Die Einwohnerzahl
Beiträge von TheK
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Klingt wenig, ist aber bei etwa gleicher Pro-Kopf-Radfahrleistung und 1/14 der deutschen Bevölkerung […]
Jo, den Teil vergisst man immer: Das Land ist im Vergleich zu Deutschland und selbst zu den Niederlanden winzig. Und das schlägt sich massiv auf die Jahresfahrleistung nieder: In DE addiert sich das auf ungefähr 42 Mrd. km, in NL auf 16 Mrd. km, in DK dagegen nur spärliche 3 Mrd. km.
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Was bedeutet in so einem Fall Schrittgeschwindigkeit?
Auf dem Papier: 7 km/h Höchgeschwindigkeit, auch bei (wie in deinem Beispiel) zweifelsfrei erkennbar völliger Abwesenheit von Fußgängern. Macht in der Praxis natürlich kein Schwein.
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Für Autos besteht auch keine Gefahr, wenn Radfahrer Vorrang / Vorfahrt haben.
Aber das Ego der Autofahrer könnte schweren Schaden nehmen.
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Dem Fußverkehr oberste Priorität einzuräumen, noch vor dem Fahrradverkehr halte ich für richtig.
Außerorts ist Fußverkehr praktisch bedeutungslos – deswegen den Radverkehr übermäßig zu behindern oder völlig auszuschließen ist insofern unverhältnismäßig. Man kann von einem Radfahrer erwarten, dass er einen Fußgänger nicht übermäht – man kann aber von ihm nicht erwarten, kilometerweit Schrittgeschwindigkeit zu fahren, falls da doch jemand aus dem Gebüsch gesprungen kommt.
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Schon sind wir wieder bei Vorteil 2 der Kombispur, denn für Radfahrer gilt gleichzeitig eine besondere Sorgfaltspflicht aufgrund §10 ("...von einem anderen Straßenteil auf die Fahrbahn einfahren") -> Niemand hat Vorrang, beide müssen aufpassen

"Niemand hat Vorrang" heißt in der Praxis, die Autos haben Vorrang – denn für die besteht ja keine Gefahr.
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Es fühlt sich mehr so an, als würden Autos auf dem "Radweg" rechts abbiegen und nicht so, als würden Radfahrer auf der Rechtsabbiegespur geradeaus fahren.
Und DAS auch den Autofahrern zu vermitteln halte ich für schwierig. Ich befürchte, dass es von vielen als "Radweg endet hier, ab jetzt bist du nur noch Hindernis" interpretiert wird – man bedenke, wie viele Autofahrer nichtmal verstehen, dass ein dickes rotes Band, dass ihren Weg quert Vorrang haben könnte.
Mein Eindruck aus Kopenhagen ist, dass man das dort macht, wo bei uns gar keine Abbiegespur wäre, etwa an der Einmündung in eine 30-Zone.
In Dänemark ist es möglicherweise so geregelt, dass die Fahrradwege für den Fußverkehr freigegeben sind.
In den Niederlanden genauso – ich glaube, Deutschland ist das einzige Land, wo man glaubt, außerorts explizit Gehwege ausweisen zu müssen. Anderswo darf man außerorts einfach auf dem Radweg laufen (dabei NICHT im Weg rumstehen!) und dann hat sich das.
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Ja, ist sie. Die Kombispuren sollen wohl auch in der nächsten Ausgabe der ERA 202X auftauchen.
Ich würde halt erstmal sehen wollen, wie sich die Dinger bei geringem Radverkehrsanteil schlagen und wie die Vorfahrt am Anfang von dem Ding in der Praxis ausgelegt wird.
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Von "Radverkehr in Skandinavien" zu reden ist schon komplett unseriös. Die herausragende Bedeutung hat er lediglich in Kopenhagen, während der Rest weit hinter (!) (nord)deutschen Verkehrsanteilen zurück bleibt. Und darauf dürfte auch die Sicherheit basieren: In Kopenhagen fragt man beim Abbiegen nicht "kommt da ein Radfahrer?", sondern "wann kommt eine Lücke?" und im Rest des Landes relativieren sich die Zahlen über die Verkehrsmenge. Dänische Infrastruktur außerorts würde ich sogar als oft extrem schlecht bezeichnen.
Die von Yeti genannte Lösung, Rechtsabbieger und Radverkehr komplett zu mischen gibt es in Dänemark vereinzelt; meiner Meinung nach aber eher aus Platzmangel denn als gezielte Sicherheitsmaßnahme. Ob diese besser ist, ist schwer zu sagen – denn Kopenhagen ist wie gesagt ob der Massen nur bedingt eine Referenz.
Die Idee den Radweg links an den Abbiegern vorbei zu führen hatten schon viele, aber mit Ausnahme der USA (die in Sachen Verkehrssicherheit jetzt nicht gerade ein Vorbild sind…) sehr bald wieder zu den Akten gelegt: Aus einem kurzen Konfliktpunkt bei geringer Geschwindigkeit (deren Durchsetzung wahrscheinlich 90% der Lösung wäre…) wird eine lange Konflikt-Strecke bei hoher Geschwindigkeit.
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Der Winkel ist seltsam, der ist quasi gegen die Fahrtrichtung gebogen.
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In der Sülztorstraße werden ja gerade die Radfahrer gezählt – also die stadtauswärts auf dem Radweg. Das hat bei Facebook natürlich schon wieder die ersten auf den Plan gerufen, dass es bestimmt "wieder" Betrug ist, wenn dort tatsächlich mehr als eine Hand voll sind…
Und weil ich Langeweile hatte, hab ich auch mal selbst gezählt (mehrfach, an etwas anderen Punkten jetzt schon). Heute morgen 7-8 am Eingang der Postbank: Stadtauswärts 198 Autos, 145 Fahrräder. Stadteinwärts 209 Fahrräder, 105 Autos.
Besonders auffällig ist hier die geringe Zahl der Autos – und gestern zwischen 16 und 17 Uhr an der Kreuzung zur Wallstraße waren es auch nicht mehr (dafür deutlich mehr Radfahrer stadtauswärts). Die Stadt nennt hingegen in der Präsentation zum Mobilitätsauschuss vom Februar 7500 Kfz/Tag und danach ist auch der dort vorgestellte Planungsansatz gestaltet. Meiner Meinung nach ist diese Zahl VIEL zu hoch und ich halte irgendwas bei 2000-3000 Kfz/Tag für realistisch. In Verbindung mit einem Radverkehrsanteil von fast durchgängig über 50% wäre das eigentlich schon ein Kandidat für eine Fahrradstraße mit entsprechend massiv verkleinerter Asphaltfläche und wesentlich mehr Aufenthaltsqualität. Stadteinwärts ist sowieso Tempo 30 und später ein (ziemlich komplexes) Durchfahrtsverbot und stadtauswärts fährt etwa die Hälfte freiwillig langsam, weil man sonst ja nur schneller an der rotem Ampel steht.
Stadteinwärts braucht man also nur einen Radwegstummel (auf der Fläche der bisherigen Bushaltestelle), um sich einzufädeln. Die Haltestelle selbst soll ja hinten zum Sankt-Ursula-Weg wandern, um die Grundschule besser anzubinden – das sollte als Nebeneffekt den Autoverkehr weiter reduzieren (Elterntaxis). Die Mittelinsel kann somit bleiben und weit in die Straße rein verlängert werden.
Stadtauswärts bin ich mir nicht ganz sicher, ob man am Ende trotzdem einen Radweg macht – auf der Fläche einer der drei bisherigen Fahrspuren – einfach damit einem die Autos nicht im Weg rumstehen.
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Und eben wegen der Aufpflasterung müsste de facto doch wieder eine abknickende Vorfahrt entstehen… Und zurück dann auf dem Radweg; da kann man sich das Wedeln mit den Armen sparen

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…deine Schallplatte hat 'nen Sprung.
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Hier hat es auch ein knappes halbes Jahr gedauert, bis die Markierung entfernt wurden - aber mit dem
auf der Fahrbahn sieht das fast wie danach erst aufgebracht aus? -
Das hört sich schon fast wie eine "Verschwörungstheorie" an.
Nicht nur fast. In dem Themenbereich wird – und zwar von allen Seiten – gelogen, dass sich die Balken biegen. Es schlachtet halt jeder die platte Zahl von "450 toten Radfahrern" aus, um eine angebliche Patentlösung zu verkaufen, die dem eigenen Vorteil dient. Um die Sicherheit geht es den meisten dabei allenfalls am Rande.
Eine tatsächliche Fokussierung auf die Sicherheit würde völlig anders aussehen und in durchaus nicht wenigen Fällen ein
beinhalten. Und dann bekommt man halt auch den Trade-Off, ob die Leute lieber (wie in Deutschland und den Niederlanden) mit 85 auf dem Radweg sterben oder (wie in den USA) mit 58 an Diabetes… -
Bei 132 km/h zu sagen, der Vorsatz (die StVO hemmungslos zu missachten) sei nicht zweifelsfrei zu beweisen ist aber schon schräg.
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Das da oben was im Argen liegt, war mir auch schon aufgefallen – allerdings nicht, dass stadteinwärts ein Stück ganz fehlt. Ich komme sonst immer nur bis zur Elbinger und dann rechts oder links rum… Also bis Dessauer ist es auf StreetView halbwegs ok (vom Zustand mal abgesehen), danach wird's gruselig.
Eben mal hoch gefahren; war mir doch, dass da war gemacht wurde:
- Stadtauswärts ist die Furt bei der Madgeburger (also die erste) jetzt wieder hergestellt, so wie auch auf der Luftaufnahme. An der zweiten ist keiner, da geht's dann auf die Fahrbahn des Wendehammers. Müsste da ein
hin, oder ist das wegen des geringen Autoverkehrs egal? Der Zustand ist übrigens genauso schlimm wie er aussieht. - Stadteinwärts wurde im Zuge der Glasfaser-Verlegung was gemacht: Der "einspurige" Streifen ist jetzt grauer Gehweg; ab der großen Grundstückszufahrt ist dann links neu rot gepflastert (1,4 Meter + Sicherheitstrennstreifen), daneben weiter die großen Gehwegplatten.
Die Asphalt-Krümel, die es ganz am Anfang stadteinwärts jetzt noch gibt, würde ich rausrumpfen und entweder dem Gehweg zuschlagen oder sogar als kleines Beet. Und Stadtauswärts müsste eigentlich auf ganzer Länge mal erneuert werden – auch da, wo es schon gepflastert ist merkt man das Alter.
- Stadtauswärts ist die Furt bei der Madgeburger (also die erste) jetzt wieder hergestellt, so wie auch auf der Luftaufnahme. An der zweiten ist keiner, da geht's dann auf die Fahrbahn des Wendehammers. Müsste da ein
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Mein Eindruck ist, dass da irgendein Heuschreckenschwarm von Auto-Trollen eingefallen ist. Weder sagen mir die meisten Namen irgendwas noch hat die Seite sonst ansatzweise so viele Kommentare. Aber wenn auch nur ein paar davon das mit der Vorfahrt verstehen (ob das ganze "Radfahrer halten sich an keine Regeln!!!11" von dem Unwissen kommt?), ist ja auch was gewonnen.
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Ist halt Stade, die haben's nicht so mit den Regeln zum Radverkehr… Und ja:
-> Zebrastreifen.![Zeichen 239 [Zeichen 239]](https://radverkehrsforum.de/images/smilies/zeichen-239.png)
-> Radwegfurt (!).
-> Radwegfurt.
-> Radwegfurt und Zebrastreifen nebeneinander. -
laut GoogleMaps "bestens ausgebaute" Handtuchradwege. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob das wirklich immer noch so aussieht dort.

Ich tippe mal auf den Gulli hier:
Google MapsFind local businesses, view maps and get driving directions in Google Maps.www.google.de…sieht natürlich erstmal nach einer etwas breiteren Stelle zum Überholen aus – nur wenn der links fahrende dann nach rechts zieht, is eng.