Beiträge von Fahrbahnradler

    Wie wäre es mit ein paar netten Mails: "Nach Ansicht der StVB in FFB gilt "Rechts vor Links" nicht für Radfahrer." Und dann ein paar Konsequenzen ausmalen: Radfahrer von links, Lkw von rechts: "Hat ein Radfahrer vor einer Kreuzung keine Beschilderung kann er davon ausgehen, dass er Vorfahrt hat."

    An die Lokalpresse, an die Münchner Presse, an die Regionalverwaltung, an den bayr. Verkehrsminister, an Herrn Wissing und an die einschlägigen Verbände. Der einschlägigste von allen hat es so formuliert:


    Rechts vor links auch für Radfahrende verpflichtend?

    Ja. Die Vorfahrtsregel gilt für den gesamten fließenden Verkehr, also auch für nicht motorisierte Zweiradfahrende und Pedelecs. Gilt rechts vor links, spielt es für die Vorfahrt auch keine Rolle, ob die Radlerinnen und Radler auf einem Radweg fahren oder auf der Fahrbahn. In der Praxis kommt das aber baulich eher selten vor.

    Auch in Fahrradstraßen ist grundsätzlich rechts vor links vorgeschrieben.

    Die Quelle für diese „Staustunden“ ist eine Firma, die Telemetriedaten von Navi-Anbietern kauft und auswertet. Die verwenden eine seltsame Definition von „Stau“ (nämlich als den Unterschied zwischen der möglichen Durchschnittsgeschwindigkeit mitten in der Nacht und der langsamsten Fortbewegung zur Rush Hour. Diese Differenz multiplizieren sie mit Anzahl und Wegstrecke der Fahrten zur Rush Hour.).„Stau“ bedeutet demnch nicht das, was man gemeinhin so darunter versteht, insbesondere bedeutet es eben auch nicht „im Stau _stehen_“. In München kann ich mir vorstellen, dass der gewaltige Unterschied v.a. auf dem Umstand beruht, dass Pendler meist über den „Ring“ verkehren, wo man dank Autobahncharakter nachts sehr zügig vorankommen kann.

    Funfact: in der Fahrradstadt Nijmegen stehen Auto-Pendler nach Angaben des Unternehmens mit 41h/a um 3h länger im Stau als in Köln. Ja, die können Verkehrswende, diese Hölländer.😈

    Es kommt noch was dazu: Die nächtlichen Fahrzeiten mussten sogar nachkorrigiert werden, soweit erkennbar war, dass die Autos schneller als erlaubt fuhren.

    Die nächtliche errechnete Fahrzeit ist also eine fiktive, weil viele ja zu schnell fahren, um die grüne Welle mitzunehmen. Da reicht es also nicht, von 69 km/h auf 50 km/h runterzurechnen, sondern man müsste zusätzlich einkalkulieren, dass man damit ein, zwei, drei Mal vor eine rote Ampel kommt und jedes Mal 40 bis 60 Sekunden verliert ...

    Umgekehrt würde jemand, der in der Rush Hour vorschriftsmäßig fährt und niemanden vor sich hat, alleine schon durch den Umstand, dass da alle Ampeln funktionieren und er viel öfter warten muss, in die Statistik "Stau" eingeht.

    Was war das früher einfach: in Hamburg die 3 oder 4 Meter breite Tür des Gepäckwagens öffnen lassen, Fahrrad hineinheben (lassen), festzurren, in Kärnten wieder aussteigen (vor 20 Jahren). Oder (bis 2016) in einem "Halbgepäckliegewagen" aufs Knöpfchen für die superbreite Schiebetür drücken, mit dem Fahrrad rein und den gebuchten unter den 36 (?) vorhandenen Plätzen einnehmen, in der Schweiz oder Österreich wieder aussteigen, und losradeln ...

    Aber befremdlicherweise halten die ÖBB nicht viel von radelnder Kundschaft, der CEO Andreas Matthä war 2016, als man die Übernahme der DB-Nachtzüge in der Praxis vorgestellt hat, völlig irritiert, als meine Kollegen ihn nach Fahrradmitnahme gefragt haben.

    Fahrt nach Perpignan, ins "Zentrum der Welt" (steht so am Bahnhof, Zitat Salvador Dalí)

    Das ist auch Katalonien :)

    Da könnt ihr an der Küste lang (Collioure - traumhaft!), oder ihr fahrt mit der "Pyrenäen-Metro" im offenen oder geschlossenen Wagen hoch nach Latour-de-Carol und könnt Richtung Girona / Barcelona rollen, da kann man auch einen Abstecher nach Sant Sadurni d'Anoia machen (und Codorniù und Freixenet besichtigen, danach bitte nicht mehr Rad fahren ...)

    Seu d'Urgell würde mir noch einfallen, und für ganz Verrückte Andorra nicht ab Seu d'Urgell, sondern über den Pass rüber :)

    Mit so einer Anfrage würde ich zur Bahnagentur in Berlin-Schöneberg gehen ...

    Die DB-Website und meine Erfahrung sagen mir:

    Regionalbahn nach Naumburg, dann Nightjet nach Basel SBB, dann Lokalzug nach Mulhouse, dann TGV nach Avignon, TER für den Transfer von Avignon-TGV nach Avignon-Centre, dann TER nach Perpignan, Ankunft 18:51, danach würde ich mit dem Küstenbähnchen über Collioure und Cerbère fahren ...

    Auto ... wieso Maut? Die Franzosen haben wunderbare Landstraßen. Ist zwischen Mulhouse und Lyon kürzer als die Autobahn, danach topfeben durchs Rhônetal (AKW-Komplexe angucken inclusive) und rüber an die Grenze.

    Was sagt RENFE, die spanische Bahngesellschaft?

    "auf Zügen für mittlere Entfernungen Ticket kaufen. sonst nur zusammengefaltet oder auseinandergebaut"

    Ahja. was ist mittlere Entfernung?

    Das ist ein Geschäftsbereich von RENFE: "media distancia". Es gibt "larga distancia" (Fernstrecke, also die AVEs, Alvias und Talgos), "cercanía" (Nahverkehr - das schließt aber die Zugläufe an der Nordküste ein, wo die Schmalspurbähnen manchmal den halben Tag unterwegs sind), und dazwischen "media distancia". Auf Deutschland übertragen wären das sowas wie die früheren Interregios.

    Ja, ja, so hat man uns die Theorie damals in Staatsbür ... err ... Gemeinschaftskunde auch beigebracht, damals, als der Marinestabsrichter a. D. noch Landesvater war.

    Aber es geht ja auch noch schlimmer als bei uns: es gibt zig Länder, in denen vorgeschrieben ist, dass ALLE Regierungsmitglieder dem Parlament angehören müssen. Da gibt's dann zum Beispiel 15 Abgeordnete, 8 von der Mehrheit, 7 von der Opposition, und die 8 Mehrheitsabgeordneten verteilen sich auf: 7 Minister und 1 Parlamentssprecher.

    Es gibt in HH auch Reparaturservices, die mit dem Lasti (und Werkzeug an Bord) beim Arbeitsplatz vorfahren und dort das Rad direkt reparieren. Anstatt das Rad also zum Service zu karren, karrt sich der Service zum Rad.

    Wenn man sich den Reparaturservice nach Hause bestellt, kann man die Lohnkosten in der Steuererklärung als "haushaltsnahe Aufwendung" geltend machen. Dann erstattet das Finanzamt 20 % der Lohnkosten (incl. "Anfahrtpauschale" und Umsatzsteuer).

    Ich darf mal an dieser Stelle einige Websites empfehlen:

    Train Tracks | Europa mit dem Zug entdecken
    Train Tracks ist dein Blog zum Thema Zugreisen in Europa. Reiseberichte, Reisetipps, alles über Nachtzug und Speisewagen.
    traintracks.eu
    The Man in Seat 61 | The train travel guide
    How to travel by train in Europe & worldwide: Schedules, fares & how to buy tickets.
    www.seat61.com
    Neuigkeiten - Bahnagentur Schöneberg
    bahnagentur-schoeneberg.de
    Nachtzug-Urlaub - das Portal für die Reise in Nachtzügen
    Das Portal für die Reise im Nachtzug. Sämtliche Strecken und Anbieter auf einen Blick. Alle Informationen zur Reise im Nachtzug.
    nachtzug-urlaub.de

    Deutsche Gruppe | Back-on-Track

    Nightjet
    Der Nachtreisezug der ÖBB.
    www.nightjet.com
    Nachtzüge in der EU: Langsam kommt Bewegung in die Sache | Anna Deparnay-Grunenberg
    Nachtzüge in der EU: Langsam kommt Bewegung in die Sache –     Wer Europa auf umweltfreundliche Art entdecken und erleben möchte, hat mit dem Nachtzug immer…
    anna.deparnay-grunenberg.eu

    Und behaltet Belgien im Auge - die wollen wieder diverse Nachtzüge, das kann für London-Fahrten eine Option werden.

    Oder wir passen uns der offiziellen Sprechweise an und fordern nicht die Anordnung von T30, sondern die Freigabe für T30 :).

    Das würde vermutlich für lustige Verwirrung sorgen

    Das haben wir mal beim Thema Nachtzüge Richtung FDP geschnarrt. Wir hatten in Wahlprüfsteinen (bei der vorletzten Wahl) gefragt, wie die jeweiligen Parteien, den umweltfreundlichen Nachtzugverkehr fördern wollten.

    Antwort der FDP: "Wir halten nichts davon, Menschen ein bestimmtes Verkehrsmittel vorzuschreiben."

    Unsere Antwort: "Wie bitte? Wir wollen Wahlfreiheit für die Menschen - die sollen endlich wieder die Freiheit haben, sich für eine Reise von A nach B zwischen Flugzeug und Bahn zu entscheiden!"

    Damals gab es ja nur das hochsubventionierte Flugzeug - die Nachtzüge hatte man abgeholzt mit dem Argument, die würden sich nicht rechnen und seien unmodern ...

    Hier das Urteil des Verwaltungsgerichts Ansbach: Fotografische Meldung von Falschparkern ist rechtmäßig und darf nicht bestraft werden.

    Ich bin verblüfft, mit welcher Geschwindigkeit der bayrische Amtsschimmel galoppieren kann: am 20.9. mehrere Falschparker gemeldet bekommen - zack! noch am selben Tag Verfahren wegen Datenschutzverstoßes eingeleitet!

    Und mit welcher Kreativität und Energie Gründe gefunden werden, um Täter zu schützen ... ich bin beeindruckt!

    Ich nehme an, das läuft analog zu dem festen Glauben an Verschwörungsmythen: Man steckt so tief drin, dass allein die Akzeptanz einer anderen Perspektive nicht mehr möglich ist, weil das bedeutete, identitätsstiftende Überzeugungen, an denen man sich jahrelang gelabt habt, von jetzt auf gleich über Bord zu werfen.

    Man kann das ja mal in einem Bereich noch viel stärkerer Verschwörungsmythen ausprobieren: einfach mal sonntags den aus den Kirchen strömenden Leuten davon berichten, dass es keinen Gott gibt ...

    Zitat

    und im Laufe des Gesprächs wurde mir von mehreren langgedienten Kraftfahrern erklärt, dass Radfahrer hier bei roter Ampel warten müssten. Die Polizei müsse sich hier mal hinstellen und die ganzen Rotlichtverstöße aufnehmen.

    Da bietet sich doch eine Gegenfrage an diese langgedienten Kraftfahrer an: Was machen die, wenn "da hinten" die Ampel grün zeigt? Bleiben die dann alle stehen, egal ob jemand rüberwill oder nicht - denn sie hätten dann ja Rot? Und wo ist dieses Rot?

    Das Foto im Weser-Kurier ist sehr eindrucksvoll. Angesichts solcher Zustände überhaupt noch zu zögern, gegen die Falschparker (die AfD und der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen würden vermutlich nicht von "Blechterroristen" reden) vorzugehen, lässt einen wirklich an der Geeignetheit dieser Menschen aus Politik und Verwaltung für ihre Jobs zweifeln.

    Sowas kommentiere ich doch gerne:

    Zitat

    Die Fahrbahn (im Artikel fälschlicherweise als "Straße" bezeichnet) ist ja offensichtlich schneefrei. Warum fährt die Lehrerin nicht dort? § 2 Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung sieht das als Standard vor; die Benutzung irgendwelcher Sonderpisten mit blauen Schildern ist der Ausnahmefall, der nur dann zulässig ist, wenn es auf der Fahrbahn gefährlicher ist als auf der Sonderpiste. Was ich nicht verstehe: Was treibt manche Menschen dazu, unbedingt auf einem offensichtlich untauglichen (nicht geräumten, oder auch zu schmalen, mit Mülltonnen zugestellten oder von unübersichtlichen Ein-/Ausfahrten gesäumten) Sonderweg fahren zu wollen und die breite, topfebene, bestens in Schuss gehaltene und schneefreie Fahrbahn buchstäblich links liegen zu lassen?