Beiträge von Malte

    Eben! VIele Altbauten muss man daher gar nicht "einschäumen", während bei den Fenstern oft noch recht viel zu holen ist, je älter umso mehr, und eben ...

    In unserer Kieler Wohnung, aus der wir im Februar 2021 ausgezogen sind, waren die Fenster nach meiner Kenntnis aus dem Jahr 1970 — die mussten zwangsweise ersetzt werden, nachdem 2,5 km Luftlinie entfernt der Getreidespeicher in die Luft geflogen ist. Die Wärmeenergie ging in der Wohnung aus der Heizung gleich durchs geschlossene Fenster wieder raus. Nachdem wir ausgezogen sind, wurde die Bude komplett saniert (bestimmt auch die Miete tüchtig angehoben), die Nachmieterin musste im letzten so genannten Krisenwinter kaum heizen — die Fenster hielten die Wärme zurück, der Rest der schlotterigen Bausubstanz aus dem Jahr 1933 hält wohl gut genug. Ob das nun wirklich allein an den Fenstern lag, kann ich als Laie natürlich nicht beurteilen, aber ich kann mir schon vorstellen, dass das wirklich einen ganz signifikanten Anteil ausmacht.

    Zu den neuen Tönen gehört wohl auch: Sobald nur ein Parkplatz gefährdet wird, gibt es keinen Radweg. Die CDU-Senatorin hat nun erst einmal alle Radverkehrsprojekte gestoppt und lässt sie hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Kraftverkehr überprüfen.

    Sobald auch nur ein Parkplatz wegfällt: Berliner Senatsverwaltung stoppt vorerst Radwegprojekte
    Die Verkehrsverwaltung setzt unter CDU-Senatorin Manja Schreiner neue Prioritäten auf den Straßen. Neben Radwegen ist die Einrichtung von Tempo 30 betroffen.
    www.tagesspiegel.de

    Das ist ja nun noch alberner als ich es mir ausgemalt hatte. Die CDU klammert sich wirklich ans Gestern als hinge ihr Überleben davon ab. Obwohl: Vielleicht entspricht das ja tatsächlich der Wahrheit.

    Und schon fällt die nächste Hoffnung: Die chinesischen Subventionen für Elektroautos sind ausgelaufen, der Boom hält weiter an. Und deutsche Hersteller stehen mit ihren Verbrennern dumm da.

    Elektromobilität: Verkäufe von E-Autos in China steigen weiter stark an
    Die Subventionen sind ausgelaufen – die Nachfrage nach E-Autos hält weiter an. Deutsche Hersteller haben das Nachsehen, die Exportzahlen chinesischer Firmen…
    www.zeit.de

    Der Nachtzug von Innsbruck nach Hamburg und Amsterdam hat gebrannt:

    Brand in Bahntunnel – 33 Reisende in Nachtzug nach Hamburg verletzt
    Unglück in Österreich: Hunderte Feuerwehrleute rückten aus, um die Passagiere aus dem Nachtzug nach Hamburg zu retten. 33 Reisende wurden leicht verletzt.
    www.abendblatt.de

    Im Tunnel von Stans nach Terfens (der laut unterschiedlicher Angaben entweder 8 oder 15 km lang sein soll), fiel die beschädigte Oberleitung auf die hinter dem Zug mitgeführten Autos, die anschließend brannten. 151 Menschen wurden aus dem Zug gerettet, 33 kamen mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

    Beim IronMan ist heute in Hamburg ein Motorrad mit einem Fotografen mit einem Rennradler zusammengestoßen:

    Externer Inhalt twitter.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Der Motorradfahrer starb, der Triatleth ist offenbar schwer verletzt worden:

    Toter bei Ironman in Hamburg – Jan Frodeno macht Organisatoren Vorwürfe
    Ein Motorrad kollidierte mit einem Radfahrer. Ein Mensch starb, zwei wurden verletzt. Das Rennen ging trotz Protesten weiter.
    www.abendblatt.de

    https://www.abendblatt.de/hamburg/hambur…der-Veddel.html

    hm. ich bin mir sehr sicher, dass das an der Einmündung Veddeler Bogen in den Georgswerder Bogen passiert ist.

    StreetView

    Mapillary

    jeweils mit Blickrichtung auf die Unfallstelle wie beim Abendblatt.

    Am Sonnabend findet dort um 14 Uhr eine vom ADFC organisierte Mahnwache statt.

    Ich finde die Ecke dort absolut gruselig, obwohl sie einigermaßen gut einsehbar ist. Vor ein paar Wochen kam ich dort mal langgeradelt und wunderte mich auch schon über die locker abbiegenden Kraftfahrzeuge.

    Andererseits: Man kann sich an so gut wie jeder Kreuzung über die locker abbiegenden Kraftfahrzeuge wundern und nach einem tödlichen Unfall die Told-you-Karte spielen. Aber diese Ecke blieb mir aus irgendeinem Grunde in Erinnerung.

    Heute kam Post vom Stromanbieter.

    Witzig, wir auch. Aber bei uns ist es eine Nachzahlung. Und ich hab’s mit meinem Geschick ja tatsächlich geschafft, am Tag mit den teuersten Strompreisen der letzten Monate den Tarif zu wechseln auf so einen tollen Tarif mit einer Preisgarantie von 59 Cent/kWh bis Ende 2024. Das war damals ein tolles Angebot, weil ich von allen Seiten mit Weltuntergangsszenarien beschmissen wurde von wegen bald steige der Preis noch weiter auf 2 Euro/kWh.

    Stattdessen könnte ich als Neukunde jetzt auch wieder Tarife für 30 Cent/kWh bekommen. Ich zahl mich hier echt dumm und dämlich. Letztes Jahr haben wir noch gezittert, ob wohl die Strompreisbremse die Kosten bei 40 Cent/kWh deckeln kann. Tja, und nun komme ich aus dem blöden Tarif bis Ende 2024 nicht mehr raus, außer ich ziehe um.

    Hamburger Harley Days: Maulhelden im Rückwärtsgang
    Die Hamburger Harley Days sind eine sexistische Veranstaltung aus dem letzten Jahrtausend. Das Gute daran: Man muss sie nicht ernst nehmen.
    taz.de
    (S+) Verkehrswende in Leipzig: Warum viele wegen Radwegen auf die Barrikaden gehen
    Kampf um die Straße: In immer mehr Städten gibt es Streit wegen neuer Radwege. Ein Fall aus Sachsen zeigt, dass es dabei ums Ganze geht: Ist nicht nur die…
    www.spiegel.de
    Gute Argumente gegen ein Tempolimit auf der Autobahn
    Autobahnen ohne Limit sind auch Teil des Alleinstellungsmerkmals der deutschen Autohersteller, die viele gut bezahlte Arbeitsplätze schaffen. Dagegen ist das…
    www.faz.net
    Autoverkehr in Hamburg: Da ist sie, die Verkehrswende!
    Binnen fünf Jahren ist der Autoverkehr in Hamburg um ein Drittel geschrumpft, obwohl Jahr für Jahr mehr Autos angemeldet wurden. Wie hat die Stadt das…
    www.zeit.de
    Deutschland sorgt sich um seine Autoindustrie
    Noch verdienen die Hersteller Milliarden mit ihren Verbrennerfahrzeugen. Aber um ihren Platz in der Zukunft müssen die Konzerne kämpfen.
    m.faz.net
    (S+) Verkehrswende in Leipzig: Warum viele wegen Radwegen auf die Barrikaden gehen
    Kampf um die Straße: In immer mehr Städten gibt es Streit wegen neuer Radwege. Ein Fall aus Sachsen zeigt, dass es dabei ums Ganze geht: Ist nicht nur die…
    www.spiegel.de

    Im Übrigen vermisse ich von der ganzen "aber-Wärmepumpen-gehen-nicht-im-Altbau"-Fraktion einen konstruktiven Vorschlag, wie es denn sonst klimaneutral gehen sollte. Fakt ist, dass zur Erzeugung von Wasserstoff noch mehr elektrische Energie benötigt wird als wenn man direkt mit Strom heizen würde. Und bereits gegenüber der Stromdirektheizung ist eine Wärmepumpe immer besser. Also was soll das FDP-Gequatsche von "Technologieoffenheit", wenn es gar keine vergleichbar effiziente Technologie gibt? Das ist doch alles nur Augenwischerei, um den Leuten einzureden, dass sie auch in 20 Jahren noch mit Gas heizen können. Das wäre dann aber entweder nicht klimaneutral oder im Vergleich zur Wärmepumpe unbezahlbar.

    Ich höre in der öffentlichen Debatte zu diesem Thema ganz stark diese Sehnsucht nach 16 Jahren Merkel zurück: Es soll sich nichts ändern.

    Und das sehe ich mittlerweile auch als größte Bedrohung für den Wirtschaftsstandort Deutschland: Wir wollen gar keinen Fortschritt, wir wollen irgendwelchen esoterischen Hokuspokus. Während China die Marktführerschaft bei Elektroautos längst gewonnen hat, warten wir lieber drauf, dass irgendjemand was mit E-Fuels macht und jemand anderes was mit Fusionsenergie und ein Dritter was mit Wasserstoff, damit wir weiter unsere Verbrenner fahren und unsere Gasheizungen nutzen können. Wir behaupten zwar, auf bahnbrechende Innovationen zu warten, aber eigentlich ist das nur eine Schutzbehauptung für: Wir möchten, dass sich nichts ändert.

    Und dann ist man eben um keine Ausrede verlegen. Die größte Ausrede ist, das Klima habe sich ja immer geändert und der Mensch keinen Einfluss darauf, weil es nur 280 ppm CO2 in der Atmosphäre gebe (dass es mittlerweile knapp 425 ppm sind, wird glatt ignoriert). Und so dreht sich das munter weiter: Wir wollen weiter unsere Verbrennungsmaschinen fahren, also wird German Engineering irgendwann E-Fuels zur Serienreife bringen, die dann mit Solarzellen und Windrädern hergestellt werden, die wir ja aber gar nicht haben wollen, also warten wir einfach weiter auf Fusionskraftwerke, die ja seit 30 Jahren in den jeweils nächsten fünf Jahren bereit zur Netzsynchronisation sein sollen.

    Es ist einfach nur noch albern, wie sehr wir uns die Augen zuhalten.

    Aber es passt ja auch dazu, dass wir als Gesellschaft immer stärker bereit sind, die Ukraine einfach an Putin abzutreten, damit wir endlich wieder unser günstiges Gas bekommen können.

    Ganz an mir vorbeigegangen ist ja, dass die U 5 in Hamburg schon wieder zur Disposition steht. Morgen entscheidet der Verkehrsausschuss darüber, ob für den Bau der neuen U-Bahnlinie zusätzliche Mittel bewilligt werden sollen: Weitere 1,1 Milliarden Euro werden benötigt. Und werden die bewilligt, dann müsste Hamburg die U-Bahn auch fertig bauen, um die Fördermittel des Bundes abgreifen zu können, was in Zukunft natürlich noch teurer werden könnte.

    Oder man lässt es halt bleiben. So wie ich das verstehe, ist ein Stopp des Vorhabens momentan recht wahrscheinlich. Oder wie es Nahverkehr-Hamburg formuliert: https://www.nahverkehrhamburg.de/das-dilemma-de…-konnte-198956/

    Ist ein Fahrzeug der Firma MOIA eigentlich ein Linienbus?

    Ich hatte nun in kurzer Zeit schon zwei Mal das Vergnügen, dass sich MOIA-Fahrzeuge zum Abfahren bereit machten und links den Blinker setzten, um sich dann kraft ihres Kraftfahrzeuges das Abfahren zu ermöglichen. Einmal hielt das Fahrzeug zuvor ordnungswidrig auf einem Radweg, einmal auf einem Parkplatz auf dem Seitenstreifen. Das sind beides für mich keine gekennzeichneten Haltestellen im Sinne von § 20 Abs. 5 StVO und ich halte es für problematisch, wenn ich jetzt bei jedem MOIA-Fahrzeug, das irgendwo in der Gegend herumsteht, bei dem auch gar nicht ersichtlich ist, ob es sich gerade im Dienst befindet oder parkt, damit rechnen muss, dass es sich plötzlich in Bewegung setzen könnte und sein vermeintliches Sonderrecht erzwingt.

    Indien wird wohl eher keine E-Autos seines benachbarten Rivalen ins Land lassen wollen, aber ob wir da noch einen Fuß auf den Boden bekommen? Oder in Afrika? Wer soll in Afrika unsere gebrauchten Verbrenner kaufen, wenn China dort Elektroautos zum Spottpreis anbietet und gleichzeitig die benötigte Infrastruktur binnen weniger Wochen aus dem Boden stampft? Elektroautos in Afrika sind auch so eine Sache, die sich hierzulande keiner vorstellen kann und wozu es lange Listen mit Bedenken gibt, warum das gar nicht funktionieren kann, und dann kommt der Chinese und macht es einfach trotzdem, einfach nur für Macht und Einfluss?

    Und während wir in Deutschland immer noch darüber diskutieren, ob wir auf E-Mobilität setzen sollen oder E-Fuels doch der Weisheit letzter Schluss sein könnten, während sich die AfD schon mal für den Wahlkampf warmläuft mit der schon leicht eingestaubten Diesel-Garantie bis 2050, schafft China wieder einmal Tatsachen:

    Yutong to provide 12,000 e-buses in Lagos, Nigeria, in cooperation with energy company OCEL
    Oando Clean Energy Limited (OCEL), an energy company based in Nigeria, has kicked off a collaboration with Chinese bus manufacturer Yutong.
    www.sustainable-bus.com

    Das hätten auch unsere E-Busse sein können. Nigeria hat Öl im Überfluss, aber was es noch mehr hat, ist Sonne. Also schleppt China dort einfach an paar Solarzellen an die Betriebshöfe und Bushaltestellen, asphaltiert nebenbei noch ein paar Straßen neu, baut ein paar Brücken und macht mal wieder gute Geschäfte. Wir hingegen kriegen hier in Deutschland immer noch die Krise, wenn zum Beispiel eine Stadt wie Lüneburg ankündigt, bis 2027 zwei Elektrobusse probehalber auf kurzen Strecken fahren lassen zu wollen.