Ich habe die Schilderung an meine Expertengruppe von https://buergerbahn-denkfabrik.org weitergeleitet.
Der erste Kollege schrieb:
ZitatDa frage ich mich: warum haben denn früher die ETA 150 (später 515) auch im Winter funktioniert?
Auch im Bw Neumünster waren die beheimatet und sind im Nahverkehr in ganz Schleswig-Holstein rumgefahren…
Der nächste erläuterte dann:
ZitatDu kannst die beiden Fahrzeuge nicht vergleichen. Die alten ETAs hatten Bleibatterien mit einer Lebensdauer von etwa vier Jahren und der Triebwagen ein Gewicht von rund 50 bis 55 Tonnen. Sie fuhren tagsüber, wurden nachts geladen und hatten eine Reichweite von bis zu 400 Kilometer in der Ebene. Da Bleibatterien pro Stunde nur mit einem Zehntel ihrer Kapazität geladen werden dürfen, ging das nur nachts. Das war auch praktisch, weil der Strom nachts nur ein Drittel kostete. Allerdings wurden die Dinger nicht mit Strom beheizt, sondern mit einer ölgefeuerten Luftheizung.
Die Akku-Lint und -Flirt-Triebwagen wiegen nicht mal die Hälfte und der LiOn-Akku reicht gerade mal für 100 Kilometer Fahrt. Bei sehr kaltem und sehr heißem Wetter frisst die Heizung bzw. die Klimaanlage genauso viel Strom wie die Antriebe. Allerdings können die LiOn-Akkus schnell geladen werden, so dass sie in einer Stunde voll sind. Da jedoch die Lebensdauer der im Vergleich zur Bleibatterie sehr leichten Akkus stark abnimmt, wenn man diese bis zum Schluss entleert und dann wieder voll auflädt, nutzt man nur etwa die halbe Batteriekapazität aus. Man lässt etwa eine Restkapazität von 30 bis 20 Prozent stehen und lädt auch nur bis 80 Prozent auf. Daraus resultiert die von Joachim angegebene Ladezeit von etwa 30 Minuten.