0,5cm hohe Bordsteinkanten sind ja noch komfortabel. In München werden Bordsteine bei neu angelegten gemeinsamem Geh- und Radwegen mit 2 cm-Absätzen gebaut. Begründung: Der Bordstein muss auch für Blinde zu ertasten sein.
Das könnten Blinde auch bei 0,5 cm ... Das Beispiel zeigt, dass die Anforderungen des Radverkehrs plus der Rollifahrer und die Anforderungen der Blinden gegenläufig sind. Also müsste man beides nebeneinander machen ... Kompromiss wären halt die 5 Millimeter (oder was immer der Blindenverband, Fuss e.V. und die Rolli-Verbände empfehlen.
Aber angesichts so einer Begründung würde ich mal einen Meterstab oder ein Maßband neben meinen Fahrrad halten: Abstand zwischen Außenseite der Felge und Straße - wo landet man da? 1,5 cm? 2 cm? 3 cm?
Und dann würde ich bei einem Autoreifen messen. Und dann fragen: Würden Sie es Autofahrern zumuten, an jeder Einmündung über 8 bis 15 cm hohe Kanten zu rumpeln?
(Ich spare mit jetzt Umrechnungsfaktoren für unterschiedlich hohe Geschwindigkeit, Masse, Reifendruck ...)
Alternativvorschlag für Bayern: Korbträger an den Lenker hängen, Maßkrüge reinstellen, bis zum Eichstrich füllen und losfahren. 