste, dass es eine Fahrradstraße ist, andauernd anderen Radfahrern ausweichen und würde behindert, obwohl Radfahrer blablablablabla…

    Wenn man ein Motorrad und einen entsprechenden Helm hat, kann man solche Tötungsversuche auch direkt anders lösen:

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