Beiträge von Malte

    Ein Film von „CDU Steglitz-Zehlendorf TV“: Dahlemer Weg, der Vollpfosten Radweg von R2G

    Man kann natürlich zu recht darüber diskutieren, ob ausgerechnet an dieser Stelle eine Protected Bike Lane dringend notwendig war oder ob man die Pfosten nicht lieber an anderen Straßen hätte aufstellen können.

    Es folgt aber die übliche Argumentation: Es gingen Parkplätze verloren und man hätte doch den alten Radweg instand setzen können. Der alte Radweg maß aber offenbar nicht mal einen Meter, insofern hätte man gleich den ganzen Gehweg mit einbeziehen können. Naja, sei’s drum — sich dann aber ewig darauf aufzuhängen, dass die Teile aus Kunststoff sind (woraus denn sonst?) oder es eine ordentliche Markierung doch auch getan hätte (und dann wird gleich darauf geparkt?) oder Rettungswagen nicht vorbeikommen (okay, ja — aber wie läuft das denn sonst bei zweistreifigen Fahrbahnen?) oder Radfahrer gegen die Poller stürzen könnten (die vermutlich nicht mehr schmerzen als ein Auto oder ein Baum) und aufgrund der superengen Fahrbahn schon ganz schön viele Außenspiegel abgefahren worden wären (!!!!!)…

    … und dann versteht man die Hälfte des Videos nicht, weil der Kraftverkehr so superlaut dröhnt.

    Das Social-Media-Team des Europaparlamentes hielt es für sinnvoll, auf twitter ein bisschen Werbung für Axel Voss’ Urheberrechtsreform zu machen: https://twitter.com/Europarl_DE/status/1100705082470027264

    In den nächsten Tagen werden konsequenterweise noch ein paar Videos veröffentlicht, warum Glyphosat gut für die Landwirtschaft ist, Arbeitsplätze Vorrang vor dem Klimaschutz genießen sollten und warum ein Europa der Vaterländer besser ist als die Europäische Union.

    Ist ja unfassbar. Wieso mischt sich das Europaparlament in ein so umstrittenes Projekt ein? Wen repräsentiert man denn da?

    Bei bestimmten Themen merkte man dann aber doch, dass die FDP saß: Am Ende möge bitte der Markt die beste Lösung innerhalb der von der Politik vorgegebenen Rahmenbedingungen finden.

    Die Steuern auf Diesel wären nicht zu niedrig, sondern jene auf Benzinkraftstoffe zu hoch. Puh. Man komme mit Verboten nicht weiter, sondern solle bitte die positiven Verkehrsträger vergünstigen. Hmm. Momentan läuft es aber andersherum: Die Fahrkarten für den öffentlichen Personennahverkehr werden deutlich teurer als Fahrten mit dem eigenen Auto, meistens wird noch nicht einmal Falschparken sanktioniert.

    Zwischendurch wird vorgerechnet, dass mehrere Millionen Pendler mindestens eine halbe Stunde zu ihrem Arbeitsplatz führen. Bestimmt richtig, aber wenn ich an den Straßenverkehr in Hamburg denke, entspricht eine halbe Stunde in der Großstadt ja gerade mal sechs bis neun Kilometern. Ich muss da immer an sieben meiner früheren Nachbarn denken, die ungefähr zeitgleich mit ihren Autos in die Innenstadt gefahren sind. Ich legte diese Strecke in einer Dreiviertelstunde zurück, die Leute mit dem Auto sind im besten Fall genauso schnell, meistens eher langsamer. Auf die Idee, die ebenfalls parallel fahrende S-Bahn zu nutzen, kamen die Leute nicht. Tja.

    Ganz zum Schluss kommt dann endlich noch mal der obligatorische Rentner, der sich über die vielen Radfahrer ärgert. Der fährt in seine wunderschöne Stadt, steigt aus dem Auto raus und muss aufpassen, nicht von einem Radfahrer überfahren zu werden, weil er fast auf dem Radweg geparkt hätte.

    Schlussfrage von Carsten Kock: Welches Fahrzeug fährt man in zehn Jahren?

    Auf dem Podium wird etwas herumgedruckst, vom Car-Sharing bis zum Elektroauto oder immer noch Diesel.

    Ich fahre dann immer noch Fahrzeuge von Siemens, Bombardier, Trenga oder Brompton.

    Das ist dann vielleicht doch der Unterschied zwischen mir und der FDP.

    Vor allem merkt man aber einen großen Unterschied zwischen der schleswig-holsteinischen Landtagsfraktion der Freidemokraten und der Hanseatischen FDP, die mehr gegen Radfarher poltert.

    An der Podiumsdiskussion nehmen teil:

    • Julia Wolf, Interlink GmbH
    • Dorothee Saar, Deutsche Umwelthilfe e.V.
    • Maximilian Schay, myBoo
    • Dr. Michael Niedenthal, Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA)
    • Dennys Bornhöft, Umweltpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion

    Bislang werden aber nur die übliche Argumente ausgetauscht.

    18:30 Uhr

    Ich habe ja eine ganze Weile überlegt, welches Fahrrad ich heute nehme. Darf man Falträder mit in den Landtag nehmen? Ich legte mir schon die richtigen Worte für diesen Beitrag zurecht, wenn Brompti an der Pforte bei der Ausweiskontrolle abgewiesen würde. Dann sah ich jemanden, der sein „richtiges“ Rad mit in den Eingang schleppte und dachte mir, okay, das kann ich auch. Brompti brauchte an der Pforte keinen Ausweis, wurde aber ausführlich und interessiert begutachtet wie ein kleiner Hund, anschließend durfte ich sogar Paternoster fahren. Das haben andere Mitglieder der FDP nicht so gut hinbekommen.

    Es stellte sich dann heraus, dass myBoo mit gleich drei Fahrrädern hier zugange war und anscheinend eine kleine Ausstellung vorbereitet hatte. Aha, dachte ich mir, aber warum denn nicht, besser es werden Fahrräder ausgestellt als SUVs, die ich eher auf einer FDP-Veranstaltung vermutet hätte.

    Für Gäste gab’s eine Visitenkarte und ein Katzenauge. Nette Idee, aber dafür braucht man ja mindestens zwei, nein, vier von den Teilen. In Bromptis 18"-Räder passt das Ding sowieso nicht.

    19:05 Uhr

    Es geht pünktlich los. Carsten Kock moderiert. Es folgen Grußworte und Begrüßungen von Dr. Thilo Rohlfs, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Verkehr, Kay Richert, MdL verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion.

    Ich lerne, dass Schleswig-Holstein das Energiewende-Land Nummer 1 wäre und man daran experimentiert, wie man mit der ganzen Windkraft beispielsweise Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe erzeugen kann.

    Nach zehn Minuten hat immer noch niemand über das Auto gesprochen, stattdessen geht’s noch immer um den öffentlichen Personennahverkehr, der sich künftig nicht mehr an starren Buslinien orientieren wird, sondern je nach Bedarf autonom seine Fahrgäste von A nach B bringen werde. Man will ein Pilotprojekt auf Sylt starten, die Insel wäre stark vom Verkehr belastet.

    Stichwort Fahrverbote: Niemand kann ernsthaft ein Fahrverbot am Theodor-Heuss-Ring wollen. Damit würde nur die Feinstaub-Problematik (???) gelöst, aber nicht der Umleitungsverkehr und die damit einhergehenden Belastungen anderer Straßen. Man habe eine halbe Million Euro lockergemacht, um ein Fahrverbot in Kiel mit intelligenten Verkehrsleitsystemen zu verhindern.

    Ah, schön, es gibt eine Aufzeichnung des Videos, da muss ich ja nicht so viel mitschreiben: Hier geht’s zur Aufzeichnung der Veranstaltung

    19:15 Uhr

    Der so genannte Impulsvortrag von Julia Wolf, Projektmanagerin Automatisiertes und Vernetztes Fahren Region Nord bei Interlink GmbH, ist leider sehr schnell und wechselt rasch die Themen. Das macht es etwas schwieriger, den Themen neuer Mobilität zu folgen.

    Nur ein kleines Detail:

    Ist halt irgendwie Käse. Was soll ein Streckenverbot bedeuten, wenn man nach einem Meter nach links oder rechts abbiegt? Hier wollte man eigentlich[Zeichen 274.1]bewirken, aber dafür hätte das Schild ein bisschen mehr weiße Fläche und vier zusätzliche Buchstaben bekommen müssen.

    Die Sache mit den Scheinwerfern war dann übrigens ganz einfach: Wenn man beide Scheinwerfer ordentlich einstellt, sind die Leuchtweiten identisch und von der Helligkeit kommen sich beide schon ziemlich nah.

    Vielleicht verstehe ich einfach den Witz hinter so einer förmlichen Zustellung nicht, aber das Urteil habe ich heute auf dem Briefkasten gefunden. Wir waren für vier Tage nicht zu Hause und die Zeit haben diverse Zustelldienste genutzt, um das „Bitte keine Werbung“ beklebten Briefkasten mit Werbung vollzustopfen, so dass die förmliche Zustellung nunmehr auf dem Briefkasten drappiert wurde. Macht ja nichts, ich bin mittlerweile Kummer gewohnt.

    Ich habe den wesentlichen Teil des Urteils mal schnell abgetippt:

    Hmm, ich hatte mir mehr davon versprochen. Rein vom Gefühl her haben wir einen Großteil der Hauptverhandlung auf die Sache mit der zulässigen Geschwindigkeit vor grünen Ampeln zugebracht und dem Kniff mit § 3 Abs. 1 StVO und § 1 Abs. 2 StVO, nun taucht der im Urteil noch nicht einmal auf.

    Mal gucken, ob man damit etwas anfangen kann.

    Am 20.9.18 war es sehr wahrscheinlich noch da:

    https://www.mapillary.com/app/?lat=53.56…From=2018-09-01

    Leider nur von der Rückseite, aber da das Schild da seit Jahren hängt halte ich es für unwahrscheinlich, dass das geändert wurde. Weiter in der Strecke ist auch noch der Zweirichtungspfeil auf dem Überweg vorhanden. Die nächsten Bilder von dort sind auf Mapillary von vor einer guten Woche, dort fehlt sowohl Schild als auch der extra Pfeil beim Überweg. Es liegt nahe, dass das im Zuge des Umbaus des Heuss-Platzes und des Radwegs vor der Uni passiert ist, da dort der BNP Zweirichtungsradweg entfallen ist.

    Irre — es gab ja im Zuge dieser Kontrolle vom 30. August einige Beiträge auf Facebook, dass die Polizei unten am Alsterglacis auch das Fahren auf der falschen Straßenseite sanktioniert hätte. Wenn das Schild damals noch hing, wäre ja die einzige Stelle, an der das sinnvoll funktionieren könnte, die südliche Seite der Kennedybrücke. Auf allen anderen Zuwegungen zur Kreuzung war das Radfahren auf der falschen Straßenseite demnach entweder ausdrücklich oder wenigstens missverständlich erlaubt.

    Ich finde, das wäre mal ein Thema, das sich unsere Lokalpresse mal annehmen könnte — aber die sind ja leider mit dem Abpausen der Pressemitteilungen der Polizei ausgelastet oder stecken mit der Nase im Thesaurus-Wörterbuch.

    Heute war leider einer dieser drei bis fünf Tage im Jahr, in denen ich dann doch mal im Auto sitze. Immerhin auf dem Beifahrersitz, da gab es hinreichend viel Beinfreiheit, immerhin mit dem Trost, dass wir mit der Bahn zwar umweltfreundlicher unterwegs gewesen wären, aber vier Mal mehr bezahlt hätten und doppelt so lange unterwegs gewesen wären. Bei einem Zwei-Stunden-Takt lasse ich mich vom Fahrplan dann doch so sehr beeindrucken, dass ich beim Wandern nicht mehr entspannt gewesen wäre.

    Und ein Auto am Wandererparkplatz hat dann doch noch einen entscheidenden Vorteil: Man kann überflüssige Kleidung und zusätzlichen Proviant deponieren, was in herunterrationalisierten Bahnhöfen der Kategorie 3 oder schlechter in Ermangelung von vorhandenen und funktionierenden Schließfächern nicht mehr klappt. Prima, da steigt man dann in Bad Harzburg aus der Bimmelbahn und stellt fest, dass doch kein Schnee liegt und die Temperatur aber zehn Grad höher als gekachelmannt und dann weiß man nicht wohin mit Jacke und Wollpullover.

    Wir sind die Kreisstraße 7 und die Bundesstraße 4 entlanggefahren und man konnte staunen, wie schlecht die Sache für den Radverkehr dort läuft. Entlang eines Großteils dieser Strecke gibt es einen separaten Fuß- und Radweg, was angesichts der stressigen Geschichten vom Radfahren auf der teilweise radweglosen Bundesstraße 4 etwas Entspannung versprechen mag, aber so ganz geil ist das nicht.

    Denn der Radverkehr ist an so gut wie jeder noch so bummeligen Einmündung benachteiligt.

    Ist ja echt bescheuert. Trauen die Straßenverkehrsbehörden ihren Verkehrsteilnehmern nicht mal einfachste Vorfahrtsregelungen zu, beziehungsweise ist es wirklich so kompliziert, beim Ab- oder Einbiegen auch mal auf den Radverkehr zu achten? Sind diese tollen Kompositionen aus [Zeichen 306] und [Zeichen 205] für den normalsterblichen Verkehrsteilnehmer besser verständlich als § 9 Abs. 3 StVO?

    Dass entlang von Kreisverkehren diese OLG-Hamm-Regelung mit großen und kleinen [Zeichen 205] beschildert wird und kleine [Zeichen 205] noch weniger Vorfahrt bedeuten als große [Zeichen 205] ist hinsichtlich der Problematik, dass diese vielen Dreiecke nicht für Fußgänger gelten, die gegenüber aus dem Kreisverkehr abbiegenden Fahrzeugen gemäß § 9 Abs. 3 StVO vorrangig sind, gegenüber einfahrenden Fahrzeugen gemäß § 8 StVO aber nicht, das ist schon schlimm genug, das kapiert kein Mensch. Aber warum soll der Radverkehr an einem winzigen Feldweg, der nach Verkehrsstärken kleiner fünf Fahrzeugen pro Tag aussieht, benachteiligt sind? Und warum Fußgänger nicht, die weiterhin von § 9 Abs. 3 StVO profitieren?

    Puh.

    Dann das nächste Problem in der Dämmerung: Die aufwändig trassierten Bundes- und Kreisstraßen führen relativ gerade durch die niedersächsischen Geest- und Lössböden führen, folgt die Radverkehrsinfrastruktur dem natürlichen auf und ab der Natur, denn neben der Fahrbahn wurde nicht mehr planiert, da geht’s regelmäßig so richtig auf und ab:

    Kleiner Bonus: Der Radweg befindet sich auch bei ebener Trassierung grundsätzlich einen bis anderthalb Meter unterhalb des Fahrbahnniveaus, so dass man ständig die Scheinwerfer des Gegenverkehrs im Gesicht hat. Herzlichen Dank.

    Und weil Radwege genau wie in Schleswig-Holstein nur Zentimeterdick ohne besondere Gründung gebaut werden, warten die beliebten Radwegschäden beinahe an jeder Ecke:

    Spaß in Bad Harzburg am Bahnhof. Rechts ein benutzungspflichtiger Fuß- und Radweg, dann eine Ampel ohne gesonderte Signalgeber für den Radverkehr und ohne Kombi-Streuscheibe. Es gilt also die Fahrbahnampel:

    Anschließend soll man wohl irgendwie durch die Bushaltestelle fahren oder sich an dieser strategisch ungünstigen Stelle auf die Fahrbahn einordnen:

    Gleich danach geht’s aber nach der übernächsten Ampel (die nächste kommt wieder ohne Fahrrad-Signalgeber aus) wieder auf das Hochbord zurück. Aber bitte nicht allzu schnell, denn weiter hinten wartet schon der freigegebene Gehweg.

    Ich bin mir sicher, dass viele Touristen mit dieser Wegführung überfordert sind.

    Das gilt auch für solche Späßchen — hier endet der benutzungspflichtige Radweg auf der linken Straßenseite, man darf also einfach so mal rüber nach rechts:

    Die Freude währt nur kurz, danach kommt nämlich ein freigegebener Gehweg. Also ab auf die Fahrbahn?

    Aber bitte nur kurz, denn gleich danach ist wieder eine Benutzungspflicht auf der linken Straßenseite angeordnet. Ich habe jedes Verständnis für Radlinge, die auf solche Streiche nicht hereinfallen und einfach auf dem linken Hochbord weiterkurbeln. Das ist doch keinem klar denkenden Menschen begreiflich zu machen.

    Dass man auf dem Hochbord auch nicht „aufgeschultert“ parkt, ist aber offenbar auch nicht so leicht zu verstehen. Diese modernen und nicht mehr ganz so modernen Poller gibt es auch überall, wobei die modernere Variante den Service bietet, dass sie von teuren SUVs trotzdem geparkt werden kann:

    Ist auch bestimmt total toll für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste, über diese Teile in den Bus zu kraxeln.

    Dachte ich halt bis gestern. Denn weil der Koffer das Fahrrad doch ganz ordentlich zusammendrückt, kratzt die Schraube von der Vorderradnabe an der Strebe des Hinterrades:

    Ich habe vor ein paar Tagen mal diesen Lack ausprobiert, den ich mir mal vor Urzeiten für Bomptis Lackschäden bestellt hatte.

    Ich habe dabei natürlich alles falsch gemacht, was man beim Lackieren falsch machen kann, aber zwei Dinge immerhin berücksichtigt: Ich habe das Zeug nicht getrunken und an einer Stelle ausprobiert, an der es nicht weiter stört.


    Offenbar habe ich bei der Wahl zwischen matt und glänzend und halbmatt und seidenmatt zur falschen Abstufung gegriffen. Naja. Versuch macht klug.

    Ich bin sehr für Sarkasmus und schwarzen Humor empfänglich und pflege beides aktiv.

    Dass der Rapper Famo das während einer Vergewaltigung zu seinem weiblicher Opfer gesagt haben soll, testet meine Grenze allerdings gerade hart aus.

    Pardon — ich muss zugeben, dass ich den zusätzlichen Text zu dem „Artikel“ gar nicht gelesen hatte. Insofern war mein es wohl unpassend von mir, das Zitat in diesem Kontext noch mal zu nutzen.

    Eigentlich wird nur stumpf aus der Pressemitteilung der Polizei zitiert und das halbe Kampfradler-Lexikon daruntergerührt. Alles schön aufgeblasen im Sinne des Krieg-auf-der-Straße-Narrativs.


    Weil ich nun aus eigener Erfahrung weiß, dass man in der Hamburger Lokalpresse als rücksichtsloser Rüpelrowdyradler zum Abschuss freigegeben wird, sobald man an einer roten Ampel ohne Gelbphase ohne die empfohlene Schrittgeschwindigkeit über rotes Licht fährt, ist mein Unverständnis über diese Art der so genannten Berichterstattung noch ein bisschen gewachsen.

    Wenn bei der Hamburger Morgenpost die Auflage weiter den Bach hinuntergeht, ist der Asteroid in acht Tagen wohl das kleinere Problem. Aber wie titelte man so schön auf der „echten“ Seite 1: „Wein leise“

    „Sie haben es sicher bemerkt“

    Tja — das Softwareupdate ist seit Dienstag durch, aber so richtig geändert hat sich aus Fahrgastsicht momentan noch nichts. Der Zug bölkt weiterhin mit „STÖRUNG“, „BRANDALARM“ und „ZUGBEEINFLUSSUNG“ in die Lautsprecherdurchsagen, die Anzeigen und Displays funktionieren manchmal, manchmal nicht, die Lautstärke der Durchsagen ist immer noch nicht angeglichen.

    Nun weiß ich natürlich nicht, ob das Update nur der erste Schwung war und die Einstellungen mit der Zeit angepasst und aktiviert werden, aber ich hatte mir davon schon ein bisschen mehr versprochen.

    Die Bundesregierung hat jegliche Bedenken zu den so genannten Merkelfiltern sowie den eigenen Koalitionsvertrag übergangen und auf Artikel 13 bestanden. Nun denn: Joint statement on the Directive of the European Parliament and Council on copyright in the Digital Single Market

    Sascha Lobo legt auf SPIEGEL ONLINE noch eine ganze Reihe weiterer interessanter Aspekte offen: Witze übers eigene Versagen

    Lobo mutmaßt dort am Beispiel Tinder, dass Voss gar nicht so richtig weiß, was Urheberrecht eigentlich bedeutet — wirklich lesenswert!

    Bei heise online wird der heutige Tag noch mal zusammengefasst: Upload-Filter: EU-Staaten winken Urheberrechtsreform durch

    Bei der Süddeutschen Zeitung gibt’s noch zwei Debattenbeiträge: