Fietsen bezeichnet auch die Tätigkeit an sich. Fahrradfahren ist gesund und schont die Umwelt. Also fietse auch ich in Utrecht. Holland erleben, Holland sehen - Oranje Kijken. Recht schnell bin ich aber überfordert. Nicht Autos oder Busse lassen diese als gemütlichen Ausflug geplante Tour stressig werden. Es sind die fiesen Fietser. Viele rasen und kennen nur ihre Richtung, einige würde ich als latent aggressiv beschreiben. Ein lautes »Hei« kommt von hinten - der Mann im Businesslook rauscht an mir vorbei. Auch eine Mutter mit ihrem Kind hinten drauf überholt mich, dreht sich sich noch mal um und schüttelt den Kopf.
Ich bin mir keiner Schuld bewusst, fahre geradeaus und ganz ordentlich rechts. Ich kann es nur vermuten: Vielleicht ist es mein ständiger Tempowechsel, der die Fietser so erregt? Jedenfalls hab ich erst mal genug, halte rechts und steige ab. Nun klingelt es wild hinter mir. Stimmt: Nicht nur das Abbiegen, sondern auch das Anhalten muss man hier ja anzeigen. Das hatte ich vergessen. Ich steh auf dem Gehweg und lass die vielen Fahrradfahrer an mir vorbeiziehen. Und? Nichts! Ich war anscheinend das einzige Problem.
Diese eher schlechte Erfahrung wird meine grundsätzliche Meinung nicht ändern. Es ist gut, wenn auf Landstraßen die Autos zwischen zwei Fahrradwegen nur 60 fahren dürfen. Nicht umsonst stehen die Niederlande in der europäischen Unfallstatistik fast am besten da: 28 Verkehrstote kommen hier auf eine Million Einwohner, in Deutschland sind es 43. Eine Tour auf dem mehr als 35 000 Kilometer langen Radwegenetz in den Niederlanden würde ich also jederzeit weiterempfehlen.
Beiträge von Fahrbahnradler
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Da lacht das christdemokratische Herz: Viele Fahrradständer, aber keine Fahrräder:
Welcher Radfahrer wäre denn so verwegen, als erster sein Fahrrad quer auf den Bürgersteig zu stellen?
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Radunfall mal anders: Zug erfasst Fahrradfahrer.
PS: Ist schon eine Woche alt, aber ich hab's jetzt erst gesehen.
PPS: Malte, kannst du bitte den Titel dieses Threads ändern? Wir sind schon in der 29. Woche.Wieso »erfasst«? Laut BPOL »touchierte« der Zug nur ...

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Radwegeplanung in der Fahrradstadt: Georg Wilhelm Straße in Wilhelmsburg!
Zitat von BildlegendeStadtteilbeiratsmitglied Michael Ulrich, Sprecher der Verkehrs-AG, fährt den Radweg an der Georg-Wilhelm-Straße entlang
Auf dem Foto ist deutlich zu sehen, dass das Stadtteilbeiratsmitglied Michael Ulrich mit der Breite des vorhandenen Radwegs nicht auskam und mit dem Hinterrad in der Botanik fährt.
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Mal zum Vergleich: In Thüringen durften gestern Nazis ein als »politische Versammlung« angemeldetes Konzert unter den Augen der Polizei durchführen, obwohl diese 23 Straftaten feststellte, unter anderem Verstöße gegen das Waffengesetz (!), das Versammlungsgesetz und das Betäubungsmittelgesetz und trotz Zeigen des »Hitlergrußes«.
Kein Zugriff, keine Auflösung, kein Wasserwerfereinsatz.
Aber die Oma, die ein Protestplakat an den Lichtmast tackerte, hat man sich sofort geschnappt.
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Einige von den Radlern waren in der Dooringzone unterwegs, manche sogar beidseitig eingekeilt. Davon wird - auch in diesem Forum - generell abgeraten. Die Frage ist dann: muss man da unbedingt durch oder könnte man auch auf der anderen Seite vorbei oder sonstige größeren Abstand halten? Wenn ich mich entscheide, da durchzufahren, ist die nächste Frage die nach der angemessenen Geschwindigkeit. Ähnlich wie in einer Situation, in der der benutzungspflichtige Radweg an einer Bushaltestelle vorbeiführt, an der Leute warten oder gerade aus dem Bus kommen. Fahre ich da 35 oder lieber 12 km/h?
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Ich finde es immer wieder spektakulär, mit welcher Dreistigkeit man für dumm verkauft werden soll. Morgens muss jeder, der nach Norden will, und nachmittags/abends jeder, der nach Süden will, »in die angrenzenden Wohngebiete ausweichen«. Damit wäre Schluss, wenn der Straßenzug freigegeben würde. Wo der zu eng dafür sein soll, weiß ich nicht.
Aber solche Klopfer kann man eigentlich nur raushauen, wenn man sich seiner strategischen Überlegenheit sicher ist, sprich: es gibt keine Widerrede. Weder durch Teilnehmer / Moderatoren / Mitdiskutanten einer Veranstaltung - und offenbar auch nicht durch Journalisten, die eigentlich die Aufgabe hätten, einen Politiker mit so einem gequirlten Unfug nicht durchkommen zu lassen. War das Abendblatt zu doof oder zu sehr in seiner traditionellen obrigkeitsfreundlichen Haltung gefangen, um hier nachzuhaken?
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Frage 12: Zur Krugkoppel. Man könne dort nicht von der Krugkoppel nach links in den Leinpfad einbiegen. Dort müsse eine Aufstellfläche eingebaut werden, da stünden teilweise mehrere Fahrräder hintereinander. Autos würden dann mit Sicherheit über den Radfahrstreifen ausweichen, Gefährdungen wären programmiert.
Huch? Neulich konnte ich das. Gestrichelte Linie, keine Schilder.
Ich bin natürlich nicht auf dem Hochbord gefahren.
Redete man auf der Veranstaltung über den Fall, dass man auf dem Fahrradstreifen rechts fährt und dann nicht nach links kommt? -
Frage 11: An der schönen Aussicht, gibt es da noch Parkplätze alsterseitig?
„Nein, deshalb heißt es ja schöne Aussicht.“
You made my day.
Da Hamburg mal zu Frankreich gehörte (Département 128 Bouches-de-l'Elbe), gibt es auch eine Straße Bellevue. Die liegt ebenfalls an der Alster. ;-))
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Frage 9: Zur Parkplatzvernichtung. Es stünden dort ganz viele abgestellte Parkplätze zum Verkauf oder mit Reklame herum. Könne man die maximale Parkzeit nicht auf vier Stunden begrenzen?
Die Anregung werde man mitnehmen und bei der Polizei erfragen.
Wow. Geht es dieser Pest endlich an den Kragen?
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Hm, da könnte was dran sein. Als Direktkandidat duelliert sich das Bürschchen mit der SPD-Novizin Dorothee Martin (in meinem Wahlkreis
), nachdem der Platzhirsch Dirk Fischer (Verkehrsausschuss!) nicht mehr kandidiert (aber auf Plakaten durchaus noch präsent ist). Er steht auf Platz 4 der Landesliste, dürfte also tatsächlich reinkommen.
Wenn ich mir die anderen CDU-ler im Verkehrsausschuss so anschaue, dann dürfte er sich erstmal hinten anstellen, denn mein spezieller Freund Michael Donth kandidiert wieder, und der Obmann, Ulrich Lange aus Nördlingen, auch. Falls die CDU/CSU kein spezielles Trainee-Programm auf ihn zuschneidet, dürfte er zunächst nicht viel zu melden haben.
Andererseits mag es sein, dass er deswegen um so lauter kräht. -
Seit wann ist Ploß Bayer?
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Grrr - und vor dem Abschicken sah das ganz anders aus, ohne diese Bilder, ...
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Alles anzeigen
Off-topic:
1. Auf "Antworten" klicken.2. Im erscheinenden Editor des Antworten-Fensters auf das Zitat-Symbol klicken, siehe Screenshot:
3. Im erscheinenden Overlay-Fenster Autor und Quelle angeben (freiwillig), siehe Screenshot:
4. Auf "Speichern" klicken.
5. Zitat einfügen, fertig
/off-topic
Danke - wieder was gelernt. Ich bin nie auf die Idee gekommen, dass man das so machen könnte, weil ich bisher immer die URL und das Zitat einzeln reinkopiert habe.
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Epaminaidos hat ja nicht behauptet, dass die genannten Dinge Vorteile »fürs Volk« haben.
Aber es gibt ja noch Monsanto, Bayer, Herrn Soros, die Leiharbeitsfirmen, die Rüstungsindustrie, ... -
Das ist das Ding, das im Mopo-Artikel ganz oben steht, richtig.
Und der hiesige Zitat-Button nützt mir da doch nix, oder?
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Ich habe dem Mopo-Chefredakteur gerade eine längere Mail geschrieben.
Er hetzt in unverantwortlicher Weise Ihre Leser gegen Radfahrer und die als »Alleinschuldigen« benannten Parteien SPD und Grüne auf und lässt dabei entscheidende Informationen weg bzw. verzerrt sie geradezu grotesk.
1.
Der Vorschlag, die gegenwärtige Regelung in diesem Straßenzug aufzuheben, stammt von der Polizei.
2.
Diesem Vorschlag haben ALLE Parteien zugestimmt (Sie erwähnen sogar »einstimmig«), auch die des sich hier echauffierenden Herrn Ploß.
3.
Die gegenwärtige Regelung ist nicht nur eine »Hamburgensie«, sondern sie ist wegen der Art der angebrachten Beschilderung unzulässig, weil diese der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung (StVO-VwV) widerspricht. Im Abschnitt »Zu den §§ 39 bis 43 ...« heißt es unter III. 14.:
Sollen Verkehrszeichen nur zu gewissen Zeiten gelten, dürfen sie sonst nicht sichtbar sein. Nur die Geltung der Zeichen 224, 229, 245, 250, 251, 253, 255, 260, 261, 270.1, 274, 276, 277, 283, 286, 290.1, 314, 314.1 und 315 darf stattdessen auf einem Zusatzzeichen, z. B. "8-16 h", zeitlich beschränkt werden. Vorfahrtregelnde Zeichen vertragen keinerlei zeitliche Beschränkungen.
Das bedeutet: Das Verkehrszeichen 267 »Verbot der Einfahrt« darf von Süden aus nur zwischen 4 und 12 Uhr, von Norden aus nur zwischen 12 und 4 Uhr zu sehen sein.
Diese Bedingung trifft nur auf das Nordende und Südende sowie auf einige große Kreuzungen und Einmündungen zu, nämlich dort, wo die Schilder in Kästen aus- oder eingeblendet werden.
An vielen anderen Stellen hängen aber Blechschilder mit VZ 267, auch 209 bis 212 und dem Zusatzschild »nur von 4 bis 12 Uhr« bzw. »nur von 12 bis 4 Uhr«.
Das ist verboten und wurde seit Jahren nur noch geduldet, warum auch immer. Wenn aber irgendetwas an dieser Straße gemacht wird, und sei es die Sanierung einer Kreuzung, dann ist mit der gegenwärtigen Regelung Schluss.
4.
Die Polizei hat also gute Gründe, die Abschaffung dieser Vorschriftswidrigkeit vorzuschlagen.
Angesichts dessen ist es unverantwortlich, wie die Materie im genannten Artikel dargestellt wird.
Hinzu kommen noch drei Dinge, die von mangelnder Sachkenntnis zeugen.
5.
Der Straßenzug ist KEINE Einbahnstraße. Das hat man mir im Studium schon vor über 30 Jahren beigebracht. Es handelt sich um eine sogenannte »unechte Einbahnstraße«, die dadurch entsteht, indem man von der einen Seite die Einfahrt verbietet.
Aber - und das ist der entscheidende und beim genannten Straßenzug auch höchst nervige bis gefährliche Punkt - aus jeder Hofeinfahrt, aus jeder Garage an diesem Straßenzug dürfen Sie zu jeder Tageszeit IN BEIDEN RICHTUNGEN fahren, also auch in der von außen nicht freigegebenen Richtung - bis zur nächsten Einmündung, an der Sie das Schild 267 sehen.
Sie können das wunderbar anhand der am Fahrbahnrand rechtsseitig geparkten Fahrzeuge sehen, die nach dem Richtungswechsel zwangsläufig linksseitig und in der Gegenrichtung stehen. Wer also um 11 Uhr Richtung Süden parkt und um 13 Uhr zu seinem Fahrzeug zurückkommt, sieht sich einer zweispurig anrollenden Fahrzeugmenge gegenüber. Er darf dieser Menge entgegenfahren - obwohl sicherlich 99 % aller Fahrer dieser Autos glauben (und sich darauf verlassen), dass Ihnen niemand entgegenkommen darf.
6.
In diesem Straßenzug, den ich zwar nicht täglich, aber häufig befahre, ist man über weite Strecken sowieso nur einspurig unterwegs, weil nämlich das Parken am Fahrbahnrand erlaubt ist. Man muss also gegenwärtig ständig aufpassen, dass sich niemand in die acht Meter Lücke zum Vordermann reindrängelt oder ein LKW nach dem Entladen wieder anfährt und so weiter. Da ist eine Neuregelung nach dem Prinzip »Eine Fahrspur pro Richtung, dazu Fahrradstreifen und irgendwas als Ladezone« besser. In dem Moment, in dem die katastrophalen und völlig unzumutbaren Radwege entfernt werden, ist dafür auch genügend Platz. Das genannte Prinzip mag auf den ersten Blick unwahrscheinlich klingen, aber in Paris hat man genau das gemacht und festgestellt, dass der Verkehr flüssiger läuft als vorher. Grund: Da parkt keiner mehr »in zweiter Reihe«.
7.
Wenn der Straßenzug ganztägig in beiden Richtungen befahrbar ist, dann müssen sich nicht mehr die Autofahrer in der »falschen« Richtung irgendwelche Schleichwege durch den Hofweg/Mühlenkamp oder entlang der Alster suchen. Diese Gebiete werden aufatmen.
Ich bitte Sie also: Setzen Sie jemanden auf das Thema an bzw. befragen Sie jemanden, der die StVO und die VwV kennt, und nehmen Sie die Radfahrer aus der Schusslinie. Die müssen viel zu oft als Sündenböcke herhalten, und zum Dank werden dann noch Baumaßnahmen, bei denen beispielsweise für 5 Millionen Euro die Fahrbahndecke saniert und für 100.000 Euro die Radwege auf dem Hochbord von Asphalt auf 10x20er Betonsteine umgebaut werden, mit 5,1 Millionen Euro aus dem Topf für Radverkehrsförderung finanziert.
Zeigen Sie Ihren Lesern die verbotenen Blechschilder, zeigen Sie die Linksparker in der Gegenrichtung, zeigen Sie die notwendigen Slalomfahrten und zeigen Sie auch das Verkehrschaos auf den Ausweichstrecken. -
Katastrophaler Artikel in der Mottenpest:
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Ja, wir haben direkt gesehen, wie Scheiben zerbarsten, Parkautomaten herausgerissen, Bankautomaten zerschlagen, Straßenschilder abgebrochen und das Pflaster aufgerissen wurde.
Wir haben aber auch gesehen, wie viele Tage in Folge völlig unverhältnismäßig bei jeder Kleinigkeit der Wasserwerfer zum Einsatz kam. Wie Menschen von uniformierten und behelmten Beamten ohne Grund geschubst oder auch vom Fahrrad geschlagen wurden.
Tagelang.
Dies darf bei der Berücksichtigung der Ereignisse nicht unter den Teppich gekehrt werden.
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Zum Höhepunkt dieser Auseinandersetzung soll in der Nacht von Freitag und Samstag nun ein „Schwarzer Block“ in unserem Stadtteil gewütet haben.
Dies können wir aus eigener Beobachtung nicht bestätigen, die außerhalb der direkten Konfrontation mit der Polizei nun von der Presse beklagten Schäden sind nur zu einem kleinen Teil auf diese Menschen zurückzuführen.
Der weit größere Teil waren erlebnishungrige Jugendliche sowie Voyeure und Partyvolk, denen wir eher auf dem Schlagermove, beim Fußballspiel oder Bushido-Konzert über den Weg laufen würden als auf einer linksradikalen Demo.
Es waren betrunkene junge Männer, die wir auf dem Baugerüst sahen, die mit Flaschen warfen – hierbei von einem geplanten „Hinterhalt“ und Bedrohung für Leib und Leben der Beamten zu sprechen, ist für uns nicht nachvollziehbar.
Überwiegend diese Leute waren es auch, die – nachdem die Scheiben eingeschlagen waren – in die Geschäfte einstiegen und beladen mit Diebesgut das Weite suchten.
Die besoffen in einem Akt sportlicher Selbstüberschätzung mit nacktem Oberkörper aus 50 Metern Entfernung Flaschen auf Wasserwerfer warfen, die zwischen anderen Menschen herniedergingen, während Herumstehende mit Bier in der Hand sie anfeuerten und Handyvideos machten. -
Eine Idee aus der Schweiz:
40% der Etappen werden zu Fuss zurückgelegt. Trotzdem steht den Fussgängerinnen und Fussgängern nur wenig Platz zu. Damit nicht genug. Man braucht nicht weit zu gehen und schon stehen Fahrzeuge auf dem Trottoir. Das ist unhaltbar.
Platz Da! Weile mit Eile
Es ist unverständlich, dass ein grosser Teil des öffentlichen Raums für den motorisierten Individualverkehr (MIV) reserviert ist. Personenwagen schneiden bezüglich Flächeneffizienz von allen Verkehrsmitteln mit Abstand am schlechtesten ab. Um den Strassenverkehr nicht zu behindern, weichen Autofahrende zum Anhalten häufig auf das Trottoir aus - ohne Rücksicht auf Fussgängerinnen und Fussgänger. umverkehR macht mit einer Aktion darauf aufmerksam: Direkt neben den Autos auf dem Trottoir spielen AktivistInnen auf der Fahrbahn «Eile mit Weile».(Tante Vicky weiß zu diesem Spiel: Eine Besonderheit des Eile mit Weile ist, dass die Mitte häufig aus einem Bild einer Herberge oder Stadt besteht und das Spiel so den Weg von Zuhause in die Stadt oder Herberge darstellt. Es hiess früher nicht nur Eile mit Weile sondern auch Der Weg zur Herberge, Mit Bedacht zum Ziel oder Immer vorwärts.)