Beiträge von Fahrbahnradler

    Beim Vergleich zwischen München und Hamburg fällt auch ins Gewicht, dass Hamburg niemals Residenzstadt war, so dass es hier nicht diese Prachtstraßen ohne Bäume gibt. In Hamburg hat man an die Chausseen Baumreihen gepflanzt, die dem heutigen Verkehr buchstäblich im Wege stehen.

    Da hat man entweder 80 cm Radspur zwischen Baum und Gartenmauer neben den Gehweg geklatscht, oder man geht innen mit 80 cm an den Bäumen vorbei.

    (Oder man beseitigt die unechte Zweispurigkeit, schränkt die Straße konsequent auf eine Fahrspur pro Richtung plus Radfahrstreifen ein, wie neuerdings in der Alsterkrugchaussee.)

    Wer sagt denn, dass die Olympiade 2024 in Hamburg stattfindet?
    Es ist Zeit für eine Veröffentlichung, was man alles mit dem nicht für den Olympiawahnsinn ausgegebenen Geld sinnvolles machen wird!

    Na, ich sage das bestimmt nicht. Und das Konzept bestätigt, dass es nicht klappen kann. Die wollen im Hauptbahnhof faktisch den Kopfbahnhofbetrieb einführen, aber im Fünfminutentakt. Vielleicht hätten die mal einen fragen sollen, der von Eisenbahn was versteht ...

    Übrigens fällt mal wieder auf, dass in der U-Bahn, in der politische Werbung verboten ist, massiv für ein "Ja" beim Referendum geworben wird.

    Und vielleicht sollte man veröffentlichen, womit Hamburg Stimmen gewinnen will. Die Herrn Niersbach und Beckenbauer haben doch gewisse Erfahrungen ...

    Hamburg hat das Verkehrskonzept für Olympia 2024 veröffentlicht.

    Sieht lustig aus. Gäste aus Süddeutschland benutzen nach deren Vorstellung alle das Flugzeug und weder den Nachtzug noch den Tageszug. Einige Schnellbahnhaltestellen müssten neu gebaut werden - aber zum zentralen Engpass, der Treppe zwischen U1 und S-Jungfernstieg sagen sie nix. Tja, und Fahrräder? Oweiowei ...

    Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr die 31-Jährige mit dem Rad aus Richtung des Fernsehturms in den Grindelhof. Aus noch nicht geklärter Ursache stieß sie in Höhe der Bornstraße mit einem hinter ihr fahrenden Lkw zusammen.

    ?????

    Ist das die neueste Art des Victim-Blaming? LKW rammt Radfahrerin von hinten, und die »Qualitätspresse« macht das Opfer zu der Person, die mit jemand anderem zusammenstößt?

    (Was macht eigentlich so ein LKW in dieser 30er-Zone?)

    Na, dann wollen wir doch mal schauen, was in dem kleinen, und wohlbehalten gallischen Land so alles abgeht:


    une situation de confusion et d'anarchie

    Das muss ich vermutlich nicht übersetzen. ;)

    Der Artikel sagt: 1998 hat sich in Frankreich ungefähr das abgespielt, was 1997 bei uns passiert ist: radikale Rechtsänderung beim Radweg. Aber man hat die runden Schilder oft nicht abgehängt, auch wenn die Wege zu schmal, die Bordsteinkanten zu hoch und die Fußgänger auf dem Trottoir zu viele waren.
    Kommt einem das bekannt vor?

    Vive la Trance.


    Zum Weiterlesen:

    Und da steht dann über das runde Schild etwas von »implizitem Fußgängerverbot«:
    Il décrit en outre l’interdiction implicite pour les autres véhicules et les piétons d’utiliser cette voie.


    Lesens- und anschauenswert auch dieses hier:

    Hmmm, der Zusatz mit der priorité heißt "Fußgänger haben Vorrang". Also benutzungspflichtig, aber der Radler hat die A-karte.

    Ich habe jetzt leider keine Zeit, französische Seiten zur dortigen Straßenverkehrsordnung zu suchen.

    Also ich habe jetzt auch mal nachgelesen. Rundes Schild: Benutzungspflicht. Eckiges Schild: Angebotsradweg.


    La signalisation des voies conseillées et réservées aux cyclistes est obligatoire et est assurée au moyen du panneau C113. Celui-ci doit être exclusivement implanté en signalisation de position. Il peut être complété par les panonceaux M3 et M4.
    La signalisation de fin des voies conseillées et réservées aux cyclistes est aussi obligatoire et est assurée au moyen du panneau C114.



    Le panneau de signalisation routière français circulaire à fond bleu, bordé d’un listel blanc et portant en son centre un pictogramme représentant une bicyclette, signale aux cyclistes et cyclomoteurs sans side-car ou remorque qu'ils sont tenus de circuler sur la piste cyclable ou la bande à l'entrée de laquelle il est placé.

    Wer oben genau hingeschaut hat, konnte auf Höhe des Zebrastreifens schon was erkennen. Hier sieht man es deutlicher: Der einseitige Zweirichtungsradweg wechselt die Fahrbahnseite.

    Hm. Radweg Ende. Soweit ist das klar. Dann das Dreiecksschild. Für den, der das nicht versteht, aber Französisch kann, auch noch in Textform: »Vorfahrt gewähren«. Darunter das Fahrrad-Zusatzschild.

    Heißt das jetzt, dass die Radfahrer dem Fahrbahnverkehr Vorfahrt gewähren müssen? Sprich: Autofahrer müssen nur für Fußgänger bremsen (Zebra!!!), während sie bei Radfahrern durchbrettern sollen?
    Oder richtet sich das Schild an den Fahrbahnverkehr mit dem Hinweis, dass die querenden Radfahrer Vorfahrt haben?

    Okay, jetzt aber ernsthaft zu lustigen Schildern für Radfahrer. Erstmal die nette Verkehrsführung eines einseitigen Zweirichtungsradweges mit Mittelstreifen hinter einem Wartehäuschen. Wir sind ja nicht in Ham- sondern in Straßburg.

    In Wacken gibt es jetzt auch eine direkte Straßenbahn vom Gelände zum Baggersee. Für die Abkühlung zwischendurch.
    Wacken? Waaaackeen?

    Nicht ganz. (Und gleich neben der Haltestelle steht keine Open-Air-Bühne, sondern der Musikpalast.