Das sieht dann beispielsweise so aus. Das Kraftfahrzeug blockiert die eigentlich für Radfahrer vorgesehene Schleuse, links neben dem Wagen geht’s auch nicht vorbei, weil da jemand parkt.
Oder beispielsweise so:

Man könnte ja meinen, die Leute merken spätestens beim Blick auf die Fahrbahnmalerei, dass das eine blöde Idee ist, aber vielleicht hege ich da zu ideologische Hoffnungen an die Vernunft. Lischen-Radieschen berichtete, dass auf der anderen Fahrbahnseite abends ebenfalls noch ein Parkkünstler zugange war, so dass die Einbahnstraße vom regulären Fahrbahnverkehr schön blockiert war, aber das Ensemble habe ich leider nicht fotografieren können, der zweite Falschparker brachte sich vernunftgetrieben rechtzeitig vor meiner Kamera in Sicherheit.
Zurück zum eigentlichen Thema. Wenn aus der in Fahrtrichtung rechten Seite jemand parkt, was momentan grundsätzlich vom frühen Abend bis zum nächsten Morgen in Ermangelung fußläufiger und kostenloser Parkplätze so gehandhabt wird, dann sieht das so aus:

Ich kann nicht rechts in die komische Fahrradschleuse fahren, weil da jemand parkt, ich kann aber auch nicht links vorbei, weil das dann doch ein bisschen halsbrecherisch ist — es könnten abbiegende Radfahrer mehr oder weniger plötzlich entgegenkommen oder die Ampel auf grün schalten, so dass ich gleich vom anfahrenden Kraftverkehr daniedergerollt werde. Muss ja nicht sein. Also warte ich brav.
Weil ich dort hinter den beiden Kraftfahrzeugen aber nicht im Sichtfeld des abbiegenden Gegenverkehrs bin, steht mir der regelmäßig im Weg herum, denn ich will und darf ja schließlich geradeaus fahren. Der Gegenverkehr fährt schon mal ein Stück weit um die Kurve, bis er an der Fußgängerfurt ein paar Fußgänger durchlassen muss, und steht dort im Weg herum. Nun muss man jeden morgen aufs Neue mit dem Gegenverkehr ausknobeln, wer zuerst fährt und ob ich links vorbei (gefährlich, weil da der nachfolgende Kraftverkehr aus Ungeduld schon zum Überholen oder Abbiegen ansetzen könnte) oder rechts vorbei fahre (gefährlich, weil der Kraftfahrer angesichts wütend hupender Hintermänner plötzlich doch „einfach so“ weiterfährt). An diesem Morgen war die Sache einfach, der Fahrer drückte sich sein Handy ans Ohr, da fahre ich dann sowieso nicht weiter.

Andere aber schon. Und die äußern sich gegenüber dem Kraftfahrer auch nicht ganz so freundlich.

Nun kommt eigentlich schon gleich der nächste hinterher, der schon ganz ungeduldig hupen muss, und stellt fest, oh Mist, da steht ja ein Rüpel-Radler mitten auf der Fahrbahn.

Er weicht aus und wird dabei beinahe vom nachfolgenden Kraftfahrer gerammt, der vor hupender Ungeduld ganz rechts vorbeifahren wollte:

Tja — und es wäre alles so einfach, wenn bei dieser Fahrradschleuse einfach mal genügend Platz für den Radverkehr bliebe. Dann könnte man die Kreuzung ganz locker überqueren, bevor der Kraftverkehr zum Abbiegen ansetzt und zu Kalamitäten einlädt, alles wäre ganz cool und locker.
Übrigens widerfährt nicht nur mir dieser Ärger an dieser Kreuzung, sondern auch einer ganzen Menge anderer Radfahrer. Liegt also tendenziell eher an der zugeparkten Infrastruktur und dem darausfolgenden Verkehrsverhalten als an mir.