Beiträge von Fahrbahnradler

    Der Abendblatt-Artikel geht ja runter wie Öl:

    »Auch Linke, SPD und Grüne werfen Thering vor, ständig alles aus Prinzip zu bemängeln und sich dabei selbst zu widersprechen. Heute kritisiere er Raser und morgen Radaranlagen; einmal schimpfe er über kaputte Straßen, dann über Baustellen – das könne niemand ernst nehmen. Politikwissenschaftler Wiesendahl sieht einen anderen Grund dafür, dass die CDU mit Verkehrspolitik nichts reißt: „Die Leute erinnern sich, wie der Beust-Senat die Stadt hat vergammeln lassen und nichts in den Erhalt investiert hat.“ Das sei ja auch keine Option.«

    Genauso sieht es nämlich aus. Selbst bei den Läden die eigene Parkplätze haben (z.B. Edeka) muss man – wenn man wieder in die gleiche Richtung weg will – zumindest einmal um viele Ecken fahren denn direkt links abbiegen ist auf der sechsspurigen Straße einfach nicht drin.

    Und Seitenstraßen werden bestimmt nicht weiter belastet – genauso wie es Fahrbahnradler geschrieben hat. Der Kandidat am weitesten oben wäre höchstens der Eilbeker Weg (zweispurige Einbahnstraße Richtung Osten). Die ist aber auch heute schon gut befahren und hat eine schlechte Radinfrastruktur, schlimmer wird's da nimmer.

    Die Hasselbrookstr. im Süden ist in wenigen Teilen mWn eine Tempo 30 Zone (die man bestimmt noch weiter ausbauen könnte wenn man denn will) und funktioniert derzeit (mit der Baustelle an der S Landwehr) gut im Mischverkehr. Diese explizit als Umfahrung zu nutzen machen bestimmt einige, bietet sich aber aufgrund der Ampel- und Kreuzungsgestaltung nur bedingt an.

    Der Eilbeker Weg ist eigentlich keine »Seitenstraße«. Die Wilhelmsburger Reichsstraße würde man ja auch nicht als Seitenstraße zur A255 ansehen. Dieser Weg ist ebenso wie in Gegenrichtung Eilbekstraße/Eilenau eine Parallelstraße, die als Durchgangsstraße angelegt ist. Unter »Ausweichen in die Seitenstraßen« fiele für much etwa: Conventstraße - Papenstraße oder in Gegenrichtung Börnestraße - Schellingstraße.

    Hallo,

    Idee: 2 Videos

    1x nach StVO mit Darstellung und Zählung der Gefahrstellen

    1x auf der Fahrbahn mit Darstellung und Zählung der Gefahrstellen. Gerne zur HVZ.

    Eigentlich müsste es ja beim ersten Video »nach Beschilderung« heißen ... ;)

    Die benötigte Zeit sollte hervorgehoben werden. Vielleicht kann man ja die Videos in Parallelmontage synchron laufen lassen. Wer zuerst ankommt, kann dann gerne »Ick bün al hier« rufen, das sollte im Großraum Stade/Buxtehude bekannt sein ;)

    Schon klar. Und danach schreibt einer "Lebensmüder Fahrrad-Aktivist fordert: Hier sollen Radfahrer künftig auf der Straße (sic.) fahren!"

    Aber man könnte sicherlich eine Route über die besonderen Absurditäten zusammenstellen, wo selbst autofahrende Journalisten merken, dass das so nicht funktionieren kann.

    Du schriebst doch im Haßloch-Thread, dass im Februar Heiner Monheim bei Euch in Stade bei einem Workshop ist. Reicht die Zeit für einen Ausflug mit Presse? Oder wenn jemand eine Fahrt stur nach Vorschrift mit Helmkamera abgefilmt hat und das dann vorführt?

    Was kann die Presse dann schreiben? »Verkehrsplaner: Stader Radwege sind unzulässig und lebensgefährlich«?

    Erst dann, wenn Verkehrsexperten von Oppositionsparteien abends bei grüner Ampel über die Straße wollten und von einem der Raser übergemangelt wurden, deretwegen jetzt Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden.

    Und dann die Idee, bei Stau in der Wandsbeker Chaussee würden Autofahrer in »Seitenstraßen« ausweichen ... irre - denn die enden ja alle im Nichts oder der Sackgasse oder lassen keinen Rückweg auf die Wandsbeker Chaussee in der ursprünglichen Fahrtrichtung zu.

    P.S.: Hat den umliegenden Gewerbetreibenden mal jemand gesagt, dass der »gut fließende Verkehr« an ihnen vorbeirauscht?

    Nein, gab es noch nicht. Das Problem ist, dass vermutlich auch bei der Presse niemand versteht, was ich will. "Radfahrer fördern" heißt hier "Radwege bauen/verbessern". Dass alleine die Existenz der gezeigten Radwege das Problem darstellt, werden die wohl auch nicht begreifen.

    Mit Pressefahrt meine ich: Journalisten aufs Rad, und dann sollen die da mit Dir eine Tour fahren. Auf eigene Gefahr natürlich.

    Bei den Fragen bitte "... wie viele davon bei einer linksseitigen Führung" ergänzen.

    Passend dazu: Sperrung der Südschnellweg-Brücke führt zu langem Stau

    Autofahrer belasten Brücke über Gebühr, Brücke wird gesperrt. Öffentlicher Personennahverkehr verzichtet auf seine Vorrangschaltungen, um Autofahrern einen Gefallen zu tun. Vielleicht kann man in Bussen und Straßenbahnen noch einen Hut herumgehen lassen, um für die Sanierung der Brücke zu sammeln?

    Wir lernen aus Hannover: ÖPNV gehört nicht zum »allgemeinen Interesse«.

    Ja schau einer an ... und gestern habe ich noch, im 5er Bus von der Stabi zum Stephansplatz sitzend und die Radspur an der Edmund-Siemers-Allee betrachtend, gedacht: Da sollte sich mal die Fahrradstaffel aufstellen und darauf achten, dass jeder, der auf der rechten Kfz-Spur fährt, beim Überholen eines Radfahrers auch mal wirklich die 1,50 Meter einhält ...

    An die Adresse des Herrn Thering: Die 1,50 dürften aber auch bei einem Radweg auf dem Hochbord gelten ... also nix mit Radweg direkt an der Bordsteinkante ...

    Der ist doch nicht fahrbahnbegleitend und verläuft dort nur zufällt parallel. Das Blauschild verbietet hier lediglich dem Kraftverkehr, diesen Verkehrsweg zu benutzen. Was man ja schließlich auch an den eingefahrenen Spurrinnen erkennen kann... :P

    Nein, halt! Bessere Variante: Das Blauschild bezieht sich auf den unbefestigten Pfad daneben! :D

    Dieses Blauschild ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass damit eigentlich »dieser Weg darf nur von Radfahrern und Fußgängern benutzt werden« gemeint ist. Das Problem ist die Benutzungspflicht, die in der StVO mit diedem Schild verknüpft wird.

    Es ist schade, dass man sich als Bürger nicht auf das Instrument der Ersatzvornahme gegen eine handlungsunwillige / handlungsunfähige Verwaltung berufen kann: »Sie haben das Schild ... nicht abgehängt, obwohl Sie sich dazu am ... verpflichtet hatten. Daher habe ich es demontiert und halte es zur Abholung bereit. Dafür berechne Ihnen dafür pauschal 100 Euro, zahlbar binnen zwei Wochen. Bei Nichtzahlung werde ich meine Einkommensteuerzahlung entsprechend kürzen. Mit freundlichen Grüßen ...«

    die Aufzählung umfasst alle möglichen "konsumptiven" Geräte (ich schaue etwas an, richte den Blick aufs Gerät) und interaktiven Geräte (ich klicke, wische, drücke mit mehr als einer Taste)...

    Und man stellt der unvollständigen Liste noch davor, dass sie eben wegen des fortschritts der Technik offen sei.

    Und ausgerechnet dann erwähnt man in keinem Punkt die Kamera? Finde ich komisch.

    Andererseits lässt sich ein Kameraverbot vermutlich auch herleiten über die Bedienung.

    Wenn ich einen billigen MP3-Player im Ohr habe, der über kein Display, sondern nur 2 Tasten verfügt, darf ich den dann auch nicht nutzen. Oder?
    Und dann müsste die Konsequenz sein: nee, MP3-Player nicht, also auch Kamera nicht. beides technische Geräte und du sollst nicht drücken und gar nicht ablenken, also: lass sein. oder wie?

    Mich irritiert: Man hat mp3-Player aufgenommen (jede Bauart, incl. iPod Shuffle, die man blind mit einem Knopf bedienen kann), weil anfangs ein paar Schlaue gesagt haben "ätsch, das ist kein iPhone, das ist ein iPod".

    Andererseits ist eine Kamera keine "Unterhaltungselektronik", sondern ein Arbeitsmittel, ein Werkzeug.