Beiträge von Fahrbahnradler

    Und das sind leider keine ausgedachten Beispiele, das ist ein kleiner Teil der täglichen Arbeit als Lehrkraft.

    Was bin ich froh, dass meine Schulzeit 1979 endete. Wir hatten noch richtig schönes Schullandheim, in Südtirol, der Wein war billig, einer hat gesoffen, bis er umgekippt ist, und am nächsten Tag stand ein Ausflug von 1.215 m Höhe auf 2.215 Meter Höhe auf dem Programm. Erster am Gipfel war der, der sich abends bewusstlos gesoffen hatte. Danach haben uns die Lehrer etwas ermahnt, wir haben uns etwas daran gehalten und noch viel Spaß gehabt.

    (Ich fürchte, genau daraus ist die Generation Helikoptereltern geworden, oder?)

    Ich finde den Slogan sowieso sehr delikat:

    "Feuer und Flamme für diesen Staat!" Diese Losung dient linksextremistischen Gruppierungen oftmals als Motto für ihre Brandanschläge.


    Wenn die sich also einen neuen Slogan und ein neues Logo ausdenken müssen, steht jeder, der danach noch »Feuer und Flamme« verwendet, unter dem Verdacht, mit Mollis statt mit Speeren schmeißen zu wollen.

    Das ist ganz einfach: Volksentscheid ist von unten. Hier wollte aber König Olaf eine Akklamation für seine Politik, daher hat man das »Referendum von oben« erfunden.

    Zum Thema Werbung in U-Bahnen:
    Verboten wurde unter anderem die atheistische Buskampagne »There is probably no god. So stop worrying and enjoy your life« mit dem Argument, Werbung mit religiösem Bezug sei in den Bahnen verboten. Aber Freikirchen dürfen in den Bahnen für ihre Erweckung-Happenings werben, und Misereor und Caritas sieht man auch dauernd.

    Verboten wurden Plakate, die zu einem Benefizkonzert für den Ausstieg aus den Vattenfall-Verträgen werben sollten, Begründung: politische Werbung. Gleichzeitig durfte Vattenfall die Bahnhöfe zupflastern mit Plakaten, auf denen man sich als »zuverlässiger Energielieferant« anpries - den Volksentscheid haben die Atomfetischisten trotzdem verloren.

    Und dann gab es noch die HEW-Lesetage, später »Vattenfall«-Lesetage. Immer mit fleißig Werbung. Und dann erdreisteten sich einige, eine Alternativ-Veranstaltung auf die Beine zu stellen unter dem Motto »Lesen ohne Atomstrom«. Neben dem Werbeverbot in der U-Bahn kam auch noch Druck des Atomkonzerns auf die Politik:

    Der U-Bahn-Betreiber hatte meine Anfragen zum ersten Thema hartnäckig nicht beantwortet. Die wissen genau, dass sie gegen die eigenen Regeln verstoßen.

    Das hohe Verkehrsaufkommen zu bekämpfen würde bedeuten dafür zu sorgen, dass man dort nicht mehr so gut durch kommt. Ich frage mich manchmal wie teuer der Kraftstoff noch werden muss oder wie viel Stau noch entstehen muss, damit Leute in Autos mal wieder auf die Idee kommen Fahrgemeinschaften zu bilden.
    Bei nicht zu langen Strecken könnte man ja auch an Verkehrsmittel denken, die weniger Fläche pro Person verbrauchen. Was gäbe es denn da nur? :whistling: Bei der Summe die da ausgegeben werden soll nur um den Stau etwas zu verlagern ....

    Das hohe Verkehrsaufkommen auf dem Mittleren Ring zu bekämpfen würde bedeuten: Mehr S-Bahnen, mehr U-Bahnen, mehr Trams, mehr Busse. Und vielleicht eine Maut ... ;)

    Was sagt eigentlich die inner- und außerparlamentarische Opposition dazu? Ich kriege von der hamburger Lokalpolitik fast nichts mit, aber man wundert sich ja schon. Wer sich die Mühe macht einen Entscheid zu erzwingen, den sollte sowas doch auf die Palme bringen? Schlußendlich tangiert mich Olympia aber auch nicht mehr als die ganzen anderen Mißstände im Land, gegen die ich nichts unternehme. Man muß sich seine Schlachten eben aussuchen.

    Die innerparlamentarische:

    Die außerparlamentarische:

    (Die Wurmfortsätze der Handelskammer, die unter den Buchstabenkürzeln CDU und FDP auftreten, würde ich nicht als Opposition bezeichnen.)

    Beim Vergleich zwischen München und Hamburg fällt auch ins Gewicht, dass Hamburg niemals Residenzstadt war, so dass es hier nicht diese Prachtstraßen ohne Bäume gibt. In Hamburg hat man an die Chausseen Baumreihen gepflanzt, die dem heutigen Verkehr buchstäblich im Wege stehen.

    Da hat man entweder 80 cm Radspur zwischen Baum und Gartenmauer neben den Gehweg geklatscht, oder man geht innen mit 80 cm an den Bäumen vorbei.

    (Oder man beseitigt die unechte Zweispurigkeit, schränkt die Straße konsequent auf eine Fahrspur pro Richtung plus Radfahrstreifen ein, wie neuerdings in der Alsterkrugchaussee.)

    Wer sagt denn, dass die Olympiade 2024 in Hamburg stattfindet?
    Es ist Zeit für eine Veröffentlichung, was man alles mit dem nicht für den Olympiawahnsinn ausgegebenen Geld sinnvolles machen wird!

    Na, ich sage das bestimmt nicht. Und das Konzept bestätigt, dass es nicht klappen kann. Die wollen im Hauptbahnhof faktisch den Kopfbahnhofbetrieb einführen, aber im Fünfminutentakt. Vielleicht hätten die mal einen fragen sollen, der von Eisenbahn was versteht ...

    Übrigens fällt mal wieder auf, dass in der U-Bahn, in der politische Werbung verboten ist, massiv für ein "Ja" beim Referendum geworben wird.

    Und vielleicht sollte man veröffentlichen, womit Hamburg Stimmen gewinnen will. Die Herrn Niersbach und Beckenbauer haben doch gewisse Erfahrungen ...

    Hamburg hat das Verkehrskonzept für Olympia 2024 veröffentlicht.

    Sieht lustig aus. Gäste aus Süddeutschland benutzen nach deren Vorstellung alle das Flugzeug und weder den Nachtzug noch den Tageszug. Einige Schnellbahnhaltestellen müssten neu gebaut werden - aber zum zentralen Engpass, der Treppe zwischen U1 und S-Jungfernstieg sagen sie nix. Tja, und Fahrräder? Oweiowei ...

    Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr die 31-Jährige mit dem Rad aus Richtung des Fernsehturms in den Grindelhof. Aus noch nicht geklärter Ursache stieß sie in Höhe der Bornstraße mit einem hinter ihr fahrenden Lkw zusammen.

    ?????

    Ist das die neueste Art des Victim-Blaming? LKW rammt Radfahrerin von hinten, und die »Qualitätspresse« macht das Opfer zu der Person, die mit jemand anderem zusammenstößt?

    (Was macht eigentlich so ein LKW in dieser 30er-Zone?)

    Na, dann wollen wir doch mal schauen, was in dem kleinen, und wohlbehalten gallischen Land so alles abgeht:


    une situation de confusion et d'anarchie

    Das muss ich vermutlich nicht übersetzen. ;)

    Der Artikel sagt: 1998 hat sich in Frankreich ungefähr das abgespielt, was 1997 bei uns passiert ist: radikale Rechtsänderung beim Radweg. Aber man hat die runden Schilder oft nicht abgehängt, auch wenn die Wege zu schmal, die Bordsteinkanten zu hoch und die Fußgänger auf dem Trottoir zu viele waren.
    Kommt einem das bekannt vor?

    Vive la Trance.


    Zum Weiterlesen:

    Und da steht dann über das runde Schild etwas von »implizitem Fußgängerverbot«:
    Il décrit en outre l’interdiction implicite pour les autres véhicules et les piétons d’utiliser cette voie.


    Lesens- und anschauenswert auch dieses hier:

    Hmmm, der Zusatz mit der priorité heißt "Fußgänger haben Vorrang". Also benutzungspflichtig, aber der Radler hat die A-karte.

    Ich habe jetzt leider keine Zeit, französische Seiten zur dortigen Straßenverkehrsordnung zu suchen.