Beiträge von Fahrbahnradler

    Also ich halte diese Pinselei für irre. Da beginnt also auf der Rechtsabbiegespur plötzlich ein Fahrradstreifen. Als geradeaus fahrende Radler hätte ich gar keine Veranlassung gehabt, mich in Bordsteinnähe zu begeben. Denn die Spuren mit dem Geradeauspfeil sind weiter links, und dort, wo die anfangen, ist von einem Radfahrstreifen noch nichts zu ahnen.
    Aber dann steht auf dem Bordstein noch ein grünes Schildchen mit den Routenhinweisen für Radfahrer: geradeaus!
    Wahnsinn.

    Meine Mutmaßung: die meinen sowas wie Busspuren in Paris.


    Also nicht so einen schmalen Radweg auf dem Hochbord (wie auf dem ersten Link), sondern auf Fahrbahnniveau, aber durch eine Bordsteinkante getrennt.
    Passt aber nicht ganz zum Begriff »...streifen«.

    Noch richtiger wäre: »39 Fahrzeugführer, darunter 14 Radfahrer« oder »25 Kraftfahrzeuge und 14 Fahrräder«.
    Aber ich fürchte, die Berliner Polizei kennt sich mit Metonymien ebensowenig aus wie mit dem Unterschied von Straße und Fahrbahn ;)

    Ich grüble allerdings noch über etwas anderes nach:

    »In nur zweieinhalb Stunden wurden 119 Abbiege- und drei Rotlichtverstöße an der Kreuzung Hardenberg-/Joachimsthaler Straße registriert. Von diesen „Verkehrssündern“ kontrollierten die Einsatzkräfte 25 Fahrzeuge und 14 Radfahrer.«

    Ich kann mir sowohl bei Autofahrern als auch bei Radfahrern lebhaft vorstellen, wie Rotlichtverstöße aussehen. Abbiegeverstöße bei Autofahrern kennt man auch zur Genüge. Aber wie muss man sich Abbiegeverstöße bei Radfahrern vorstellen, an dieser Kreuzung direkt am Bahnhof Zoo? Sind die zwischen Fußgängern durchgebrettert?

    Intelligente Ampel:


    Weil an dieser Stelle vor allem viele Radfahrer Richtung Glashütte und auch in Richtung Gemeinschaftsschule erwartet werden, hat die Stadt noch zwei extra Drück-Knöpfe aufstellen lassen. Jeweils rund 30 Meter vor der Ampel können die Radfahrer in Ost-West-Richtung Grün anfordern. Bei normalem Fahrttempo kann so in der Regel direkt ohne Wartezeit über die Ampel gefahren werden. Zusätzlich sollen noch Haltegriffe an der Ampel angebracht werden, wenn es doch einmal länger dauert.

    Die Überschrift macht neugierig:

    Radler kollidiert mit einem Auto

    Und dann der Artikel ...

    Schopfheim. Am Freitagnachmittag stießen in der Belchenstraße ein Auto und ein Radfahrer zusammen. Ein 69-jähriger Pkw-Fahrer wollte vor einer Kurve nach rechts auf ein Grundstück einbiegen und holte hierfür weit nach links aus. Ein entgegenkommender Radler fuhr in Anbetracht seiner eingeschränkten Sicht laut Polizeibericht zu schnell und stieß mit dem Autos zusammen. Der Radfahrer zog sich dabei leichte Verletzungen zu, die der Rettungsdienst DRK behandeln musste.
    Weiler Zeitung
    Bleibt die Frage: Hatte denn der Pkw-Fahrer genügend Sicht, um vor der Kurve so weit nach links auszuholen? Und darf man auch mal den Kommentar des Radfahrers erfahren?

    Wobei ich mich bei solchen Aussagen auch immer frage, ob das Radfahren nun tatsächlich verboten ist oder ob das Verbot lediglich eine Mutmaßung ist, weil es keinen Radweg gibt…

    Der Routenplaner bei GoogleMaps zeigt bei "Fahrrad" die Benutzung der B 388 an.

    Wollen wir hier ein Bahnforum aufmachen? Die Fragen, die hier angerissen werden, und die Behauptungen, die hier aufgestellt werden (»nur Bummelzüge«), verdienten eigentlich Erwiderungen, gegen die MLR geradezu Kurzgeschichten geschrieben hätte. Außerdem wird das an passender Stelle schon zig Mal ausgebreitet.

    Aber kleiner Tipp: am 20.6. kann man europaweit für grenzüberschreitende Zugverbindungen demonstrieren. entweder bei einem der »großen« Events in Kopenhagen, Paris, Berlin, Zürich oder Wien - oder bei einem kleinen, vielleicht sogar selbst organisierten Event.
    Noch ein Tipp: Nachtzüge nehmen auch Fahrräder mit, da kann man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Und wer am 20.6. für internationale Züge (mit Fahrradmitnahme) demonstriert, kann gerne am 21.6. bei »mobil ohne Auto« dabei sein! ;)



    Natürlich darf auch die Stimme des »gemeinen Bürgers« nicht fehlen:

    »Autofahrer die eine vermeintliche Vorfahrt haben, dürfen sich auf diese auch nicht so ohne weiteres berufen, wenn es zu einem Unfall kommt, kann es unter Umständen zu einer Teilschuld kommen. Der Autofahrer der eine “Vorfahrt“ hat sollte auf diese verzichten, wenn er sieht, dass es zu einem Unfall kommen kann. Das gleiche gilt natürlich auch für Radfahrer, nur diese meinen immer wieder ich habe Rechte, rechte, rechte, und wenn etwas passiert schreien sie auf die Autofahrer ein. Wieviele Radfahrer könnten noch leben, wenn sie einmal mehr ihre Bremsen benutzt, und nicht draufgehalten hätten. Darüber wird natürlich keine Studie gemacht, könnte ja sein, das es doch mehr Rambo-Radfahrer gibt als man zugeben will. Also nichts mit Täter-Opfer-Umkehr!!!!!!!!!!«

    So, nun bin ich da auch mal langgefahren. Johnsallee/Alte Rabenstraße durch und dann den Harvestehuder Weg hoch und weiter zum Klosterstern.
    Erste Fahrt: »Vorsprung durch Technik« überholt mit Handbreit Seitenabstand und geht kurz danach in die Eisen, weil ein Sattelschlepper aus der Gegenrichtung kam. Ohne den Vierberingten hätte ich durchfahren können. Kurz vor dem nördlichen Ende überholt mich ein Benz-Cabrio mit zwei Handbreit. An der Ampel Krugkoppel war ich dann neben ihm: »Tach, gibt es einen Grund, warum Sie so knapp überholt haben?« - »Ich wusste, dass Sie aggressiv werden! Sie hatten doch rechts jede Menge Platz!« - Ja, schon schlimm, wenn man auf der Fahrradstraße nicht in der Gosse fährt, sondern einen Meter vom Rand weg.
    Ach ja: auf dem ersten Stück hatte ich mal den Blick nach rechts schweifen lassen, ich war nämlich der einzige Radfahrer auf der Straße: auf dem Radweg so etwa zehn Radler, auf dem - für Radler gesperrten - Uferweg geschätzte fünfzig Radler.

    Zweite Fahrt: alle Autos friedlich. Geht doch.