Beiträge von hugo790

    Gehört Werbung auch hierhin?

    Zitat

    Irgendwann kommt der Moment, vor dem es viele Eltern graust: Wenn man seinen Kindern erklären muss, dass sie im Verkehr immer schön aufpassen müssen, damit es keine folgenschweren Unfälle gibt.


    Passend dazu:

    Mich erinnert die Diskussion sehr an einen Sportverein, dort war ich im Vorstand:
    Ein Mitglied kam regelmässig leicht alkoholisiert in den Verein, trank dort über den Tag verteilt auch mal 20 Bier und setzte sich danach ins Auto.

    Für mich war es selbstverständlich das Thema anzusprechen. Geerntet habe ich aber nur heftige Kritik, von das geht mich nichts an, bis hin zu Blockwart-Beschimpfungen von einem sonst sehr ruhigen Familienvater.

    Am Anfang ging es mir nur darum, _was_ wir tun. Von keinen Alkohol mehr verkaufen, über Auto-Schlüssel wegnehmen, wenn er zuviel getrunken hat, Ausschluss aus dem Verein oder der Polizei einen Tip geben. Für mich war es dann aber der Anfang vom Ende. Erst wurde ich dazu gedrängt den Vorstandsposten zu räumen und dann, wegen einem sehr ähnlichen Vorfall (Rauchen in geschlossenen Räumen bei öffentlichen Veranstaltungen während Kinder anwesend sind) wurde ich gebeten, den Verein zu verlassen. Dem hat man dann noch mit einer Morddrohung nachgeholfen.


    Der Rotlichtverstoß wurde von Dir beobachtet, hat Dich selber aber nicht gefährdet?


    Richtig. Nur der Vorfahrtverstoß vorher hat mich behindert. Beides führe ich auf gedankenloses Fahren zurück. Deswegen kam ich überhaupt auf die Idee. Und reine Vorfahrtverstöße anzuzeigen, mache ich nicht. Das wären mir zuviele.

    Ich bitte nochmal um eure Einschätzungen:
    Gedankenloser Fahrer (Lieferwagen) nimmt mir die Vorfahrt (einfach weil er nicht geschaut hat), schläft danach beim Fahren halb ein und bremst dann viel zu spät bei einer rot werdenden Ampel. Das merkt er auch selbst, also fährt er doch noch drüber, bei rot.

    Er will mir also nichts böses und normalerweise ist es ja besser zu langsam als zu schnell unterwegs zu sein.

    Ihr habt den Rotlichtverstoß auf Video. Würdet ihr sowas anzeigen?

    In Köln gibt es jede Menge Leihräder der deutschen Bahn. Die werden sogar recht häufig genutzt.
    Schlimmer gehts natürlich immer. Bin immer wieder froh in Köln zu sein, wenn ich in Leverkusen war.
    In Köln gibt es kein Konzept. Jeder Sachbearbeiter ist auf sich gestellt. Für einzelne Stadtbezirke werden jetzt Konzepte erarbeitet. Aber jeweils unabhängig voneinander.

    Ansonsten wird noch viel bei den Bezirksvertretungen beschlossen. Freigaben von Einbahnstraßen oder ähnliches werden dort diskutiert. Oder auch ob Radwege zurückgebaut werden. Das hängt dann viel von den jeweiligen Politikern im entsprechenden Bezirk ab.

    Jetzt z.B. in meinem Bezirk wurde vor einigen Jahren beschlossen, dass eine U-Bahn-Station behindertengerecht gestaltet werden soll. Dazu gehört ein Aufzug. Wegen der hohen Anzahl an Fahrgästen zwei. Zwei Aufzüge und zwei Radwege haben aber keinen Platz. Also wird der Radweg auf der einen Seite zurückgebaut und dafür ein Schutzstreifen angelegt. Auf der Seite sieht es also so aus:
    1 kein Radweg
    2 linksseitiger Radweg mit Benutzungspflicht
    3 kein Radweg
    4 Radweg ohne Benutzungspflicht
    5 Radweg mit Benutzungspflicht
    6 Schutzstreifen
    7 Radweg ohne Benutzungspflicht
    8 kein Radweg
    9 Schutzstreifen
    10 kein Radweg
    11 Radweg mit Benutzungspflicht

    Auf 1,2 km. Also im Schnitt alle 100 Meter eine Änderung. (Unter der optimistischen Annahme, dass der neue Schutzstreifen die zwei bestehenden Radwege verbindet. Tut er das nicht, hätte obige Liste zwei Punkte mehr.)

    Hab ich schon erwähnt, dass ein anderer Sachbearbeiter die Benutzungspflicht im Belastungsbereich 1 der ERA mit Stetigkeit begründet?

    Meine Postings kennst du ja auch etwas, oder? Ich bin ja auch aus Köln.
    Eigentlich wollte ich heute eine Runde fahren, habe aber lieber 6 Anzeigen und zwei weitere Schreiben an die Stadt Köln geschrieben. Manchmal hat man einfach die Schnauze voll.

    "Ich muss meine Kinder aus dem Kindergarten abholen."
    Da bin ich mit dem Gegenverkehr zusammengestossen. Der hat mindestens 4 Fahrzeuge am Stück in der 30er Zone überholt. (angezeigt, aber nichts mehr davon gehört)

    "Was fahren Sie auf der Straße, fahren Sie dort" (sinngemäß) und zeigt auf den Gehweg. Das Strafverfahren läuft noch.

    Nach einem beinahe-Auffahr-Unfall hat mal ein Busfahrer mit mir geschimpft, warum ich halten würde. An einer roten Ampel.

    "Ich parke sonst immer in einer Tiefgarage", nachdem er eine lange Mercedes-Tür (>1m) komplett(!) aufgerissen hat. Ich war gerade beim Schulterblick, weil ich nach links wollte und bin an der Tür hängengeblieben. Hat ihn meine ich 400 Euro gekostet und die Höherstufung in der Versicherung.

    Als es meine Frau erwischt hat, hat die Unfallgegnerin nichts gesagt. Kein einziges Wort. Sie ist auch im Auto sitzen geblieben, als meine Frau am Boden lag. Später ist sie zwar (auf Krücken) ausgestiegen, hat aber keinen Ton von sich gegeben. Auch später nicht. Dafür hat sie den Führerschein freiwillig abgegeben, damit die Strafe geringer ausfällt. Ich meine das waren dann um die 200 Euro.

    "Sie sind bei rot gefahren" hatte mal eine Frau bei mir als Begründung genannt.

    In Wirklichkeit:
    Ich kam von unten an eine T-Kreuzung und bin links abgebogen. Dazu habe ich gewartet, bis die Autofahrer von rechts rot haben (und ich grün).

    Die Frau hat kurz nach der Kreuzung ebenfalls gewartet, bis die Autofahrer von rechts rot haben, um dann mit richtig Schwung möglichst schnell rückwärts auszuparken. Denn mehrere Bäume versperrten ihr die Sicht. Und wenn die von rechts rot haben, kann ja keiner kommen....

    Ich habe mir vor ein paar Jahren ernsthaft überlegt, mein Fahrrad zu verkleiden. Macht man es in dieser Art, könnte das einen Effekt auf die anderen Verkehrsteilnehmer haben:

    Insbesondere weniger Luftwiderstand, dadurch höhere Geschwindigkeiten waren für die Überlegung relevant. (Ja, ich weiss, das erreicht man bei dem gezeigten Bild nicht.)

    Achja, Kers würde ich auch gerne haben. Man tritt an der Ampel einfach weiter und hat die in der Zeit gespeicherte Leistung direkt bei grün verfügbar.

    Eine Federung empfiehlt sich eigentlich auf gar keinen Fall. Nachts wirst du sowieso keine Kennzeichen oder besseren Details finden, weil die Kamera jedes einzelne Bild deines Filmes zu lange belichtet, als dass da solche Details akkurat abgebildet werden könnten. Da allenfalls ein Bildstabilisator gegenwirken, aber auf keinen Fall eine Federung. Damit sorgst du ja nur dafür, dass die Kamera bei jeder Unebenheit im Boden zu schwingen anfängt und die Aufnahme versaut.

    Danke für die Hinweise. Damit habe ich das Video hier gefunden, da sieht man genau, was ich meine:

    Das Problem ist erkannt, jetzt muss es nur noch gelöst werden.

    Ich nutze ja ein Samsung Galaxy S3 als Kamera. Ansich macht das Handy tagsüber ordentliche Bilder, wenn der Asphalt ok ist.

    Nachts auf Radwegen mit Pflastersteinen kann man aber die Aufnahmen vergessen. Jedes Bild ist verwackelt. Das Lesen von Kennzeichen ist nahezu unmöglich. Bei Youtube findet man von anderen Videos mit dem gleichen Problem. Eigentlich ist die Kamera dann immer fest am Fahrrad montiert, und nicht am Helm.

    Ist das mit teuren Kameras auch so? Oder gibt es Halterungen für den Lenker die federn? Ich bin schon am überlegen ob eine Halterung mit einem Schwanenhals etwas bringt oder ob sie mehr schadet als nützt.

    Die Software selbst (dailyroads) finde ich sehr gut. Es werden X Videos mit je max. Y Minuten Länge aufbewahrt. Gestartet wird mit einem Klick, mit einem weiteren beendet. Ein Klick während der Laufzeit sorgt dafür, dass das Video dauerhaft aufbewahrt wird.

    Die Zeitspanne zwischen "Tat" und" Verfahren" kann durchaus mal 1 Jahr betragen.

    *hust*

    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass zwischen einer Hausdurchsuchung und der Zeugenvernehmung 3,5 Jahre liegen können. Ok, da ging erst der ermittelnde Beamte in Ruhestand, dann der ermittelnde Staatsanwalt und zwei junge Leute mussten sich in das Verfahren einarbeiten. Aber 3,5 Jahre! Bei einer Verjährungsfrist von 5 Jahren ist das rechtlich zwar noch ok, aber so genau kann man sich nach 3,5 Jahren auch nicht mehr erinnern.

    So im Nachhinein frage ich mich, was passiert, wenn ich einem Polizeibeamten mal mitteile, dass ich ihm gleich "Eine gebe"...


    Ich wollte mal jemanden anzeigen, der mich verfolgt und auf einer Tankstelle am Hals gewürgt hat (weil ich, damals im Auto, ausserorts einmal kurz Lichthupe gegeben habe, ohne dicht aufzufahren).

    Der erste Polizist wollte die Anzeige nicht aufnehmen, ich sei nicht verletzt -> keine Körperverletzung. Schmerzen beim Würgen zählen nicht. Ich hab ihn dann gefragt, was er machen würde, wenn ich ihn jetzt genauso würge. Er hat damit gedroht, mich festzunehmen.

    Zum nächsten Polizist. Der hat die Anzeige aufgenommen und gleich eine gegen den ersten Polizisten. Der erste Polizist (der alleine im Raum war) hat dann behauptet, er war mit einem Kollegen im Raum und hat mir die Anzeige beim Spezialisten für Körperverletzungen am Folgetag empfohlen und damit war ich einverstanden -> Verfahren eingestellt.

    Der Halter des Fahrzeugs konnte übrigens, trotz videoüberwachter Tankstelle und einer Zeugin, dem Staatsanwalt glaubhaft versichern, dass das Fahrzeug die ganze Zeit auf einem Parkplatz stand -> Verfahren eingestellt.

    Deswegen hab ich von der Stadt Köln für mehrere Straßen schriftlich, dass sie auf die Einrede der Verjährung verzichten. Ausserdem steht in dem Brief, dass sie nicht an einer Klageabweisung aufgrund einer Verjährung interessiert sind, sondern an einer sachgerechten Entscheidung (oder so ähnlich).

    Wird aber eine Baustelle eingerichtet, die den Gehweg vollständig versperrt, dann muss das natürlich bei der Straßenverkehrsbehörde angemeldet werden.


    Das bedeutet noch lange nicht, dass es auch getan wurde. Genau wie viele falsch parken, richten manche Baustellen ohne Genehmigung ein.

    Bei über der Hälfte aller Anfragen bzgl. Baustellen an die Stadt Köln, erhielt ich als Antwort, dass es laut deren Unterlagen keine Baustelle gab. Die Baustelle war also illegal.

    Zitat

    Dann muss sie aber die Frage beantworten können, weshalb diese hundert Meter keine außergewönliche Gefahr sind, wohl aber das allgemeine Radeln auf der Fahrbahn. Da sehe ich erhebliche Argumentationsschwirigkeiten :)


    Bei der letzten Klage, die ich eingereicht habe, geht es genau darum:
    Eine Bushaltestelle wurde mitten auf den Radweg gebaut. 99% der Radfahrer fahren verbotenerweise über den Geh, die anderen 1% sind schon auf der Fahrbahn. Mit welcher Begründung ist vor/nach der Haltestelle eine Benutzungspflicht zwingend notwendig, aber in Höhe der Haltestelle wurde der Radweg zurückgebaut?

    Bisher hat die Stadt nichtmal versucht es zu begründen. Das gleiche hatte ich schon bei einer anderen Klage. Da haben sie es auch nicht versucht zu begründen, sondern die Benutzungspflicht aufgehoben.

    Zitat

    Übrigens fahre ich auch bei jedem Auto, jedem Mülleimer oder sonstigem Hindernis das ich auf dem Radweg erkenne, sofort auf die Fahrbahn. Das ist legal und kommt ständig vor. Was also soll eine Radwegebenutzungspflicht?


    Bei Hindernissen auf dem Radweg klar. Aber bei einem Hindernis auf dem Gehweg? Das ist nicht so klar.

    Wenn massenweise Fußgänger auf dem Radweg sind, ist es auch wieder klar. Wobei das nicht alle so sehen:
    Bei einer Polizeikontrolle auf dem Radweg bin ich in Sichtweite der Polizei auf die Fahrbahn ausgewichen und bekam prompt ein Ticket. Bezahlt habe ich das letztlich natürlich nicht.