Beiträge von jan pi sike tu

    @Gerhart ich kann mich in der genannten engen Einbahnstraße auch nicht über Fehlverhalten der Kraftfahrzeuge beschweren. Zum einen ist dort eh sehr wenig Verkehr, zum anderen fahren die Fahrzeuge dort sehr langsam weil es extrem eng ist, und drittens gibt es keinen schlecht hingepinselten Schutzstreifen und die meisten Leute wissen halt, dass dort Fahrradfahrer entgegen kommen können. Dementsprechend sind alle vorsichtig.


    Die unterschiedliche Handhabung mit den Freigaben liegt dann wohl eher an den unterschiedlichen Stadtteilen.

    ... für vorgeschoben, um sich beliebig viel Zeit zum Handeln zu genehmigen.

    Gummi-Argumente sind aus Sicht eines Willkürtreibenden doch immer schön!


    Völlig willkürlich erscheint mir nebenbei auch die Rad-Freigabepraxis für Einbahnstraßen. Einige sind so eng und beidseitig zugeparkt, dass man mit dem Fahrrad bei einem entgegenkommenden Kraftfahrzeug kein Platz mehr hat um sich an diesem fahrend vorbei zu quetschen. Man muss sich also eine nicht benutzte Parklücke suchen und in dieser warten und das Auto vorbei lassen, oder, was mir auch schon häufig passiert ist, das Kfz weicht in solchen Fällen einfach illegalerweise über den Fußweg aus. Hier gibt es eine offizielle Freigabe des Befahrens der Einbahnstraße in Gegenrichtung. Jedoch im Gegensatz dazu an anderen Stellen keine Freigabe, obwohl es sich um eine kaum befahrene und mindestens doppelt so breite Anwohnerstraße handelt, die zumindest für Autofahrer, eine Quasi-Sackgasse bildet, die in einem großen Einbahnstraßen-Kreis endet. Hier könnten theoretisch sogar Autos den Kreis problemlos in beide Richtungen befahren, ohne sich dabei mehr ins Gehege zu kommen, als in typischen Anwohnerstraßen üblich.


    Von einer Entscheidung nach Gefahrenlage kann hier also objektiv betrachtet wohl kaum die Rede sein.


    ...und nur damit hier nicht der falsche Eindruck entsteht, die schmale Einbahnstraße wäre gefährlich: Das ist sie nicht! Quasi jeder Zweirichtungsradweg in Hamburg ist konfliktträchtiger. Ja, selbst die normalen handtuchbreiten Einrichtungsradwege sind konfliktreicher aufgrund der vielen illegalen Geisterradler.


    Die für dieses Beispiel willkürlich herausgepickten Einbahnstraßen mit und ohne Freigabe sind übrigens Moosberg, Steendiek und Müggenburg.



    Oh, da freuen sich die Velomobilfahrer! Keine Sorge übrigens, mein heut entdecktes Schild "benutzungspflichtige(?) Toilette mit Freigabe in beide Fahrtrichtungen", habe ich eigenhändig fotografiert.