Weiter geht’s — vielleicht auf der Fahrbahn? Anscheinend wurde vergessen, Zeichen 237 nach Ende der Baumaßnahmen wieder auszupacken. Stattdessen gibt es hier einen üppigen Radweg, der mich nun tatsächlich vor ein ziemliches Rätsel stellt: Die mittlere Markierung, die früher beide Fahrtrichtungen teilte, wurde fein säuberlich entfernt, während die beiden äußeren Markierungen augenscheinlich erneuert wurden. Es wäre demnach kein Versehen, sondern Absicht, dass hier nun plötzlich dieser Prachtboulevard Richtung Innenstadt führt:


Keine Ahnung, was ich mit so viel Platz anfangen soll — zumal ich ja auch noch auf der Fahrbahn fahren dürfte. Dort muss ich mich allerdings auf den mittleren Fahrstreifen verziehen, denn der rechte Bussonderfahrstreifen ist für Radfahrer und normale Kraftfahrer tabu.
Weiter zur Lieblingskreuzung an der Autobahnauffahrt, bei der man supergerne „übersehen“ wurde. Gerade das monatelang vorgeschriebene Fahren entgegen der Fahrtrichtung brachte einige Kraftfahrer doch in ganz ordentliche Bedrängnis, nunmehr vor dem Abbiegen in beide Richtungen schauen zu müssen, das hat nicht jedem so gut gefallen:

Immerhin: Die Signalgeber schalten nach meiner Beobachtung automatisch, man muss also nicht mehr den Bettelknopf drücken, der sich auf der anderen Straßenseite noch immer ganz weit in der Ecke versteckt:

Zu den Signalgebern: Mein Lieblingssignalgeber wurde anscheinend abgeschattet — oder war das schon länger so? An dieser Stelle gab es immer das Problem, dass Kraftfahrer zum Rechtsabbiegen auf die Autobahn den Radverkehr aufgrund sichtbehindernd aufgestellter Absperrgitter erst sehr spät sehen konnten. Wenn Rad- und Kraftverkehr das obligatorische Bremsmanöver durchgeführt hatten, zeigte der Signalgeber aufgrund der eng bemessenen Grünphase meist schon wieder rotes Licht, so dass der Kraftfahrer triumphierend seinen Weg fortsetzte und der Radfahrer einen weiteren, ewig langen Umlauf vor der Kreuzung warten durfte:

Blick zurück. Der erste Signalgeber gilt für Radfahrer und Fußgänger, der zweite nur für Fußgänger. Der dritte Signalgeber, also jener, der auf der anderen Seite abgeschattet ist, zeigt stadtauswärts noch immer grünes Licht, während stadteinwärts fahrende Radfahrer oder Fußgänger längst aufgestoppt wurden.
Der zweite Signalgeber wurde allerdings nicht etwa umgerüstet, sondern ist während der Baumaßnahmen außer Betrieb genommen werden. Von der Autobahn war lange Zeit kein Abbiegen nach Eidelstedt möglich, um den Verkehrsfluss wenigstens einigermaßen in den Griff zu bekommen, so dass diese Furt für den Kraftverkehr ohnehin gesperrt und die Signalgeber außer Betrieb genommen waren.

Problematisch ist allerdings die Fußgängerampel über die Kieler Straße vom Baumarkt zur Bushaltestelle: Die ist nach wie vor nur mit Signalgebern für den Fußverkehr ausgestattet. Für Radfahrer gilt in der einen Richtung überhaupt gar kein Signal, in der anderen Richtung theoretisch der Signalgeber der nach Eidelstedt abbiegenden Kraftfahrer. Das ist natürlich so auch nicht beabsichtigt, aber es sind in der Gegend ja genügend Streuscheiben im Umlauf, die man gegeneinander tauschen könnte.



Kurzer Blick runter auf die Autobahn:

Dann weiter Richtung Innenstadt: Hier gibt es für ein paar Meter noch einen Zweirichtungsradweg:
