Ich habe heute dort mal meine Einweihungsrunde gedreht. Anfahrt standesgemäß ab Abaton durch den Grindelhof (Leuchtmelder »Danke« vor der Talmud-Tora-Schule, denn ich war langsamer als 30 km/h, dann in der Hochallee den Radstreifen teils genossen, teils gemieden, denn ein rundes halbes Dutzend Fahrzeuge parkte im Wesentlichen auf der Fahrbahn, aber eben mit den rechten Rädern in der Spur oder auf dem Strich, und wenn da Zementsäcke vom LKW in Richtung Bordstein entladen werden, dann halte ich meinen Schädel lieber nicht da hin (trotz Helm). Dann Eppendorfer Baum zum Klosterstern, Spur frei, weil ein Mini so schnell, wie er 20 Meter vor mir rückwärts ausparkte, auch vorwärts Vollgas gab. Im Kreisel ein Handwerkermobil, der unbedingt noch überholen musste, bevor er in die Rothenbaumchaussee abbog (ich musste nicht bremsen), der Rest war hindernisfrei. Dann wieder Eppendorfer Baum bis Eppendorfer Landstraße und zur Kellinghusenstraße. Autofahrer alle nett.
Und ich habe gelernt: Wenn man in einen Kreisverkehr eine ringförmige, gelegentlich unterbrochene Struktur von Mini-Bordsteinkanten (etwa 3 bis 5 mm erhöht) einlässt und direkt daneben eine weiße Linie aufbringt, dann ist das legal??? Es ist jedenfalls ein Witz.
Ich habe den Eindruck, dass alle noch dabei sind, sich an die Chose zu gewöhnen, und entsprechend aufmerksam und vorsichtig fahren. Aber wenn sich das erstmal eingespielt hat oder sich neben einem Stau im Kreisel die Chance bietet, rechts über die Radspur kurz abzubiegen ...