Beiträge von Fahrbahnradler

    Apropos Parkplätze: schaut euch mal diese Straße an.

    und

    Geschlossene Wohnbebauung auf der einen, eine U-Bahn-Station auf der anderen Seite, dazu eine Bushaltestelle.

    Von der Hauswand bis zum Zaun der Bahnlinie sind es 31 Meter.
    Davon entfallen auf:
    Schutzbereich für aus der Haustür tretende Personen: 0,0 Meter
    nutzbare Breite des Gehweges: maximal 2,5 Meter
    Auto - Querparken: mindestens 5,5 Meter
    Fahrbahn: 6,9 Meter
    Streifen, der vielleicht mal ein Gehweg gewesen sein könnte, aber jetzt dem Längsparken dient: 2,4 Meter
    Auto - Schrägparken: 4,6 Meter
    Nebenfahrbahn: 3,6 Meter (faktisch nur für Kfz)
    Auto - Schrägparken: 5,5 Meter

    Die kursiv gesetzten Bereiche sind als »Park+Ride« ausgeschildert. Grotesk - das ist viel zu innenstadtnah und mitten im Wohngebiet.

    Summe:
    Auto exklusiv: 21,6 Meter
    Fahrbahn gemischt: 6,9 Meter
    Fußgänger: 2,5 Meter

    Man muss leider damit rechnen, dass die Behörden dann die Finanzkeule rausholen. In Hamburg sind schon Leute mit Zahlungsaufforderungen wegen OWis überzogen worden, weil sie an Licht- und Ampelmasten Wohnungen gesucht, Nachhilfe angeboten oder sich anderweitig geäußert haben. Stichwort "nicht genehmigte Sondernutzung". Man müsste es also so aufziehen, dass die Behörden sich das nicht trauen wegen öffentlichem Aufruhr.

    Da gibt es nur einen klitzekleinen Paragraphen dagegen, der unnützes Hin- und Herfahren verbietet. Der wäre hier einschlägig.

    Was soll eigentlich diese Epidemie von Aktionsvorschlägen, habt Ihr da oben im Norden auf einmal massenhaft Zeit verbunden mit Aktionismussyndrom oder ist die Luft so schlecht, dass der Sauerstoff das zentrale Nervensystem nicht mehr erreicht?

    Hier war gerade Critical Mass ...

    Ist heute der 1. Mai oder der 1. April?


    Ampel-Prognose: Verkehrsfluss steigern, Schadstoffausstoß reduzieren – das soll mit einer genauen Ampelphasen-Prognose gelingen – eine App zeigt an, wann eine Ampel umspringt. „Man kann dann bereits frühzeitig vom Gas. Andersrum spart man sich das emissionsstarke Anfahren – man muss nicht bremsen, wenn man weiß, dass es grün wird“, sagt Dirk Hühne vom Fachbereich Technische Anlagen. Der erste Testlauf soll noch in diesem Jahr starten – und auch für Radfahrer und Fußgänger funktionieren.

    Zu blöd nur, dass die Bedienung eines Handys während der Fahrt verboten ist. Auch für Radfahrer.

    Wobei das ja anscheinend keine Geste mit der Hand war, sondern das korrekte Verhalten des anderen Autofahrers, bei einer blockierten Kreuzung nicht in diese einzufahren.


    Der Artikel benennt deutlich die Schuldfrage:

    Dabei übersah er ab den Fahrradfahrer (55), der auf der Humboldtstraße stadtauswärts fuhr. Als er seinen Fehler bemerkte, bremste der Fahrer des Transporters und kam noch rechtzeitig zum Stehen. Der Wagen ragte aber bereits in den Radweg ...

    Und zum Schluss:

    Schwer verletzt wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Der Radfahrer trug einen Helm.

    Auf dem Weg zum Einzeller - der Radfahrer der Zukunft



    Schmidt: Wir haben etwa eine Jacke in der Ausstellung, die sich durch den Fahrtwind aufbläht und den Radfahrer wie eine große Amöbe wirken lässt. Die Studierenden, die diesen Prototypen entwickelt haben, möchten so für mehr Sichtbarkeit und Sicherheit sorgen.

    Quartiersbelange mal andersrum:


    Plötzlich überall freie Stellflächen - City wird zum Parkplatz-Paradies
    Vor einem Jahr war vorm Chilehaus jeder Parkplatz den ganzen Tag belegt – jetzt ist plötzlich jeder zweite frei.



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    Was ist der Grund: Es wird täglich mehrmals kontrolliert. Dadurch sind die Dauerparker, die früher vielleicht einmal pro Woche ein Knöllchen abfassten, in die Parkhäuser verschwunden (oder fahren ÖPNV).

    Und dann noch die kurze Erwähnung: Wer Radwege zuparkt, wird abgeschleppt.

    Drei habe ich noch:

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    SPIEGEL ONLINE: Zählt der Fahrradzähler nicht in gewisser Weise auch das Auto an? Schließlich ist der Platz in einer Stadt begrenzt. Müssen künftig Pkw-Fahrer zugunsten der Radler auf Fahrstreifen verzichten?

    Peter: Eine ernsthafte Förderung des Radverkehrs ist grundsätzlich unmöglich, ohne die Infrastruktur zu Lasten anderer Verkehrsmittel umzuverteilen. Wenn man zudem davon ausgeht, dass eine Erhöhung des Radanteils in Innenstädten auch einen Rückgang des Pkw-Verkehrs bedeutet, wäre es sicherlich vertretbar, stellenweise einzelne Autospuren einzuengen oder zurückzubauen.

    Ist halt auch wieder ein lustiges Ratespiel: Muss man warten? Oder darf man warten? Oder wie oder was?

    Aus diesem Hof kommend darf man in beide Richtungen abbiegen. Auf der Schnackenburgallee steht auch auf der gegenüberliegenden Seite eine rot-gelb-Ampel. Daneben ein Hochbordradweg. Würdest Du auf diesem Radweg anhalten, weil Du meinst, die Ampel hätte für Dich irgendetwas zu regeln? Warum soll dann die Fahrbahnampel irgendetwas für den Radfahrer in Richtung Süden zu regeln haben?

    Dann betrachte die Situation aus Sicht des Fahrers, der aus dem Gelände ausfahren will. Der sieht eine funktionierende Ampel, die rot zeigt. Also gilt sie. Dann geht sie aus. Damit gelten jetzt die Schilder. Und - Obacht! - da steht nicht nur [Zeichen 205] , sondern auch noch [Zeichen 138-10] (und das Pendant für Fußgänger) plus [Zusatzzeichen 1000-30] .

    Also: »Wenn die Ampel aus ist, dann gewähre so wie immer dem Querverkehr die Vorfahrt und pass vor allem auf Fußgänger und Radfahrer auf, die haben hier Vorrang/Vorfahrt und kommen aus beiden Richtungen!«

    Da darf der Fahrer nicht erwarten, dass Fußgänger und Radfahrer rot haben.


    Anderes Beispiel: Feuerwache Billstedt. Da wird eine Fahrbahnampel auf rot geschaltet; Rad- und Fußweg haben keine Haltelinie.

    Die Rechnung dürfte allerdings ein Milchmädchen gemacht haben. :whistling:

    Man sollte beim Fußballgucken nicht das Kopfrechnen anfangen. Es hätte zwölf heißen müssen. <X
    Und der Einwand mit dem Strafrichter stimmt natürlich auch. Während Autofahrer, die zweimal Taten begehen, die jede für ein Fahrverbot ausreichen, nur eines aufgebrummt bekommen.