Nee, von oben nach unten verläuft die K 80. Die Gutenbergstraße kommt von rechts. Der Pedelec-Fahrer wollte also von rechts nach links. Auf der Fahrbahn hätte er "schnurgeradeaus" fahren können, aber stattdessen hat der den linksseitigen Radweg benutzt, der unter der von rechts kommenden Straße zu sehen ist. Da biegt er in die Kurve, dem Benzfahrer entgegen, ein und macht dann einen Haken um 90 Grad - und fährt dem Benz vor die Haube.
Die Ecke ist so eng, dass "unangepasste Geschwindigkeit" jedes Tempo sein müsste, bei dem es ihm vom Rad haut. Er muss langsam fahren, um die Ecke zu erwischen. Wenn ihm dann der Benz reinhaut, ist es ein Unding, ihm zu hohe Geschwindigkeit vorzuwerfen.
Wahrscheinlich behauptet der Benzfahrer als nächstes, der Pedelec-Fahrer habe den rechten Arm nicht draußen gehabt (sondern an der Bremse?)
Beiträge von Fahrbahnradler
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Ich würde Dir bei der einfacheren Denkweise zustimmen, wenn Du mir das entsprechende Pauschalurteil gestattest

Ich habe ja selber schon öfter darauf hingewiesen, dass viele Autofahrer denken, wenn sie rechts den Blinker setzen, dann dürfe rechts kein Radfahrer mehr »überholen«. Dass die Radfahrer Vorrang haben, kommt ihnen anscheinend gar nicht in den Sinn.
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Ich lese das so, dass der Pedelec-Fahrer geradeaus wollte ("überqueren" steht da, bezogen auf de K 80). Auf der Fahrbahn wäre es zu Null Konflikten mit dem 85-jährigen Benzfahrer gekommen, über den keine "Vermutungen" nach "ersten Ermittlungen" dahingehend geäußert wurden, dass er vielleicht zu schnell war, nicht aufgepasst hat oder so.
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Nein, Radfahrer haben am Kreisverkehr keine Vorfahrt, wenn es keinen Zebrastreifen gibt.
Es ist auch einfach wieder pornös, was da an Kommentaren bei facebook, beim Artikel und bei den einschlägigen Gruppen auftaucht:
Nein, Radfahrer haben am Kreisverkehr keine Vorfahrt, wenn es keinen Zebrastreifen gibt.
Die Lösung des Rätsels findest Du hier:
»zumal jetzt oft auch das Schild "Vorfahrt gewähren" im Kleinformat am Fuß und Radweg ist«
Das ist dieser typische unzulässige Analogieschluss: »Sag ich doch, Radfahrer haben im Kreisverkehr keine Vorfahrt vor den Zufahrten! Damit die blöden Radfahrer das kapieren, haben die hier extra Schilder aufgestellt!« Und dort, wo keine Schilder stehen, hat man sie nur noch nicht aufgestellt.
Wenn also die Behörden anfangen, den Vorrang / die Vorfahrt der Radler an einigen Stellen zu beseitigen, denken manche Autofahrer, dass es diese(n) allgemeine(n) Vorrang / Vorfahrt nicht gibt.
Ähnliches Problem: Irgendwo werden die Riesenschilder »Radfahren auf der Fahrbahn erlaubt« aufgestellt. Hier folgert das gemeine Autofahrerhirn andersherum: »Dann ist es also nur hier erlaubt und anderswo strikt verboten, denn sonst würden dort ja auch Schilder stehen«.
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Schönes Video. Und wie man sieht, hat Hamburg durchaus gute Infrastruktur für Fahrräder - ich meine diese breiten Wege mit den rechteckigen Blauschildern drüber ...

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»Diese können Privatgelände, Hafenbereiche, Flughafen- und Messegelände ... sein«
Na, dann rollert mal schön im Flughafen durch die Terminals. Mal sehen, wie schnell Euch die Security vom Board holt.
Oder im Supermarkt, mal eben vom Gemüsestand zu den Eiern rollern. Gibt bestimmt viel Rührei ... -
Ich hab' die Zeitung per Mail gefragt, ob auch gegen den Busfahrer wegen Nötigung ermittelt wird und mit welchem Seitenabstand er überholt hat.
Und hier ist die Antwort:
»Sehr geehrter Herr ...,
diese Meldung haben wir so von der LPI Jena erhalten, am Inhalt wurde durch uns nichts verändert. Die genauen Umstände bezüglich des Mindestabstandes, des Hupens etc. können wir Ihnen deshalb leider nicht beantworten.
Mit freundlichen Grüßen,
xxx.yyy., Praktikantin« -
Topp - das Team vom Bau!
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Da fährt man als König schon mal Fahrrad (in Bayern!) - und dann sowas ...
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Ich hab' die Zeitung per Mail gefragt, ob auch gegen den Busfahrer wegen Nötigung ermittelt wird und mit welchem Seitenabstand er überholt hat.
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Kurzzeit-Parkplätze für z. B. Pflegedienste, Post, etc. sind im öffentlichen Interesse, sollten somit auch auf öffentlichem Grund sein.
... und müssten somit konsequent von Dauerparkern befreit werden. In der Grindelallee klappt es doch plötzlich mit den Parkuhren - seit da konsequent bestreift wird, findet man als Kurzparker wieder Plätze!
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Ich setze 20 Euro auf: »Wofür zahle ich Steuern?«
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Die Elbvororte ersticken im Verkehr
Da würde ich mal ganz einfach vorschlagen, die Berufsverkehrs-Taktung der S1 von morgens bis abends durchzuziehen, also: 5-Minuten-Takt bis Blankenese, 10-Minuten-Takt bis Wedel. Dazu noch ein paar flotte Busse mehr.
Im Übrigen rächt sich hier, dass man in den 50ern, 60ern und 70ern keine U-Bahnen gebaut hat und es im Dreieck zwischen Altona, Wedel und Pinneberg somit nur Busse gibt.
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Vorweg: Ich möchte weder an der Schuld des Autofahrers Zweifel aufkommen lassen noch Victim-Blaming betreiben, aber manchmal sollte man auch die andere Seite betrachten. Also ein bisschen advocatus diaboli:
Wohin weichst du aus, wenn rechts von dir ein Radfahrer ist [der hintere der beiden] und links ein Grünstreifen und wahrscheinlich auch noch etliche cm Fahrbahn sind? (vgl. gmaps) Davon ab verhindert die Schrecksekunde eine rationale(re) Reaktion recht zuverlässig. Nicht jeder trainiert das Ausweichen im Geiste bei jedem roten Bremslicht, um im Ernstfall hoffentlich gewappnet zu sein (und zwischen den Bäumen im Acker zu landen). Und selbst dann wäre links vermutlich die beste Ausweich-Option gewesen....
Was mir in der Berichterstattung auch noch fehlt: Da war von zwei Schulklassen die Rede. Was das ein offizieller Ausflug der Schule, so mit Lehrer vorne, Lehrer hinten, geschlossener Verband und klare Ansage, wo gefahren wird? Oder hat man sich da irgendwo getroffen, Veranstaltung war zu Ende, und dann fahren die Jugendlichen irgendwie wieder heim, jeder wie er/sie gerade lustig ist?
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In Berlin werden Knöllchen für Falschparker verteilt. Auf Busspuren wurde jeder sechste abgeschleppt, auf Radwegen nur jeder dreißigste
Auf Schutzstreifen genauso...»Die Polizei musste in den Tausenden Gesprächen mit den Schuldigen dabei feststellen, dass den Autofahrern ein spürbares Unrechtsbewusstsein sehr häufig gefehlt habe und der Tatbestand bagatellisiert und verharmlost werde. Viele hätten auf die allgemeine Parkplatznot verwiesen. Zudem würden sie ja ihr Fahrzeug nur kurz abstellen. Es sei zu vermuten, diass viele der Betroffenen ihre Interessen regelmäßig sorglos über die Interessen der Allgemeinheit stellen würden.«
Vorsatz.
Absicht, es immer wieder zu tun.
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MPU? -
@ blaue Sau
Ich hätte eigentlich erwartet, dass die Warnwestenfuzzis einspringen, wenn die Polizei nix macht. Mich hat es mehrmals in den Füßen gezuckt, an einer Kreuzung auszuscheren und mich da hinzustellen. Aber alleine gegen vier Fahrspuren? -
In Sachsen ist der Winter erst seit kurzem vorbei:
»Zu Beginn der Zweiradsaison hat die sächsische Polizei auch in diesem Jahr wieder verstärkt Kontrollen durchgeführt. Knapp ein Drittel der Fahrradfahrer und jeder siebte Motorradfahrer fielen dabei durch, wie das Innenministerium mitteilte. Insgesamt kontrollierten Polizeibeamte im Mai gut 4 500 Fahrradfahrer und mehr als 1 500 Biker.«
»... Innenminister Markus Ublig (CDU). „Gezielte Überwachung ist ein wichtiges Instrument zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.“«
Aha. Wie viele Autofahrer fielen bei den Kontrollen »zur Erhöhung der Verkehrssicherheit« durch?
Keiner. Tempo, Überholabstand, Falschparken, Schulterblick wurden nicht kontrolliert. Aber der Dynamo.»Mit 807 Mal am häufigsten bemängelt wurde bei Fahrrädern die Beleuchtung, gefolgt von einer fehlenden Klingel (228) und defekten Bremsen (58). Aber auch das Fahrverhalten fand bei der Polizei nicht immer Anklang: So wurden 400 Verstöße wegen Fahrens auf Gehwegen und fast 80 Verstöße gegen das Handyverbot am Fahrradlenker geahndet.«
Die Gehwege und die Fahrbahnen nebenan (Kopfstein?) würde ich gerne mal sehen. Auch die Beschilderung und das Alter der Ertappten.
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Wie die Faust aufs Auge passt da, dass die Polizei auch ein flexibles Verhältnis zur Wahrheit hat:
»30.000 Menschen radeln durch Hamburg und setzen ein Zeichen für den Klimaschutz: So sollte die Fahrradsternfahrt am Sonntag ablaufen. Doch laut Polizei wurden zur Mittagszeit nur rund 7.100 Radler gezählt – eine verhältnismäßig geringe Beteiligung, nahmen im vergangenen Jahr doch mehr als 20.000 Menschen teil.« – Quelle:
Zur Mittagszeit waren nur die Leute auf der »grünen Linie« Richtung Köhlbrandbrücke unterwegs und waren entweder kurz hinter Harburg, hinter Neugraben oder in Finkenwerder.
Die Demos mit Polizeibegleitung (jedenfalls offiziell angekündigt) begannen erst um 12 (in Bergedorf), nach 12 (Poppenbüttel, Volksdorf, Eidelstedt, Niendorf) oder hatten um 12 noch lange nicht das Hamburger Stadtgebiet erreicht (Norderstedt, Pinneberg).Und das bei einer Veranstaltung, bei der - mich schüttelt es jetzt noch - König Olaf mitfuhr! (Man beachte: ohne Helm!)
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Die Hamburger Polizei hat heute wieder mal demonstriert, was sie von dieser Wundermaschine der Mobilität hält: wenig bis gar nichts. Sie hat auch mal wieder ihr, nennen wir es mal: flexibles, Verhältnis zum Demonstrationsrecht unter Beweis gestellt.
Die heutige Fahrradsternfahrt wurde, von Norderstedt kommend, bis weit nach Hamburg hinein durch schleswig-holsteinische Polizei abgesichert. Streifenwagen mit »SE« und »OD« blockierten die Querstraßen, dazu Beamte auf Rädern in der Demo, die flexibel assistierten. Alles prima.
Irgendwann waren die nördlichen Freunde und Helfer nicht mehr da. Die Hamburger Kollegen nahmen das mit dem Absperren von Kreuzungen und Einmündungen sehr locker. Da setzt ein Mercedes an der Alsterkrugchaussee an, von links in die Demo einzufahren? Egal. Überqueren der Rathenaustraße? Geht auch ohne Polizei. Dann, direkt nach dem Riesentreffpunkt Winterhuder Markt: Die Demo biegt hier rechts ab.
Die Kellinghusenstraße hat grün. Kein Polizist weit und breit. Fünf PKW und ein HVV-Baus fahren bis an die Mittelinsel.
Damit blockieren sie den Gegenverkehr. Ich hoffe, keiner hat die Nerven verloren.
Siemersplatz - wir biegen links ab. Auch hier keine Sicherungsposten.
Als Krönung dann die Kreuzung Doormannsweg/Fruchtallee:
Kein einziger Beamter. Von links, von gegenüber, von rechts lauter Autos mit laufendem Motor.Wenn ich das mal rein »gewichtsmäßig« auf das übertrage, was Hamburg demnächst bevorsteht, dann ist das so, als müsste der Konvoi des Herrn Trump ohne Polizeibegleitung durch Hamburg fahren, während links und rechts die Autonomen mit Planierraupen stehen und die Motoren aufheulen lassen ...
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Und warum basteln die dann unter das
kein Schild "Mo-Fr 8-16 h nur »Rollstuhlsymbol« Höchstparkdauer 30 Min."?
Dann wäre es eindeutig.
Ich hätte nämlich gemäß der Prinzips, dass ein Zusatzschild das direkt darüber hängende Schild spezifiziert, auch gesagt »das ist rund um die Uhr ein Behindertenparkplatz, aber Mo-Fr 8-16 dürfen sie nur 30 Minuten lang parken«