Das ist ganz einfach: Volksentscheid ist von unten. Hier wollte aber König Olaf eine Akklamation für seine Politik, daher hat man das »Referendum von oben« erfunden.
Zum Thema Werbung in U-Bahnen:
Verboten wurde unter anderem die atheistische Buskampagne »There is probably no god. So stop worrying and enjoy your life« mit dem Argument, Werbung mit religiösem Bezug sei in den Bahnen verboten. Aber Freikirchen dürfen in den Bahnen für ihre Erweckung-Happenings werben, und Misereor und Caritas sieht man auch dauernd.
Verboten wurden Plakate, die zu einem Benefizkonzert für den Ausstieg aus den Vattenfall-Verträgen werben sollten, Begründung: politische Werbung. Gleichzeitig durfte Vattenfall die Bahnhöfe zupflastern mit Plakaten, auf denen man sich als »zuverlässiger Energielieferant« anpries - den Volksentscheid haben die Atomfetischisten trotzdem verloren.
Und dann gab es noch die HEW-Lesetage, später »Vattenfall«-Lesetage. Immer mit fleißig Werbung. Und dann erdreisteten sich einige, eine Alternativ-Veranstaltung auf die Beine zu stellen unter dem Motto »Lesen ohne Atomstrom«. Neben dem Werbeverbot in der U-Bahn kam auch noch Druck des Atomkonzerns auf die Politik:
Der U-Bahn-Betreiber hatte meine Anfragen zum ersten Thema hartnäckig nicht beantwortet. Die wissen genau, dass sie gegen die eigenen Regeln verstoßen.