Beiträge von Fahrbahnradler

    Das ist in einer Stadt mit 1,8 Millionen Einwohnern, in der die U-Bahn sonntags alle 4 bis 5 Minuten fährt, in der Busse in den Randbezirken sonntags alle 10 Minuten fahren, in denen Straßenbahnen beinahe flächendeckend verkehren und der ÖPNV seinen Bürgern ein beinahe unschlagbares Angebot macht: 1 Euro pro Tag für das Jahresabo.

    Man merkt an allem: Es ist nicht Hamburg. ;)

    Analog zur allseits geliebten Stelle An der Alster :thumbup:

    Hat man immerhin jetzt schriftlich: Fahrbahnampel gilt nicht für Fahrradfahrer. Oder doch? Weil weiter hinten im Winterhuder Weg eine Kombi-Streuscheibe hängt, an der man sich argumentativ entlanghangelt.
    Und ohnehin hat jeder Beteiligte im Falle eines Unfalles schuld. :sleeping:

    Das ist doch eine Steilvorlage für eine Fußgänger-CM: im dicksten Berufsverkehr ein nicht abreißender Strom von Fahrrädern auf dem Radweg und eine riesige Fußgängergruppe, die bei grün die Fahrbahn überquert, aber keine Chance hat, über den Radweg zu kommen, und brav auf eine Lücke wartet ... eine Minute ... und noch 'ne Minute ... oh, die Autos hatten schon zwei Mal grün und konnten nicht fahren, weil die Fußgänger sich auf drei Spuren zurückstauten? So ein Pech aber auch ...


    Ich war heute am frühen Abend Zeuge einer vorsätzlich herbeigeführten Gefahrensituation, bei der nach meiner Auffassung dieses Missverständnis eine Rolle spielte.

    Die Kreuzung Kiwittsmoor–Fibigerstraße befindet sich in einer Tempo-30-Zone, es gilt dort rechts vor links. Ein Kraftfahrer kam vom Kiwittsmoor und wollte nach rechts in die Fibigerstraße abbiegen, nebenan auf dem unbeschilderten Radweg war ein Radfahrer zugange. Es war absehbar, dass sich beide im Kreuzungsbereich träfen, aber anstatt den Radling hindurchfahren zu lassen, drückte der Kraftfahrer auf die Hupe und fuhr ihn beinahe über den Haufen — zum Glück konnte der Radfahrer noch rechtzeitig bremsen, auf Rettungswagen und den ganzen Kram habe ich momentan nicht so viel Lust. Zum Abschied brüllte der Kraftfahrer noch etwas durchs hastig geöffnete Fenster — mutmaßlich wollte er darauf hinweisen, dass er dem Glauben verfallen war, der Radfahrer müsse an dieser Stelle absteigen. Muss er aber natürlich nicht, der Radfahrer hätte sogar kraft § 9 Abs. 3 StVO Vorfahrt gehabt. Und das richtig lustige ist dann ja, dass man auch von links kommend einen Radfahrer „über den Zebrastreifen“ rollen lassen muss, weil der Radweg nunmal an der Vorfahrtsregelung der Kreuzung teilnimmt und rechts vor links demnach auch auf dem Radweg gilt. Nur kapiert das am Lenkrad natürlich kein Mensch — und ich würde als Radfahrer dort auch auf keinen Fall ausprobieren wollen, ob man mir meine Vorfahrt zugesteht.


    Kennt ihr noch mehr lustige Stellen?

    Jetzt machst Du auch schon meine Gegend unsicher! ;)

    Also ich war dabei, als die damals achtjährige Tochter meiner damaligen Lebensabschnittsgefährtin Radfahren gelernt hat. Erst auf einem Spielplatz, dann auf den überbreiten Gehwegen hier:

    Es war erhebend, als es plötzlich klappte und sie stolz wie Bolle auch fahren konnte.
    Wir haben niemanden behindert und es hat sich niemand beschwert, also alles roger. Gut, dass man jetzt die Rechtslage an die Praxis anpassen will (man stelle sich vor, wir hätten für die Rückfahrt die Prenzlauer Allee queren müssen!!!).

    Generell würde ich doch annehmen, dass man für die Radfahrübungen keinen 60-cm-Kombiweg raussucht, sondern ein geeignetes Gelände, und dass man für die alltäglichen Wege nach Möglichkeit eher konfliktarme Routen sucht.

    Barmbek - immer eine Radreise wert

    So ist es. Ich bin immer wieder gerne von S-Rübenkamp zum Bürgerhaus Hartzloh und zurück zum Ohlsdorfer Bahnhof unterwegs und genieße die neue Fuhle.

    Und ich erinnere mich auch gerne an eine Veranstaltung mit Hans Apel (1932-2011(, der davon erzählte, dass er mal auf die Frage, was ihn eigentlich zum Verteidigungsminister (1978-1982) qualifiziere, geantwortet habe, er komme aus Barmbek: »Da hat man früher die Miete mit dem Revolver kassiert!«

    Interessant dabei ist, dass "Verkehr" - sogar "Straßenverkehr" - ausschließlich mit Autoverkehr assoziert wird...

    Immerhin stellt eine Person mal was klar:

    Und die Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, fordert sogar ein komplettes Umdenken: „Wir brauchen dringend eine verkehrspolitische Zäsur“. Dazu gehörten ein besseres Angebot von Bus und Bahn, mehr Elektromobilität für Autos und Fahrräder und eine Förderung von Fuß- und Fahrradverkehr. „Nur so werden wir es schaffen, unsere Klimaziele auch im Verkehr zu erreichen.“

    Rot-Grün: Neue Kampagne soll Radmuffel zum Umsteigen überzeugen (Hamburger Abendblatt)

    PS: Ja, der Fragebogen der TU Dresden gefällt. Hätte ich ja auch mal hier posten können - habe ihn schon gestern ausgefüllt. Danke für die Verbreitung.

    Google ist nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Beim Anklicken des Links fragt er/sie/es nach:

    Meinten Sie: Rot-Grün Neue Kampagne soll Modemuffel zum Umsteigen überzeugen?

    Ich freue mich schon auf den Sommer. Es ist ja eigentlich schön, dass immer Menschen Rad fahren, aber noch schöner wäre es, wenn die Infrastruktur entsprechend mitwüchse. Die allermeisten Wege und Ampelschaltungen sind inwischen einfach komplett untauglich, da für eine Belastung von 10 Radfahrern pro Stunde ausgelegt.

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    Verschwenkungen und Mülleimer sind toll. :whistling:

    Warum tut man sich sowas an? Ich kann mich an Fernsehauftritte von Stuntleuten erinnern, die aus 10 Metern Höhe in eine wassergefüllte Mülltonne gesprungen sind - ungefähr so kommt mir das Eintauchen in die anderthalb Meter zwischen Auto und Betonmauer mit zwei Radlern neben-/hintereinander vor ...

    Diese Fachanweisung stammt von 2002, also aus dem Schill-Senat (für Nicht-Hamburger: damals stellte so etwas Ähnliches wie die AfD in Hamburg die Regierung, und ein Adliger von der CDU machte den Grüßaugust). Die entscheidenden Sätze in dieser Anweisung:

    3.
    Beim Einsatz von Absperrelementen hat sich im Laufe vieler Jahre aus den unterschiedlichsten
    Gründen eine Verwaltungspraxis entwickelt, die neben sinnvollen Maßnahmen
    offenkundig auch Übermaß hervorgebracht hat. Absperrelemente sollen deshalb nach
    dem Willen des Senats ab sofort nur noch sehr sparsam und auch nur noch in den Fällen
    aufgestellt bzw. belassen werden, in denen es aus Sicherheitsgründen oder zum Schutz
    von Wegeflächen dringend geboten erscheint.

    4.1.1
    Der Aspekt der Sicherheit wie auch andere Begründungen für das Vorhandensein bzw.
    den Wunsch nach neuen Absperrelementen sind in jedem Fall kritisch zu hinterfragen.

    4.2.1
    Wird festgestellt, dass angeordnete Aufstellarten für den ruhenden Verkehr bereits seit
    längerer Zeit ignoriert werden - Schrägaufstellung statt angeordneter Längsaufstellung
    - ist zu prüfen, inwieweit dies legalisiert werden kann. Auf gar keinen Fall sollte
    versucht werden, die ursprünglich angeordnete Aufstellart
    durch nachträglich aufgestellte Poller zu „erzwingen“. Dies
    ist nur dann zulässig, wenn durch die parkenden Fahrzeuge
    die Verkehrssicherheit erheblich gefährdet wird.

    Fahren auf dem Gehweg: Regierung will Verkehrsregeln für Radfahrer ändern

    ... steht in der Kategorie »Auto« bei Spiegel online.


    Und was verbirgt sich hinter der Überschrift? Die von dpa unvollständig aus der »Süddeutschen«

    abgetippte Information, dass das BMVI plant, dass zukünftig »nicht nur Kinder mit dem Fahrrad auf Gehwegen fahren dürfen, sondern auch deren erwachsene Begleiter«.

    Oh, und welch Aufschrei der Autofahrer!!!