Die Tabelle geht leider nur bis zum Jahr 2005.
Nach deiner Logik würde eine Helmpflicht sogar zu mehr Todesfällen führen, da es einen kleinen Anstieg bei den getöten Radfahrern in Spanien gibt. Dabei gilt die Helmpflicht innerorts nur für U16 und außerorts. Das heißt die gestorbenen Radfahrer Ü16 innerorts werden ausgeblendet (wovon sicherlich auch ein Teil einen Helm tragen). Außerdem sagt die Statistik gar nichts darüber aus, ob es auch mehr Radfahrer als z.B. 2004 gibt. Was in Deutschland definitiv der Fall ist, in Spanien vermutlich auch. Die Stagnation könnte auch darauf zurückgehen, dass Getöte durch Helme reduziert wurden, auf der anderen Seite es aber auch mehr Getöte durch mehr verkehrende Rad- und Autofahrer gibt. Leider sind solche Statistiken, wenn man genau hinblickt, nicht so aussagekräftig.
Ich bin dabei, dass ein Helm schützen kann (dabei muss dieser ja noch geeignet sein und geeignet getragen werden, etwas was bei einer Helmpflicht wohl nicht überprüft wird). Allerdings glaube ich auch, dass die Anzahl der Unfälle nicht signifikant reduziert wird, da man selten auf den Kopf fällt. Für eine Reduzierung von Unfällen ist wohl ein sicherere Radinfrastruktur und Aufklärung für Rad- und Autofahrer viel sinnvoller (aber aufwendiger, weshalb solche Lösungen nicht so populär sind bei Politikern wie etwa eine populistische unseriöse Helmpflicht). Und nebenbei finde ich es auch sinnvoll, wenn dieser ständige Kulturkampf zwischen Rad- und Autofahrern mal aufhört. Mehr Sensibilität, dass hinter dem Steuer oder dem Lenkrad ein Mensch sitzt, würde für mehr Ruhe im Verkehr sorgen.
Also ich bin da deiner Meinung, Helmpflicht ist Unsinn, aber das ein Helm auch sinnvoll schützen kann, dass widerlegen deine Zahlen nicht wirklich.
Beiträge von molokoplus
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Die Tabelle geht leider nur bis zum Jahr 2005.
Nach deiner Logik würde eine Helmpflicht sogar zu mehr Todesfällen führen, da es einen kleinen Anstieg bei den getöten Radfahrern in Spanien gibt. Dabei gilt die Helmpflicht innerorts nur für U16 und außerorts. Das heißt die gestorbenen Radfahrer Ü16 innerorts werden ausgeblendet (wovon sicherlich auch ein Teil einen Helm tragen). Außerdem sagt die Statistik gar nichts darüber aus, ob es auch mehr Radfahrer als z.B. 2004 gibt. Was in Deutschland definitiv der Fall ist, in Spanien vermutlich auch. Die Stagnation könnte auch darauf zurückgehen, dass Getöte durch Helme reduziert wurden, auf der anderen Seite es aber auch mehr Getöte durch mehr verkehrende Rad- und Autofahrer gibt. Leider sind solche Statistiken, wenn man genau hinblickt, nicht so aussagekräftig.
Ich bin dabei, dass ein Helm schützen kann (dabei muss dieser ja noch geeignet sein und geeignet getragen werden, etwas was bei einer Helmpflicht wohl nicht überprüft wird). Allerdings glaube ich auch, dass die Anzahl der Unfälle nicht signifikant reduziert wird, da man selten auf den Kopf fällt. Für eine Reduzierung von Unfällen ist wohl ein sicherere Radinfrastruktur und Aufklärung für Rad- und Autofahrer viel sinnvoller (aber aufwendiger, weshalb solche Lösungen nicht so populär sind bei Politikern wie etwa eine populistische unseriöse Helmpflicht). Und nebenbei finde ich es auch sinnvoll, wenn dieser ständige Kulturkampf zwischen Rad- und Autofahrern mal aufhört. Mehr Sensibilität, dass hinter dem Steuer oder der Lenkrad ein Mensch sitzt, würde für mehr Ruhe im Verkehr sorgen.
Also ich bin da deiner Meinung, Helmpflicht ist Unsinn, aber das ein Helm auch sinnvoll schützen kann, dass widerlegen deine Zahlen nicht wirklich.
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Nicht nur das. Helmpflicht senkt auch noch nicht mal die Opferzahl. Aus Australien ist das v.a. durch die gründlichen Analysen von Dorothy Robinson aus den 90er Jahren bekannt, aber auch in Spanien -wo die Helmpflicht seit 2004 außerorts gilt- ist kein statistischer Schutzeffekt zu erkennen. Was die spanische Regierung allerdings nicht daran gehindert hat, die Daumenschrauben stetig weiter anzuziehen: seit 2014 gilt auch innerorts die generelle Helmpflicht für alle U16, und im Oktober 2026 wird die innerörtliche Helmpflicht auf alle berufsmäßig Radfahrenden ausgeweitet (Lieferdienste, Kuriere etc.). Des weiteren entfallen alle jetzt noch erlaubten Ausnahmen für die außerörtliche Helmpflicht ab Oktober 2026 (bei großer Hitze, steilen Anstiegen und Vorlage eines ärztlichen Attests). Helmloses Radeln steht mit einem hohen Bußgeld von 200€ quasi moralisch auf dem selben Level wie besoffen Auto fahren, so dass dadurch die Polizei sich aufgefordert sieht, unbotmäßigen Radlern konsequent auf die Füße zu treten. Die Salami wird so Scheibe für Scheibe immer kürzer.
Die Statistik nimmt doch nur getöte Radfahrer?
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Ich fahre fast immer mit Helm. Gegen eine Helmpflicht bin ich trotzdem. Dadurch wird das Radfahren weniger attraktiv. Die Leihradbetreiber würden wohl auch Konkurs gehen.
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Als Mitarbeiter einer Kommune im Radverkehr kann ich sagen: Petitionen werden wohl eher überbewertet. Die Petitionen können recht unterschiedlich sein, pro "Mehr Sicherheit im Radverkehr" oder "Gegen eine Fahrradstraße im Bereich X". Die meisten laden bei mir in der Schublade. Einerseits weil diese hanebüchene Lösungen haben, die nicht umsetzbar sind, andererseits weil diese nur einen gewissen Teil der Bevölkerung abbilden, bspw. die so genannten Nimbys. Je mehr Petitionen es gibt, desto mehr geht auch die Strahlkraft einer Petition verloren.
Wie das Bundestagsabgeordnete sehen, keine Ahnung. Schaden kann es sicherlich nicht und hier und da, hat sicherlich eine Petition auch mal geholfen. Ich glaube aber, dass Petitionen mittlerweile Überhand gewonnen haben und keine große Kraft haben. Aber es ist eben ein legitimes Mittel, seine Ungunst mitteilen zu können.
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Hallo!
Ich kann nur dazu raten, sehr rechtzeitig in die Fahrspurmitte zu fahren, nicht erst am Ende vom Strich.Man könnte den Strich schon deutlich vor der Verengung aufhören lassen. Oder besser gar keine "Schutz"-Streifen einrichten.
Ja das habe ich mir auch gedacht, der müsste früher enden und der "unerfahrene" Radfahrer würde dann auch etwas früher mittiger fahren und der Schutzstreifen wie er aktuell errichtet ist, würde nicht mehr so zum Schnellvorbeifahren von Autofahrern einladen.
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Hallo,
bei uns in der Stadt gibt es mehrere Verkehrsinseln. Dadurch verkleinert sich an einigen Stellen die Fahrbahn und der Schutzstreifen löst sich auf. Ich habe mal zwei Bilder beigefügt. Als Radfahrer will ich natürlich vermeiden, dass ein Kfz mich kurz vorher noch überholt, was auch bei anderen Fahrradfahrer*innen zu Angst führt. Ich halte dann den Arm aus und fahre relativ in der Fahrbahnmitte, damit mich niemand überholt.
Welche infrastrukturellen Elemente können bei Verkehrsinseln denn die Situation eigentlich entschärfen? Gibt es dafür mittlerweile Lösungen? Soweit ich weiß kann man mittlerweile auch Piktogramme anbringen, aber wirklich hilfreich ist dies ja nicht.