Beiträge von Malte

    Die Beförderungsbedingungen behaupten unter § 11 Abs. 3 Nr. 6, dass in Bussen maximal zwei Fahrräder im Türbereich transportiert werden dürfen. Die verlinkten Beförderungsbedingungen gelten ab dem 1. August 2015, also ab gestern, und enthalten noch immer die Bestimmungen zur Fahrradmitnahme, also hat mir der eine Typ da wohl Unfug erzählt, dass generell keine Fahrräder mehr in Bussen transportiert werden dürfen. Ich finde auch keine Regelung, dass die Kombination aus Kinderwagen und Fahrrad unzulässig wäre — ganz im Gegenteil: Wenn zwei Fahrräder im Türbereich kein Problem sind, warum ist dann ein Fahrrad und ein Kinderwagen plötzlich zu gefährlich?

    Ich halte es ja für vollkommen legitim, dass der Busfahrer das letzte Wort hat, wen er einsteigen lässt und wen nicht. Aber ich fände es trotzdem angenehm, eine Begründung dafür zu bekommen. Dass die Linien 183 und 283 gar nicht für eine Fahrradmitnahme freigegeben sind wäre beispielsweise eine ganz plausible Begründung. Dass der Fahrer mein Fahrrad aufgrund eines Schadens — Speichen sind gebrochen und stehen ab, Rahmen hat eine scharfe Bruchkante — oder ähnlicher Bedenken nicht mitnehmen will, ist auch vollkommen okay. Aber diese blöden Begründungen mit dem Kinderwagen und dem Komplettverbot der Fahrradmitnahme, die verärgern mich ja auch einen Tag später noch.

    So. Kapiere ich ja alles wieder nicht.

    Nachdem mein geplanter 150-Kilometer-Gran-Fondo wegen eines defekten Schlauches im Vorderreifen, für den ich sinnvollerweise auch keinen Ersatz dabei hatte und kein Loch feststellen konnte, schon am Itzehoer Bahnhof endete, musste ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause. Und das war gar nicht so ganz einfach.

    In der Nord-Ostsee-Bahn mussten in dem Wagen, in den ich eingestiegen bin, zwei Fahrgäste mit jeweils zwei Sitzen Abstand die noch leere Seite im Fahrradabteil in Beschlag nehmen. Meine (hoffentlich doch recht freundliche) nachfrage, ob die beiden entweder noch weiter auseinander- oder zusammen an eine Seite rücken könnten, wurde abschlägig beschieden: Man tat so, als hätte man mich gar nicht bemerkt. So passierte, was passieren musste: Ich stand eine ganze Weile blöd im Wagen herum, als einer der beiden merkt, dass er ja doch schon in Elmshorn aussteigen wollte, plötzlich aufspringt, mein Fahrrad herumreißt, um zur Tür zu hechten, sich das Hosenbein an der fettigen Fahrradkette beschmiert und dann erstmal das volle #ScheißRadfahrer-Programm abzieht. Dafür ist er dann leider noch weiter bis Hamburg-Altona gefahren.

    So. In Hamburg-Altona wollte ich dann mit dem Bus 183 oder 283 weiter zum Eidelstedter Platz, das ist nämlich quasi direkt vor meiner Haustür. Beide fahren ja ungefähr den gleichen Linienweg und beide haben natürlich die Gemeinsamkeit, dass am Samstagabend nicht mehr so ganz viele Fahrten stattfinden. Jede Linie fährt alle vierzig Minuten, so dass man alle zwanzig Minuten irgendwie von Altona zum Eidelstedter Platz kommt.

    Ein Bus der Linie 183 fährt vor, ich schicke mich an, dort einzusteigen, als sich eine Dame mit Kinderwagen noch reindrängelt. Die hatte ich vorher gar nicht gesehen und ich vermute, dass sie aus dem gegenüberliegenden Fahrstuhl gerade von der S-Bahn hochgefahren kam. Na gut, dachte ich mir, jetzt bloß keinen Ärger machen und schob mein Rad in den hinteren Türraum hinein. Dort ist übrigens tatsächlich massig viel Platz, dort können bestimmt vier Fahrräder oder zwei Fahrräder und zwei Kinderwagen oder zwei Fahrräder und zwei Rollstühle mitfahren.

    Nun war ich aber drin und der Lautsprecher krächzte: [Zusatzzeichen 1012-32] Das hatte ich tatsächlich zuerst verstanden, aber natürlich sagte er eigentlich „Radfahrer aussteigen!“ „Ich?“, fragte ich etwas verwundert nach, „Radfahrer aussteigen!“ krächzte es zum dritten Mal, „Na gut, dann gehe ich halt wieder“, sagte ich und schob mein Rad wieder hinaus. Die Türen schlossen, der Bus fuhr einen halben Meter nach vorne, dann öffnete der Busfahrer die vordere Tür, lief zu mir und erklärte mir, er könne auch nichts dafür, das wären nunmal die Regeln. Ich entgegnete, dass ich erst vor drei Tagen ein leider ebenfalls defektes Rad im Bus transportiert hätte, woraufhin er meinte, es gäbe seit ein paar Tagen neue Sicherheitsregeln: Wenn ein Kinderwagen oder ein Rollstuhlfahrer transportiert werden sollen, dann müssen Fahrräder sofort den Bus verlassen. Bei einem Unfall wäre das Verletzungsrisiko zu groß.

    So ganz verstand ich das nicht, wollte ihn aber auch nicht weiter aufhalten. Im Bus saßen mehrere Gäste des Wacken-Festivals, die offenbar schon am Sonnabend abgereist waren und ausgesprochen viel Gepäck mit sich führen, im Bus gegenüber lud gerade jemand ein Surfbrett ein und vor ein paar Minuten verschwanden gleich drei Kinderwagen in einem Bus der Linie 15. Aber ausgerechnet ein Fahrrad stellt nun so ein erhebliches Verletzungsrisiko dar? Halt: Ausgerechnet ein Fahrrad in Kombination mit einem Rollstuhl oder einem Kinderwagen?

    Wie auch immer. Zwanzig Minuten später fuhr ein Wagen der Linie 283 vor, in dem ich schon vor dem Betreten des hinteren Türraumes per Lautsprecher des Wagens verwiesen wurde. Eine kurze Nachfrage beim Fahrer vorne, dass sich ja gar kein Kinderwagen oder Rollstuhl im Bus befände, ergab: Fahrräder dürfen seit ein paar Tagen generell nicht mehr im Bus transportiert werden. In gar keinem Bus. In überhaupt gar keinen Bus des HVV. Aus Sicherheitsgründen und so.

    Ein Fahrgast reklamierte, ich solle nun nicht das Diskutieren anfangen, obwohl ich gar nicht diskutieren wollte, obwohl ich ja eigentlich schon gerne verstehen möchte, was denn nun an Fahrrädern so gefährlich ist, dass sie im Gegensatz zu Rollstühlen, Kinderwagen und Sperrgepäck nicht mehr im Bus transportiert werden dürfen. Meine Idee ist ja, dass Fahrräder in Bussen ohnehin nur geduldet wurden und quasi eher so eine Art Luxus-Gepäckstück darstellten: Mit genügend Luft im Reifen kann ein Radfahrer die Strecke ja selbst in Angriff nehmen, was einem Rollstuhlfahrer oder einem Fahrgast mit Kinderwagen eher schwerfällt. Warum nun allerdings ein relativ unhandliches Surfbrett dann nicht mit dem Taxi transportiert werden muss…?

    Nun gibt es ja vom HVV eine mittlerweile recht übersichtliche Seite, in welchen Buslinien eine Fahrradmitnahme möglich ist. Ich bilde mir ein, dass es bei meinem letzten Besuch auf der Seite noch nicht diese recht komfortable Tabelle dort unten gab oder ich sie einfach nicht gesehen hatte. Nun stelle ich fest, dass ich in den letzten fünf Jahren ungefähr zwölf Mal von der Möglichkeit der Fahrradmitnahme im Bus Gebrauch gemacht habe, aber abgesehen von einer einzigen Fahrt in der Linie 189 bislang nur Buslinien getroffen habe, in denen die Mitnahme überhaupt nicht gestattet war. Das hat ja bislang alles nicht so gut geklappt, obwohl sich bis gestern noch nie ein Fahrer beschwert hatte.

    Was ich dann doch noch nicht verstehe: Was spricht denn dagegen, zum Beispiel jetzt im Nachtverkehr, in dem in den Metrobuslinien 4 und 5 beispielsweise eher weniger los ist, ein Fahrrad mitzunehmen? Dass man tagsüber beim Metrobus 5 Glück haben muss, überhaupt als Fahrgast einsteigen zu können, klar, da versteht es sich von selbst, das man da kein Fahrrad reindrückt, aber nach welchen Kriterien wird denn eine Fahrradmitnahme gestattet oder nicht gestattet?

    Und: Gibt es nun „seit einigen Tagen“ ein generelles Verbot der Fahrradmitnahme in den Buslinien innerhalb des HVV?

    Mein Hinweis, dass der Schutzstreifen wegen der daneben parkenden Autos nicht benutzbar sei, wurde als "Die Autos parken nicht innerhalb der markierten Parkflächen" verstanden. Und dafür könnte die Polizei nun absolut nichts.

    Und was kann der Radfahrer dafür?

    Und man gebe zu bedenken, dass man es nunmal nicht allen Verkehrsteilnehmern recht machen könne.

    Dann soll an doch bitte so ehrlich sein und einfach ein [Zeichen 254] aufstellen, anstatt einen Teil der Verkehrsteilnehmer in solche gefährlichen Situationen zu „zwingen“.

    Und natürlich kam es "bisher an dieser Stelle noch nie zu Konflikten".

    Aha. Dann kann man ja mal einen kamerabewehrten Radfahrer zehn Mal die Ebertallee rauf und runter schicken, da wird sich dann schon genügend Material finden. Die Ebertallee bin ich in diesem Zustand vor ein einziges Mal vor ein paar Wochen nach der Critical Mass Altona entlanggefahren und hatte da das Vergnügen, von einem Lastkraftwagen überholt zu werden. Das brauchte ich auch nicht noch mal.

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    Warum man vielleicht auch als Kraftfahrer einen Helm tragen sollte.

    Mit der roten Vespa über die Chaussee — im Ernst? Die fährt doch höchstens 60 Kilometer pro Stunde. Da wird ja mega der Verkehr behindert ?(


    Im ach-so-tollen Dänemark gibt's zum Beispiel eine allgemeine RWBP.


    In Dänemark kämest aber wahrscheinlich nicht mal du auf die Idee, unbedingt auf der Fahrbahn fahren zu wollen — die ist in Kopenhagen stellenweise schmaler als der Radweg und da staut sich’s nämlich. * Striche man die Radwegbenutzungspflicht aus den dänischen Verkehrsregeln, änderte sich da auf der Straße vermutlich nur wenig.

    * Abseits der größeren Ballungsgebiete gibt’s dann aber auch schnell bescheuerte Radwege wie in Hamburg, zum Beispiel hier oder dort.


    Legaler wär wohl die Möglichkeit, gezielt Pressemitteilungen zu fälschen und in Umlauf zu bringen.
    "A7-Tunnel zu teuer - Bund plant Neubau an Schenefeld vorbei"
    oder
    "Flughafenerweiterung klammheimlich beschlossen. Dritte Startbahn in Niendorf!"

    Ganz einfach: Domain kaufen, WordPress rauf, Hamburg-spezifische Inhalte bei dpa einkaufen und dann hin und wieder so eine Meldung platzieren.

    Reißerische Überschrift mit sehr wenig Substanz dahinter.
    Schön finde ich das hier:

    Wenn nur Einheimische wissen, dass sie da nicht fahren sollen, fehlt anscheinend eine allgemein verbindliche Beschilderung. Anders wäre doch dieser generelle Zusammenhang von Herkunft und Regelkenntnis nicht zu erklären.

    Mit der Beschilderung ist das tatsächlich so eine Sache, wenn ich mich recht erinnere. Die eigentliche Fußgängerzone ist eigentlich korrekt beschildert, was das Radfahren angeht, auch wenn man natürlich darüber diskutieren kann, ob man die Schilder nicht prominenter ins Sichtfeld rückt. Das Problem ist eher, dass sich davor und dahinter noch weitere [Zeichen 242] sowie mit [Zeichen 239] und mit [Zeichen 240] beschilderte Gassen und Plätze gibt. Wenn man da nicht aufpasst, dann merkt man eben nicht, dass man tagsüber hier nicht mit dem Rad fahren darf — Ortskundige wissen das vermutlich auch nur so genau, weil das Thema jedes Jahr wieder in der Zeitung auftaucht, wenn im Sommerloch nichts anderes passiert.

    Und noch mal Schenefelder Radwege auf Seite 8. Ob nun der Ring 3 dort wirklich so umgebaut werden muss, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen, da weiß @DMHH sicherlich mehr. Ich finde es allerdings äußerst interessant, dass es ja außer Aufstampfen mit dem linken Fuß keine einigermaßen vernünftigen Argumente dagegen gibt, wenn man mal das Thema mit dem Stau außen vor lässt. Die meisten Kommentatoren machen auf mich den Eindruck, als ob sie den Straßenverkehr vor allem durch die Windschutzscheibe wahrnehmen und mit dem Fahrrad nur zum Baggersee und zurück fahren. Wenn man dann lieber ordnungswidrig auf dem Gehweg fahren will, Bitteschön, aber die Argumentation wird dadurch ein wenig krumm.

    Und sonst noch so: Wie man eine missverständliche Überschrift in einem Artikel total falsch verstehen kann und damit wieder eine neue #ScheißRadfahrer-Runde in einem bereits kilometerlangen Thema einläutet.

    Mal was aus meiner früheren Heimat: Radler-Rowdies in der Fußgängerzone

    Interessant zunächst: Nichts genaues weiß man nicht. Die Polizei weiß weder, wie oft dort Streife gelaufen wird noch wie viele Verwarnungen es bislang gab.

    Ansonsten stimme ich dem zu, was @Torben schon auf facebook schrieb: Die Rendsburger Innenstadt mit dem Fahrrad zu durchqueren ist total bescheuert. Also wirklich bescheuert. Als mein Vater jung war, führte die Bundesstraße 77 zwischen Schleswig und Itzehoe mitten durch die Innenstadt in einer recht abenteuerlichen Wegführung und mit einer Drehbrücke, die regelmäßig für kilometerlange Staus sorgte.

    Daraufhin wurde in den siebziger Jahren die so genannte Tangente gebaut, die optisch zu dem Rest der damaligen Bauten passt und die eigentlich gar nicht so hässliche Altstadt nachhaltig verschandelte. Aber gut, irgendwo musste der Verkehr damals ja hin, autogerechte Stadt und so. Seitdem floss der Kraftverkehr gegen den Uhrzeigersinn auf zwei bis vier Fahrstreifen einmal um die Innenstadt herum; die Einbahnstraßenregelung wurde vor einigen Jahren teilweise aufgehoben.

    Was man natürlich nicht bedacht hatte, waren die Leute, die mit dem Fahrrad fahren wollten.

    Wenn man sich die Karte einmal ansieht, kann man tatsächlich nur auf irgendwelchen mehr oder weniger gammeligen und schmalen Radwegelein an der Stadt vorbei. Unten durch den Stadtpark führt beispielsweise eine Route, wo man dann auch wieder sehen kann, wo man abbleibt. Eine andere Route führt oben über den Obereiderhafen, endet dann an der Kieler Straße und von dort geht’s sinnvoll nur zum Bahnhof oder weiter Richtung Norden.

    Die Straße „An der Bleiche“ darf man mit dem Rad nicht befahren, die Eisenbahnstraße im Norden darf man theoretisch, seit da mal das [Zeichen 254] weggerostet ist und nicht wieder ersetzt wurde. Das macht aber auf Dauer auch keinen Spaß, weil die Rendsburger Kraftfahrer auf der Straße dort keine Radfahrer dulden und ihrem Missmut deutlich kundtun. Und wenn man dann an die Polizei gerät, ist eh alles vorbei, die finden das auch nicht so pralle.

    Und dann kann man ja mal gucken, welche Routen noch übrig bleiben. Die einzige Route, die mir jetzt einfällt, ist echt kompliziert, aber alle anderen Routen führen entweder unten durch den Stadtpark oder oben durch den Obereiderhafen.

    Abgesehen davon verstehen sich Radfahrer in Rendsburg auch eher Fußgänger mit Rädern zwischen den Beinen. Das Verständnis habe ich dort schon in der Schule so kennengelernt, als uns erklärt wurde, in Straßen ohne Radweg auf dem Gehweg und nicht auf der Fahrbahn zu fahren — wohlgemerkt mit 12 bis 14 Jahren. Ich will allerdings auch nicht ausschließen, dass es in anderen Orten ein ebenso verschobenes Verständnis gibt.

    Insgesamt wundere ich mich nicht, dass die Leute dann eben einfach durch die Hohe Straße radeln und die einfachste und vor allem zielführendste Verbindung wählen. Man könnte ja nunmal auch die grundlegenden Probleme angehen und jedenfalls mit der entsprechenden Beschilderung versuchen, einen Weg für Radfahrer durch die Innenstadt zu schlagen, aber auf die Idee kommt man in Rendsburg wohl auch noch lange nicht.

    Dazu der Wortschwall auf "Spiegel online":

    Zitat

    Touren mit einem E-Bike können derzeit ein rasches Ende finden: Die Fahrräder mit einem mehr als 250 Watt starken Elektromotor sind von vielen Radwegen verbannt


    ?(

    Der Typ da im Artikel sagt ja selbst, dass solche schnellen Flitzer eher nichts auf Radwegen zu suchen haben. Hoffentlich hält man dann irgendwie die Leute davon ab, mit den maximal möglichen 45 Kilometern pro stunde dort entlangzufahren — obwohl, das tun die Leute wahrscheinlich auch ohne Radweg-Freigabe bereits. Die Kraftfahrer werden schon dafür Sorgen, dass sich die normale E-Bike-Kundschaft auf der Fahrbahn nicht wohl fühlt.


    Wird wohl die betonierte "Busbucht" am Fahrbahnrand sein, denn auf dem hoppeligen Pflaster fährt es sich mit Rennradreifen nicht so gut. Aber warum sollte der Radler dort "Schrittgeschwindigkeit" fahren? Ist ja keine Fußgängerzone. Zudem muss auch der Bus dort langsam fahren, wenn er gleich um die Ecke nach rechts abbiegt.

    Also dieses Ding, auf dem gerade der Bus hält? Ich sehe nicht, warum man dort nicht mit dem Rad fahren sollte. Und ob der Rennradfahrer dort wirklich nur mit Schritttempo gefahren ist? Naja… :rolleyes:

    Da steht dann im Artikel sinngemäß drinnen, dass die meisten Verkehrsteilnehmer keinen Überblick haben, wann Radwege befahren werden müssen und wann nicht und unten in den Kommentaren brodelt’s schon wieder langsam und ich wette, es dauert keine drei Stunden mehr, bis der erste schreibt: „Wenn ein Radweg vorhanden ist, so muss dieser, (sic!) verwendet werden!“

    Dauerte ja nur eine halbe Stunde — und sogar inklusive dem falsch gesetzten Komma. Die Trolle, die so ein Artikel anzieht, sind echt leicht durchschaubar. Wobei rh-sh ja schon ein alter Bekannter aus dem MOTOR-TALK-Forum ist, der dort mit einem über hundert Seiten langen Thema die Kraftfahrer auf Trab gehalten hat.

    Die Fahrt geht weiter in Richtung Gänsemarkt. Dort muss Dennis Last mit seinem Bus den Fahrradweg zweimal kreuzen, um in die Haltebucht hinein und wieder herauszufahren. Reden kann er im Moment nicht, weil er sich konzentrieren und aufpassen muss, dass er die Radfahrerin, die von rechts kommt, nicht erwischt.
    "In meinen Augen ist das hier nicht optimal gelöst", sagt er. Genau wie auf der Mönckebergstraße, auf der Radfahrer zwischen den vielen Buslinien fahren müssen, ist die Situation am Gänsemarkt sowohl für Rad- als auch für Busfahrer unübersichtlich. Überhaupt die Radfahrer. Die seien die Schlimmsten, sagt Dennis Last. Wenig später – auf dem Rückweg in Richtung Niendorf – fährt ein Rennradfahrer am Rathausmarkt in aller Ruhe auf der Busspur.
    Dennis Last bleibt nichts anderes übrig, als im Schritttempo hinterher zu schleichen.

    Komisch - wieso sind Radfahrer die Schlimmsten, wenn er von schweren Unfällen wegen wendender Autofahrer berichtet?

    Ja, schon seltsam: Mit Kraftfahrzeugen gibt’s fast täglich einen Unfall, aber die bösen sind trotzdem die Radfahrer. Da kann man sich nur wundern.

    Mir ist auch nicht ganz klar, auf welchem Bussonderfahrstreifen der blöde Radfahrer am Rathausmarkt Richtung Niendorf fährt.

    Los geht’s mit der neuen Woche. Erstmal den Bingo-Zettel bereithalten!

    Los geht’s mit „Radfahrer zahlen eh keine Steuern!“: Gleiche Bußgelder für alle (dazugehöriger Shitstorm)

    Ja, dann macht doch endlich mal eine Radfahrer-Steuer, die in irgendeiner Form gerecht ist. Das sind dann entweder ungefähr zehn Cent bis fünf Euro pro Fahrrad und Jahr oder, wenn es die von den Kommentatoren geforderten hundert Euro pro Fahrrad und Jahr sein sollen, auf der anderen Seite zehntausend Euro Kraftfahrzeug-Steuer für einen Kleinwagen.

    Dann noch die Berliner Morgenpost: So gefährlich ist das Parken auf dem Fahrradweg

    Auch geil: Ein Berliner Radfahrer kämpft gegen Wissenslücken

    Da steht dann im Artikel sinngemäß drinnen, dass die meisten Verkehrsteilnehmer keinen Überblick haben, wann Radwege befahren werden müssen und wann nicht und unten in den Kommentaren brodelt’s schon wieder langsam und ich wette, es dauert keine drei Stunden mehr, bis der erste schreibt: „Wenn ein Radweg vorhanden ist, so muss dieser, (sic!) verwendet werden!“

    ADAC gegen ADFC: Was Radfahrer im Straßenverkehr dürfen und was nicht

    Auch wieder interessant, wie weit die Interpretation der Verkehrsregeln von ADFC und ADAC auseinander geht. Und vor allem interessant, dass beide Vereine nicht gerne in die Straßenverkehrs-Ordnung gucken und einfach mal nachlesen, was denn dort geschrieben steht. So läuft’s dann halt auf das übliche „Ich habe mal gehört, dass…“ hinaus.

    Und als Absacken noch ein kleiner Shitstorm: Radfahrer fährt mitten auf der Straße und behindert den Verkehr

    Oder einfach den Verlegerwillen akzeptieren: Bitte keine spontan interessierten Leser hier. Wie schrieb Niggemeier immer so schön: Geht sterben.

    Naja, zehn Cent für einen Artikel und dann noch über dieses LaterPay empfinde ich eigentlich schon als eine recht freundliche Lösung. Andererseits: Zehn Cent für einen Artikel, der so komisch zusammengeschustert wurde und offenbar eine Mehrfachverwertung ist, ist mir die Sache dann auch wieder nicht wert.