Beiträge von Malte

    Ein paar Notizen:

    • Bienen bestäuben eine ganze Reihe von Nutzpflanzen, unter anderem auch Baumwolle, Mohrrüben und Kaffee. Raps hingegen wird nur zur Hälfte von der Biene bestäubt.
    • Es gibt etwa 560 Bienenarten, darunter etwa die Honigbiene oder die Hummel. Einige bestimmte Pflanzenarten leben in einer Art Symbiose mit exakt einer Art von Bienen und gingen ohne diese jeweiligen Bestäuber direkt ein.
    • 1990 gab es noch 1,6 Millionen Bienenvölker in Deutschland, 2010 nur noch 600.000, 2017 nur noch 200.000.
    • In den Städten geht es den Bienen teilweise besser als auf dem Land, weil hier eine größere pflanzliche Artenvielfalt angeboten wird.
    • Gründe: Industrialisierung der Landwirtschaft, extreme Ausbreitung von Monokulturen, großzügige Ausbringung von Insektiziden, die auch viele Arten von Insekten massiv angreifen.
    • Gegensteuern mit mehr Öko-Landwirtschaft.
    • Auf der letzten Landwirtschaftskonferenz habe Hamburg den Antrag gestellt, Neonectoide zu verbieten. Damals habe man das allerdings im Interesse der Landwirtschaft nicht durchsetzen können.
    • Außerorts müssen Bienenvölker außerhalb der Rapssaison häufig gefüttert werden, weil die vielen Monokulturen keine Nahrung mehr anbieten. Insbesondere Mais für Biogasanlagen und als Nahrungsmittel für die fleischerzeugende Industrie wären problematisch.
    • Sowohl innerorts als auch außerorts werden überall Grünflächen mit dem Rasenmäher bearbeitet.
    • Bienen sind immer stärker anfällig für diverse Krankheiten.
    • Innerorts wären grüne Dächer eine tolle Idee, in Hamburg würden die Begrünung von Dächern öffentlicher Gebäude angestrebt.

    Bislang eine überraschend langweilige Veranstaltung. Zwar ganz gut besucht, man hat wohl mit zwei Dutzend Gästen gerechnet, das kommt wohl hin, aber der grüne Umweltsenator wird sich ein bisschen verspäten, er steht noch im Stau.

    Ein paar andere Gäste taten es ihm gleich, kamen zu spät hereingehetzt und parkten ihre Karren irgendwo hier in der Gegend, es wird darüber gewitzelt, dass man ja jetzt nach Ende der Sommerferien keinen Parkplatz mehr fände, hahaha, während offenbar nur fünf Teilnehmer mit dem Rad angekommen sind. Drei von denen haben mich vorhin, als ich mit der Kamera um den Hof geschlichen bin, renitent vom Gehweg geklingelt.

    Ich begehe den Fehler, meinen Rucksack inklusive Fahrradhandschuhe und -helm auf eine Sitzbank zu stellen, denn irgendjemand will die Bank verschieben und stellt ein Fuß der Bank in den umgedrehten Helm hinein. Geil. Immerhin hat er sich nicht draufgesetzt oder gleich die Tasche mit Notebook als Unterlage genommen. Vielleicht bin ich auch einfach ein bisschen blöd, meine Sachen in der Gegend herumliegen zu lassen, sei es nur für einen Moment.

    Warum kann man so was eigentlich nicht bundeseinheitlich lösen?

    Eine bundeseinheitliche Lösung halte ich schon fast für übertrieben — der S-Bahn-Betrieb in einer Großstadt benötigt sicherlich andere Bestimmungen für die Fahrradmitnahme als ein Regionalexpress, der wiederum andere Bestimmungen als eine Regionalbummelbahn und mit Bussen ist das dann wieder eine ganz andere Hausnummer. Die einzelnen Verkehrsträger unterscheiden sich nicht nur bezüglich der Kapazitäten im Berufsverkehr, sondern auch beim eingesetzten Wagenmaterial und den Betriebszeiten. Da kann ich schon verstehen, dass es da keine einheitlichen Lösungen gibt.

    Was aber wirklich ärgerlich ist, sind dann solche Sachen wie in Hamburg die Fahrradmitnahme im Bus: Generell können außerhalb der Sperrzeiten Fahrräder bei ausreichender Kapazität mitgenommen werden, aber nicht in von der HOCHBAHN betriebenen Linien. Da geht’s dann gar nicht um das Wagenmaterial oder irgendwelche linienabhängigen Eigenheiten, sondern einfach nur um den Betreiber der Linie.

    Gestern war ja Tag der offenen Tür bei der Hamburger S-Bahn:

    https://fahrradstadt.hamburg/abstellmoglichkeiten-ii-1179

    Ausgestellt wurde natürlich auch die Baureihe 490, die Ende nächsten Jahres zum Einsatz kommen soll. Dieser Wagen ist wohl ganz frisch aus Berlin eingetroffen:

    @Malte 1 und ich haben das Ding in Augenschein genommen und sind tatsächlich nicht so ganz begeistert. Von außen macht der Zug einen guten Eindruck und sieht endlich etwas windschnittiger aus als die Baureihen 474 und 472, bei denen man das Gefühl hat, da käme der Kölner Dom an den Bahnsteig gerollt. Von innen ist das aber leider alles etwas enger — man steigt ein und hat direkt das Gefühl, es wäre alles relativ… ja, beengt:

    Wir hatten leider kein Maßband zur Hand, drum konnte ich es nur mit meinen Füßen der Schuhgröße 46 ausmessen, aber der Türbereich ist immerhin einen halben Fuß schmaler, also etwa 16 Zentimeter, der Durchgang zwischen den Sitzen ganze 30 Zentimeter. Das ist nicht viel, fällt aber sofort auf, wenn man die relativ großzügig bemessene Baureihe 474 kennt. Wenn ich mir vorstelle, dass in diesen Türraum zwei Fahrräder passen sollen, wird das ja ein lustiger Tanz um die Stange herum, sobald Fahrgäste ein- und aussteigen wollen.

    Ebenfalls entfallen sind die größeren Mehrzweckräume der Baureihe 474, beziehungsweise der Mehrzweckbereich im Mittelwagen mit den parallel zur Fahrtrichtung angebrachten Klappsitzen wurde nicht übernommen. Das wundert mich ein bisschen, denn mit Gepäck könnte es dann ja etwas eng werden — mit ein paar Koffern im Türraum könnten sich die fehlenden 16 oder 30 Zentimeter doch recht schnell bemerkbar machen.

    Die Mehrzweckräume wichen immerhin für einen rollstuhlgerechten Bereich, der Platz für zwei Rollstühle bietet und auch unmissverständlich klarmacht, wer hier Vorrang hat:

    Für Gepäck bleibt dann allerdings nicht mehr so ganz viel Platz. Im Bedarfsfall kann mit einem Taster an der Außenseite Hilfe beim Einsteigen angefordert werden:

    Ich bin mal gespannt, wie sich die neuen Wagen im tatsächlichen Betrieb machen. Für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste sicherlich ein Gewinn, für Reisende mit Gepäck, Kinderwagen oder Fahrrädern… weiß ich noch nicht. Mal sehen.


    Näher kommt man leider nicht ran, ohne sich des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr strafbar zu machen.

    Nochmal aus der Nähe aus dem RE 70 fotografiert. Der Zug auf der anderen Seite war sehr viel schöner und sehr viel näher dran, aber da war leider wegen des Gegenlichts kein Foto möglich.

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    Als gestern auf Twitter diese Meldungen des Fußballländerspiels zwischen Frankreich und den Niederlanden die Runde machen, bei dem offenbar seltsame Werbung von Volkswagen eingeblendet wurde, hielt ich das ja für einen Fake. Es gab keine „richtigen Fotos“ aus dem Stadion, sondern nur mit dem Smartphone abfotografierte Fernsehschirme. Davon abgesehen: Wäre Volkswagen tatsächlich so blöd, Werbung mit dem Satz „Wir lassen uns von einer Nation von Radfahrern nicht den Weg versperren“ zu buchen?

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    Offenbar schon. Naja: Gemeint waren natürlich die Niederländer, von denen sich die französischen Fußballer nicht beeindrucken lassen sollten, aber dennoch passt ja mal wieder alles ganz superprächtig zusammen, betrachtet man es im Lichte der aktuellen Situation des Konzerns.

    Diese Werbung beweist, dass VW aus seinen Fehlern noch immer nichts gelernt hat

    Anstatt uns jetzt aufzuregen, können wir ja mal was produktives mit diesen Botschaften anstellen? Fallen uns ein paar lustige Sprüche zur umgekehrten Situation in Deutschland ein? Vielleicht nicht unbedingt „Wir lassen uns von einer Nation von Autofahrern nicht den Weg versperren“, das wäre wohl etwas seicht, aber… vielleicht hat ja jemand eine coole Idee?

    Ich bin ja eigentlich kein Fan von solchen „Gaga“-Begrifflichkeiten, die mir viel zu sehr nach „BILD“ klingen, aber für diesen neuen Radweg an der Esplanade in Hamburg gibt es einfach keine anderen Begriffe:

    Bei Hamburgize gibt’s auch einen Beitrag darüber:

    Nun ist die Esplanade ein eher blöder Ort zum Radfahren, wenn man nicht gerade erfahrener Alltagsradler ist. Vom Hauptbahnhof herunter kommt man erreicht man die Esplanade und darf dann erstmal gucken, wie man sich in den fließenden Fahrbahnverkehr einordnet. Eine gewisse Zeit lang durfte man auch mit [Zusatzzeichen 1022-10] auf dem Gehweg radeln, dann ist das Zusatzschild aber über Nacht wieder verschwunden.

    Wenn man sich für die Fahrbahnradelei entschied, musste man zwischen drei Fahrstreifen wählen: Links ging’s in die Innenstadt, in der Mitte geradeaus, rechts ging’s zum Dammtor-Bahnhof. Klar, man konnte auch einfach auf dem rechten Fahrsteifen bleiben und dann an der nächsten Kreuzung wieder auf den Radweg wechseln, aber so ganz regelkonform war das ja nicht. Alle drei Fahrstreifen waren recht ungemütlich, die Hupe gehörte zum Tagesgeschäft, erst recht wenn man auf die Idee kam, tatsächlich den mittleren oder gar linken Fahrstreifen zu befahren.

    Und jetzt dieser Radweg. Total super. Als ich gestern dort rumgelaufen bin, habe ich gleich die erste Hupe als renitenter Radfahrer kassiert, weil ich den neuen RAAAADWEEEG nicht benutzt habe. Geil. Ich weiß gar nicht, was ich als erstes an diesem Ding bemängeln soll.

    Dass er über Kopfsteinpflaster führt?

    Dass er über Parkflächen führt, die noch als Parkflächen beschildert sind, so dass der Radweg nicht mehr befahrbar ist, sobald jemand dort parkt?

    Dass er an einem Gehweg, der nicht beradelt werden darf, beginnt und anschließend auf einen Gehweg, der nicht beradelt werden darf, hinaufführt?

    Oder, der Knüller: Dass man nicht in der Lage war, die Fahrradpiktogramme in der richtigen Richtung zu applizieren?

    Ehrlich: Das alles kann doch eigentlich nicht so schwer sein. Aber mit diesem vollkommen wahnwitzigen Stück Radweg macht man das Befahren der Esplanade zu einem Höllenritt sondergleichen. Wer vorher seelenruhig auf dem Gehweg kurbelte, fährt jetzt in dieser Dooring-Heckklappen-Zone, wer vorher auf der Fahrbahn herumgesaust wird, muss nun mit Maßregelungen rechnen.

    Da fällt mir wirklich nichts anderes mehr ein außer „Gaga-Radweg“.


    Das Wegscheuchen von Fußgängern mit Hupe + 2t-Panzer ist meiner Meinung nach eine Straftat.

    Das sehe ich durchaus so, aber angefangen hat’s halt mit (eventuell) mit einer Straftat des Fußgängers.

    Ich ganz persönlich finde die Linie vom BVerfG lächerlich und habe den Verdacht, dass da die politische Meinung der Richter eine Rolle gespielt hat.
    Aber wer bin ich, unseren höchsten Richtern sowas zu unterstellen?

    Also nehme ich nur die Rechtsprechung zur Kenntnis.

    Ich habe auch das Gefühl, dass dieses Urteil zwar dem Bundesverfassungsgericht genügte, aber nicht unbedingt in jeder Situation einsetzbar ist, an dem jemand von jemandem genötigt wurde.

    Jetzt nach 1,5 Jahren würde mich es aber schon interessieren, wie die Geschichte denn ausgegangen ist. Seid Ihr (Malte & DMHH) tatsächlich nochmal dort gewesen? Was war das Ergebnis der hoffentlich lustigen Diskussion?

    Öh — soweit ich mich erinnern kann, hat sich das wetterbedingt nicht mehr ergeben.

    Das Recht muss dem Unrecht nicht weichen.

    Das ordnungswidrige Einfahren in einen gesperrten Bereich ist aber nur eine Ordnungswidrigkeit, das Unterbinden dieses Einfahrens aber eine Straftat.

    Und dann fällt mir eigentlich noch eine lustige Wette ein: Wer wettet dagegen, dass es für dieses [Zeichen 250] überhaupt eine Anordnung gibt?

    Gegeben sei dieser Thread, insbesondere die dort als Stellungnahme eingebetteten Bilder mit Text:

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    Meine Einschätzung: PK 37 hat das Blockieren eines ordnungswidrigen fahrenden Kraftfahrzeuges als Nötigung eingeschätzt. Es ist natürlich nicht verboten, als Fußgänger den Gehweg zu benutzen und dort zur Querung der Straße an der Ampel zu warten, es ist aber verboten, als Fußgänger den Gehweg zu nutzen und lediglich dort zu warten, um Kraftfahrzeuge vom ordnungswidrigen Befahren des Parkplatzes abzuhalten. Wenn man dann auch noch „ungeschickt genug“ ist, das gegenüber der Polizei so anzugeben, dann hat man die Strafanzeige so gut wie gebucht.

    Das ist natürlich eine einigermaßen skurrile Situation, aber passt nunmal zu unserem Rechtsverständnis. Genauso handelt es sich nunmal um eine Nötigung, wenn ich mit dem Rad auf dem Radweg stehenbleibe, um ein dort ordnungswidrig fahrendes Kraftfahrzeug an der Weiterfahrt zu hindern. Leider ist es aber keine Nötigung, mit einem Kraftfahrzeug auf dem Radweg zu parken, und damit Radfahrer zum Ausweichen zu zwingen.

    Was meint ihr dazu?

    Die Aufgrabungen im Zuge des Radfahrstreifens An der Verbindungsbahn haben schon wieder ein paar Meter Gleise ans Tageslicht befördert:

    Hier sind damals die Linien 3 und 16 in die Bundesstraße eingebogen, um anschließend weiter zum Tierpark Hagenbeck oder zum Eidelstedter Platz zu rattern:

    Ich wüsste ja zu gerne, was damals während der Maßnahmen der Busbeschleunigung am Eidelstedter Platz so alles ans Tageslicht geraten ist.