Bis auf weiteres sollte in der Ebertallee gelten, den Schutzstreifen rechts liegenzulassen.
Ja — aber dann wird man halt nicht eng überholt, sondern vorsätzlich abgedrängt. Das läuft im Endeffekt auf die gleiche Beule hinaus.
Das Ding muss ja wohl schleunigst weg! Gegen einen “Schutzstreifen“ vorzugehen ist aber sicher nicht so “einfach“, wie gegen eine Benutzungspflicht. Wie könnte der Weg aussehen? Das Konstrukt ist doch einfach nur lebensgefährlich! “Bis einer heult“ kann an der Stelle ja auch nicht die Strategie sein.
Das war doch die Strasse, bei dem die Restfahrbahn zum mittleren Gruenstreifen nur ca. 3 Meter breit war oder?
Antrag auf Rueckbau des Schutzstreifens stellen
- Gegen diese Einschraenkung mit der Sicherheit der Radfahrer argumentieren / indirekte Benutzungspflicht durch Bussgeld bei Nichtnutzung(P45 Abs. 9 Satz 2/TBNR?)
- Restfahrbahn bei Anlage von Schutzstreifen muss so breit sein, dass sich 2 Kfz begegnen koennen muessen (RN12? VwV), >4,50m (ERA)
- Verkehrszeichen duerfen nur angeordnet werden, wo dies unbedingt notwendig ist (P45 Abs. 9 Satz 1 StVO)
- noch unattraktiver als ERA konforme Strassen mit Schutzstreifen und deshalb erhoehte Flucht von Radfahrern auf Gehwege, dadurch erhoehte Gefaehrdung von Fussgaengern
Als Alternative evtl. einen Soester Schutzstreifen vorschlagen
Ich seh das eigentlich so ähnlich wie beim Wiesendamm in Hamburg. Dort parken ja am rechten Fahrbahnrand ständig Kraftfahrzeuge, größtenteils (?) ordnungswidrig, und die verbleibende Restfahrbahnbreite ist halt auch gerade eben noch so, dass ein Kraftfahrzeug einen Radfahrer überholen kann — aber auch nur, wenn jegliche Sicherheitsabstände außer Acht gelassen werden.
Eigentlich sehe ich hier nur einen vernünftigen Weg: Man unterbindet das Parken auf dem rechten Gehweg und teilt den verbleibenden Platz vernünftig auf. Den Soester Streifen wird man hier auf gar keinen Fall aufmalen lassen, weil die Ebertallee zwar keine Hauptverkehrsstraße, aber dennoch relativ stark befahren ist. Dort fährt der Metrobus 1 durch, zeitweise auch der Stadtbus 286, außerdem ist da relativ viel Pendlerverkehr. Denen wird man keine Radfahrer direkt vor die Nase setzen — schließlich sollen da ja nicht nur kultivierte Schnellradler entlangfahren, sondern auch die berühmten Torkelradler auf dem Weg zum Einkaufen.
Ich habe auch meine Zweifel, ob das Soester Modell in Hamburg wirklich funktioniert. Da wird doch bestimmt auch einfach einmal lange gehupt und der Radfahrer huscht aus seinem Fahrstreifen runter und rauf auf den Gehweg.
Edit: Malte: Eine Email an den HVV bzw. die Hochbahn sollte Dir dieses gut dokumentierte Erlebnis aber wert sein, oder? Ich meine die besch...eidene Infrastruktur ist ja das eine, der völlig rücksichtslose Überholvorgang aber das andere. Es kann doch nicht unkommentiert bleiben, dass der Busfahrer die Nummer bei offensichtlich unzureichendem Platz durchgezogen hat. Der begegnet ja auch anderen Radfahrern, vielleicht auch Dir nochmal.
Beim oben zusehenden Ueberholvorgang waere sogar ne Strafanzeige (Gefaehrdung) angebracht, da der seitliche Abstand wohl max. 10% vom geforderten Wert hatte.
Ich hielte ja mehr davon, die VHH mal zu fragen, ob sie nicht mit an der Beseitigung dieser Malerei helfen wollen. Dass ihre Fahrer dort keine Radfahrer überholen können und auf den 800 Metern dann jegliche Fahrpläne gesprengt werden, oder aber zu gefährlichen Überholmanövern verleitet werden, ist ja auch nicht im Interesse der VHH. Die wollen ja auch nicht in den Nachrichten hören, dass ihre Busfahrer dort jemanden totgefahren haben.